Gemüse vom eigenen Balkon Dieses Gemüse eignet sich zur Anzucht auf dem Balkon

Gärtnern auf dem heimischen Balkon

Gesundes Bio-Gemüse vom eigenen Balkon: Dieser Traum ist leicht erfüllbar! Du musst noch nicht mal einen grünen Daumen haben, um Dich bald über eine reiche Ernte freuen zu können. Natürlich ist die Ausbeute nicht so groß wie im Gemüsegarten, aber Du kannst Dein Essen mit eigenen Tomaten, Salaten, Kräutern und Beeren verfeinern.

Was Du vielleicht gar nicht weißt: Es reicht schon ein kleiner Balkon aus um Tomatenpflanzen oder Paprika zu ziehen. Auch kleine Obstbäumchen wachsen gut und sehen als Kübelpflanzen schön aus. Kräuter sind immer eine gute Wahl. Du kannst sie in Blumenkästen oder in hübschen Hängetöpfen ziehen. Und Dein Essen wird gesünder und schmackhafter mit den frischen Kräutern.

Tipps zur Anzucht von Gemüsepflanzen für den Balkon

Die Gemüsepflanzen brauchen große Pflanzgefäße, denn sie holen sich ihre Nährstoffe aus der Erde. Die Gefäße brauchen ein Abflussloch, damit keine Staunässe entsteht. Natürlich hast Du dann auch öfter mal Wasserflecken auf dem Balkon und musst nach intensiven Regengüssen ein wenig aufpassen.
Eine optisch etwas schräge, aber sehr effiziente Idee ist es, die Pflanzen einfach direkt in einen Sack Blumenerde zu stecken. In die Unterseite der Plastikfolie werden vorher Löcher geschnitten. Oben braucht man nur ein Loch für die Pflanze. Diese Methode ist ideal für alle, die es nicht so mit Blumenkästen und der Pflege von Pflanzgefäßen haben. Man spart sich auch das Einfüllen und Arbeiten mit der Erde.
Die Gemüsepflanzen brauchen Substrate, keine normale Gartenerde, damit genug Nährstoffe vorhanden sind.

Welche Pflanzen kommen in Frage?

Tomaten: Tomaten sind sehr beliebt, weil sie sich einfach ziehen lassen und im Geschmack den Supermarkt-Tomaten weit überlegen sind. Sie sind nur recht empfindlich gegen Nässe und faulen dann schon mal leicht. Daher ist ein überdachter Balkon ideal. Geeignete Sorten erkennt man schon am Namen wie Balconi red oder Balconi yellow. Sie müssen noch nicht mal angebunden werden und wachsen buschig. Tomaten vertragen keinen Rost und werden erst Mitte Mai gepflanzt. Die einzelnen Pflanzen brauchen wenigstens 10 cm Abstand und jede sollte eine Rankhilfe bekommen, sonst musst Du die Tomaten auf dem Balkonboden suchen und ernten.

Salat: Salat ist eine einfache, anspruchslose Balkonpflanze. Schon einige Wochen nach dem Säen kann man ihn Ernten. Wählt man Pflücksalat hat man noch länger etwas davon. Salatpflanzen können auch vom Gärtner immer nachgekauft werden. Geeignete Sorten sind Pflücksalate wie Feldsalat, Rucola, Lollo Rosso. Sie brauchen Sonne bis Halbschatten und damit sie schön saftig frisch bleiben, immer genügend Wasser. Wenn du selbst aussäst, dann lasse den einzelnen Saatkörnern ca. 3 cm Platz. Später kannst du sie umtopfen.

Radieschen: Sie sind auch ideal für den Balkon. Sie gedeihen gut im Balkonkasten. Man kann sie zeitlich versetzt säen, dann hat man länger etwas von ihnen. Radieschen kannst Du zwischen April und September aussäen und schon nach rund vier Wochen die Früchte Deiner Arbeit ernten. Wenn Du alle zwei bis drei Wochen frisch aussäst, hast Du eine besonders lange Erntezeit. Der Abstand sollte etwa 6 cm betragen.

Gurken: Wer gerne Gurken isst, wird sie auch gerne als Balkonpflanzen ziehen. Sie brauchen aber eigentlich viel Platz und auch Dünger. Man sollte also nur bestimmte Sorten wie die Picolino nehmen. Gurken sind auch prima für einen Anbau auf dem Balkon geeignet. Sie brauchen wie die Tomaten auch sehr viel Wärme und Sonne. Sie eignen sich zudem für den Anbau in Kübeln, Ampeln und großen Töpfen.

Zucchini: Hier gilt dasselbe wie für die Gurken. Allerdings lohnt sich die Anpflanzung sehr, denn Zucchini sind recht anspruchslos und können recht groß werden. Daraus lassen sich vielerlei Leckereien wie eine Zucchini-Suppe für Gäste kochen.

Auberginen: Sie sind für unsere Temperaturen eigentlich nicht so geeignet, dennoch haben viele Hobbygärtner Erfolg mit ihren Anpflanzungen und freuen sich über wohlschmeckende kleine Auberginen. Man sollte sie als Jungpflanzen kaufen. Sie sind recht empfindlich und brauchen Wärme und Sonne. Wenn der Sommer zu kühl und nass ist, gibt es auch keine Ernte. Eine Balkonsorte ist die Ophelia F1-Hybride.

Radieschensetzlinge

Paprika: Ab Mitte Mai kannst Du die Paprika pflanzen. Sie braucht natürlich viel Sonne.

Kartoffeln: Etwas ungewöhnlich die Idee, Kartoffeln auf dem Balkon zu ziehen, aber manche Gärtner schwören darauf. Du brauchst dafür einen Sack, der mit Erde befüllt ist oder Du nimmst gleich den Pflanzsack. Er muss gut durchlöchert werden und dann mit Erde nur zum Teil befüllt werden, etwas 5-10 cm hoch. Dann krempelst Du den Sack um. Die Erde sollte immer feucht gehalten werden. Wenn das erste Grün kommt, wird Substrat hin eingegeben und zwar soviel, dass man nur noch die grünen Spitzen sieht. Der umgekrempelte Rand wird immer weiter geöffnet. So kommt immer mehr Erde hinein und man hat auf mehreren Ebenen Kartoffeln.

Zuckererbsen: Sie sind leicht und sehr schmackhaft. Sie lieben die Sonne und lockere Erde. Sie brauchen immer je zu dritt oder viert eine Rankhilfe.

Möhren: Möhren kann man schon recht früh pflanzen, so ab Ende Februar und sogar bis Juni. Die einzelnen Pflanzen brauchen in etwa 5 cm Abstand. Ideal ist es ein paar Zwiebeln dazwischen zu pflanzen, weil sie Parasiten wie die Möhrenfliege fernhält.

Bohnen: Buschbohnen kann man auch auf dem Balkon ziehen. Sie brauchen auch eine Rankhilfe oder man lässt sie am Geländer entlang ranken. Man sät sie zwischen Mai und Ende Juni aus. 4 Samen kommen in ein Samenloch, der Abstand sollte jeweils 5 cm betragen.

Kräuter: Kräuter sind ideale Balkonpflanzen, mögen aber keine pralle Sonne. Passend sind alle gängigen Sorten, die man auch gerne verzehrt wie Schnittlauch, Melisse, Basilikum, Petersilie, Salbei, Thymian und Lavendel.

Welche Voraussetzungen müssen für Gemüseanbau auf dem Balkon gegeben sein?

Sonne: Der Balkon sollte nicht zu schattig liegen. Obwohl in diesem Falle Tomaten noch gut gelingen können. Viele andere Sorten brauchen aber schon ausreichend Sonneneinstrahlung. Ideal ist ein Balkon, der nach Südosten oder Südwesten zeigt.

Luft: Pflanzen brauchen Licht und Luft. Daher sollte es auf dem Balkon nicht muffig sein, wie in einer feuchten Ecke. Raucher sollten für guten Abzug des Qualms sorgen. Gibt es keine gute Luftzirkulation haben Schädlinge leichtes Spiel.

Platz im Gefäß: Auch wenn es schick aussieht beim Verkauf: Pflanzen brauchen eher große Pflanzgefäße um gut Wurzeln zu bilden und zu gedeihen. Das Material sollte Ton, Kunststoff oder auch Holz sein. Auch Minibeete als Bausatz für den Balkon sind geeignet.

Erde: Eine gute Erde ist die Grundvoraussetzung, dass sich Früchte an der Pflanze bilden können. Dazu kommt meist ein Langzeitdünger. Auch Flüssigdünger ist in den heißen Monaten eine gute Wahl.

 

Es braucht keinen grünen Daumen, um erste Erfolge sprich eine reiche Ernte zu genießen. Lediglich ein paar interessante Hinweise im Ratgeber nachlesen. Mit der Zeit bekommt dann jeder den Kniff heraus und weiß, welche Sorten am besten auf dem eigenen Balkon gedeihen.


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