Blähton Anwendung

Blähton – diese Eigenschaften hat es für Pflanzen das Granulat aus dem Rohstoff Ton

Blähton – das ist ein Granulat aus dem Rohstoff Ton und wird von Hobbygärtnern sowohl im Innenraum als auch im Garten geliebt. Denn Blähton unterstützt Pflanzen in ihrem Wachstum und schafft optimale Bedingungen – zum Beispiel in Kübeln, Balkonkästen oder auch für Zimmerpflanzen.

Was ist Blähton eigentlich?

Blähton - auch Keramsit genannt - ist ein oval oder kreisrund geformtes Granulat, das aus dem natürlichen Rohstoff Ton besteht. Im Garten verwenden Hobbygärtner es gerne, um in Böden und Topfpflanzen sowohl die Bodenbeschaffenheit zu verbessern als auch eine Drainage einzusetzen. Auch für Hydrokulturen, zum Beispiel Zimmerpflanzen, die nicht in der Erde, sondern in wassergefüllten Behältern wurzeln, kommt das Material häufig zum Einsatz.

So entsteht Blähton

Um Blähtonkugeln zu produzieren, verwenden Hersteller den Rohstoff Ton, der in seinen Eigenschaften besonders kalkarm und ohne chemische Zusätze ist. In der Herstellung wird der Ton zunächst fein gemahlen, bevor er granuliert und später im Ofen bei etwa 1250 Grad gebrannt wird. Das Ergebnis sind die aufgeblähten Tonkugeln, die im Inneren zahlreiche Poren aufweisen, aber unterschiedliche Körnungsstärke haben können. Das Material selbst ist übrigens nicht in der Lage, Feuchtigkeit aufzunehmen. Und genau das macht es für Pflanzenliebhaber im Garten und Wohnraum so beliebt.

Einsatzmöglichen für Blähton

Blähton ist für eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten für Garten und Balkon bekannt.

Blähton als Drainage für Außenkübel und Balkonkästen

Kübel und Balkonkästen benötigen im optimalen Fall eine bis zu fünf Zentimeter dicke Drainageschicht, denn sie mögen keine Staunässe an ihren Wurzeln. Neben den Löchern, die sich üblicherweise im Boden eines Kübels befinden, sorgt Blähton dafür, dass das Gießwasser optimal abgeleitet wird.

Wie funktioniert das? Idealerweise streust du das Substrat als dicke Schicht in den Boden eines Kübels. Während kleine Kübel und Balkonkästen bereits mit einer dünnen Schicht von rund einem Zentimeter Drainage auskommen, kannst du bei großen oder sehr schlanken, hohen Behältern großzügiger sein und bis zu 15 Zentimeter an Drainageschicht einbringen.

Danach folgt das Auffüllen mit handelsüblicher Erde. Zum Schluss setzt du die Pflanzen wie gewohnt ein. Wer mag, kann zwischen Blähton und Erde noch eine Lage Vlies einbringen. Die sorgt dafür, dass sich keine Erde zwischen die Tonkügelchen verirrt und sich das Granulat mit der Zeit zusetzen kann.

Tipp: Falls die Löcher im Boden der Kübel zu groß sind und das Granulat herausläuft, kannst du einen leichten Stoff, zum Beispiel ein altes Geschirrtuch, zwischen Blähton und Kübelloch legen. So schaffst du eine Barriere, durch die das Wasser aber dennoch entkommen kann.

Blähton als Luftbefeuchter

Gerade kalte und trockene Winter können für ein trockenes Klima im Innenraum sorgen. Das schadet unter anderem den Schleimhäuten unseres Organismus und sorgt für eine erhöhte Infektanfälligkeit. Blähton kann als Luftbefeuchter Abhilfe schaffen. Am besten füllst du dazu eine flache Schale mit Pflanze und dem Substrat. Blähton selbst kann zwar kein Wasser speichern. Doch die Kapillarwirkung sorgt dafür, dass die Luft insgesamt feuchter ist.

Blähton für lockere Böden

Wenn Böden im eigenen Garten zu fest sind, lassen sich diese gut mit dem Substrat Blähton auflockern. Dazu werden in aller Regel eher kleinere Körnungen verwendet, die sich gut unter die vorhandene Erde mischen lassen und so für eine bessere Versorgung mit Wasser und Sauerstoff sorgen.

Blähton für Hydrokulturen

Hydrokulturen erleben gerade wieder ein Comeback im Innenraum. Und das aus gutem Grund. Denn diese Art der Zimmerpflanzen-Haltung ist simpel, pflegeleicht und reduziert das Allergierisiko für gefährdete Personen.

Pflanzen, die als Hydrokulturen wachsen, gedeihen in einem wasserdichten Gefäß, das mit dem Substrat Blähton gefüllt ist und über einen Wasserstandsanzeiger verfügt. Erde, die schimmeln oder Schädlinge anziehen könnte, gibt es hier nicht. Das Substrat Blähton hat hier allerdings keine Wasser speichernde Funktion, sondern sorgt nur dafür, den Wurzeln der Pflanze Stabilität zu geben. Aber Achtung: Weil die natürlichen Nährstoffe aus dem Erdreich fehlen, muss man beim Gießen der Pflanze immer ein Dünger mit hinzugeben. Denn natürlich können die Pflanzen nicht von Wasser alleine leben.

Die Vorteile der Hydrokulturen liegen auf der Hand. Sie sind vor allem für Allergiker geeignet, weil Schimmel oder Pilze sich hier nicht bilden und die Pflanze schädigen können. Weiterer Benefit: Durch das geringe Gewicht von Blähton lassen sich selbst sehr große Zimmerpflanzen durch das leichte Gewicht schnell verschieben. Auch die Haltung von Pflanzen in Dachgeschossen oder oberen Geschossen wird so zum Kinderspiel.

Beliebte Körnungen im Überblick

  • Feine Körnung: 0 bis 5mm. Das Material ist für Zimmerpflanzen geeignet, kommt aber auch im Bau als Schüttmaterial für Wärmedämmung und Drainagen zum Einsatz.

  • Mittlere Körnung: 4 bis 10 mm. Das Blähton dieser Größe eignet sich für Hydrokulturen, als Bodendecker und zur Drainage

  • Grobe Körnung: 10 bis 20 mm. Das Material wird als Bodendecker, für Kübelpflanzen im Garten und als Schüttdämmung eingesetzt.

Fazit

Blähton ist ein beliebtes Material, von dem sowohl Zimmerpflanzen, Gemüse in Kübeln oder Balkonkästen mit Sommerblumen profitieren. Dabei schafft das Substrat nicht nur optimale Wachstumsbedingungen für die Pflanzen, sondern ist auch eine lohnenswerte Investition. Weil Blähton sich auch nach Jahren nicht zersetzt, hast du lange Freude daran und gesunde Pflanzen noch dazu.

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