Zwei Gerberas

Die richtige Körnung bei Rindenmulch Für welchen Zweck eignen sich die verschiedenen Größen

Verschiedene Körnungen bei Rindenmulch

Mulch als Bodendecker kennst Du sicher bereits. Er bewirkt, dass öffentliche Anlagen mit Bepflanzungen so schön gepflegt aussehen und er versorgt den Boden optimal mit Nährstoffen. Rindenmulch ist einfach ideal als Abdeckung von Staudenbeeten, Blumenrabatten, Wegen und zwischen Sträuchern und Bäumen in Parks. Einen ganz wichtigen Zweck erfüllt er auf Spielplätzen als Fallschutz.

Rindenmulch hält Unkraut fern, schützt den Boden vor dem Austrocknen, Frost und Erosion. 
Er besteht lediglich aus zerkleinerter, unfermentierter Baumrinde. Bei der Verrottung wird er zu Humus, allerdings entzieht er dem Boden dabei Stickstoff. Dem kann man entgegenwirken, wenn man Hornspäne verteilt.

Er ist in verschiedenen Körnungen erhältlich: in fein, grob und deko. Wie Du die richtige Körnung finden kannst, erfährst Du in unserem Ratgeber.

Wähle bei Rindenmulch die richtige Körnung

Rindenmulch ist in verschiedenen Größen erhältlich: Von 0-7 mm, 7-15 mm, 10-20m m, 20-40 mm und 40-80 mm. Du kannst aus drei verschiedenen Baumsorten wählen: Kiefer, Fichte und Pinien. 
Für die verschiedenen Körnungen gibt es eine einfache Grundregel: Je kleiner die Fläche ist, die sie abdecken möchten, umso feiner darf die Körnung sein. Allgemein nimmt man:

  • Feine Körnung für Blumenkästen, Pflanzkübel und Pflanztöpfe.
  • Mittlere Körnung für kleine Beete und Blumenrabatten. Für Steingärten und überall dort, wo Du nur kleine Stellen bedecken möchtest.
  • Grobe Körnung für große Flächen wie Parks, für Wege, an Teichen sowie zwischen Sträuchern.
  • Sehr grobe Körnung als Fallschutz auf Spielplätzen und unter Klettergerüsten.

Anwendung der verschiedenen Rindenmulch-Körnungen

Rindenmulch in feiner Körnung kannst Du gut für Rosenbeete nehmen. Sie bedecken dann im Herbst nach dem Rückschnitt der Rosen die Stümpfe mit dem Rindenmulch. Im Frühjahr kannst Du den feinen, leicht zersetzten Rindenmulch dann auf die Beete verteilen. Rindenmulch in mittlerer Körnung streut man zwischen Bäume und Sträucher und schützt sie so vor Bodenfrost. Rindenmulch in mittlerer bis grober Körnung eignet sich gut für die Wege in Deinem Garten. Bevor Du jedoch den Mulch ausstreust, sollte jegliches Unkraut vom Boden entfernt werden, denn es wächst doch leicht durch die Abdeckung, wenn es schon Wurzeln gebildet hat. Um Staunässe zu vermeiden, kannst Du unter dem Belag eine Drainage anlegen.

Rindenmulch sollte in einer relativ dicken Schicht aufgebracht werden. Wenigstens 5 cm sollten es sein, maximal 10 cm. Die Schicht sollte immer mal wieder aufgefüllt werden, sonst wächst doch Unkraut durch.

Tipps und Hinweise zur Körnung von Mulch in unserem Ratgeber

Auch wenn der feine Rindenmulch am dekorativsten aussieht, so nimmt man doch meist gröberen. Warum? Weil der Feine sich zu schnell zersetzt und zu Humus wird. Dann ist der Effekt der Bodenabdeckung und des Unkrautschutzes leider verloren. Im Grunde ist die gröbste Variante auch die effektivste, weil sie am längsten braucht, um zu Humus zu zerfallen. 

Du kannst aber auch feinere Körnung nehmen und immer wieder nachschütten, wenn Dir die Optik besser gefällt. Die hochwertigste Mulchart ist Pinienrinde. Sie hat eine rötliche Farbe, zersetzt sich nur langsam und gibt viele Nährstoffe ab. Man nimmt sie gerne für Rosen und andere anspruchsvolle Pflanzen.

Qualität von Rindenmulch

Natürlich gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede beim Rindenmulch. Es sollte frisch sein, denn sonst beginnt schon bald der Zersetzungsprozess. Du erkennst frischen Mulch am angenehmen Waldgeruch. Fängt er an erdig zu riechen, ist er nicht mehr so frisch. Bei PALIGO erhältst Du immer hochwertigen, reinen Rindenmulch in frischer Qualität.

Verschiedene Anwendungen von Rindenmulch in fein und grob

Beetabdeckung: Hierfür eignen sich feine bis mittlere Körnungen. Mulche nicht, wenn Deine Stauden noch neu eingepflanzt wurden, wenn bereits Bodendecker auf dem Boden wachsen oder Pflanzen wachsen, die alkalische Böden benötigen. 
Ist der Rindenmulch fein oder sogar gemahlen, kann er weniger Stickstoff binden als in grober Form. Dies ist für kalkliebende Pflanzen besser. 
Arbeite den Rindenmulch nicht in den Boden ein. Die bestehenden Pflanzen kannst Du mit umgedrehten Blumentöpfen abdecken, wenn Du mulchst. Das erleichtert die Arbeit.

Zwischen Bäumen und Sträuchern: Hierfür eignet sich mittlerer bis grober Rindenmulch. Der Boden sollte von Unkraut und Bodendeckern befreit sein. Sei bei Flachwurzlern vorsichtig, wenn Du das Unkraut entfernst und den Boden auflockerst. Je höher die Pflanzen sind und wachsen, umso gröber darf der Mulch gewählt sein. Trage 4 bis 10 cm auf. Das sind ca. 40 bis 100 l pro m².

Gartenwege: Hierfür eignet sich am besten grober Rindenmulch. Zunächst markierst Du den Verlauf des Weges mit Schnur und Holzpfählen. Dann stichst Du die Kanten ab, mit einem spitzen Spaten. Steine und Wurzeln musst Du entfernen. Am Rand hebst Du kleine Graben aus und füllen sie mit Sand. Dann kannst Du dort Randsteine verlegen. Zuletzt verteilst Du auf der vorher begradigten Fläche den Rindenmulch. 
Hast Du an dieser Stelle viel Staunässe, legst Du vorher eine Drainage aus Kies aus. 
Ein solcher Weg federt angenehm und weich nach, wenn Du ihn mit einer Schicht von 5-10 cm Rindenmulch bestreust.

Sitzplatz auslegen: Hierfür nimmst Du wieder groben Rindenmulch. Statt einen Sitzplatz im Garten zu pflastern, kannst Du auch einfach eine Rasenfläche mit Rindenmulch bestreuen. Vorher breitest Du Unkrautfolie auf dem Rasen aus. Damit die Fläche schön fest wird, kannst Du sie mit einer Rasenwalze verdichten. Der Rindenmulch sollte alle 2 Jahre ca. neu befüllt werden.

Spielplätze und Klettergerüste: Hierfür nimmst Du sehr groben Rindenmulch von 20-80 mm. Einen Spielplatz mit hohen Geräten musst Du sogar mit Fallschutz ausrichten. Rasen eignet sich dafür nicht, jedoch Rindenmulch. Ab 1,50 m Fallhöhe ist er ideal. Er kann sogar Stürze aus 2-3 m auffangen. Bringe dafür aber eine extra hohe Schicht aus, 30 cm sind vorgeschrieben. 40 cm sollten es sein, wenn die Fallhöhe 2m erreicht. Sind die Spielplätze jedoch aus Holz und nicht aus Metall, eignet sich Rindenmulch nicht, weil es das Holz faulen lässt.

Wann ist Rindenmulch nicht geeignet?

Rindenmulch ist nicht immer die beste Wahl, wenn Du Deinen Pflanzen und dem Boden etwas Gutes tun willst. Im Gemüsegarten wird er nicht angewendet, weil er dem Boden Stickstoff entzieht. Flachwurzler haben manchmal ein Problem mit dem Rindenmulch, denn ihre Wurzeln reichen nicht in die Tiefe und so werden sie vom Zersetzungsvorgang des Rindenmulchs gestört. Wenn Du Holzgerüste im Boden hast, werden diese von der Gerbsäure im Rindenmulch angegriffen. Auch dann solltest Du auf Rindenmulch verzichten. Das gilt auch für Zäune und Holzpflanzgefäße, die mit dem Mulch in Berührung kommen.

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