Mulch zwischen Pflanzen ausgelegt

Die richtige Körnung bei Rindenmulch Für welchen Zweck eignen sich die verschiedenen Größen

Verschiedene Körnungen bei Rindenmulch

Rindenmulch bringt eine Reihe an Vorteilen für Ihren Garten mit sich. Er bewirkt, dass öffentliche Anlagen mit Bepflanzungen so schön gepflegt aussehen und er versorgt den Boden optimal mit Nährstoffen. Rindenmulch ist einfach ideal als Abdeckung von Staudenbeeten, Blumenrabatten, Wegen und zwischen Sträuchern und Bäumen in Parks. Einen ganz wichtigen Zweck erfüllt er auf Spielplätzen als Fallschutz.

Rindenmulch hält Unkraut fern, schützt den Boden vor dem Austrocknen, Frost und Erosion. 
Er besteht lediglich aus zerkleinerter, unfermentierter Baumrinde. Bei der Verrottung wird er zu Humus, allerdings entzieht er dem Boden dabei Stickstoff. Dem kann man entgegenwirken, wenn man Hornspäne verteilt.

Er ist in verschiedenen Körnungen erhältlich: z.B. in fein, mittel, grob und deko. Wie Sie die richtige Körnung finden, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Wählen Sie bei Rindenmulch die richtige Körnung

Für die verschiedenen Körnungen gibt es eine einfache Grundregel: Je kleiner die Fläche ist, die sie abdecken möchten, umso feiner darf die Körnung sein. Wir empfehlen deshalb:

  • Feine Körnung für Blumenkästen, Pflanzkübel und Pflanztöpfe.
  • Mittlere Körnung für kleine Beete und Blumenrabatten. Für Steingärten und überall dort, wo Sie nur kleine Stellen bedecken möchten.
  • Grobe Körnung für große Flächen wie Parks, für Wege, an Teichen sowie zwischen Sträuchern.
  • Sehr grobe Körnung als Fallschutz auf Spielplätzen und unter Klettergerüsten.

Anwendung der verschiedenen Rindenmulch-Körnungen

Rindenmulch in feiner Körnung können Sie gut für Rosenbeete nehmen. Sie bedecken dann im Herbst nach dem Rückschnitt der Rosen die Stümpfe mit dem Rindenmulch. Im Frühjahr können Sie den feinen, leicht zersetzten Rindenmulch dann auf die Beete verteilen. Rindenmulch in mittlerer Körnung streut man zwischen Bäume und Sträucher und schützt sie so vor Bodenfrost. Rindenmulch in mittlerer bis grober Körnung eignet sich gut für die Wege in Ihrem Garten. Bevor Sie jedoch den Mulch ausstreuen, sollte jegliches Unkraut vom Boden entfernt werden, denn es wächst doch leicht durch die Abdeckung, wenn es schon Wurzeln gebildet hat. Um Staunässe zu vermeiden, können Sie unter dem Belag eine Drainage anlegen.

Rindenmulch sollte in einer relativ dicken Schicht aufgebracht werden. Wenigstens 5 cm sollten es sein, maximal 10 cm. Die Schicht sollte immer mal wieder aufgefüllt werden, sonst wächst doch Unkraut durch.

Tipps und Hinweise zur Körnung von Mulch in unserem Ratgeber

Auch wenn der feine Rindenmulch am dekorativsten aussieht, so nimmt man doch meist gröberen. Warum? Weil der Feine sich zu schnell zersetzt und zu Humus wird. Dann ist der Effekt der Bodenabdeckung und des Unkrautschutzes leider verloren. Im Grunde ist die gröbste Variante auch die effektivste, weil sie am längsten braucht, um zu Humus zu zerfallen. 

Sie können aber auch feinere Körnung nehmen und immer wieder nachschütten, wenn Ihnen die Optik besser gefällt. Die hochwertigste Mulchart ist Pinienrinde. Sie hat eine rötliche Farbe, zersetzt sich nur langsam und gibt viele Nährstoffe ab. Man nimmt sie gerne für Rosen und andere anspruchsvolle Pflanzen.

Qualität von Rindenmulch

Natürlich gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede beim Rindenmulch. Es sollte frisch sein, denn sonst beginnt schon bald der Zersetzungsprozess. Sie erkennen frischen Mulch am angenehmen Waldgeruch.  Bei PALIGO erhalten Sie hochwertigen, reinen Rindenmulch in frischer Qualität.

Verschiedene Anwendungen von Rindenmulch in fein und grob

Beetabdeckung: Hierfür eignen sich feine bis mittlere Körnungen. Mulchen Sie nicht, wenn Ihre Stauden noch neu eingepflanzt wurden, wenn bereits Bodendecker auf dem Boden wachsen oder Pflanzen blühen, die alkalische Böden benötigen. Ist der Rindenmulch fein oder sogar gemahlen, kann er weniger Stickstoff binden als in grober Form. Dies ist für kalkliebende Pflanzen besser. Arbeiten Sie den Rindenmulch nicht in den Boden ein. Die bestehenden Pflanzen können Sie mit umgedrehten Blumentöpfen abdecken. Das erleichtert die Arbeit. Zwischen Bäumen und Sträuchern: Hierfür eignet sich mittlerer bis grober Rindenmulch. Der Boden sollte von Unkraut und Bodendeckern befreit sein. Sei bei Flachwurzlern vorsichtig, wenn Sie das Unkraut entfernen und den Boden auflockern. Je höher die Pflanzen sind und wachsen, umso gröber darf der Mulch gewählt sein.

Tipp:

Tragen Sie 4 bis 10 cm auf. Das sind ca. 40 bis 100 l pro m².

Gartenwege: Hierfür eignet sich am besten grober Rindenmulch. Zunächst markieren Sie den Verlauf des Weges mit Schnur und Holzpfählen. Stechen Sie danach die Kanten mit einem spitzen Spaten ab. Steine und Wurzeln müssen entfernt werden. Am Rand heben Sie kleine Graben aus und füllen diese mit Sand. Zuletzt verteilen Sie auf der vorher begradigten Fläche den Rindenmulch. Ein solcher Weg federt angenehm und weich nach, wenn Sie ihn mit einer Schicht von 5-10 cm Rindenmulch bestreuen.

Tipp:

Die Ränder können sie beispielsweise mit Randsteinen aus Granit auslegen.

Sitzplatz auslegen: Hierfür nehmen Sie wieder groben Rindenmulch. Statt einen Sitzplatz im Garten zu pflastern, können Sie auch einfach eine Rasenfläche mit Rindenmulch bestreuen. Vorher breiten Sie Unkrautfolie auf dem Rasen aus. Damit die Fläche schön fest wird, können Sie sie mit einer Rasenwalze verdichten. Der Rindenmulch sollte alle 2 Jahre ca. neu befüllt werden.

Spielplätze und Klettergerüste: Hierfür nehmen Sie sehr groben Rindenmulch von 20-80 mm.  Ab 1,50 m Fallhöhe ist er ideal. der Mulch kann sogar Stürze aus 2-3 m auffangen. Bringen Sie dafür aber eine extra hohe Schicht aus, 30 cm sind vorgeschrieben. 40 cm sollten es sein, wenn die Fallhöhe 2 m erreicht. Sind die Spielplätze jedoch aus Holz und nicht aus Metall, eignet sich Rindenmulch nicht, weil es das Holz faulen lässt.

Wann ist Rindenmulch nicht geeignet?

Rindenmulch ist nicht immer die beste Wahl, wenn Sie Ihre Pflanzen und dem Boden etwas Gutes tun wollen. Im Gemüsegarten wird er nicht angewendet, weil er dem Boden Stickstoff entzieht. Flachwurzler haben manchmal ein Problem mit dem Rindenmulch, denn ihre Wurzeln reichen nicht in die Tiefe und so werden sie vom Zersetzungsvorgang des Rindenmulchs gestört. Wenn Sie Holzgerüste im Boden haben, werden diese von der Gerbsäure im Rindenmulch angegriffen. Auch dann sollten Sie auf Rindenmulch verzichten. Das gilt auch für Zäune und Holzpflanzgefäße, die mit dem Mulch in Berührung kommen.

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