Hände in der Erde

Dünger selber machen 10 Ratgeber Tipps für Düngemittel ohne Chemie

Was brauchen Deine Pflanzen?

Damit Pflanzen in Garten oder Haus wachsen und eine schöne Blütenpracht entwickeln, brauchen Pflanzen Dünger. Dabei haben wir viele der wichtigen Nährstoffe zu Hause und müssen nicht unbedingt auf Chemie zurückgreifen. Wir haben zehn Ideen zusammengestellt, wie sich Dünger selber machen lässt.

Nährstoffe für prachtvolle Pflanzen

Damit Pflanzen im Garten, auf dem Balkon und im Haus gut wachsen, brauchen sie verschiedene Nährstoffe. Dazu zählen vor allem Kalium, Stickstoff und Phosphor.

  • Kalium sorgt dafür, dass die Pflanzen kräftig bleiben. Ansonsten sterben die Blätter ab. Kuh- oder Pferdemist ist als Dünger perfekt geeignet.
  • Ein geregelter Stickstoffhaushalt ist für Pflanzen das A und O. Ohne Stickstoff wachsen die Pflanzen nur kümmerlich. Zu viel davon sorgt zwar für starkes Wachstum der Blätter und Wurzeln. Aber leider kommt die Pflanze nicht zur Blüte.
  • Phosphor brauchen Pflanzen, damit sie toll blühen und Fruchtansätze bilden. Dazu eigenen sich zum Beispiel Hornspäne und Knochenmehl.

So oft sollten wir düngen!

Für Pflanzen im Garten und Haus gilt: In der Wachstumsperiode von Ende Februar bis Mitte August sollten Hobbygärtner ihre Pflanzen düngen. In der Winterperiode ruhen die Pflanzen allerdings und nehmen keine Nährstoffe auf. Dann ist Düngen nicht erforderlich. Pflanzendünger selber machen, lohnt also vor allem im Frühjahr.

Biodünger zum Selbermachen

Unsere Top 10 Ratgeber Tipps:

1. Kompost

Viele Grünabfälle in unseren Haushalten wandern direkt in den Hausmüll. Doch dazu sind sie viel zu schade, denn sie lassen sich zur Kompostherstellung verwenden. Profis arbeiten in der Regel mit mindestens zwei Kompostbehältern, die sie an einem windgeschützten halbschattigen Platz aufstellen. Während sich in der ersten Box Haus- und Gartenabfälle sammeln lassen, wird in der zweiten Box das Material aufgebracht sowie große und kleine Abfälle miteinander durchmischt. Prima geeignet sind Rasenschnitt und kleingeschnittene Sträucher, Küchenabfälle oder Laub. Gekochte Speisen wie Fleisch oder Gemüse, gebratene Fette oder Glas sind tabu! Achten sollte man auf eine gute Belüftung, da der Kompost sonst schimmelt und nicht mehr zu gebrauchen ist. Nach drei Monaten lässt sich der Kompost umschichten – entweder in einem weiteren Behälter oder aber in der gleichen Box. So erhält das Material neuen Sauerstoff und das Volumen verringert sich weiter. Sieben Monate später ist der Kompost, der eine dunkle Farbe hat und nach Waldboden duftet, einsatzbereit.

2. Dünger mit Holzasche herstellen

Du hast einen Kamin im Haus oder heizt mit Pellets oder Briketts? Perfekt! Die Asche von verbrannten Holz ist ein toller Biodünger. Sie enthält Mineralstoffe, Kali und Spurenelemente. Statt den Aschebehälter im Hausmüll zu entsorgen, lieber die Asche auf die Beete streuen und leicht in den Boden einarbeiten. Rosen zum Beispiel lieben Holzasche. 

3. Mist aus dem Stall

Diejenigen, die auf dem Land wohnen oder selbst ein Pferd in der Pflege unterhalten, wissen um den Nutzen von Kuh- oder Pferdemist als organischem Dünger. Denn die Ausscheidungen der Tiere lassen sich beim Umpflügen eines Beetes gut verwenden, weil sie viele Nährstoffe enthalten. Gerade für Pflanzen, die stark wachsen, ist der Mist geeignet. Für Zimmerpflanzen eignet sich Mist aufgrund des starken Geruchs nicht. 

4. Kaffeesatz und schwarzer Tee: Biodünger zum Selbermachen

Falls Du leidenschaftlicher Kaffeetrinker bist, haben wir gute Nachrichten: Aus Kaffeesatz lässt sich wunderbar Dünger herstellen – und das ohne, dass er vorher kompostiert werden muss.  Den schwarzen Kaffeesatz, der reich an Kalium, Phosphor und Stickstoff ist, am besten feucht in die Erde einarbeiten. Ansonsten trocknet er an der Oberfläche aus und lässt kaum Wasser ins Erdreich.

Und auch mit schwarzem Tee lässt sich Flüssigdünger selbst herstellen. Gebrauchte Teebeutel ins Gießwasser geben, einwirken lassen und Zimmer- oder Balkonpflanzen wässern.

Kaffee und Tee haben übrigens eine leicht säuernde Wirkung und eignen sich besonders für Moorbeet-Pflanzen wie Heide, Cranberry oder Rhododendron. Auch Gemüsesorten wie Zucchini oder Gurke hilft der Biodünger zum Selbermachen beim Wachstum

5. Brennesseljauche: Flüssigdünger selbst herstellen

Jauche aus Brennessel und Wasser eignet sich nicht nur als Dünger für Garten oder Balkon, sondern hilft auch als Flüssigdünger, Schädlinge wie Spinnenmilben und Blattläuse zu bekämpfen. Dazu benötigen wir einen Kunststoffeimer oder ein Holzfass und sammeln Brennesseln, bis der Eimer locker gefüllt ist. Beim Sammeln des Unkrauts feste Handschuhe tragen, weil die Brennessel die Haut unangenehm reizen kann. Nachdem der Eimer mit Wasser gefüllt wurde, schließen wir den Eimer und lassen das Gemisch drei Wochen ruhen. Danach haben sich die Brennesseln zu einer Brühe zersetzt. Zehnfach mit Wasser verdünnt, lässt sich die Brühe an die Wurzeln der Pflanzen schütten. In großer Verdünnung bei mindestens 40:1 Teilen kann die Jauche zur Schädlingsbekämpfung an Blättern und Blüten verwendet werden.

6.Eierschalen: Pflanzendünger selber machen

Eierschalen enthalten viel Kalk und können den pH-Wert von Pflanzen erhöhen. Deswegen eignen sie sich nicht für Moorbeet-Pflanzen. Denn die lieben den sauren Boden. Und so machst Du den Biodünger selber: Die Eierschalen zerkleinern und in eine Gießkanne voller Wasser geben. Nach einer kurzen Einwirkzeit, die Pflanzen an den Wurzeln gießen. Eierschalen zum Schluss aus der Kanne entfernen, weil sie sich nicht zersetzen.

7. Bananenschalen

Auch die Schale der Banane enthält Nährstoffe wie Phosphat, Kalium oder Magnesium. Weil die Banane aber kein Stickstoff enthält, der den Stoffwechsel der Pflanzen positiv beeinflusst, ist sie niemals alleiniges Düngemittel. Den Pflanzendünger machen wir selber, indem wir die Bananenschale in kleine Stücke schneiden und direkt in die Erde einarbeiten, zum Beispiel zusammen mit Kaffeesatz oder losem Tee. Aber auch im getrockneten Zustand lässt sie sich verarbeiten. Im Mixer zerkleinert, einfach unter Rasenschnitt oder Mulch heben.

8. Mulchen mit Rasenschnitt

Hobbygärtner lieben ihren gepflegten Rasen, der immer perfekt aussehen soll. Dabei ist gerade der Rasenschnitt idealer Biodünger zum Selbermachen. Einige Rasenmäher zerkleinern das Gras, so dass es auf dem Rasen liegenbleiben kann. Das Gras verrottet an Ort und Stelle und gibt dem Rasen einen neuen Wachstumsschub. Falls Du viel Moos im Rasen hast, hilft auch Eisendünger aus dem Handel. Eisendünger selbst herzustellen, ist nicht ungefährlich. Dann lieber den Rasen mit Kalk bestreuen und zweimal im Jahr vertikutieren.

9. Laub

Diejenigen von uns, deren Gärten mit Laubbäumen bestückt sind, haben im Herbst mit Laub zu kämpfen. Dabei ist das Laub ein guter Dünger und schützt Pflanzen bei kalten Temperaturen vor Frost. Unser Tipp: Das Laub sammeln und auf den Beeten verteilen. Noch einfacher geht es mit dem Rasenmäher. Anstatt Laub vom Rasen zu sammeln, nochmal den Rasenmäher einsetzen, der das Laub aufnimmt und zerkleinert. Auf dem Komposthaufen ist das Material ein wichtiger Zusatz.

10. Abgestandenes Wasser

Pflanzen leben nicht von Nährstoffen allein, sondern brauchen unterschiedlich viel Wasser. Während wir nur in besonders trockenen Zeiten gießen müssen, stellt sich das bei Zimmerpflanzen anders da. Gerade große Pflanzen brauchen in der Heizperiode Wasser. Hier macht es Sinn, abgestandenes Wasser aus Trinkgläsern oder Flaschenreste konsequent zur Blumenerde hinzuzugeben. 

Du siehst: Dünger selber herzustellen, ist beinahe ein Kinderspiel – und lässt sich mit vielen Abfällen in Haus und Garten verwirklichen. Probiere es: Deine Pflanzen danken es Dir spätestens in der nächsten Saison.

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