Kräuterspirale im Garten

Eine Kräuterspirale aus Natursteinen bauen

Ofenkartoffeln mit Rosmarin-Aroma, sommerlicher Eistee mit Minze oder ein leckeres Pesto mit Basilikum und Walnüssen: Kräuter bringen Schwung in jede Küche. Umso schöner, wenn sie im eigenen Garten wachsen. Wir zeigen, wie Sie eine Kräuterspirale aus Natursteinen bauen.

Sie sieht schön aus und passt sogar in kleinste Gärten: Bei der Kräuterspirale, manchmal auch Kräuterschnecke genannt, handelt es sich um ein Beet, das sich entlang einer spiralförmig in die Höhe windenden Mauer orientiert. Durch die besondere Form lässt sich die Spirale in vier Klimazonen mit unterschiedlichen Bodenarten unterteilen. Zahlreiche Kräuter finden so auf engstem Raum einen Platz.

Material für die Kräuterspirale

Die typische Kräuterspirale hat eine Höhe von rund 80 Zentimetern und dabei einen Durchmesser zwischen zwei und drei Meter. Das entspricht einer Gesamtfläche von etwa sieben Quadratmeter. So haben Sie genügend Platz, um bis zu 15 verschiedene Kräuter anzupflanzen - ein Fest für jeden Hobbykoch. Bauen lässt sich die Kräuterspirale mit sehr unterschiedlichen Materialien. Komplette Sets sind in Form von Gabionen oder Cortenstahl erhältlich. Individueller wird es mit einer selbst gebauten Kräuterspirale aus Natur-, Sand- oder Ziegelsteinen. Auch Feld- oder Pflastersteine kommen infrage.

Steine zum Bau der Kräuterspirale sind mittlerweile auch im PALIGO-Shop erhältlich. Besonders schön: Bei der Spirale aus Sandsteinen bauen Sie im Prinzip eine gewundene Trockenmauer mit vielen Fugen, in denen Nützlinge einen Lebensraum finden. Die Steine speichern am Tag die Wärme der Sonne und geben sie bis in die Nacht an die Pflanzen ab. Mit flachen Polsterstauden bepflanzt fühlen sich auch Fluginsekten wie Bienen pudelwohl. Am Fuß der Spirale wird häufig ein Miniteich gebaut. Er sorgt dafür, dass die Kräuter im untersten Pflanzabschnitt immer mit genügend Feuchtigkeit versorgt sind.

Sofern Sie sehr wenig Platz haben, aber nicht auf die Spirale verzichten möchten, finden Sie im Online-Handel auch kleine Kräuterspiralen mit Durchmessern von nur 50 Zentimeter.

Wohin mit der Kräuterspirale: Der passende Standort

Eine Kräuterspirale ist zwar ein wunderschönes Highlight im Garten, sie soll aber vor allem beim Kochen unterstützen und Gerichte mit schmackhaften Aromen verfeinern. Suchen Sie deswegen einen sonnigen Standort, der sich in der Nähe der Küche befindet und von hier aus leicht zu erreichen ist. Die Kräuterspirale sollte so gebaut sein, dass sich der tiefste Punkt gen Süden öffnet und die Pflanzen mit viel Sonnenlicht versorgt werden. Ein windgeschützter Standort ist optimal.

Aufbau einer Kräuterspirale

Die Kräuterspirale gliedert sich in vier Klimazonen, die über verschiedene Bodenarten verfügen und unterschiedlich bepflanzt werden.

Die Wasserzone

Sie befindet sich am Fuß der Kräuterspirale und direkt am Miniteich. Die hier ansiedelnden Pflanzen wie Brunnenkresse oder Wasserminze lieben es schattig und feucht.

Die Feuchtzone

Etwas höher gelegen befindet sich in der Feuchtzone das nährstoffreiche, feuchte Substrat. Das bildet die optimale Grundlage für Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Kerbel oder Sauerampfer.

Die Normalzone

Die Normalzone befindet sich im Halbschatten der Spirale und verfügt über eine normale Bodenbeschaffenheit. Hier finden zahlreiche Pflanzen wie Basilikum, Melisse, Oregano oder Kümmel ein Zuhause.

Die Trockenzone

In der Spitze der Spirale ist es sonnig, windig und trocken. Der Boden hat eine sandige und nährstoffarme Struktur. Das lieben Kräuter wie zum Beispiel Majoran, Lavendel, Rosmarin und Thymian.

Eine Kräuterspirale bauen

Eine Kräuterschnecke ist ein schönes Projekt für Hobbygärtner und macht auch mit Kindern Spaß, umzusetzen. Der Aufbau einer Kräuterspirale im Überblick:

  • Legen Sie zunächst fest, wo die Kräuterspirale stehen soll und markieren Sie die Fläche auf dem Boden.

  • Achten Sie darauf, dass die Kräuterschnecke auf ebener Fläche zum Stehen kommt. Flächen am Hang sollten zunächst begradigt werden. Boden oder Rasenflächen spatentief ausheben und die Grasnarbe entfernen.

  • Heben sie nun den Miniteich am Fuß der Spirale aus, der sich nach Süden ausrichten sollte. 40 Zentimeter tief sollte er etwa sein. Den Aushub zur Seite legen. Sie können ihn später wieder nutzen! Wer möchte verlegt später ein paar Natursteine um den Teich. Tipp: Als Alternative lässt sich ein großer Baubottich als Teichgefäß nutzen, das im Erdreich versenkt wird.

  • Füllen Sie nun die Fläche der Spirale mit einer 20 Zentimeter dicken Drainageschicht aus Bauschutt oder Kies und verlegen eine erste Reihe großer Natursteine. Nun bauen Sie die Spirale Stein auf Stein in Form einer sich in die Höhe windenden Drehung auf und füllen diese jeweils mit Drainage und Erdreich auf. Das Zentrum hat am Ende eine Höhe von 80 Zentimeter. Tipp: Große Steine kommen nach unten, kleinere nach oben!

  • Die Steine sollten dabei leicht nach innen geneigt sein, damit die Spirale in sich Stabilität erhält. Indem Sie etwas Erdreich zwischen die Steine geben, stabilisieren Sie den Aufbau zusätzlich.

  • Im Mittelpunkt der Fläche, wo die Kräuterspirale an Höhe gewinnen muss, schütten Sie zunächst Bauschutt oder Kies auf und füllen erst danach mit Erdreich auf. Sie können auch den Aushub des kleinen Teiches nutzen, um die Spirale in der Mitte zu erhöhen. Rund 50 Zentimeter dick sollte die Drainageschicht in der Mitte der Spirale sein.

  • Mischen Sie in den unteren Bereich der Kräuterspirale Erde mit Kompost, sodass sie besonders nährstoffreich ist. Im mittleren Abschnitt verwenden Sie übliche Pflanzenerde. Im oberen Bereich mischen Sie Sand unter die Erde, um einen kargen Boden zu erzeugen.

  • Legen Sie den kleinen Teich mit Teichfolie aus und befüllen diese mit Teicherde. Beim Auskleiden sollten Sie darauf achten, dass das Erdreich der Spirale direkt an den Teich angrenzt, um konsequent mit Wasser versorgt zu werden.

Ihre Kräuterspirale ist fertig gebaut? Auch wenn Sie gerne gleich bepflanzen möchten, sollten Sie warten, bis es einige Male gut geregnet hat. Durch den Niederschlag setzt sich die Erde und bildet eine perfekte Basis zum Pflanzen. Eventuell müssen Sie sogar noch etwas Blumenerde nachfüllen.

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