Unkraut im Garten

Löwenzahn, Giersch, Brennnessel Diese 3 Unkräuter sind essbar und wahre Alleskönner

Unkraut ist nicht gleich Unkraut

Wenn die warme Jahreszeit bald wieder losgeht, freuen wir uns über Blumen und Sträucher im Garten, die wie wild anfangen, zu sprießen. Was uns aber fast gleichzeitig ärgert, ist das Unkraut, das noch schneller zu wachsen scheint. Bevor wir uns aber darüber ärgern, sollten wir es einfach essen. Wirklich? Wirklich! Wir erklären Dir in diesem Ratgeber Beitrag, welche von den kulinarischen Kostbarkeiten tatsächlich essbar sind.

Unkräuter sind für viele von uns wohl das größte Ärgernis während der Gartensaison. Da werden Wurzeln gezupft, Unkraut gejätet und geschnitten, um es im Griff zu halten. Aber so sorgfältig wir auch gärtnern: Schon nach kurzer Zeit schießt das Unkraut wieder in alter Frische aus dem Erdreich. Dabei sind viele der Unkräuter essbar und kulinarische Highlights, die längst auch Sterneköche für sich entdeckt haben. Allen voran der Giersch, ein äußerst zäher Vertreter unter den Unkräutern, der kaum in Schach zu halten ist. Wie also wäre die Idee, dass wir zumindest in einigen ausgewählten Ecken des Gartens bestimmte Arten von Unkraut tolerieren und sie einfach mit unseren geliebten Sommerstauden und Sträuchern kombinieren. Auf diese Weise können wir in den kommenden Monaten unkompliziert testen, welche Unkräuter uns gut schmecken.

Brennnessel

Zugegeben: Wer die Brennnessel im Garten hat, kann sich eigentlich glücklich schätzen. Denn die Pflanze ist ein Indiz für einen besonders nährstoffreichen und feuchten Boden. Leider kann die Brennnessel aber auch äußerst schmerzen. Auf ihren herzförmigen Blättern und Stängeln befinden sich Millionen Brennhaare – auch Nesseln genannt. Bei der kleinsten Berührung brechen sie ab und injizieren ihr Gift in die Haut. Die Folge: Schmerzhafte Rötungen Juckreiz oder auch Quaddeln, sofern man allergisch gegen die Pflanze reagiert.
Doch die Brennnessel lässt sich zähmen und sogar essen. Mit Handschuhen und Gartenschere bewaffnet, schneiden Sie die oberen, jüngeren Blätter bis zum Stängel ab. Denn je jünger die Blätter sind, umso zarter und leckerer sind sie. Nach dem Ernten sollten wir sie gründlich in einem Sieb waschen. Danach lässt sich die Brennnessel im nassen Zustand problemlos anfassen. Dauerhaft eliminieren wir das Gift, indem wir die Blätter in ein Tuch gewickelt, für einige Minuten in warmes Wasser legen. Danach wringen wir die Blätter sehr gut aus und hacken diese zum Beispiel mit einem Wiegemesser für einen Salat klein. So ist die Brennnessel problemlos roh essbar. Im Geschmack ist sie übrigens ein wenig dem Spinat ähnlich. Unser Tipp: Allergiker sollten testen, ob sie die Brennnessel im rohen Zustand vertragen.
Das heimische Unkraut ist für unseren Nährstoffhaushalt ein Alleskönner. Die Brennnessel hat zum Beispiel einen hohen Eisengehalt, enthält viele Mineralien wie Kalzium, Silizium und Magnesium und Vitamin A, das für Augen und Haut gut ist. Gerade bei Frühjahrsmüdigkeit können die jungen Triebe dem Körper einen Energiekick verschaffen und den Stoffwechsel ankurbeln. Und auch zum Entwässern eignet sich die Brennnessel hervorragend.

Löwenzahn

Wilde Frühlings- und Sommerwiesen sind unzertrennlich mit Löwenzahn und seinen gelben Blüten verbunden. Im Garten haben wir den Löwenzahn, der zur Gattung der Korbblütler gehört, aber nicht so gerne. Er verbreitet sich rasend schnell und scheint durch jede Ritze zu wachsen. Charakteristisch sind seine gezackten Blätter. Ist der Löwenzahn verblüht, bilden sich die sogenannten Pusteblumen mit hunderten kleiner Schirmchen, die sich im Wind verteilen.

Der Löwenzahn ist aber weit mehr als Unkraut oder Kanninchenfutter. Wir bereiten aus ihm Tee zu, früher sogar häufig Kaffee-Ersatz, verwenden ihn als Bestandteil von Salaten oder dünsten ihn als Beilage zum Grillfleisch. Im Kräuterquark oder in der Kräuterbutter macht er eine gute Figur. Auch die gelben Blüten sind essbar und machen eine tolle Dekoration auf dem Salat. Im Prinzip lassen sich, einmal gut gewaschen, alle Bestandteile des Löwenzahns verwenden. Allerdings schmecken auch hier die jungen Triebe zarter und weniger bitter.

Löwenzahn ist reich an Vitamin A, das ebenso wie die Brennnessel gut für Haut und Augen ist. Erstaunlich: Er enthält gegenüber gewöhnlichem Kopfsalat rund 40 Mal so viel Vitamin A. Daneben stecken in dem Unkraut Vitamin C, Eisen, Kalium oder Kalzium und – vor allem im Frühjahr – viel Vitamin C. Häufig wird der Löwenzahn für Behandlungen im gesamten Magen-Darm-Trakt eingesetzt, weil man ihm eine krampflösende Wirkung zusagt.

Löwenzahn können wir sowohl in Bio-Supermärkten kaufen oder in Wiesen und Feldern selbst sammeln. Von April bis Oktober geht das in unseren Breitengraden ganz bequem. Am besten schmeckt der Löwenzahn übrigens ganz frisch.
Unser Tipp: Das Kraut am besten nicht an Straßenrändern oder agrarwirtschaftlich genutzten Feldern pflücken. Denn hier lauern Abgase, Hundekot oder chemische Dünger. Schon einmal probiert? Aus Löwenzahn lassen sich schmackhafte Smoothies zaubern. Rezepte dazu finden Sie hier: Löwenzahn-Smoothie

Giersch

Der Giersch ist wohl das unbeliebteste Unkraut, das sich in heimischen Gärten finden lässt. Hat es sich einmal im Garten niedergelassen, ist es schwierig, es wieder loszuwerden. Denn sein Wurzelwerk wuchert in rasantem Tempo. Sobald wir ihm den Kampf ansagen und die Wurzeln herausrupfen, beginnt er erst richtig, sich zu wehren. Erkennen können wir das Unkraut, das zur Gattung der Doldenblütler gehört, im Garten an seiner charakteristischen Form: An einem dreieckigen Blattstiel wachsen die dreigezackten Blätter des Gierschs.

Aber gerade der Giersch eignet sich wunderbar zum Essen und man nennt ihn nicht umsonst wilder Spinat. Egal, ob Pesto, Salat, Suppe oder im Eintopf: Die jungen Blätter sind wahre Alleskönner in der Küche. Und auch dem Körper tun sie gut. Neben viel Vitamin C stecken viele Mineralstoffe in ihnen. Dadurch wirkt die Pflanze basisch und regt den Stoffwechsel an. Weil sie entwässert und entschlackt eignet sie sich damit hervorragend für Detox-Kuren. Ganz unterschiedliche Rezepte finden sich an dieser Stelle

Wilde Wiese im eigenen Garten

Zugegeben: Unkraut im eigenen Garten kann wirklich stören. Denn sehr häufig sind die Kräuter wachstumsstärker als die gezüchteten Pflanzen und haben den Drang, sie zu überwuchern. Trotzdem macht es Sinn, das Unkraut an bestimmten Orten im Garten gewähren zu lassen. Die Brennnessel schießt jedes Jahr aufs Neue durch den Boden? Lassen Sie sie doch stehen, sofern sie sich an einer günstigen Ecke steht und niemanden stört. Mit einer Begrenzung, zum Beispiel durch Steine oder ins Erdreich gesetzte Gitter, begrenzen Sie das Unkraut und können trotzdem preiswert ernten.

Unser Tipp:

Wenn Kinder im Haushalt wohnen, sollten wir sie in die Pflanzenkunde mit einbeziehen. Vielleicht bekommen die kleinen Gärtner ihre eigene Ecke im Garten, wo sie nach Lust und Laune gärtnern können. Zusammen mit ein paar Erdbeerpflanzen, wildem Bärlauch und Löwenzahn wird so ein toller Wildgarten im eigenen Reich daraus. Nur Brennnesseln sollten Sie von den Kindern fernhalten. Damit es nicht zu Tränen wegen der schmerzhaften Nesseln kommt.

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