Seerose auf einem Teich

Ein eigener Gartenteich So legst Du ihn richtig an.

Einen eigenen Teich im Garten anlegen und pflegen

Ein eigener Teich im Garten ist für viele ein Traum. Verwirklichen lässt er sich recht leicht, doch müssen einige Dinge vor dem Anlegen beachtet werden und es muss mit regelmäßiger Pflege gerechnet werden. Damit Du über viele Jahre hinweg Freude an Deinem Teich im Garten hast, lohnt es sich, vorab richtig und genau zu planen. Der Standort ist wichtig und auch entscheidend für das Modell des Teiches. Von Platz und Aufwand ist dann die Wahl des Modells abhängig.

Es gibt grob 3 Formen von Gartenteichen:

  • Fertigteich (feste Plastikformen)
  • Folienteich (Größe individualisierbar)
  • Selbst angelegter Schwimm- oder Gartenteich

Bevor Du Dich für eines der Modelle entscheidest, musst Du einige Vorüberlegungen klären:

  • Wo soll der Standort des Teiches sein?
  • Wie groß soll er maximal werden?
  • Möchtest Du darin baden oder soll er nur für die Tier- und Pflanzenwelt zugänglich sein?
  • Soll es ein Naturteich werden oder ein Zierteich?

Mache Dir vorab eine Skizze Deines Gartens. Überlege dann verschiedene Standorte. Wenn Kleinkinder in der Nähe spielen könnten, brauchst Du Sicherungen wie Gitter oder Zäune.

In der Nähe sollte es einen Stromanschluss geben, wenn Du Filter und Pumpe anschließen willst, was die Pflege des Teiches enorm erleichtert. Ist der Teich recht groß wie ein Schwimmteich, kann er sich sogar von selbst reinigen, wenn Du ihn immer gut pflegst. Ein Teich mit vielen Fischen darin muss immer gereinigt und gefiltert werden, sonst droht der Teich „umzukippen“, also zu verdrecken und zu veralgen. Er ist dann nicht mehr ansehnlich, stinkt und die Tiere darin sterben ab. Das Wasser sollte sauber und durchsichtig bleiben. Eine ideale Lösung ist es, einen Zulauf zu erstellen wie bei einem Bach.

Ein Teich braucht immer mindestens 3 Zonen. Die tiefste sollte etwa 1 m tief sein, für die beiden anderen Stufen braucht man sanfte Übergänge, keine harten Stufen.

Standort wählen:

Ein Teich bietet natürlich nicht nur Vorteile: Die Nachbarn könnten sich empfindlich von Froschgequake gestört fühlen. Auch das Mückenaufkommen kann zur Plage werden. Wo es Gewässer gibt, legen Mücken ihre Larven ab.

  • Freier Platz mit Licht und Luft: Idealerweise legst Du einen Teich an einer Stelle an, wo keine Blätter und Nadeln in das Wasser fallen können, denn das übersäuert das Wasser. Auch wenn es gemütlicher ist: Wähle keine windgeschützte Stelle, denn der Wind hilft das Wasser rein zu halten. Licht ist gut, aber wähle keine Stelle, die ständig der Sonne ausgesetzt wird, das fördert nur Algenwuchs, ca. 6 Stunden Sonne am Tag wären ideal.
  • Ebenes Gelände: Natürlich sollte der Teich an keinem abschüssigen Gelände angelegt werden. Das Wasser aus dem Teich sollte weder ablaufen, noch sollte der Teich bei Regen überlaufen.

Verschiedene Gartenteich-Modelle

Wir stellen Dir die beiden Grundmodelle vor, den Fertigteich und den Folienteich. Ein Schwimmteich kannst Du Dir nach Deinen eigenen Vorstellungen anlegen, wenn Du Dich ausreichend informiert hast.

Der Fertigteich

Ein Teichbecken aus Plastik ist die einfachste Variante. Dafür musst Du nur die passende Grube ausheben und das Becken einfügen. Halte Dich aber genau an die Anleitung, die auf der jeweiligen Packung steht! Natürlich braucht das Becken eine Unterlage aus Sand. Es muss regelrecht in Sand gebettet sein.

Der Folienteich

Wenn der Teich etwas größer als nur ca. 2 qm sein darf, kommt ein Folienteich infrage. Solche Teiche können sehr naturnah individuell gestaltet werden. Es müssen allerdings Spezialfolien gekauft werden. Sie halten Hitze und Frost aus, sind dauerelastisch und halten auch dem Druck von Wurzeln stand. Zudem haben sie keine schädlichen Inhaltstoffe, die das Leben der Pflanzen und Tiere beeinträchtigen könnten.

Der Aufbau ist natürlich aufwendiger als mit dem fertigen Teichbecken. Zunächst musst Du Dir einen Umriss des Teiches überlegen und ihn im Garten mithilfe von Schnur und Stöckchen festlegen. Dann planst Du im Teich die mindestens 3 Tiefenzonen ein. Die gesamte Grube muss beim Aushub ca. 20 cm tiefer sein als das Wasser stehen soll. In der tiefsten Zone sollte noch ein Schlammschach eingebaut werden, also noch mal eine kleine Vertiefung um ca. 25 cm. Dort kann man den Saugkorb für eine Pumpe unterbringen, denn man muss den Teich schon mal komplett trockenlegen. Lege einen Graben um den Teich außen an, er ist die Kapillarsperre, diese verhindert, dass der Teich auf Dauer austrocknet.

Du solltest im Innenbereich alle Steine und Wurzeln entfernen. Dann kommt Sand hinein, etwa 10 cm. Man kann noch zusätzlich ein Teichvlies unter die Folie legen. Dann kommt die Folie hinein und darf 50 cm über den Rand hinausragen. Den Rand bedeckst Du mit Kies, dann kannst Du schon Wasser einlassen, zuerst an der tiefsten Stelle. Wasserpflanzen setzt man in Körbe in den Teich ein, so können sie auch versetzt werden.

Jetzt wird der Rest des Teiches mit Wasser befüllt.

Nun kannst Du den Außenbereich schön gestalten, denn die Folie sollte kaschiert werden. Für die Gestaltung eines Gartenteiches gibt es heute vielerlei Variationen, mit Wasserläufen, tollen Steinlandschaften, Kiesbetten und Beleuchtung von unten. Der eigenen Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Pflege des Gartenteiches

Leider sieht ein Gartenteich nur schön aus, wenn er regelmäßig gepflegt wird. Im Frühjahr, ab März steht die Generalreinigung an. Es müssen Winterreste wie Laub, Nadeln und Zweige entfernt werden und die Pflanzen rundherum beschnitten werden. Dann können noch neue Pflanzen dazu genommen werden. Gegebenenfalls muss das Wasser ausgetauscht werden.

Der Teichschlamm kann abgesaugt werden, wenn er zu viel geworden ist. Allerdings ist der Schlamm wichtig für das ökologische Gleichgewicht des Teiches. Im Sommer sollten regelmäßig die Algen mit einem Kescher entfernt werden. Die Pflanzen solltest Du öfters auf Schädlingsbefall prüfen. Ist es sehr heiß, verdunstet Wasser und muss nachgefüllt werden.

Im Winter ziehen sich die Fische in die Tiefe des Teiches zurück, sobald es unter 10 Grad kalt wird. Jetzt darfst Du sie nicht mehr füttern. Teichgeräte und empfindliche Pflanzen entfernst Du im Winter. Die Pumpen sollten in einem Wassereimer überwintern. Die Pflanzen müssen vor dem Winter nochmal gepflegt und beschnitten werden. Laub und Pflanzenreste am besten immer mal entfernen. Für das biologische Gleichgewicht ist es wichtig, ein paar Stellen im Teich eisfrei zu halten. Dies erreicht man mit Schilf, Pflanzenstilen oder Stroh im Wasser.

Fazit:

Ein eigener Teich im Garten macht viel Freude, aber auch Arbeit! In jedem Fall tut man der Natur etwas Gutes und bietet heimischen Tieren und Kleinstlebewesen ein Zuhause.

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