Buntes Gemüse im Korb

Ein eigenes Gemüsebeet anlegen Der Leitfaden für Einsteiger!

Eigenes Gemüse genießen, voller Vitalstoffe, sonnengereift und lecker? Das muss natürlich kein Traum bleiben. Auch muss man kein Gartenprofi sein, um sich sein Lieblingsgemüse im Garten selbst zu ziehen. Mit ein paar wichtigen Tipps und unserem Leitfaden können Sie bald Tomaten, Salat oder beispielsweise Zucchini ernten. Man sollt nicht wahllos pflanzen, was einem gefällt. Mehr Erfolg hat man bei der Ernte, wenn man ein paar Grundsätze beherzigt. Bauen Sie am besten zwei unterschiedliche Gemüsekulturen in einem einfachen Gemüsebeet an. Das nennt man gesunde Mischkultur. Der zweite wichtige Aspekt betrifft die Abwechslung: Pflanzen Sie nicht mehrere Jahre hintereinander die gleiche Pflanze an die gleiche Stelle. So können Sie verhindern, dass der Boden einseitig ausgelaugt wird.

Mischkultur anlegen im Gemüsebeet für Einsteiger

Gemüse, dessen Früchte oberirdisch reifen, harmonieren gut zu solchen, die unterirdisch reifen. So sparen Sie auch Platz, denn die unterirdischen können enger gesetzt werden. Gurken und Zucchini wachsen beispielsweise oberirdisch und nehmen viel Platz ein. Möhren und Radieschen wachsen unterirdisch.

Salat – der Klassiker

Salat ist eine dankbare Pflanze für alle Gemüsegartenanfänger. Sie hat im Grunde nur einen Feind: Die Schnecke! Diese bekämpfen Sie zum Beispiel am besten mit Chinagras als Bodendecker. Setzen Sie immer 5-6 Salatsetzlinge auf 1 m Erde. Auch den beliebten Rucola Salat oder die Rauke können Sie einfach selbst ziehen.

Radieschen – pink, scharf und gesund

Radieschen sind recht anspruchslos und gedeihen meist gut. Sie können Sie von März bis September pflanzen oder säen und ca. 70 Radieschensamen in 1 m Beet aussäen. Lassen Sie jedem Samen etwas Platz. Natürlich wird nicht aus jedem Samen eine Pflanze, deshalb sät man viele Samen.

Spinat und Mangold – gesund und anspruchslos

Spinat oder Mangold ist auch ideal für Anfänger im Gebiet Gemüsegarten. Man erntet und behandelt sie in etwa gleich. Mangold braucht allerdings mehr Platz und wächst stärker als der Spinat.

Buschbohnen, Zuckererben – viel Ernte mit wenig Pflege

Diese Gemüsesorten brauchen nicht viel Platz, wachsen buschig und ergeben viel Ernte. Man sät sie nach Anleitung auf der jeweiligen Packung, meist von März bis Juni. Wer alle paar Wochen nachsät, hat noch mehr Ertrag. Kinder lieben die Zuckererbsen und helfen beim Ernten gerne, weil man sie auch roh naschen kann. Diese Gemüsesorten benötigen eine Rankhilfe. Insgesamt sind sie ideal für ein einfaches Gemüsebeet.

Gurken und Zucchini: Ertragreich, aber ausufernd

Gurken und Zucchinis breiten sich als Pflanzen auf dem Boden ganz schön aus, liefern dafür aber auch prächtiges wohlschmeckendes, gesundes Gemüse. Auch die Blüten der Zucchini gelten als Delikatesse. Man kann sie als kleine Pflanzen in der Gärtnerei kaufen. Wenn die kleinen Pflanzen nicht von Schnecken angegriffen werden, entwickeln sie sich schnell und werden kräftig.

Tomaten – auch für Anfänger geeignet

Tomaten können auch Einsteiger anpflanzen.  Am besten kaufen Sie Mitte Mai einige Pflanzen und pflanzen sie mit ca. 20 cm Abstand ein. Wenn Sie einen Standort haben, der vor Regen geschützt ist, wäre das ideal, weil Tomaten bei viel Regen schnell faulen. Daher haben manche Gärtner auch extra kleine Tomatenzelte. An trockenen Sommern können Sie sich aber auch im offenen Gemüsegarten über eine reiche Tomatenernte freuen. Allerdings braucht jede Pflanze eine extra Rankhilfe, die auch ca. 1 m und mehr groß sein muss, da die Pflanzen noch kräftig in die Höhe schießen. Tomaten ziehen viel Wasser, also sollten Sie diese in trockenen Phasen immer gut gießen.

Tipps für Ihr Gemüsebeet

Der ideale Zeitpunkt für das Anlegen eines einfachen Gemüsebeetes ist das Frühjahr etwa im März. Es sollte keinen Bodenfrost mehr geben, obwohl das natürlich nicht immer vermieden werden kann. Sie können aber noch mal nachsäen, wenn das Saatgut erfroren sein sollte.

Vorüberlegungen und Planung

Die erste Fragen, die Sie sich stellen solltem ist welche Gemüsesorten Sie anbauen möchten. Wie groß und wie geformt Ihr Beet sein soll, bleibt tatsächlich Ihnen überlassen. Die meisten bevorzugen eine rechteckige oder quadratische Fläche. Natürlich kann sie auch rund sein oder Sie legen sich ein Hochbeet an. Die Maße sind meist so ca. 80 cm bis 1,2 m. Praktisch sind eher schmale Beete, damit Sie vom Rand aus arbeiten können. 

Anlegen des einfachen Gemüsebeetes

Der Platz, die Stelle, für das Gemüsebeet ist nicht unwichtig. Das Gemüse soll sonnengereift sein, daher ist es in den meisten Fällen ratsam keine allzu schattigen Plätze zu wählen. Aber auch der Windschutz ist ein wichtiger Aspekt.

  • Beet abstecken: Es ist zwar nicht zwingend erforderlich, aber hilfreich, Ihr Beet mit einer Beetumrandung zu versehen, das hält Unkraut und Schädlinge wie Schnecken eher fern. Es reichen aber auch ein paar Holzlatten, die man als Wegplatten zwischen die Beete legt. Schicke Beetumrandungen können Sie im Baumarkt auch einfach kaufen.
  • Boden umgraben: Ihr Boden muss vorbereitet sein fürs Säen und Pflanzen. Dafür sollten SIe ihn einfach umgraben. So entfernen Sie Unkrautwurzeln und lockern den Boden auf. 
  • Düngen: Es lohnt sich, im Frühjahr direkt das Beet mit Düngemittel zu versorgen. So bekommen die jungen Pflanzen und Sämlinge gleich alle Nährstoffe mit.
  • Aussaat: Wenn Sie gedüngt hast, glätten Sie den Dünger, wässern ihn und drückent in leicht an. Anschließend können Samen direkt in dein einfaches Gemüsebeet gesät werden. 

Die Pflanzen können jetzt wachsen und gedeihen. Sehr hilfreich ist es, einen guten Bodendecker wie Miscanthus zwischen die Aussaat und kleinen Pflänzchen zu verteilen. Das hält auch Schnecken fern!

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