Grillmethoden So grillst Du gesund und lecker!

Grillen – welches ist die beste Methode für welches Fleisch

Gesunder Genuss beim Grillen wird immer wichtiger. Da die Deutschen immer häufiger grillen, sollten einige grundlegende Dinge beachtet werden damit man keine ungesunden Stoffe beim Grillvergnügen mit verzehrt. Die verschiedenen Fleischsorten und Fleischstücke brauchen zudem verschiedene Behandlungen, damit sie ihr volles Aroma entfalten können.

Gesundheitliche Risiken beim Grillen minimieren

Mariniertes Fleisch schmeckt zwar super, aber leider tropft allzu oft das Öl der Marinade in die Glut und es bilden sich sogar Stichflammen und Rauch. Der Rauch bildet leider krebserregende Benzpyrene, die sich in der Kruste festsetzen. Auch für den Griller selber ist dies bedenklich, weil er die Stoffe einatmet. Will man gerne mariniertes Fleisch auf den Grill legen, so empfiehlt sich eine Alu-Schale. Allerdings kann bei perforierten Schalen ebenfalls Öl in die Glut tropfen.

Gepökeltes Fleisch sollte niemals auf den Grill kommen wie Wiener Würstchen, Kasseler oder Schinken. Es würden aus den Nitritpökelsalzen Nitrosamine entstehen, die ebenfalls krebserregend sind.

Neue schonende Grillmethoden

Rückwärtsgrillen:

Kennst du schon das Rückwärtsgrillen? Hierbei gart man das Fleisch vor. Man nimmt dazu ein mageres Entrecôte und wickelt es als Päckchen in Alufolie ein. So legt man es für eine Dreiviertelstunde in den Ofen und lässt es vorgaren. In der Zwischenzeit zündest du die Kohle für den Grill an. Sind die Kohlen fertig, sprich am Glühen, kann das Fleisch aus der Folie genommen werden und auf den Grill gelegt werden. Dann erst wird es leicht gewürzt, mit Pfeffer und Salz. So wird das Steak einfach besonders saftig.

Asymmetrisches Grillen:

Bei dieser neuen Barbecue-Technik nutzt du die unterschiedlichen Hitzezonen unter dem Rost. Wenn die Kohle heiß glühend ist, schiebt man davon drei Viertel in eine Ecke. Dieser Bereich wird nun besonders heiß. Hier kann man das Fleisch anbraten. In der Ruhezone lässt man es dann liegen und es wird schön gar. Diese Methode ist ideal für dicke Stücke Fleisch. Das Grillgut bleibt so auch lange warm und saftig, sodass man währenddessen schon mal die ersten Stücke genießen kann. Es muss nicht ständig jemand am Grill stehen und aufpassen.

Indirektes Grillen:

Indirektes Grillen nennt man das Grillen mit abgedeckten Grills. Das sind die Kugelgrills oder eben alle Grills mit einem Deckel. Dazu braucht man aber auch immer eine Schale mit Flüssigkeit, die in die Kohle gestellt wird. Sonst gibt es eine extreme Rauchentwicklung im Grill und es kann sogar gefährliche Flammen geben, wenn man den Deckel lüftet. Das Fleisch brät man über der Kohle an und legt es dann über der Schale ab. Man kann als Flüssigkeit sogar Bier nehmen oder auch Weißwein, beides gibt noch mal extra Aroma ab.

Ein Kugelgrill im Garten.

Tipps zum richtigen Grillen:

Wider Erwarten solltest Du Dein Grillgut nicht oft wenden. Einmal von jeder Seite ist ideal. Das gilt für alles, egal ob es Würstchen, Geflügel oder ein Rindersteak sind. Es soll eine schöne gleichmäßige Bräunung erzielt werden. Und zudem wird der Grillrost nicht so schnell dreckig.

Auf die Gabel beim Grillbesteck sollte verzichtet werden. Das Hineinpieksen lässt Flüssigkeit auslaufen und das Ergebnis ist dann ein vertrocknetes Grillgut. Die Gabel kann man für gegrilltes Obst oder Gemüse verwenden. Für Fleisch und Wurst empfiehlt sich die Grillzange.

Was kann man alles Grillen?

Eigentlich sehr viel. Profis grillen nicht nur Rind, Schwein, Geflügel, Lamm oder Fisch, sondern auch die Beilagen. Tomaten, Zucchini, Paprika, Maiskolben, Auberginen und Pilze lassen sich auf kleinen Spießchen oder in Scheiben geschnitten (die Tomate bitte nur als Ganzes grillen) zu sehr wohlschmeckenden Antipasti oder Hauptspeisen grillen. Alles, was gegrillt wird, bekommt ein leckeres Grillaroma verpasst. Zum Nachtisch oder auch als Beilage kann man Obst auf Spießchen grillen oder ganz einfach Bananen mit Schalen auf den Rost legen.

Warum grillen?

Dies ist eine Frage, die auch mal beantwortet werden muss. Beim Grillen schließen sich die Poren des Grillgutes sofort und so ist es eine sehr gesunde Gar-Art. Es gehen weitaus weniger gesunde Vitalstoffe wie Mineralien und Vitamine verloren. Das natürliche Aroma kann sich voll entfalten. Das Fett in Fleisch und Wurst schmilzt zudem in der Hitze und somit ist Grillen sogar kalorienarm!

Schweinefleisch grillen

Wer das ganze Jahr über kaum Schweinefleisch isst, wird in der Grillsaison doch meist zum Schwein greifen. Koteletts und Schnitzel oder Nackensteaks vom Schwein sind ein sehr beliebtes Grillgut. Zudem kann Schweinefleisch auch von Laien gut gegrillt werden. Es wird ganz durchgebraten. Ob vorher mariniert oder nur leicht gewürzt: Gegrilltes Schweinefleisch gelingt so gut wie immer. Hat man ein Kotelett mit Knochen, so kann man das Fleisch am Knochen entlang leicht einschneiden.

Eine leckere Besonderheit ist gegrillter Schweinebauch, die dicke Rippe. Der Metzger schneidet sie zu Fingerfood zurecht. Meist sind diese Stücke mariniert, sodass man sie auf Alufolie grillen sollte. Dasselbe gilt für die marinierten Spareribs oder Schälrippchen.

Rindfleisch grillen

Ein perfektes Steak vom Grill ist etwas für Könner. Es soll saftig aber durch sein, außen mit brauner Kruste. Zum Grillen kauft man keine zu dünnen Stücke. Das Fleisch würde sonst austrocknen. Grillen kann man Rumpsteak, Hüftsteak, T-Bone Steak oder auch Filetsteaks. Die Stücke sollten 3-5 cm dick sein. Meist haben die Rindersteaks eine Fettschicht an einer Seite. Die entfernt man erst nach dem Grillen vorsichtig mit einem Messer, damit das Fleisch nicht an Saft verliert. Vor dem Grillen schneidet man sie aber am besten mehrmals ein. Rindfleisch wird nicht ganz durchgebraten, sonst wird es zäh. Meist grillt man es eine Minute lang von jeder Seite, um ein Medium-Steak zu erhalten. Soll es Rare, also halbdurch sein, dann bleibt man unter einer Minute. Ein Welldone-Steak wird jede Seite 4 Minuten lang gegrillt.

Alle diese Faustregeln hängen jedoch vom Grill und der Glut ab. Profis prüfen mit dem Finger nach: Gibt das Fleisch nur wenig nach, ist es Medium.

Lammfleisch grillen

Um Lamm zu grillen, braucht man entweder Koteletts vom Nacken oder Rücken des Lamms oder Lammkeule. Man muss Lamm nicht viel würzen, Pfeffer und Salz genügen vollkommen. Eine Knoblauchmarinade ist aber auch sehr beliebt. Man grillt Lammkoteletts ca. 2-3 Minuten von jeder Seite an. Große Stücke wie eine Keule lässt man aber 20 Minuten auf dem Grill. Das Fleisch sollte dann sofort verzehrt werden. Erkaltet schmeckt es nicht mehr so gut.

Fazit:

Schon mit ganz einfachen Grills oder selbst gebauten improvisierten Grills, bestehend aus einer hitzebeständigen Unterlage für die Kohle und einem Grillrost darüber kann der Laie grillen. Ein wenig Vorwissen muss man aber schon haben, damit das Grillen nicht gefährlich wird und das Ergebnis saftig und wohlschmeckend bleibt.


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