Das Hochbeet für den eigenen Garten So gehst Du vor!

Ein Hochbeet bietet viele Vorteile

Wenn Du auf eigenes Gemüse und Kräuter nicht verzichten willst, aber Deinem Rücken das Pflegen eines klassischen ebenerdigen Gemüsebeets nicht zumuten willst, bietet Dir eine Hochbeet eine praktische und schöne Alternative. Das Hochbeet ist nicht nur rückenschonend, sondern stellt eine moderne Variante des Gärtnerns dar. Lediglich beim Bepflanzen der Container gibt es einige Grundregeln zu beachten, damit das Hochbeet seinen Nutzen optimal entfalten kann. So gehst Du also vor:

Befüllung und Schichtung

Bevor das Hochbeet mit Gemüse oder Blumen bepflanzt werden kann, muss es vorbereitet werden. Idealerweise legst Du zur Sicherheit den Boden unter dem Hochbeet mit einem Drahtgeflecht aus, so dass Kleintiere nicht ins Hochbeet gelangen können. Außerdem kannst du Das Hochbeet zuunterst mit einem Unkrautvlies auslegen. Für ein optimales Pflanzenklima folgen jetzt Schichten aus organischem Material. Als unterste bodennahe Schicht wählst Du groben Rindenmulch, den du locker einfüllst. Die lockere Schichtung bis 25 Zentimeter ist wichtig, damit die Luft im unteren Bereich des Containers zirkulieren kann. So können feuchte Stellen besser trocknen und es entsteht keine Fäulnis. Alternativ kannst Du auch kleine Strauch- und Baumteile verwenden, die Du locker auf dem Draht verteilst. Die nächsten 10 bis 15 Zentimeter folgt eine Schicht aus Torf oder Holzhackschnitzeln, um die Wasseraufnahmefähigkeit zu steigern. Eine Häckselgutschicht aus dünnen Ästen und kleingeschnittenes Holz ist auch möglich. Ebenfalls möglich ist eine Dungschicht, die aus Stallmist oder Dung besteht. Falls Du Deinen Gartenkompost hierfür verwenden möchtest, achte darauf, dass dieser keine Fleisch- und Fischabfälle oder Kunststoffe beinhaltet. Alle Bestandteile des Mikrokosmos’ Hochbeet müssen biologisch und abbaubar sein. Eine Mischung aus grobem Küchenkompost und Erde gibst Du für die nächsten 20 Zentimeter hinzu. Nach der Grobkompostschicht kommt noch die nährstoffreiche Pflanzerde, mit der Du das Hochbeet bis zum Rand auffüllst. Geschafft! Jetzt kann es mit dem Bepflanzen losgehen.

EIn frisch aufgestelltes Hochbeet

Blumen und Zierpflanzen im Hochbeet

Blühende Tuplen für das Hochbeet

Blumen und Zierpflanzen im Hochbeet Das Blumenhochbeet ist einfach anzupflanzen und garantiert ein optisches Schmuckstück im Garten. Bevor Du die Blumen einsetzt, mische einige Kieselsteine unter die oberste Erdschicht. Das lockert sie auf und bildet das optimale Klima für die Blumensetzlinge. Im ersten Jahr pflanzt Du die Blumen, die einen hohen Nährstoffbedarf haben: die Starkzehrer. Sie können sich am besten entwickeln, wenn die Erde frisch und reich an Stickstoff und Mineralien ist. Dazu gehören Sonnenblumen, Tulpen oder Geranien. Im zweiten und dritten Jahr kommen die Mittelzehrer wie Löwenmäulchen, Dahlien und Gloxinien dran. In den letzten beiden Jahren kannst Du die Schwachzehrer einpflanzen: Primeln, Petunien und Stiefmütterchen sind bescheiden und benötigen keinen hohen Nährstoffgehalt. Nach etwa fünf Jahren solltest Du Dein Hochbeet komplett ausheben und neu befüllen.

Kräuter und Gemüse im Hochbeet

Für das Bepflanzen mit Gemüse und Kräutern gilt ebenfalls die Reihenfolge: Starkzehrer, Mittelzehrer, Schwachzehrer. Allerdings kommt es hier auf die Zusammensetzung der Mischkultur an. Verschiedene Pflanzen entnehmen der Erde unterschiedliche Nährstoffe – oder geben einige an sie zurück. Idealerweise setzt man solche Pflanzen zusammen ins Hochbeet, die sich beim Nährstoffbedarf ergänzen. Und einzelne Kräuter zwischen den Gemüsepflanzen halten sogar Schädlinge fern. Beginne im Mai mit den Starkzehrern, wie zum Beispiel Lauch, Möhren, Gurken und Tomaten. Dabei pflanzt Du die hohen Gemüsesorten wie Tomaten in die Mitte und die niedrig wachsenden an den Rand, damit alle genug Sonne abbekommen. Im zweiten und dritten Jahr kommen die Mittelzehrer hinzu. Das sind etwa Kartoffeln, Dill, Rettich und Spinat. Zuletzt kannst du alle Kohlsorten und Salate einsetzen. Wie bei den Blumen solltest du auch beim Gemüse die Erde im Hochbeet nach fünf Jahren erneuern.

Tipp für Dein Hochbeet

Denk daran, dass es im Hochbeet ein bisschen wärmer als im klassischen Beet ist. Das heißt, Dein Gemüse ist schneller reif und kann geerntet werden. Du brauchst das Beet nicht umzugraben. Es senkt sich aber jedes Jahr um 10 bis 20 Zentimeter, die Du mit Pflanzhumus auffüllen solltest.

Schritt für Schritt zum eigenen Hochbeet mit einem Komplettset

1. Schritt: Palette auf einem geraden Platz positionerien.

2. Schritt: Die einzelnen Umrahmungen aufeinander setzten.

3. Schritt: Mit Folie auslegen. Diese dichtet nach unten ab und schützt gleichzeitig vor der Zersetzung des Holzes.

4. Schritt: Das Hochbeet mit den einzelnen Schichten befüllen. Beginnend mit dem groben Rindenmulch für eine lockere Schicht. Es folgt der Torf für die Steigerung der Wasseraufnahmefähigkeit. Zuletzt dann mit der Pflanzerde auffüllen.

Fertig!


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