Hände mit Erde

Humus Nährstoffreicher Boden für den Garten

Humus ist eine fruchtbare obere Bodenschicht, gerade mal 10-30 cm dick. Im Wald entsteht am ehesten Humus unter den Blättern, Nadeln und Zweigen. Der Humus enthält wertvolle Nährstoffe für die Pflanzen.

Was ist Humus und wie entsteht er?"

Erde mit viel Humusgehalt ist sehr dunkel. Gärtner wissen, dass diese Erde am wertvollsten für ihre Pflanzen ist. Tatsächlich ist die Erde umso gehaltvoller, je dunkler sie ist. Die natürliche Humusschicht im Wald ist wichtig, um den Luft- und Wärmehaushalt des Bodens zu regeln. Waldboden ist besonders locker und luftig, meist auch nicht matschig.

Den Prozess, in dem aus Erde oder Boden Humus wird, nennt man Humifizierung. Das auf den Boden gefallene Laub wird durch Kleinstlebewesen zerkleinert und wandelt sich dann durch weitere Mikroorganismen um in Huminstoffe. Zersetzt sich nur Laub und keine Nadeln, wird der Boden sehr nährstoffreich und fast schwarz. Zersetzen sich in erster Linie Nadeln und Äste, entsteht der eher saure, rötlich-braune Boden.

Wenn die sogenannten Huminstoffe durch Mikroorganismen ihre Nährstoffe freisetzen, spricht man von einer „Mineralisierung“.

Im Grunde wird aus allen pflanzlichen und tierischen, abgestorbenen Substanzen irgendwann Humus.

Wasserpeicherfähigkeit von humusreichem Boden

Humus ist aber nicht nur wegen seiner Nährstoffe so wichtig, sondern auch wegen seiner Fähigkeit Wasser zu speichern. Die Pflanzen und besonders die hohen Bäume im Wald können über ihn das Wasser bis ganz hoch in die Wipfel und Blätter transportieren. Besonders in Trockenphasen ist ein Humusboden sehr wichtig. Daher sollte Humus auch für den Gemüse- und Obstanbau verwendet werden. Denn man muss als Gärtner wesentlich weniger gießen, wenn der Boden humusreich ist.

Humus selber bereiten

Man kann humusreichen bequem online bei PALIGO kaufen. Humus kann aber auch im eigenen Garten entstehen, wenn man einen Komposter im Garte hat oder wenn man Flächen hat, die Waldboden ähneln. Im Komposter sammelt man die Küchenabfälle, lässt aber noch Eßbares weg, denn das lockt Ratten an. Aus Gemüseschalenresten wird im Laufe eines Jahres humusreicher Boden, der direkt im Garten verwendet werden kann. Auch wer viel Herbstlaub im Garten hat, kann diesen auf Beeten verteilen und hat so Humus. Die Blätter bilden eine natürliche Mulchschicht.

Weitere wichtige Eigenschaften von humusreichem Boden

Humusboden bleibt stabil. Die kleinen Teilchen verbinden sich miteinander und verhindern eine Bodenerosion etwa bei starkem Regen oder Wind.

Humus bindet Kohlenstoff und Spurengas, ist somit ein ganz wichtiger Faktor im Klimaschutz. Er kann wie Moos Schadstoffe filtern.

Humusgehalt des Bodens

Der Humusgehalt des Bodens hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bei Bewirtschaftung verliert der Boden natürlich viel an Nährstoffgehalt. Daher wird immer wieder neu Humus aufgetragen. Allgemein wird jegliches organisches abgestorbenes Material als Humus bezeichnet. Aber es gibt zwei Formen: Den Nährhumus und den Dauerhumus. Der Nährhumus ist die obere nährstoffreiche Schicht, die den Dauerhumus in den tieferen Schichten aufbaut.

Als Mull oder Mullschicht wird nur leicht zersetzbares Material wie Laubstreu bezeichnet. Streu oder kleine Äste, die sich nur schwer zersetzen nennt man Rohhumus. Er braucht lange Zeit, bis er sich zersetzt. Wird Rohhumus und Mull vermischt, nennt man diesen Belag Moder. Da die langsame Zersetzung auch starke Gerüche freisetzt, hat sich der Begriff „modrig“ riechen durchgesetzt. Man kennt den sogenannten Modergeruch auch von alten Fachwerkhäusern oder sehr alten Möbeln, wo das Holz beginnt, sich zu zersetzen. Der Geruch ist leicht süßlich.

Humuserde für den Garten

Mit Humus versetzte Gartenerde hat im Idealfall das Mischverhältnis 1:1. Diese kann man zum Pflanzen verwenden oder auch um den Rasen wieder frisch und grün aussehen zu lassen.

Kompost ist nicht gleich Humus

Im Komposthaufen sammeln sich die verschiedensten organischen Materialien, eben auch Essensreste, nicht nur Laub und Nadeln. Durch Bodenlebewesen wie Regenwürmer und Luftsauerstoff entstehen neue Erden, zum Teil auch Humus. Kompost bessert grundsätzlich die Bodenqualität, weil neue Nährstoffe zugeführt werden. Er wird zur Herstellung von Dünger und Blumenerde benötigt. Humus ist Boden, bzw. eine Bodenschicht und Kompost ist Dünger. Kompost wird schließlich zu nährstoffreicher Garten- und Blumenerde verwendet, während Humus Gartenerde beigemischt wird.

Tipps für humusreichen Boden im Garten

Wer im Garten mit humusreicher Erde arbeiten kann, hat kräftigere, schönere Pflanzen und mehr Ernte. Um den Prozess der Humusbildung zu fördern, kann man bestimmte Schritte befolgen. Einige Pflanzen sind gute Humusbildner: Weizen, Leindotter, Senf, Phacelia, Kleegras. Es gibt spezielle Saatmischungen im Handel für humusreichen Boden. Viele Gemüse laugen den Boden etwas aus, das sind Mais, Kartoffeln oder Zuckerrüben. Nach ihrem Anbau muss natürlich neu Humus oder Dünger aufgebracht werden.

Gute Humuserde, die man auch im Handel kaufen kann ist leicht, feucht und feinkrümelig. Sie riecht amgenehm nach Wald und Pilzen. Staubige, trockene Erde, die kaum riecht oder unangenehm, ist nicht humusreich.

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