Hund liegt auf der Wiese

Das Hundeparadies im Garten So legst du ihn an

Wer einen Vierbeiner sein eigen nennen kann und obendrein noch einen Garten besitzt, der hat ja schon fast ein Paradies für sich selbst. Die Fellnase kann sich im Garten schön austoben und sogar das Training kann zuhause stattfinden. Wir geben dir Tipps, wie du im Garten ein richtiges Hundeparadies anlegst.

Vorteile eines hundgerechten Gartens

  • Sicheres Umfeld für Welpen und Neuankömmlinge aus dem Tierheim

  • Ersetzt manchmal das Gassigehen

  • Hund kann frei laufen

  • Herumtoben kann draußen erfolgen, nicht in der Wohnung

  • Viel Anregung und artgerechte Beschäftigung für den Hund.

Wichtig: Der Garten sollte das Gassigehen nicht vollkommen ersetzen. Der Vierbeiner braucht neue Inspiration und möchte Gerüche erschnüffeln.

Folgende Punkte gibt es beim Anlegen eines Hundegartens zu beachten:

  • Sicherheit für den Hund

  • Hundgerechte Bepflanzung

  • Spielmöglichkeiten

  • Bezäunung

Sicherheit für den Hund und die Nachbarn

An erster Stelle solltest du an den Zaun denken. Er bedeutet Schutz für deinen Vierbeiner, aber er beugt vor allem Ärger mit den Nachbarn vor. Denn natürlich büchsen Hunde aus und hinterlassen dann ihren Kot in Nachbars Garten. Aber auch wenn dein Schützling nur bei den Nachbarn herumtobt, ist das ein gehöriger Schrecken. Das solltest du unbedingt vermeiden. Natürlich kommt es drauf an, wie groß dein Vierbeiner ist. Allgemein haben sich Zäune von einer Höhe von mindestens 1,20 m bewährt. Der Zaun sollte engmaschig sein, so dass sich auch kleine Hunde und Welpen nicht hindurchquetschen können und wie wir alle wissen – sind sie da sehr wendig.

Noch besser ist es entlang des Zauns Erde anzuhäufeln so dass sich ein Wall ergibt. Auch an das Durchbuddeln musst du leider denken! Ein Maschendrahtzaun, den du etwa 15 cm tief eingraben musst, verhindert dies. Das ist besonders wichtig, wenn in der Nähe ein Hühnerstall ist oder Kaninchen gehalten werden. Am Zaun solltest du sowieso etwa 50 cm Platz lassen, denn die Hunde halten sich dort gerne auf und laufen hin und her, weil sie die Welt da draußen natürlich sehr spannend finden. Das heißt, alles, was du dort pflanzen würdest, würde unweigerlich niedergetrampelt. Langes, lautes Bellen am Zaun lässt sich vermeiden, wenn der Hund keine Sicht nach draußen hat. Auch sollte er nicht zu lange alleine gelassen werden.

Schutz vor Vergiftungen: Hunde probieren vieles und meinen es wäre ein Leckerli. Daher solltest du Dünger nicht offen herumliegen lassen, auch kein Pflanzenschutzmittel.

Giftige Pflanzen vermeiden:

Viele Neuhundebesitzer wissen gar nicht, dass viele schöne Blumen für den kleinen Freund hochgiftig sind! Hunde knabbern gern an Pflanzen herum.

Die rote Liste der Pflanzen, die du im Hundeparadies vermeiden solltest:

  • Glockenblumen/Narzissee, Christrose, Eisenhut, Rittersporn, Maiglöckchen, Fingerhut, Adonisröschen, Wurmfarn, Kirschlorbeer, Buchsbaum, Rhododendron, Eibe, Goldregen, Robinie, Pfaffenhütchen, Seidelbast, Stechpalme, Lebensbaum, Oleander, Engelstrompete, Wandelröschen

Ein Komposthaufen sollte abgedeckt werden. Abgeschnittene Dornen und alles, mit scharfen Kanten bitte nicht offen herumliegen lassen.

Spielen und Toben im Hundeparadies

Wer ein Hundeparadies schaffen will, wird anders planen als ein Blumenfreund. Wobei sich beides nicht ausschließt. Der Hund braucht aber einfach viel Rasenfläche zum Toben. Der Rasen bleibt mit Hund aber nicht unbedingt total gepflegt, denn der Hund geht seinem Jagdtrieb nach, jagt Maulwürfe, Mäuse, Ratten und buddelt hier und da herum. Zarte Pflanzen sind im Hundeparadiesgarten eher hinderlich. Blumenrabatten werden schon mal überrannt. Einfacher ist es, dem Hund von vornherein kleine Wege durch die Stauden und Blumenrabatten anzubieten, diese nimmt er nämlich auch gerne an! Er findet sie sogar recht spannend.

Hygiene und Erfrischung

Natürlich wollen Hunde draußen auch viel trinken. Ein Napf mit frischem Wasser sollte also bereit stehen. Damit der Vierbeiner im Sommer ausreichend Schatten hat, braucht es auch ein paar Bäume oder Sträucher mit hoher dichter Krone oder man legt ein Spalier an. Auch mit Sonnensegeln und Schirmen kann man schnell Schatten spenden.

Hunde lieben es zu planschen! Ideal wäre natürlich ein kleines Wasserbecken. Es reicht aber auch, wenn man eine Stelle mit Schlauchanschluss hat, wo der Hund nach dem Gassigehen schön abgespritzt werden kann. Toll ist es natürlich, dem Vierbeiner einen eigenen Schwimmteich zu ermöglichen. Allerdings muss er gut gepflegt sein, Folienteiche sind nicht so gut, wegen der Hundekrallen. Mittel gegen Algen sind giftig für Hunde ebenso wie manche Kröten. Die Teichtechnik kann ebenfalls eine Gefahr für den Hund sein.

Alternativen zum Schwimmteich sind Plastikwannen, Hundebecken und Hundepools.

Optik – hundgerecht gepflegter Garten

Da Hunde gerne buddeln, ist es sinnvoll, die Beete sehr dicht zu bepflanzen, so dass keine offene Erde erkennbar ist. Beetränder und Hochbeete sind daher sinnvoll. Natürlich kann man den Vierbeiner auch so erziehen, dass er das Buddeln an bestimmten Stellen einfach lässt.

Spezielle Buddelecken sind ideal: Sie sollte zum Buddeln anregen durch lose Erde, Laub oder auch Sand. Sie sollte groß sein, am besten mehrmals so lang wie der Hund selbst und sie sollte sich an einer schattigen Stelle befinden. Es kann auch einfach ein Sandkasten angelegt werden.

Die Rasensorte ist entscheidend dafür, dass sich sowohl Hund als Gartenbesitzer am satten Grün erfreuen können. Da der Vierbeiner viel herumtoben wird, ist ein Sportrasen ideal. Ein Zierrasen kommt nicht in Frage. Der Rasen sollte auch nicht mehr gedüngt werden, wenn der Hund angeschafft wurde. Zumindest darf der Vierbeiner dann ein paar Tage nicht heraus.Viele Hunde fressen wie Katzen gerne Gras, daher wäre es gut, wenn du am Rand ein paar hohe Büschel stehen lässt.

Hundetoilette

Wenn der Hund auch seinen Kot im Garten lassen darf, so bietet sich eine extra Ecke dafür an. Sie muss klar abgegrenzt sein. Man überlässt es am besten dem Vierbeiner selbst, welche Ecke er dafür nehmen will, dann hat die Anlage nämlich Erfolg. Die Oberfläche der Toilette am besten bedecken mit Mulch, Sand, Erde oder Rasenschnitt. Natürlich hinterlässt er auch Urin. Das gefällt dem Rasen nicht unbedingt. Wenigstens urinieren Hunde gerne an dieselbe Stelle, so dass man diese Stellen einfach so belassen sollte. Will man es schöner haben, legt man spezielle Steine in die Wasserstelle des Hundes, die das Nitrat im Urin neutralisieren.

Ist der Hund ein Rüde, sollte er an einigen Bäumen und Sträuchern urinieren dürfen. Damit der Hund seine Ecken nutzt, muss man ihn dafür loben und erziehen.

 

Gemütlichkeit

Die gute alte Hundehütte hatte schon ihren Sinn. Hier kann dein Vierbeiner sich zurückziehen und ausruhen. Ein offenes Körbchen ist im Sommer aber auch recht angenehm.

Animation für den Vierbeiner

Wer ihm so richtig Gutes tun will, schafft extra Animation. Das sind zum Beispiel Schnüffelecken, Versteckplätze und richtige Training-Parcours.

Kletter und Erkunden

Hunde lieben es natürlich die Umgegend zu erkunden. So kann der eigene Garten zum Abenteuerspielplatz werden. Baue einfach kleine Hindernisse, Tunnelanlagen, Parcours und Hürden auf. Zubehör bekommst du im Handel. Auch mit Steinen, Stöcken, Baumstämmen kann man einiges selbst bauen. Wichtig ist, dass die Hindernisse nicht kippen können und rutschfest sind. Es gibt auch Stofftunnel zu kaufen, die Hunde einfach lieben. Inspiration kannst du dir bei professionellen Hundetrainings holen.

Schön ist es einen festen Bereich im Garten als kleinen Parcours anzulegen und dort kleine Routen und feste und neue Hindernisse hinzubauen. Auch Schnüffelrouten lieben Hunde. Hierbei werden Leckerlis im Garten verteilt und Fährten gelegt.

Fazit:

Einen Garten zum Hundeparadies umzugestalten, erfordert doch ein wenig Umdenken. Besonders bei der Bepflanzung ist Vorsicht angebracht. Hat der Hund seinen eigenen Bezirk und seine Spielbereiche haben Mensch und Hund sehr viel vom eigenen Garten.

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