Steaks grillen

Smoker zum Grillen: Preise, Größen und die optimale Bedienung Ratschläge rund um den Smokergrill

Das Smoken ist kein ganz neuer Trend mehr. Immer mehr Menschen interessieren sich für Slow Food und diese traditionelle amerikanische Grillmethode. Hier findest du hilfreiche Ratschläge, welche Arten von Smokern erhältlich sind und wie man damit am besten umgeht.

Gängige Smoker-Varianten und -größen

Weltweit gibt es mittlerweile verschiedenste Bauweisen und Größen für den Smokergrill. Für den eigenen Garten wählen die meisten Menschen eine der bekanntesten Ausführungen. Dabei ist die klassische Form auch die gebräuchlichste: Die Barrel-Form, auch Offset-Grill genannt, besitzt runde Stahlrohre mit Durchmessern von 40 bis 60 Zentimetern. Diese horizontalen Garkammern orientieren sich an der historischen Zubereitungsmethode, bei der das Fleisch in einer Erdgrube gegart wurde, und heißen daher auch „Pits“ (= Gruben). Oftmals gibt es zusätzlich eine kleinere Kammer an der Seite, in der das Feuer entzündet wird. In der Garkammer befinden sich in vielen Modellen mehrere Gitter oder Roste übereinander. Einige Modelle haben nicht nur einen Schornstein, sondern zudem noch einen Räucherturm, also eine vertikale Garkammer. Ist diese seitlich angebracht, spricht man von einem „Chuckwagon“. Für die Flüssigkeiten, die aus dem Gargut austreten, existiert ein Ablauf im Boden der Garkammer, der in einen Eimer mündet. Manche Modelle bieten außerdem eine Kochplatte auf dem Deckel der Feuerkammer, auf der Soßen oder das Brennholz erwärmt werden. Hilfreich ist auch der mitunter vorhandene Haken zum Einhängen von Töpfen und Kesseln. Die Größe eines Barrel-Smokers kann sehr verschieden sein. Für den heimischen Gebrauch kommen Modelle in Betracht, die rund eineinhalb Meter lang sind. Im Cateringeinsatz sind dagegen Geräte zu sehen, die auf einen PKW-Anhänger gebaut sind.

Eine Bauart, die für eine gleichmäßigere Temperaturverteilung steht, ist der Reverseflow-Grill. Dort wird der heiße Rauch umgelenkt: Von der Feuerkammer aus zieht dieser unter einem Zwischenblech (= "Baffleplate") am Boden der Garkammer zur anderen Seite des Garraumes und gelangt erst dann nach oben. So wird der Hotspot im Garraum vermieden, der sonst auf der Seite der Feuerkammer besteht. Man kann für einige Modelle spezielle Holzpellets verwenden, dann sind anstelle der Feuerkammer eine Pelletkammer und eine strombetriebene Zündung. Vor allem in den USA finden sich in einigen Gärten selbstgebaute Ugly Drum Smoker, die aus Stahlfässern mit Spannringdeckeln bestehen und ein Volumen von circa 200 Litern besitzen. Dabei werden durchgeglühte Kohlen auf dem Kohlekorb eingesetzt, während weitere Kohlen gleichmäßig in der Feuerkammer abbrennen. Ähnlich funktionieren die käuflich erwerbbaren Watersmoker, die Durchmesser von 40 bis 57 Zentimeter haben. Besonders sind dort die ringförmigen Erhöhungen (=“Stackers“) mit Wasserschalen und Grillrosten. Durch diese kann schnell mehr Grillfläche geschaffen werden.

Wie viel Geld muss man einplanen?

Besonders preisgünstig ist ein Grillgerät, das man aus einem ausgebrannten oder sandgestrahlten Stahlfass selbst baut. Für Einsteiger und weniger handwerklich Begabte gibt es mittlerweile zahlreiche Smokergrills auf dem europäischen Markt. Zu niedrige Preise sollten skeptisch machen, denn für beispielsweise 50 Euro kann kein langlebiges Modell produziert wurden sein. Für rund 200 Euro kann man als Einsteiger schon ganz gut grillen. Auf der anderen Seite existieren auch Angebote zu über 1000 Euro. Diese müssen nicht unbedingt die besseren Geräte sein. Wie bei vielen Anschaffungen sollte man sich auch hier vorher klar machen, welche Funktionen tatsächlich gewünscht sind und sich im Internet vor dem Kauf über interessante Modelle belesen. Zu bedenken ist, dass das Gewicht des Smokers meist bei über 50 Kilogramm liegt. Darum kann die Lieferung nach einer Onlinebestellung manchmal praktischer sein als sich ein größeres Auto und eine Begleitperson zu besorgen.

Richtig smoken für perfektes Fleisch

Wer für das Grillen im eigenen Garten einen Smoker nutzt, tut dies, um einen angenehmen Rauchgeschmack im Gargut zu haben und seinen Gästen saftiges Fleisch anbieten zu können. Für die richtige Würze im Gegrillten sollte man wissen, wie man die Intensität des Rauchgeschmacks beeinflusst.

  • Der Öffnungsgrad der Regulierungsklappe entscheidet darüber, wie viel Rauch in der Garkammer ist. Zudem kann der Deckel der Feuerkammer verschieden weit geöffnet werden.

  • Beim Einsatz von Kohle statt Holz entsteht weniger Rauch, bei sehr hochwertiger Kohle sogar fast gar keiner. Minderwertige Kohle dagegen bildet einen Rauch, der geschmacklich nicht als angenehm empfunden wird.

  • Der beliebte Barbecue-Rauchgeschmack wird durch aromatische Hölzer unterstützt. Diese sollten völlig trocken und frei von Harz, Pilzen und Chemikalien sein.

  • Die Temperatur in der Garkammer sollte zwischen 110 und 130° C betragen, wenn das Grillgut hineingelegt wird. Manche Smokermodelle verfügen über ein integriertes Thermometer. Über die Regulierungsklappen kann die Temperatur gehalten werden.

Für eine optimale Bedienung muss ein Smoker vor dem ersten Grillen im Garten eingebrannt werden. Dieser einmalige Vorgang lässt eine Schutzschicht entstehen, durch die das Gerät widerstandsfähiger wird. Beim Anzünden mit Holz legt man festen Grillanzünder auf den Feuerrost der Feuerkammer und sechs bis acht dünne Holzscheite (ideal sind Buche oder Eiche) darüber. Zum Anzünden bietet sich ein langes Streichholz an. Dabei bleibt der Deckel der Feuerkammer geöffnet. Nach bis zu sieben Minuten bildet sich Glut und dickere Holzscheite werden aufgelegt. Nach insgesamt rund zehn Minuten schließt man den Deckel der Feuerkammer. Das Anfeuern mit Kohle ist ähnlich wie bei einem normalen Grill, jedoch gewährt ein Anzündkamin schnell gleichmäßig durchgeglühte Kohle. Einen Anzündkamin füllt man mit Kohle und platziert ihn über eine größere Menge Grillanzünder. Mit Handschuhen schüttet man nach etwa 15 Minuten den Inhalt des Anzündkamins in die Feuerkammer. Um bei der Verwendung von Kohle einen guten Rauchgeschmack zu erhalten kann man gewässerte Holzchips zugeben.

Fazit

Beim Kauf eines Smokers ist die Optik kaum ausschlaggebend. Wichtig sind eine hohe Funktionalität und eine Qualität, die langjähriges Grillvergnügen verspricht. Dazu gehören gute Schweißnähte, nicht zu dünne Wände und feuerfester Lack. Mit einem solchen Gerät und ein wenig Übung gelingen bald köstliche Barbecues.

Tipp

Entspanntes Grillen und leckeres Essen werden durch passenden Brennstoff und hilfreiche Feueranzünder möglich. Paligo bietet beides zum unkomplizierten Online-Bestellen. Je nach Ausführung des Smokers empfehlen sich verschiedene Brennstoffe; hierzu finden sich meist Hinweise in der Gebrauchsanleitung.

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