Kies Nahansicht

Einen Kiesgarten anlegen und schön gestalten Die Vorteile und Nachteile

Ein Kiesgarten ist der Traum vieler Gartenbesitzer, die hoffen, weniger Arbeit zu haben und einen immer gepflegten Garten genießen zu können. Leider braucht auch ein Kiesgarten Pflege! Besonders im Herbst ist es mühsam, die Blätter von den Steinflächen zu bekommen. Wir wollen hier ganz ehrlich die Vorteile und Nachteile eines Kiesgartens ansprechen.

Kiesgarten anlegen – worauf muss man achten?

Steinwüste oder gepflegte kleine Oase mit liebevoll arrangierten Sträuchern und Blumen? Doch lieber Letzteres oder? Leider entscheiden sich heutzutage viele Besitzer eines kleinen Vorgartens für die Steinwüste. Sie hoffen damit möglichst gar keine Arbeit zu haben. Das ist aber ein Trugschluss! Oft macht ein sinnvoll geplanter Vorgarten mit einigen Pflanzen weniger Arbeit. Ganz einfach, weil die Steinfläche schlecht sauber zu halten ist. Damit stets alles aussieht wie neu, muss man immer wieder Blätter entfernen. Dieser Punkt sollte vorab bedacht werden. Auch ist es so, dass sich auf der Steinfläche sehr wohl Pflanzen ansiedeln können. Wenn die Steinchen recht klein sind, dann umso schneller. Denn dann hat man irgendwann erste Grasbüschel und Grünzeug zwischen den Steinen, ganz einfach weil auch Erde auf der Steinfläche landet und Samen wird durch den Wind hingetragen.

Die Form und Größe der Steine:

In diesem Punkt solltest du dich vorab ausreichend informieren und entscheiden, was genau du willst. Die rundlichen Kiesel sehen wirklich sehr schön aus. Aber man kann schwer darauf laufen und das muss man auch auf Flächen, die eigentlich nicht als Weg gedacht sind, nämlich immer dann, wenn sie gepflegt werden sollen. Der kantige Split ist griffiger und macht keine Geräusche beim Auftreten. Man nimmt ihn auch für Einfahrten. Allerdings musst du immer bedenken, dass du bei Einfahrten viel Verlust an den Steinchen hast. Sie verteilen sich durchs Darüberfahren.

Im Handel sind verschiedene Korngrößen und Farbtöne für Kies- und Steingärten erhältlich. Man kann sie auch wunderbar untereinander kombinieren und beispielsweise mit größeren, andersfarbenen Steinen die Ränder gestalten.

Die Farbwahl der Steine sollte natürlich zur Umgebung passen und sich harmonisch einfügen. Strahlend weiße Kiesel sind zwar sehr beliebt, weil sie so schön sauber wirken. Allerdings vermoosen sie oft nach ein paar Jahren, wenn man sie nicht pflegt, also mit entsprechenden Mitteln besprüht. Als Alternative gibt es auch cremeweiße Kiesel oder rötliche, die hervorragend zu Terrakotta-Gefäßen passen. Kiesflächen als Mulchdecke haben auch ihre Vorteile: Im Sommer kann die Feuchtigkeit besser gehalten werden. Es gibt kaum Unkraut, wenn man ein Vlies unterlegt hat.

Pflegeleicht nur mit Vorbereitung

Wirklich pflegeleicht ist ein dekoratives Kiesbeet nur, wenn man sich gut vorbereitet hat und alle Punkte beachtet, damit die Fläche eben ist und sich kein Unkraut ansiedelt. Du kannst leider nicht einfach eine Fläche mit Kiesel auslegen, sondern erst muss der Unterboden gut aufgelockert werden, denn sonst gibt es Staunässe.

Ein Kiesbeet, in dem auch Pflanzen gedeihen sollen, verträgt auch Kompost als Unterlage. Dieses wird mit Sand und Split oder Erde im Verhältnis von 1:5 vermischt.

Kieswege stabilisiert man sogar mit einem Betonbett. Man muss 15 cm des Bodens ausheben, damit alles schön plan wird und unkrautfrei bleibt. Dann lohnt es sich einen stützenden Rand anzulegen. Dieser wird mit Randsteinen eingefasst. Am besten füllt man auf den Boden 10 cm Schotter, die gut verdichtet wird. Dann erst kommt ein Unkrautvlies darauf. Jetzt wird der Weg mit 3-5 cm dicker Schicht aus Kies aufgefüllt. Zu den Rändern hin muss der Weg immer etwas abfallen, sonst würde sich in der Mitte Wasser stauen. Im Handel erhältlich sind auch sogenannte Füllwaben, die man mit Kies füllt. Mit ihnen hast du schneller eine ebene Fläche gefüllt.

Am besten legst du deinen Kiesgarten im Herbst an!

Einen Kiesgarten gestalten

So richtig Zauber entfaltet ein Kiesgarten erst, wenn er durchdacht gestaltet ist. Wer wirklich keine Pflanzen in und um die Steinfläche mag, der arbeitet einfach mit verschiedenen Steingrößen und Steinfarben. So lassen sich richtige Muster und Ornamente schaffen. Aber auch ein einfacher abgegrenzter Kiesweg ist schön.

Mit Pflanzen:

Für malerische Steingärten gibt es vielerlei Pflanzen, die sich eignen. Das sind oft typische Steingartengewächse, die kaum Wasser benötigen, aber auch Blumen, Kräuter und Sträucher, die jeder kennt, sind gut geeignet. Das sind z.B. Sommerflieder, die man in Form schneidet oder kleine Buchsbaumkugeln. Schöne bunte Blütenpracht entwickeln der Zierlauch mit seiner lila Krone, die Goldwolfsmilch oder Königskerzen und Palmlilien. Alle Blumen, die du in Kiesgärten pflanzt, kommen besonders zur Geltung. Und das scheinen sie auch zu spüren, denn sie gedeihen oft in dem steinigen Umfeld, abgegrenzt von anderen Pflanzen, erstaunlich gut.

Auch sehr schön wirken hohe Gräser, die nicht zu auslandend wachsen dürfen oder Ausleger bilden. Sie wirken schön am Rand und als Kontrast zu anderen Pflanzen.

Mit Skulpturen und Deko:

Wer einen schön dekorierten Kiesgarten haben möchte, muss sich auch international inspirieren lassen. Ein Blick nach Japan zeigt, dass man hier meisterhaft Steingärten dekoriert, mit kleinen Steinlaternen, Buddhafiguren und Wasserläufen. Romantisch wird es, wenn man umgekippte Steinvasen bepflanzt oder Holzfässer zur Deko nimmt. Recht faszinierend und geheimnisvoll wirken antike Skulpturen im Garten.

Alle Tipps zum Kiesgarten anlegen kurz zusammengefasst:

  • Lege deinen Kiesgarten besser im Herbst, ab September, an.

  • Suche dir eine geeignete, eher trockene Fläche.

  • Der Boden muss ideal vorbereitet und ausgehoben werden.

  • Die Grenzen genau abstecken. Je akkurater, umso schöner.

  • Mehrere Schichten Steingemisch und Vlies sind nötig, damit wirklich kein Unkraut durchwächst.

  • Auch eine Steinfläche braucht Pflege. Spätestens nach dem Winter muss man Blätter, kleine Zweige etc. entfernen.

Pflanzen:

  • Eine Bepflanzung muss sorgsam durchdacht und geplant werden.

  • Nicht alle Pflanzen gedeihen gut auf einem Kiesbeet.

  • Der Boden sollte nährstoffarm sein.

  • Wähle Pflanzen, die abwechselnd blühen, damit du immer eine dekorative Fläche hast.

Deko-Elemente:

  • Überlege dir, welchen Stil du in deinem Garten haben möchtest und kaufe gezielt Deko-Elemente.

  • Japan-Gärten haben dekorative Steinflächen mit kleinen Figuren und Skulpturen. Zen-Gärten werden stets mit einem Rechen gepflegt.

  • Romantische und nostalgische Gärten zauberst du mit altmodischen Gartenmöbeln aus Metall.

  • Verwunschene Plätze schaffst du mit antiken Figuren, umgefallenen Säulen und kleinen Ruinen.

Pflege:

  • Die Kiesfläche braucht zwar nicht das ganze Jahr über Pflege, aber fast.

  • Im Frühjahr und Sommer musst du nur wenig herabgefallenes Laub entfernen. In Herbst und Winter dafür umso mehr.

  • Trotz der Vliesschicht können sich mit den Jahren auf den Kieseln neue Pflanzen entwickeln, weil der Wind die Samen dorthin trägt und auch Sand und Erde in die Lücken kommt.

  • Möchte man immer eine saubere Steinfläche haben, etwa im Vorgarten, so muss bei kleinen Kieseln öfter gerecht werden. Bei großen Steinen muss man mit der Hand Blätter und Geäst entfernen.

 

 

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