Lavendel Feld

Die 10 besten Heilkräuter im eigenen Garten Vielseitig anwendbar

Viele Kräuter, die einen hohen gesundheitlichen Wert besitzen, kannst Du im Garten selbst anbauen. Daraus lassen sich beispielsweise Kräutertinkturen für die innere und äußere Anwendung machen. Auch Salben mit Kräuter-Wirkstoffen können aus eigener Herstellung stammen. Unkompliziert ist es, außerdem einen Öl-Auszug zum Einreiben oder Baden anzufertigen. Die einzelnen Pflanzen sind vielseitig anwendbar und wohltuend für Deinen Körper. Hier kommt unsere Top Ten der nützlichsten Heilkräuter zum Selbstpflanzen:

Thymian

Ein sehr vielseitiges Heilkraut für Deinen Garten ist der Thymian. Er wird nicht nur gern beim Kochen benutzt, sondern kann auch bei Atemwegsbeschwerden, Husten und Bronchitis helfen. Meist als Tee angewendet, entfaltet er seine krampflösenden, antibakteriellen und schleimlösenden Wirkstoffe bei entsprechend langer Ziehzeit. Aufgrund seiner beruhigenden Wirkung kannst Du ihn auch gegen Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit nutzen.

Als Öl wirkt Thymian eher anregend und kann, beispielsweise als Badezusatz, gegen Erschöpfung und Kreislaufprobleme helfen. Auch für das Immunsystem hat das Heilkraut eine positive Wirkung. Thymian wird auch Quendel genannt und blüht im Frühjahr rosafarben bis blassviolett.

Salbei

Salbei kennst Du vielleicht aus Halsbonbons und tatsächlich wird er gern bei grippalen Infekten angewendet – vor allem als Tee. Praktisch: Salbei übersteht auch trockene Phasen, da er sehr sonnige Standorte liebt. Echter Salbei ist seit Jahrtausenden als Heilkraut und Küchenpflanze bekannt. Er würzt unter anderem Fisch- und Fleischgerichte und hilft nicht nur bei Erkältungen, sondern auch bei Magenbeschwerden. Darüber hinaus soll er Hitzewallungen abmildern und bei Beschwerden im Mundraum wirksam sein. Seine ätherischen Öle lindern etwa Zahnfleischbluten, wenn Du ein Blättchen in den Mund legst.

Auch Lotionen aus Salbei sind ein hervorragendes Pflegemittel, die bei Hauptproblemen helfen können. Auch wer mit Schweißausbrüchen zu Kämpfen hat, kann auf die Wirkung von Salbei vertrauen.

Brennnessel

Brennnesseln finden sich oftmals von allein im Garten. Sie breiten sich schnell aus, deshalb setzt Du sie am besten in ein Hochbeet. Frische Brennnesselspitzen eignen sich prima für Smoothies, denn sie wirken sich auf mehrere Organe positiv aus. Wenn Dich, etwa im Frühling, Müdigkeit und Erschöpfung plagen, kann eine höhere Brennnesselzufuhr helfen. Schließlich ist das Kraut sehr eisenhaltig, auch soll es gut für die Leber und die Galle sein, was bei bestehenden Verdauungsbeschwerden helfen kann. Des Weiteren verhilft die Brennnessel zu einem ausgeglicheneren Blutzuckerspiegel, da sie auf die Bauchspeicheldrüse einwirkt. Als Gesichtswasser angewendet, soll die Pflanze gegen Ekzeme und Akne helfen.

Petersilie

Zurecht äußerst bekannt ist die Petersilie. Sie verbessert nahezu alle deutschen Gerichte und hilft, den Vitamin C-Bedarf zu decken. Egal, ob in der krausen oder glatten Variante – Petersilie wirkt verdauungsfördernd und harntreibend. Ein Tee aus frischen, gehackten Petersilienblättern kann Menstruationsbeschwerden verringern. Weniger bekannt, aber bei Ohrenschmerzen einen Versuch wert, ist es, frisch geerntete Stängel mit einem Stirnband am jeweiligen Ohr zu befestigen. Petersilie wird auch Bockskraut genannt und wächst im Freiland von etwa April bis Oktober. Petersilienkraut solltest Du nur frisch verwenden, da es getrocknet kaum noch wirksame ätherische Öle enthält.

Ringelblume

Wenn Du mit dem Heilkräuter-Anbau starten möchtest, ist die Ringelblume eine gute Einsteigerpflanze. Man sät sie zwischen März und April aus und kann schon bald ernten. Die orangefarbenen Blüten machen sich hübsch als Tischdekoration und können zu Salben und Tees verarbeitet werden. Aber auch als Heilpflanze ist die Ringelblume zu verwenden. Die Pflanze mit dem wissenschaftlichen Namen Calendula officinalis hat einen sehr breiten Anwendungsbereich. Populär sind ihr antientzündlicher Effekt und ihre Wirkung bei der Wundheilung. Darüber hinaus wirkt sie antibakteriell und abschwellend. Schon Hildegard von Bingen nutzte die Ringelblume als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden und Entzündungen. Für die Haut ist die Pflanze auf eine vielseitige Art und Weise anwendbar. Ringelblumen helfen nicht nur gegen Pickel sondern auch gegen trockene Haut und bei Verbrennungen.

Dill

Dill hast Du bestimmt schon einmal zu Gurken oder Bohnen gegessen, in Form von kleingeschnittenen frischen Stängeln. Doch besitzen vor allem seine Samen jede Menge Heilfähigkeiten. Dill gilt als milchfördernd und ist für junge Familien auch deshalb eine gute Garten-Idee, weil er Blähungen von Säuglingen lindert. Natürlich hilft ein Tee aus Dillsamen ebenfalls gegen Verdauungsbeschwerden von Erwachsenen. Als Sitzbad kann das Kraut wiederum gegen krampfartige Menstruationsschmerzen helfen und als Öl soll Dill als warme Kompresse gegen Geschwüre nützlich sein. Dillblätter kannst von Juni bis Juli im Freien ernten. Dill hat außerdem eine beruhigende Wirkung auf den Körper, weswegen das Kraut gegen Schlafprobleme helfen kann.

Schnittlauch

Ähnlich weit verbreitet ist der Schnittlauch. Auch ihn haben die meisten Menschen schon gegessen, womöglich ohne sich seiner gesunden Eigenschaften bewusst zu sein. So besitzt die Pflanze einen hohen Vitamin-C-Gehalt und Inhaltsstoffe, denen diverse heilende Wirkungen nachgesagt werden. Unter anderem soll Schnittlauch schleimlösend sein und bei Entzündungen im Magen- und Darmbereich hilfreich sein. Wie alle Laucharten ist auch der Schnittlauch antibakteriell und harntreibend. Dazu wirkt sich sein Konsum positiv auf deine Blutgefäße aus. Die mehrjährige Pflanze wächst im Frühjahr schnell und bekommt im Mai Blütenstängel mit kugelförmigen und rosa-violetten Blüten. Die beste Wirkung erzielst Du mit frisch verzehrtem Schnittlauch.

Lavendel

Ein leicht zu pflegendes Heilkraut ist der Lavendel, der überdies einen angenehmen Duft verbreitet und schön anzusehen ist. Je nach Lavendelart und Anwendung bestehen unterschiedliche Schwerpunkte in der Wirkung. So hat der Echte Lavendel die größte Wirkung auf die Psyche, indem er beruhigt und entspannt. Er befördert außerdem die Wundheilung. Schopflavendelöl dagegen punktet mit antibakteriellen, antiviralen und antimykotischen Eigenschaften und hilft gegen bestimmte Parasiten. Beim Speiklavendelöl kommt noch eine Auswurf fördernde Wirkung hinzu, die bei Bronchialerkrankungen und Streptokokeninfektionen nützlich ist.

Minze

Ein wenig Vorsicht ist beim Anbau von Minze angebracht: Sie breitet sich schnell aus und harmoniert nicht mit jedem anderen Kraut. Ihr Nutzen liegt unter anderem in ihrer krampflösenden Eigenschaft, etwa bei Bauchschmerzen. Auch gegen Übelkeit kann Minze helfen. An heißen Tagen empfiehlt sich zur natürlichen Erfrischung ein kühler bis lauwarmer Pfefferminz-Tee. Durch ihren hohen Mentholgehalt eignet die Pflanze auch zum Inhalieren bei Atemwegserkrankungen. Als Öl kann Minze bei Muskelverspannungen und Gliederschmerzen helfen und als Badezusatz für Entspannung sorgen. Die mehrjährige Pflanze wirkt überdies antibakteriell und bekämpft Mundgeruch. Die Ernte der Blätter sollte nach der Blütezeit erfolgen.

Sonnenhut

Der Sonnenhut (lateinisch Echinacea) wurde schon von den indigenen Völkern Nordamerikas als Heilmittel genutzt. Die Heilpflanze kann das Immunsystem des Körpers anregen. Des Weiteren ist der Sonnenhut auch dafür bekannt, Zahnschmerzen zu lindern und zu einer schnelleren Wundheilung verhelfen. Hierzulande werden drei Sonnenhut-Arten als Heilkräuter eingesetzt. Vom schmalblättrigen Sonnenhut wird die Wurzel verwendet, vom
 Purpur-Sonnenhut dagegen alle Pflanzenteile außer der Wurzel. Der blasse Sonnenhut kommt seltener zum Einsatz, besitzt aber auch zwei gute Wirkstoffe in seinen Wurzeln. Echinacea wirkt allgemein anregend auf Dein Immunsystem, kann also direkt zum Beginn eines Infekts eingenommen werden.

Fazit

Heilkräuter bereichern alle Gärten und in kleineren Mengen auch den Balkon oder das Fensterbrett. Die meisten Kräuter haben mehrere Anwendungsbereiche. Im Allgemeinen lohnt es sich, geringe Mengen in den Speiseplan einzubringen, um generell gesünder zu leben. Bei konkreten Beschwerden solltest Du zur Sicherheit Deine Ärztin bzw. Apothekerin oder einen Therapeuten nach der genauen Dosierung fragen, wobei Du Unverträglichkeiten und Wechselwirkungen mit Medikamenten abklären kannst.

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