Laubblätter im Garten

Ratgeber zum Thema Bio-Garten Regenwurmhumus als Allzweckwaffe für den Garten

Nützliche Regenwürmer

Jedes Kind, das mit einem Garten groß geworden ist, kennt ihn: Den Regenwurm. Und schnell hat es von den Eltern gelernt, dass er sehr gut für den Boden ist. Ein Garten, dessen Erde Regenwürmer hat, ist ein ertragreicher Garten. Regenwürmer werden also gehegt und gepflegt, wenn man sie sieht. Er lockert den Boden ganz natürlich auf und bildet nährstoffreichen Humus. Ein guter Grund, gleich Regenwurmhumus zu kaufen.

Fruchtbare Böden, vitalstoffreiches Obst und Gemüse – das kommt nicht von ungefähr. Da muss der findige Gärtner schon nachhelfen. Eine Möglichkeit ist es, Wurmkompost zu kaufen, das ist ein ganz natürlicher Bio Humus, der keinerlei Nachteile hat.

Statt künstlichem Dünger Regenwurmhumus

Wer viel aus seinem Garten machen will, ob das nun Blütenpracht oder reiche Ernte ist, der muss über kurz oder lang eingreifen. Dieser Griff sollte aber nicht ins Regal mit Düngemittel im Baumarkt sein. Vorher sollte man überlegen, ob man damit Pflanzen und Natur etwas Gutes tut. Mit Kunstdüngern versucht man der Natur ein Schnippchen zu schlagen. Es sollen Böden Erträge bringen, die gar nicht dafür vorgesehen sind. Doch Natur ist Natur und die Rechnung geht nicht immer auf.

Schnell ist der Boden überdüngt und dann wird das Grundwasser belastet. Das schadet allen, den Menschen, den Tieren und den Pflanzen. Denn aus den künstlichen Produkten entsteht Lachgas, das das Bodenleben nachhaltig negativ beeinflusst.

Wenn Du Wurmkompost kaufst, so hast Du ein rein natürliches Düngemittel, mit dem Dein Boden bestens zurechtkommt und als Allzweckwaffe dienen kann! In Regenwurmhumus kommen nur hochwertige ökologische und organische Rohstoffe. Industrielle oder tierische Abfälle haben im Bio-Humus nichts zu suchen.

Was enthält Regenwurmhumus?

Regenwurmhumus enthält alles, was Pflanzen zum Gedeihen und Wachsen in einem Bio-Garten brauchen:

  • Stickstoff, Phosphor, Kali.
  • Mikroorganismen zur Belebung des Bodens,
  • Spurenelemente, Huminsäuren, Mikronährstoffe, Enzyme, Botenstoffe.

Mit Wurmhumus verhinderst Du eine Überdüngung. Düngen heißt nämlich oft, den Pflanzen permanent zu viele Nährstoffe bereit zu stellen. Egal, was sie gerade brauchen. Von Natur aus ist es aber so, dass Pflanzen sich selbst helfen können und über Wurzelausscheidungen bestimmte Mikroorganismen anlocken. Sie können sich im Grunde gut selbst ernähren. 
Die natürliche „Kommunikation“ zwischen Pflanze und Boden wird verhindert. Die Pflanze lebt im Überfluss. Dadurch ernährt sie aber selbst nicht mehr das Bodenleben. Somit wächst die gedüngte Pflanze zwar schnell in die Höhe, ist aber anfälliger gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Das liegt auch daran, dass ihre Nahrung nur das Wachstum anregt, aber nicht vollwertig ist.

Wenn Du Regenwurmhumus kaufst, als Dünger,  wird der natürliche Prozess der Kommunikation zwischen Pflanze und Boden wieder angeregt.

Stabile Pflanzen dank Wurmkompost

Mit Regenwurmhumus ist jede Pflanze perfekt versorgt, sie bekommt ein richtiges Nährstoffpaket geliefert. Die bessere Nahrung äußert sich in einer stabileren Außenhaut der Blätter. Dadurch ist sie geschützt gegen Insekten, Pilze, Blattkrankheiten und Windbruch. Das wiederum bedeutet für Dich als Gärtner, dass Du Dich Pflanzenschutzmittel oft sparen kannst. Den Effekt kannst Du schon nach ein paar Wochen sehen.

Die Stabilität der Pflanzen kommt auch von einem besseren Wurzelwachstum. Regenwurmhumus liefert besondere Botenstoffe, die auch für eine bessere Keimung von Saatgut sorgen. Regenwürmer sorgen allgemein für mehr Erträge und vitalstoffreicheres Obst und Gemüse. Bio Humus zu kaufen ist also eine sehr kluge Entscheidung.

Was macht der Regenwurm denn genau?

Der Regenwurm kriecht tief in die Erde und nimmt Pflanzenteile auf, die er verdaut. Was er ausscheidet, ist ein absolut hochwertiger Humus, der alle wichtigen Spurenelemente und Nährstoffe für ein gutes Bodenleben enthält. Besonders wichtig sind dabei die Huminsäuren, die die kleinen Käfer und Larven und noch kleinere Lebewesen im Boden ernähren. Huminsäuren binden Schadstoffe und speichern Wasser plus Nährstoffe im Boden. 

Der Regenwurmhumus ist nicht scharf wie künstlicher Dünger oder auch natürlicher Kompost. Die darin enthaltenen Nährstoffe müssen von der Pflanze selbst aufgeschlüsselt werden, während sie im künstlichen Dünger und Kompost offen vorliegen. Der Vorteil besteht nun auch darin, dass Du mit Wurmkompost praktisch gar nicht überdüngen kannst. 
Regenwurmhumus ist auch ein Dünger, der besonders für die Tierhaltung in Terrarien, Aquarien und Paludarien geeignet ist. Da er nicht aggressiv ist, wird die Haut der Amphibien nicht geschädigt. Wenn Du Deine Reptilien liebst, so kaufst Du Regenwurmhumus als Dünger.

Anwendung von Regenwurmhumus

Vor der Aussaat

Lege das Saatgut vor der Aussaat für gut 24 Stunden in den sogenannten Wurmtee. Dieser wird aus einer Mischung aus Wurmhumus, Melasse und Wasser gebraut. Eine Anleitung findest Du leicht im Internet. Das Einlegen bewirkt, dass die Pflanzen robuster werden und schneller keimen.

Vor dem Einpflanzen bringst Du je 1 l Regenwurmhumus pro Quadratmeter in die Erde ein und zwar in die oberste Bodenschicht.

Willst Du Blumenkästen befüllen, so nimmst Du ca. 15 % Wurmkompost und den Rest Erde.

Gemüse, Obst, Bäume und Sträucher mit Wurmkompost düngen

Streue Wurmhumus in das Pflanzloch. Das sind im Schnitt ca. 100 ml pro Pflanze. Wenn die Pflanze wächst, düngen sie noch mal nach. Dann arbeite den Humus wieder in die obere Erdschicht ein. Oder Du gießst die Pflanze mit Wurmtee, der 6 Monate hält.

Arbeite mit Pflanzrillen, so gibst Du etwa 200 ml Regenwurmhumus pro Meter in die Rille. Später düngst Du beim Wachsen noch mal nach.

Bei Bäumen und Sträuchern gibst Du gleich 1-4 l Wurmhumus in das Pflanzloch. Das Nachdüngen ist hier aufwendiger. Verteile den Wurmkompost über den gesamten Bereich der Wurzel und arbeite ihn leicht in die Erde ein. Das sind wieder ca. 1 l pro Pflanze und dies 2 x im Jahr, im Herbst und Frühjahr.

Blumen und Rasen mit Regenwurmhumus düngen

Gib pro Liter Erde 1 Esslöffel Humus in die Erde, am besten einmal pro Monat. In ein Pflanzloch gibst Du ca. 75 ml Wurmhumus. 
Rasen wird vor dem Säen bearbeitet. Und zwar gibst Du pro Quadratmeter Erde ca. 150 ml Kompost auf den Boden und arbeiten ihn leicht ein. Auch hier muss nachgedüngt werden.

Aquarium und Terrarium

Im Aquarium gibst Du 1 x in der Woche je 1 Teelöffel Humus pro 100 l Wasser ein. Du wirst sehen, die Pflanzen im Aquarium wachsen besser. Auch die Fische mögen Wurmhumus und so kann man ihnen hin und wieder etwas gönnen.

Im Terrarium gehst Du vor wie bei Blumen. Die empfindliche Tierhaut der Reptilien wird nicht angegriffen.

Tipp zur Anwendung von Regenwurmhumus

Tu Dir, Deinem Garten, Deinen Pflanzen und Deinen Tieren etwas Gutes und dünge mit Regenwurmhumus, statt mit künstlichem Dünger! Die Anwendung ist kinderleicht und Du regst das natürliche Bodenleben an. Der Lohn ist eine ertragreiche Ernte, vitale Pflanzen und üppige Blüte. Übertreiben sollte man es aber auch mit diesem Humus nicht, denn die Natur möchte sich immer selbst helfen und braucht auch Phasen, in denen es wenig Nährstoffe gibt.

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