Treppe aus Naturstein

Natursteintreppen Was gibt es zu beachten?

Wer in seinem Garten einen Hügel hat oder eine Terrasse plant, wird über das Anlegen einer Treppe nachdenken. Neben der Möglichkeit eine Holzterrasse mit Holztreppe zu bauen, ist die Natursteintreppe eine langlebige und besonders schöne Idee.

Jeder, der einen Garten mit Hanglage hat, tut gut daran, eine Natursteintreppe zu planen. Denn den Hang kann man nicht bei jedem Wetter gut betreten. Eine Natursteintreppe ist am praktischsten. Allerdings muss auch eine solche Steintreppe stets gepflegt und überprüft werden. Denn die Stufen können sich verschieben und dadurch gefährlich werden. Die Sicherheit bei der Nutzung muss immer gewährleistet werden.

Eine Gartentreppe braucht also jeder, der einen starken Höhenunterschied in seinem Grundstück hat, wenn er den Garten auch wirklich nutzen will. Dabei ist die Treppe natürlich nicht nur praktisch, sondern ein tolles Gestaltungselement. Sehr romantisch und verwunschen sieht eine leicht geschwungene Treppe aus, die von zarten Blüten umrankt ist.

Ist die Hanglage nicht zu steil, kann es bereits reichen, einfach ein paar einzelne, aber breite Stufen anzubringen. Allerdings sind einzelne Stufen immer schwieriger zu pflegen, als eine ganze Steintreppe. Sie wachsen natürlich viel schneller zu.

Je größer der Höhenunterschied, der überwunden werden soll, umso mehr Windungen sollte die Treppe machen. Denn eine steile gerade Treppe ist zu gefährlich und die geschwungenen Treppen sehen zudem sehr schön aus. Moderne Gartenanlagen bevorzugen allerdings klare Linien und so hat man hier meist eine breite Terrasse und eine gerade verlaufende Treppe. Es gibt vielerlei Gestaltungsmöglichkeiten für Natursteintreppen im Garten. Frei stehende oder mit kleinen Mauerrändern oder hübschen Einfassungen. Auch über ein Geländer sollte man sich Gedanken machen, wenn sie Treppe recht steil ist. 

Einfassungsfreie Treppen oder eben frei stehende Treppen sollten immer dann mit Geländer geplant werden, wenn der Höhenunterschied 1 Meter oder mehr aufweist. Bei anderen Modellen reichen hingegen Handläufe. Dabei kann man solche Treppen recht individuell gestalten, etwa indem man die Breite der Stufe variiert oder sie leicht versetzt anlegt. 

Welche Oberflächen kommen für die Natursteintreppe in Frage?

Wegen der Rutschgefahr sollten es raue Oberflächen sein, keine glatten Steine! Die DIN 18065 für Geländetreppen und die Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes sollte beachtet werden. Darin steht auch, dass man nur rutschsichere und witterungsbeständige Oberflächen nehmen darf. Ebenso wäre es am besten, wenn die Stufen vorne leicht nach unten geneigt sind, um das Regenwasser abfließen zu lassen. 

Verschiedene Formen von Stufen von Natursteintreppen im Garten

Bevor du dich mit den verschiedenen Stufenformen beschäftigst, musst du dich mit der Tritthöhe und Stufenhöhe befassen. Man kann sich hierbei an der Norm für Innentreppen orientieren. Hier rechnet man nach der Formel: Steigungshöhe mal 2 plus Auftrittstiefe = 63 cm. Im Garten ist das allerdings nicht so streng und du kannst größere Auftrittsflächen wählen und die Treppe flacher machen. Der Handel bietet verschiedene Arten von Steinstufen an. Allgemein sollte man als Material das wählen, das man auch für die Terrasse gewählt hat. Das sieht harmonischer aus. Als Stufen gibt es Stellstufen, Legstufen und Blockstufen.

  • Stellstufen: Hier wird das Stufenelement nicht gelegt, sondern gestellt. Die Treppen werden so sehr stabil. Die Stellsteine sind oft Randsteine oder Palisaden und der Stufenauftritt wird dann gepflastert. Diese Form ist besonder geeignet für geschwungene Treppen.
    Die stabilisierenden Kantensteine können aus Naturstein oder Beton sein und werden in Magerbeton verlegt. Dieser wird zusätzlich in 80 cm Schotter gesetzt. So hast du eine sehr stabile Treppe, die sich Jahrzehnte lang nicht verziehen wird.
    Du musst aber präzise arbeiten, denn durch den Beton kann man später nichts mehr ausgleichen.
    Die Auftrittsflächen kannst du dann variabel gestalten. Man nimmt oft Granit oder Pflastersteine. Auch diese musst du auf ein Bett von 2-3 cm Brechsand oder Split verlegen. 

  • Legstufen: Sie werden aus Natursteinen, Gehwegplatten oder aus Beton gefertigt. Sie sind nur 3-8 cm dick und so sehr viel leichter als Blockstufen. Somit brauchen sie aber ein besonders stabiles Fundament. Man verlegt die Unterlegsteine und Auftrittsplatten daher in Zementmörtel. 

  • Blockstufen: Sie werden aus massiven einzelnen Bauteilen gefertigt. Man macht darunter ein Fundament aus mehreren Zentimetern Schotter und oben Sand. Soll die Treppe mehr als ein paar Stufen umfassen, musst du die unterste Stufe mit Mörtel absichern.  

  • Knüppelstufen: Diese findet man besonders häufig in Naturgärten. Ihre Haltbarkeit ist begrenzt, da ihr Gerüst aus Holz besteht. Sie werden gebaut wie die Stellstufen, aber eben mit Holzpfählen stabilisiert. Nimmt man Eiche, Lärche oder Douglasie halten sie länger. Die Auftrittsflächen der Stufen musst du natürlich auch mit Schotter und Split füllen.

Welche Materialien kommen für die Natursteintreppe in Frage?

Natursteintreppen sind besonders langlebig und witterungsbeständig. Allerdings ist die Gewinnung der Steine in Steinbrüchen recht aufwendig und kostspielig. Man kauft sie meist als Plattenmaterial. Die Platten sind mindestens 40 mm dick, damit sie nicht so schnell brechen.

Folgende Steinsorten sind im Handel erhältlich:

  • Granit: Der Granit ist bekanntermaßen sehr hart. Es gibt ihn in vielen verschiedenen Farbtönen und Strukturierungen. Je gröber der Stein, umso rutschsicherer, aber auch schwieriger zu reinigen. 

  • Basalt: Ein langlebiger und optischer schöner Naturstein. Tipp: Kombinieren Sie Basalt und Granit Pflastersteine um tolle Akzente zu schaffen

  • Sandstein: Nimmt man für Winkelstufen auf Beton, da sie nicht so langlebig sind und porös werden. Sandstein wirkt warm. Kreieren Sie einen mediteranen Look in Ihrem Garten.

Pflege von Natursteintreppen

Eines ist klar: Natursteintreppen müssen nach dem Winter gereinigt werden. Meist ist ein Hochdruckreiniger die beste Wahl, um die Vermoosungen zu entfernen. Bei den Materialien Schiefer und Marmor musst du aufpassen und darfst keine säurehaltigen Reiniger verwenden. Meist reicht reines Wasser, wenn man mit dem Hochdruckreiniger arbeitet. Eine Imprägnierung ist keine schlechte Idee bei allen Steinarten, denn sie schützt vor dem Ausbleichen und vor Flecken.

Gestaltung der Treppenränder

Natursteintreppen im Garten wirken besonders schön, wenn sie von Pflanzen umrankt werden. Man wählt für den Rand niedrig wachsende Gehölze und Stauden. Da es sich um Hanglage handelt, sehen kissenförmig wachsende Bodendecker und Blumen schön aus. Steingartengewächse kommen natürlich genauso in Frage. Sehr beliebt ist die Polsterglockenblume für die Hanglage, allerdings mögen diese auch Schnecken sehr gerne. Als niedrige Gehölze eignen sich die Heckenmyrte, die Zwergmispel, Zwergliguster oder Kriechspindel.

In der zweiten Reihe machen sich höhere Pflanzen wie Mohn, Ziergras oder Rittersporn gut. Bitte keine tiefwurzelnden Pflanzen in die Nähe der Treppenstufen pflanzen! 

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