Palmenblatt Nahaufnahme

Eine tropische Palme in deinem Garten Mit diesen Tipps klappt es.

Palmen sind nicht nur vielseitige und dekorative Pflanzen, sie erinnern uns an Urlaub, an Strand und Sonne. Kein Wunder also, dass sie auch in unseren heimischen Gärten immer öfter zu sehen sind. Palmen wachsen eigentlich in tropischen und subtropischen Regionen. Hast Du dich auch schon gefragt, wie man sie in unserer Region erfolgreich anpflanzen kann?

Tatsächlich gibt es in der facettenreichen Familie der Palmengewächse viele verschiedene Arten und spezielle Züchtungen, die auch Frost und Schnee standhalten können. Doch auch sie benötigen Pflege. Wenn Du dir den Traum von der Palme im Garten erfüllen möchtest, musst Du ein paar Punkte beachten. Mit unseren Tipps und Tricks klappt es mit der Palme im eigenen Garten. 

1. Am geeigneten Standort richtig einpflanzen

Der Standort entscheidet. Das stimmt bei Immobilien, das stimmt auch bei Palmen. Der perfekte Ort für deine Palme sollte möglichst warm, wettergeschützt und sonnig sein. Hauswände, dichte Hecken oder Schilfmatten in der unmittelbaren Nähe sind ein guter Schutz gegen kalten Wind, der den Palmen sehr zu schaffen machen kann. Aber auch starker Regen oder Schneefall kann besonders die Blätter der Palme beschädigen.

Soll die Palme auch im Winter draußen stehen, muss sie auch dann einige Stunden Sonnenlicht am Tag die Sonne bekommen. Dieses Gleichgewicht zwischen Schutz und ausreichend Sonne ist nicht immer leicht zu finden, aber in diesem Fall essentiell. Also lass dir ruhig etwas Zeit und überlege genau, wo die Palme stehen und wachsen kann. Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Standortsuche ist der Platz! Bei guter Pflege können Palmen sehr groß werden. Das solltest Du im Hinterkopf haben, wenn Du den Platz für deine Palme suchst.

Ist der perfekte Ort für deine Palme gefunden, folgt das Einpflanzen.

  • Wenn keine harten Frostperioden mehr erwartet werden, kann das schon ab Mitte März passieren. So können sich die Palmen gut verwurzeln und im Sommer schöne neue Blätter hervorbringen.

  • Das ausgehobene Pflanzloch sollte ungefähr das doppelte Volumen des Wurzelballens haben und mit Kompost, spezieller Palmenerde oder Torf angereichert werden. Bei lehmigen oder sehr feuchten Böden muss beim Einpflanzen eine Schicht Schotter in das Pflanzloch geschüttet werden, damit sich kein Wasser im Pflanzloch staut.

  • Wenn der Wurzelballen der Palme dann in das Pflanzloch gesetzt wird, musst Du darauf achten, dass der Ballen nicht auseinanderfällt und das die Wurzel nach unten zeigt. Den seitlichen Zwischenraum füllst Du dann wieder mit Erde, Torf oder spezieller Palmenerde.

  • Die oberste Schicht der Erde sollte etwa fünf Zentimeter tiefer liegen, als der umgebende Garten, das macht das Gießen einfacher. Gerade während des Anwachsens muss regelmäßig und großzügig gegossen und gedüngt werden, aber auch im Sommer brauchen Palmen mehr Wasser.

2. Die richtige Pflege für Palmen im Garten

Wenn die Palme nun steht und fleißig wächst, ist deine Arbeit aber noch nicht getan! Denn jetzt braucht die Palme regelmäßige Pflege. Für eine starke und stolze Palme in deinem Garten musst Du einige Dinge beachten.

Auch robustere Palmenarten sind empfindlich. Damit sie lange schön und gesund sind, müssen Hobbygärtner einige Dinge beachten. Zunächst sollte man beim Gießen unbedingt vermeiden, Wasser im vollen Strahl auf die Blätter zu halten, wenn die Sonne scheint. Dadurch kann es zu Sonnenbrand auf den Blättern kommen.

Auch auf Staunässe reagieren Palmen sehr empfindlich, da sie die Belüftung an den Palmenwurzeln behindert. Starke Regenfälle oder auch Erde, die Wasser nicht gut ableitet, kann dazu führen, dass sich Wasser staut und die Palme buchstäblich ertrinkt. Im besten Falle vermeidest Du Staunässe schon beim Einpflanzen, durch Schotter im Pflanzloch oder auch etwas Sand.

Sollte aber nach starkem Regenfall der ganze Garten „schwimmen“, kannst Du als Sofortmaßnahme den Boden „aerifizieren“. Das geht am einfachsten mit einer Grabegabel. Damit werden einfach tiefe Löcher in den Boden gestoßen und diese mit groben Sand gefüllt. Das kann auch rund um die Palme passieren, um sie so vor dem versickernden Wasser zu schützen.

Auch nicht nur zu viel Nässe, auch das Gegenteil kann der Palme schaden. Ist die Luft in einem heißen Sommer zu trocken, verfärben sich die Spitzen der Palmenblätter braun. Die Wedel sollten dann täglich mit Wasser eingesprüht werden. Aber Achtung: Kalkhaltiges Wasser kann unschöne Flecken auf den Blättern hinterlassen.

3. Wie können Palmen im Garten richtig überwintern?

Es gibt speziell gezüchtete, winterharte Palmen. Aber auch sie sollten einen guten Winterschutz bekommen. Zunächst müssen die Blätter zu mehreren Schöpfen locker zusammengebunden werden. Dazu kannst Du Bast oder Sisal verwenden. Bei starkem Frost solltest Du auch den Stamm umwickeln. Kleinere und jüngere Palmen kannst Du für ihren ersten Winter auch komplett mit Vlies umwickeln. Eine Mulchdecke aus Reisig und Blättern auf dem Boden, schützt das Wurzelwerk der Palme vor starken Frösten.

Kübelpalmen solltest Du an einen frostgeschützten, aber kühlen Ort stellen. Ob Wintergarten, Garage, Keller oder Scheune, Hauptsache eine Palme fiert nicht ein.

Fazit

Es ist durchaus machbar eine Palme auch in unserer Gegend im Garten zu haben. Sie zu pflegen ist aber immer auch mit Arbeit verbunden. Vor dem Kauf solltest Du dich informieren, ob die Palme, die Du dir ausgesucht hast, noch weitere spezielle Ansprüche hat.

Lege viel Wert auf die Pflege und beachte den Boden in deinem Garten, damit es nicht zu Staunässe kommt. Dann klappt es mit der tropischen Palme im Garten. 

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