Pinien- und Kiefernrindenmulch Das sind die Unterschiede!

Mulch ist nicht gleich Mulch

Viele Hobbygärtner schwören auf Rindenmulch im Garten. Die zerkleinerte Baumrinde verhindert Unkraut, schützt Böden vor Trockenheit und schafft einen Mikroorganismus an Ort und Stelle. Doch vor dem Kauf sind einige Dinge zu beachten. In unserem Ratgeber erfährst Du dazu alles was Du wissen musst.

Diejenigen, die im Herbst das kleingehäckselte Material auf ihren Beeten aufbringen, sparen sich mühseliges Unkrautzupfen zur nächsten Frühjahrssaison. Aber das ist nicht alles. Während Mulch zur Sommerzeit die Böden vor Hitze und Austrocknung schützt, hilft er den Pflanzen während der Ruhezeit, wenn sie von Kälte und Schnee geplagt werden. Denn der Frost kann sonst die lebensnotwendige Wurzel der Pflanzen zerstören.

Mulch gibt es an fast jeder Ecke zu kaufen. Doch weil es keine einheitlichen Standards gibt, ist die Zusammensetzung durchaus unterschiedlich hochwertig. Je nach Einsatz in der Gartenpflege macht aber das eine oder andere Produkt mehr oder weniger Sinn. Nachfolgend erfährst Du die Unterschiede von Pinien- und Kiefernrindenmulch.

Mulch aus Pinienrinde

Der unangefochtene Star unter den Angeboten ist Rindenmulch aus Pinie. Der Baum mit dem hochwertigen Weichholz wächst in West- und Südeuropa und hat einen deutlich höheren Harzanteil als die heimischen Nadelhölzer. Von dort wird die Pinienrinde zu uns nach Deutschland transportiert – und ist damit deutlich teurer als die heimischen Wettbewerber wie die Kiefer. Reine Pinienrinde verrottet auf dem Boden langsamer als Fichte oder Kiefer. Deswegen ist ihr Einsatz gerade dort gefragt, wo die Gartenarbeit mühsam wird, zum Beispiel auf steilen bepflanzten Hängen. Durch die Pinienrinde wird das Unkraut weitestgehend unterdrückt. Nur Samen, der sich über die Flugbahn verteilt, muss hin und wieder gezupft werden. Und auch für Beete, die im Sommer mit prachtvollen und eng stehenden Stauen erblühen, macht die Pinie Sinn, damit der Gärtner nicht während des Unkrautjätens auf die empfindlichen Blumen tritt.

Rindenmulch von der heimischen Kiefer

 

Nahaufnahme Baumrinde KieferRindenmulch aus Pinie hat eine rötliche Färbung, die zwischen Beeten einen tollen Kontrast bietet. Sie schimmert auch dann wirkungsvoll, wenn keine Pflanze mehr blüht. Wer also Rindenmulch vor allem aus dekorativen Zwecken einsetzt, kann auf Pinienrinde setzen – übrigens auch für Kübel mit Zimmerpflanzen oder Terrarien im Haus. Denn das Material riecht nicht so stark. Verschiedene Körnungen lassen den Einsatz für ganz unterschiedliche Zwecke zu, je nachdem, welche Optik man erreichen möchte. Aber der rötliche Ton kann auch manchmal zum Nachteil werden. Denn das Orange kann sehr dominant wirken. Für einen natürlichen Look macht der klassische Kiefernmulch Sinn.

Durch die gestiegene Nachfrage an Pinienmulch in der Gartenpflege sind viele Angebote qualitativ teilweise nicht in Ordnung. Denn häufig steht zwar „reine Pinie“ auf den Säcken. In Wirklichkeit handelt es sich aber oft trotzdem um normalen Rindenmuch der Kiefer. Unser Tipp: Immer beim Händler Deines Vertrauens kaufen, um Qualität sicherzustellen.

Rindenmulch aus heimischer Produktion stammt häufig von der Kiefer. Weil es nicht importiert werden muss, sind die Preise in aller Regel niedriger als beim Pinienmulch. Aber auch Kiefernmulch lässt sich im Garten gut einsetzen, beachtet man einige Hinweise. Gegenüber der Pinie verrottet das Material etwas schneller und man muss entsprechend häufiger nachfüllen. So ist die einmalige Anschaffung zwar günstig, kann über mehrere Jahre hinweg aber gleich teuer sein.

Welcher Bodendecker kommt für Dich in Frage?

Je nach Kiefernart entzieht die Rinde der darunterliegenden Erde relativ schnell Stickstoff. Deswegen sollten Pflanzen, die viel Stickstoff benötigen, besser nicht mit Kiefernmulch behandelt werden. Das gilt gerade im Bereich des Gemüseanbaus. Und auch Erdbeeren haben in der Gartenpflege lieber Stroh an den Füßen. Unser Tipp: Beim Einsatz von Rindenmulch den Boden zusätzlich mit Hornmehl oder -spänen versorgen, damit die Pflanzen nicht unter Nährstoffmangel leiden. Damit der Rindenmulch möglichst lange als Schutz dient, sollten Hobbygärtner darauf achten, auf eine relativ grobe Körnung von mindestens 20 mm zurückzugreifen. Denn die zerfallen in der Regel langsamer.

Für den Einsatz auf Wegen und unter Spielgeräten sind Kiefernarten übrigens hervorragend geeignet. Sie sehen nicht nur schön aus, sondern sind besonders trittsicher – auch bei Regen, Eis und Schnee. Achte vor allem beim Kauf von Rindenmulch immer auf frische Ware. Weil es keine Reglementierungen gibt, was im Material stecken darf und was nicht, finden sich in minderwertiger Ware häufig Fremdkörper, Rasenschnitt oder Holzanteile wieder. Auch solltest Du Mulch zurückgehen lassen, wenn er nach Öffnen der Verpackung richtig nass ist oder eine schleimige Konsistenz hat. Frischer Mulch riecht angenehm nach Waldboden. Je älter er ist, umso mehr riecht er nach Erde.

Rindenmulch aus Pinie oder Kiefer – so setzt Du das Material richtig ein!

Ob wir nun Pinienmulch einsetzen oder das Mulch einer Kiefernart: Wenn wir um die Vor- und Nachteile wissen, lässt sich beides einsetzen, um Pflanzen optimal zu versorgen und sich bei der lästigen Arbeit rund um das Unkraut zu entlasten.

In beiden Fällen solltest Du den Untergrund von allem Unkraut befreien. Für Bereiche, die stark mit Unkraut durchsetzt waren, macht der Einsatz von einem Unkrautvlies möglicherweise Sinn.

Kiefern- oder Pinienmulch – mache den Check, was für Dich in Frage kommt!

Der wird über das Beet verteilt und an den Stellen eingestochen, wo bereits Pflanzen stehen oder gepflanzt werden sollen. Beide Materialien lassen sich am besten 5-8 cm dick auftragen, um kompletten Schutz zu gewährleisten. Unser Berechnungstipp: Mit einem 70 Liter-Sack deckst Du einen Quadratmeter Fläche ab. Plane den Kauf möglichst so ein, dass Du Ware aus einer gleichen Serie einsetzen. Ansonsten entstehen unschöne Effekte auf dem Beet. Ein Durchhaken der mit Mulch versorgten Beete ist übrigens nicht mehr nötig. Die nützlichen Insekten im Boden fühlen sich vom Material angezogen. Auf diesem Weg wird die Erde auf natürliche Weise miteinander vermengt.

Ist Rindenmulch gleich Holzhäcksel?

Nein! Zwar handelt es sich bei beiden Materialien um reine Naturprodukte. Allerdings besteht Rindenmulch von Pinie oder einer Kiefernart immer tatsächlich von der Rinde eines Baumes. Holzhäcksel beinhalten zwar Holz, aber ohne die Rinde. Dadurch haben die Holzhackschnitzel eine deutlich längere Lebensdauer und sind entsprechend teuer.

  • Für welchen Zweck soll der Mulch zum Einsatz kommen?
  • Wie viele Säcke an Mulch benötige ich für meinen Garten?

  • Welche maximalen Kosten sollten nicht überschritten werden?

  • Welcher farbliche Kontrast passt am besten zu meinem Blumenbeet?


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