Richtige Bepflanzung für das Hochbeet

Ein Hochbeet ist nicht nur rückenschonend, es bietet oft auch mehr Ernte, weil die Pflanzen mehr Sonne und Luft bekommen und vor Schädlingen geschützt sind. Vor allem Schnecken kann man mit dem Hochbeet fernhalten und sich so über eine üppige Ernte an Erdbeeren erfreuen. Doch welche Pflanzen eignen sich am besten für Ihr Hochbeet? Paligo gibt ein paar Tipps.

Welche Art von Hochbeet soll es sein?

Ein Hochbeet ist für die ganze Familie eine spannende Angelegenheit. Kinder lieben es, den Pflanzen beim Wachsen zuzusehen. Ältere Menschen freuen sich über das rückenschonende Arbeiten und die Menschen mittleren Alters genießen die Vorteile des nährstoffreichen Bodens. Wer viel Platz hat, legt mehrere Hochbeete an. Kinder haben gerne ihr eigenes. Aber nur, wenn man weiß, was gut gedeiht, macht es auch richtig Freude.

Einfach bunt drauflos pflanzen, bringt überhaupt nichts. Es gibt verschiedene Arten von Hochbeeten. Sie können sich ein Gemüsehochbeet, ein Kräuterhochbeet, ein Blumenhochbeet oder ein Mischkulturhochbeet anlegen. Natürlich geht auch eines nur für Erdbeeren, aber dafür brauchen Sie natürlich keine extra Tipps. Jedes diese Arten von Hochbeeten sollte mit harmonierenden Pflanzen bepflanzt werden. Wer mehrjährige Hochbeete anlegt, sollte zudem Starkzehrer von Schwachzehrern unterscheiden. Anfangs ist das Hochbeet noch voller Nährstoffe, das nimmt von Jahr zu Jahr ab. Daher muss die Bepflanzung darauf abgestimmt werden.

Im Folgenden bekommen Sie eine Übersicht, welche Pflanzen in welche Art von Hochbeet passen:

Blumenhochbeet

Fürs erste Jahr: Sonnenblumen, Geranien, Tulpen, Chrysanthemen. Im zweiten Jahr: Dahlien, Löwenmäulchen, Gloxinien. Im dritten Jahr: Primeln, Azaleen, Begonien.

Kräuterhochbeet

Obwohl selbst nährstoffreich und intensiv im Geschmack, brauchen Kräuter nicht so viele Nährstoffe wie die Blumen. Sie könnenn eine bunte Mischung aus Schnittlauch, Petersilie, Liebstöckl, Dill, Thymian und anderen Kräutern anlegen. Auch Zitronenmelisse ist sehr beliebt.

Gemüsehochbeet

Im ersten Jahr: Kartoffeln, Tomaten, Lauch, Zucchini, Mais, Sellerie, Kohl. Im zweiten Jahr: Spinat, Radieschen, Rettich.

Warum ein Hochbeet?

Ein Hochbeet bietet den Pflanzen mehr Wärme, denn die Kälte hält sich eher am Boden. Gerade für das Auskeimen ist ein Hochbeet sehr sinnvoll. Ein Hochbeet mit integriertem Kompost kann die Pflanzen optimal versorgen. Man braucht dazu natürlich verschiedene Schichten. In Lagen werden Zweige, Äste, Gras und Kompost aufgebaut. Die Verrottung sorgt wiederum für Wärme von unten für die Pflanzen. Man kann mit einem Hochbeet mehr und früher ernten. Auch mediterrane Pflanzen und Kräuter gedeihen besser.

Welche Pflanzen sollten nicht auf das Hochbeet?

Ganz klar, es macht einfach keinen Sinn Gurken, Kürbisse oder Zucchini in das Hochbeet zu pflanzen, da sie viel zu raumgreifend sind, sprich viel Platz brauchen. Zudem wollen sie auf dem Boden liegen, wenn sie reifen und würden über den Rand fallen. Auch hochwachsendes Gemüse wie Erbsen oder Stangenbohnen machen keinen Sinn. Ebenfalls Staudentomaten nicht. Sie nehmen allesamt zu viel Platz weg. Hochwachsende Pflanzen machen auch deshalb keinen Sinn, weil sie anfälliger für den Wind werden und weil die Ernte schwerer fällt, als am Boden.

Beliebte Hochbeetpflanzen

Erdbeeren sind wohl die häufigsten Hochbeetpflanzen. Sie gedeihen in der Höhe viel besser und sind vor allem vor Schnecken geschützt. Ebenfalls beliebt sind Schnittlauch und Koriander sowie Kohlrabi. Hier haben Sie eine Liste der beliebtesten Hochbeetpflanzen:

  • Erdbeeren
  • Kohlrabi
  • Feldsalat
  • Schnittlauch
  • Koriander
  • Rucola
  • Rote Bete
  • rühlingszwiebeln
  • Kapuzinerkresse
  • Fenchel

Mehrjährige Hochbeete

Ein Hochbeet für mehrere Jahre anzulegen, lohnt sich so richtig und man hat nur einmal die Arbeit. Aber man muss dann wissen, welche Pflanzen in welchen Jahr hineinkommen sollen.

Starkzehrer im ersten Jahr: Sie haben einen hohen Nährstoffbedarf. Lauch, Gurken, Zucchini, Kohlarten, Kartoffeln, Mais, Zuckermais, Sellerie, Karotten, Rote Rüben, Sonnenblumen, Geranien.

Mittelzehrer im zweiten Jahr: Radieschen, Spinat, Zwiebeln, Sellerie, Rettich, Knoblauch, Fenchel, Kopfsalat, Mangold, Kohlrabi, Paprika, Mangold, Schwarzwurzeln.

Schwachzehrer im dritten Jahr: Erbsen, Bohnen, Salat, Gartenkresse, Kräuter. Dahlien, Begonien, Petunien.

 

Verschiedene Arten der Bepflanzung des Hochbeetes

Sie können selbst Pflanzen einsäen oder vorgezogene Pflanzen nehmen. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Bei vorgezogenen Pflanzen haben Sie weniger Auswahl, Sie müssen das nehmen, was Ihr Gärtner anbietet. 

Selbst säen: Hier haben Sie die Auswahl an allen Sorten. Was Sie im Handel nicht findest, können Sie für ein paar Cents online bestellen. Sie haben Bio-Pflanzen im Hochbeet, wenn Sie selbst keine Chemie anwenden. Es macht viel Spaß. Besonders Kinder lieben es den Keimlingen beim Wachsen zuzusehen.

Achten Sie beim Pflanzen und Säen darauf, dass das Wachstum der Pflanzen optimal gefördert wird. Hoch wachsende Pflanzen müssen in die Mitte. Niedrige an den Rand.

Tipps für einzelne Pflanzen

Erdbeeren freuen sich über das Hochbeet. Sind sie doch geschützt vor Ameisen und Schnecken. Auch Schimmel und Fäulnis haben kaum eine Chance.

Balkontomaten: Klein wachsende Tomaten können selbstverständlich auch aufs Hochbeet. Allerdings brauchen sie einen windgeschützten Ort.

Feldsalat ist ein idealer Hochbeetbewohner. Er macht am Boden nämlich viel Arbeit, besonders in der Ernte. Man sät ihn im Juli oder September aus. Er braucht einen unkrautarmen Boden, was im Hochbeet viel eher zu schaffen ist, als am Boden.

Salat allgemein: Alle Arten von Salat sind gut für das Hochbeet, da sie hier vor Schnecken geschützt sind.

Buschbohnen: Sie brauchen einen warmen Boden, auch daher ist das Hochbeet ideal. Sie wachsen ca. 30 cm hoch.

Rote Bete: Hier nimmt man die kleineren Sorten, die Baby beets, die auch früher geerntet werden können.

Lauchzwiebeln: Sie gedeihen gut neben dem Salat. Sie werden von März bis August in das Hochbeet gesät. Man kann sie auch nur abschneiden zum ernten und nachtreiben lassen, wie beim Schnittlauch.

Kapuzinerkresse: Sie sehen nicht nur schön aus, sondern ihre Knospen, Blätter und Blüten schmecken gut als Salatbeilage oder in Dips.

Kohlrabi: Wächst nicht so ausladend wie andere Kohlsorten und ist daher gut fürs Hochbeet geeignet. Das zarte Laub kann man ebenfalls essen.

Knollenfenchel: Das feinaromatische Gemüse fühlt sich im Hochbeet sehr wohl.

Kräuter allgemein sind ideale Bewohner des Hochbeetes. Auf das frisch angelegte Hochbeet am besten heimische Kräuter wie Schnittlauch oder Petersilie pflanzen. Erst später die mediterranen Kräuter wie Thymian, Basilikum oder Majoran.

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