Leckere Rezepte mit Rosenaroma So geht's

Rosen können mehr als nur schön aussehen

Die unzähligen Rosen, die unseren Garten im Sommer mit ihrer Blütenpracht verzaubern, haben ein ganz besonderes zartes Aroma – und das unterscheidet sich von Sorte zu Sorte. Bis zu 250 Arten soll es geben. Doch Rosen duften nicht nur gut und sehen toll aus. Aus ihren Blütenblättern lassen sich leckere Gerichte zaubern.

Als wunderschöne Gartenpflanzen lassen Rosen unsere heimischen Gärten und Parks in der Sommersaison erstrahlen. Rosen gibt es in schier unendlicher Auswahl, unterschiedlichen Größen, Farben und Züchtungen sowie mit unterschiedlichen intensiven Düften. Genau dieses Aroma lässt sich in leckeren Rezepten einfangen – und das sowohl in herzhaften wie süßen Gerichten als auch in Likören oder als Sirup.

Inhaltsstoffe der Rosen

Lange Zeit hatte man vergessen, dass Rosenblüten essbar sind. Dabei setzt vor allem die orientalische Kultur seit Jahrhunderten auf kulinarischen Genuss mit Rosenaroma. Egal, ob Du Strauch, Edel-, Kletter- oder Bauernrosen im Garten findest: Sie sind alle zum Verzehr geeignet, unterscheiden sich aber in ihren Aromen ebenso wie sie unterschiedlich duften. Für die Verarbeitung eignen sich am besten die Blütenblätter, die allerdings ungespritzt sein sollten. Vor allem der obere Teil der Blütenblätter schmeckt besonders zart. Je mehr Du zum unteren Teil der Blüte kommst, umso bitterer wird der Geschmack. Das Laub und der Stiel der Rose sind dagegen nicht zum Verzehr geeignet.
Die Rose ist ein wahrer Nährstoff-Lieferant. Vor allem die Hagebutte, die Frucht der Rosenblüte, die im Herbst unsere Blicke auf sich zieht, ist eine wahre Vitaminbombe und enthält viel vom vitalisierenden Vitamin C. Übrigens: Wer keine Rosen im Garten oder auf dem Balkon sein Eigen nennen kann, findet frische Rosenblüten während der Saison in Feinschmeckerläden oder gut ausgestatteten Supermärkten.

Darauf solltest Du bei der Verarbeitung achten

Wer Rosenblüten gerne verarbeiten möchte, sollte sicherstellen, dass die Rosen zuvor nicht gespritzt wurden. Sehr junge Rosenknospen bieten zur Verarbeitung das beste Aroma und lassen sich gut nach dem ersten Morgentau pflücken. Dann hat die Sonne die Blütenblätter noch nicht ganz ausgetrocknet und das Aroma ist noch nicht verflogen. Rosenblüten mögen keine lange Lagerung. Deswegen solltest Du sie möglichst kurz vor dem Verbrauch ernten. Andernfalls halten sich geerntete oder gekaufte Rosenblüten für einige Stunden in einer gefüllten Wasserschale oder im Kühlschrank.

Zu welchen Gerichten schmecken Rosen aus dem Garten gut?

Rosen sind wahre Alleskönner: Von Pfeffer über Essig bis hin zu Eiscreme geben sie den Zutaten ihr ganz eigenes Aroma. Beliebt und besonders einfach für den Hausgebrauch sind sommerliche Salate, die mit den essbaren Blütenteilen der Rosen garniert werden. Dazu sollten die Rosenblüten gewaschen, in Teilen kleingehackt und dann auf dem Salat garniert werden. Auch auf dem Grillteller macht sich das Rosenaroma hervorragend, zum Beispiel in Form einer aromatisierten Butter. Dazu verrührst Du ein Pfund zimmerwarme Butter mit zehn Esslöffeln gehackter Rosenblätter. Nachdem Du die Butter in schöne Förmchen gepresst hast, lässt Du die Butter bei Zimmertemperatur einige Stunden ziehen. Danach wie gewohnt in den Kühlschrank stellen und zum Steak, Lamm oder Huhn servieren.

Zwei Marmeladeblätter

Rezept 1: Marmelade mit Rosenblättern und Holunder

Beliebt sind vor allem Marmelade und Sirup, in denen sich das Rosenaroma wundervoll einfangen lässt.

Zutaten

  • 1 Liter Wasser
  • 2 kg Zucker (Hälfte normaler Zucker, Hälfte Gelierzucker)
  • Saft einer frisch gepressten Zitrone
  • Mark der Vanillestange
  • 250 g frisch gepflückte Rosenblätter
  • Zwei Handvoll frisch gepflückter Holunder

Zubereitung

  • Hübsche Einmachgläser und Deckel mit kaltem Wasser gut ausspülen und kopfüber auf einem Geschirrtuch trocknen lassen.
  • Rosenblätter einer Sorte Deiner Wahl aus dem Garten oder Supermarkt kurz waschen. Das hellere Ende des Blütenblatts abtrennen, da es bitter schmeckt und nur die dunkleren Teile verwenden. Die Rosenblätter in einer Schüssel mit Zucker bestreuen und gut vermengen.
  • Holunderdolden waschen und entsaften. Alternativ etwas Holundersaft aus dem Reformhaus nutzen.
  • Zitronen entsaften.
  • Zucker in einem großen Kochtopf geben und mit dem Wasser, Zitronensaft, Holundersaft, Mark der Vanilleschote und der Rosenblätter-/Zuckermasse bedecken. Langsam erhitzen und zu einem Sirup einkochen. 4-5 Minuten köcheln lassen.
  • Sobald die Masse fest wird, ist die Rosenblüten-Marmelade fertig. Gegebenenfalls den Schaum abschöpfen.
  • Marmelade in die vorbereiteten Einmachgläser abfüllen, sehr gut zuschrauben und einige Minuten kopfüber auf dem Geschirrtuch abkühlen lassen. Nach einigen Minuten ist das Einmachglas dicht und kann umgedreht werden.
  • Vollständig abkühlen lassen und mit Etiketten beschriften und hübsch verzieren.

Rezept 2: Kandierte Rosenblätter und Schoko-Rosenblüten

Kandiertes oder in Schokolade getunktes Obst wie Äpfel, Bananen oder Birnen kennen wir vor allem von Jahrmärkten. Aber auch Rosen eignen sich dazu und machen auf der Kaffeetafel einen tollen Eindruck.

Zutaten

  • Zwei bis drei Handvoll Rosenblüten von Sorten mit größerem Blütenblatt
  • 1-2 Eier
  • Zartbitter-Kuvertüre
  • Kokosöl
  • Feinster Zucker

Zubereitung

  • Für die kandierten Rosenblätter die Blütenblätter im eigenen Garten pflücken, bittere Enden abschneiden und kurz im Sieb waschen. Danach wieder gut trocknen lassen.
  • Eiklar zu leicht aufgeschlagenem Eischnee verarbeiten und die Rosenblüten zu zwei Drittel in die Masse tunken. Vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen, mit feinem Zucker überstreuen und trocknen lassen.
  • Für die Schokoladen-Rosen die Kuvertüre in einem Wasserbad schmelzen lassen. Für besonderen Glanz einen Schuss Kokosöl oder Palmöl dazugeben.
  • Rosenblätter zu zwei Drittel in die Schokolade tunken, abtropfen lassen und vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Gut trocknen lassen.
    • Kandierte und in Schokolade getunkte Rosenblüten hübsch anrichten und servieren.

Rezept 3: Rosenblüten-Tee

Rosenblüten-Tee bereitest Du frisch ganz einfach zu. Dazu zwei bis drei frisch gepflückte Rosenblüten in eine Tasse geben, mit kochendem Wasser überziehen und je nach Intensität fünf bis maximal 15 Minuten ziehen lassen. Für eine Teekanne entsprechend mehr Rosenblätter hinzugeben. Unser Tipp: Während der Tee zieht immer einen kleinen Teller auf die Tasse legen, damit die ätherischen Aromen nicht entweichen können. Wenn Du das Rosenaroma für die Winterzeit einfangen möchtest, erntest Du Rosenblätter und lässt sie trocknen. Danach in einem Gefäß luftdicht verschließen und genießen, wann immer Du willst.

Hättest Du es gewusst? Diese Sorten sind nicht zum Verzehr geeignet!

Pfingstrose und Christrose hören sich zwar in ihrer Namensgebung ähnlich an, zählen aber zu den giftigen Pflanzen und sollten nicht eigenmächtig zum Verzehr verwendet werden. Symptome sind unter anderem Erbrechen, Kopfschmerzen oder Durchfälle.

PS: Hat Dir dieser Ratgeber Artikel gefallen? Dann teile ihn doch bei Facebook.


Weitere Gartentipps & Tricks

Der Rasenroboter – eine nützliche Alternative?

Nie wieder Rasenmähen – ein Traum! Besonders wer einen Garten mit viel Rasenfläche hat. Doch sind die modernen Mähroboter wirklich das richtige für Dich und Deinen Rasen oder ist der traditionelle Rasenmäher die bessere Wahl? Wir erläutern die Vor- und Nachteile der kleinen Helfer. Mehr über den Rasenroboter

Tipps für die Rosenpflege rund um das Jahr

Rosen sind aus unseren Gärten nicht mehr wegzudenken. Nicht umsonst wird die Rose als Königin der Blumen bezeichnet und ist für uns Menschen ein Symbol der Liebe. Aber wie die Liebe selbst, will auch die Rose gepflegt werden. Denn sie sieht nicht nur wunderschön aus, sondern hat auch Ansprüche, was Böden und Sonnenlicht angeht. Wer ein paar zusätzliche Regeln und Tipps zur Rosenpflege hinsichtlich Rosenschnitt, Bewässerung und Düngen beherrscht, ist für die anstehende Saison gut gerüstet. Zu den Rosenpflege-Tipps

So beeinflusst der pH-Wert im Boden das Wachstum Deiner Pflanzen

Nicht jede Pflanze benötigt den gleichen pH-Wert (Potentia Hydrogenii) um sich ideal entfalten zu können. Neben dem pH-Wert kommt es auch noch auf weitere Faktoren an, die das Pflanzwachstum beeinträchtigen. Dazu gehören unter anderem wichtige Nährstoffe und auch der richtige Zeitpunk des Düngens. Wir erklären Dir worauf Du bei der Bepflanzung Deines Gartens achten und wann Du mit Dünger und Co. arbeiten solltest. Mehr zum pH-Wert


Produkte für den Gartenbau