Ph-Wert Tabelle

Der pH-Wert im Boden So beeinflusst er Deine Gartenpflanzen

So beeinflusst der pH-Wert im Boden das Wachstum Deiner Pflanzen

Nicht alle Gartenpflanzen benötigt den gleichen pH-Wert (Potentia Hydrogenii) um sich ideal entfalten zu können. Neben dem pH-Wert kommt es auch noch auf weitere Faktoren an, die das Pflanzwachstum beeinträchtigen. In unserem Ratgeber erklären wir Dir worauf Du bei der Bepflanzung Deines Gartens achten und wann Du mit Dünger und Co. arbeiten solltest.

Der Boden pH-Wert als wichtiger Baustein für die Pflanzenentwicklung.

Grundsätzlich unterscheidet man bei den pH-Werten zwischen sauer, basisch und neutral.

  • Sauer: ph-Wert 0-7
  • Basisch: ph-Wert über 7
  • Neutral: ph Wert gleich 7-14

Um festzustellen, welchen pH-Wert Dein Boden hat, gibt es verschiedene Methoden. Die wohl günstigste Variante ist das pH-Wert messen mit Lackmuspapier: Einfach etwas Erde in ein Glas geben und mit etwas destilliertem Wasser auffüllen. Das Ganze wird noch gut umgerührt und schon kann das Lackmuspapier in das Glas gegeben werden. Nach nur wenigen Sekunden wird sich je nach Art und Beschaffenheit des Bodens, das Papier verfärben. Auf einer Farbskala kannst Du dann den Boden pH-Wert ablesen. Lackmuspapier bekommst Du in jedem größeren Gartencenter oder Baumarkt. Solltest Du diese Variante der Messung anwenden, beachte weitere Faktoren wie z.B. Lichtverhälltnisse oder Bodenfeuchtigkeit. Diese beeinflussen den Boden pH-Wert. Deshalb ist es sehr wahrscheinlich, dass Du in Deinem Garten unterschiedliche pH-Werte im Boden messen. Schattige Plätze unter Nadelgehölz sind oftmals sauer, während sonnige Stellen eher zu basischen Reaktionen neigen.

Wenn Du Dir die Entnahme verschiedener Bodenproben ersparen möchten, dann gibt es inzwischen elektronische pH-Wert Messgeräte. Mit diesen misst Du nicht nur den pH-Wert, sondern bestimmen auch Feuchtigkeitsgehalt und Lichtverhältnisse des jeweiligen Standortes an dem Du anpflanzen möchten. Diese Boden pH-Wert Messgeräte müssen einfach nur in die Erde gesteckt werden und über ein Display erhält man die wichtigsten Werte. Du siehst also, das pH-Wert Boden messen ist kinderleicht und hilft Dir bei der Gartenbepflanzung enorm.

Mit der Bestimmung des Boden pH-Wertes hast Du also den ersten Schritt für die optimale Wahl des Pfanzstandortes erledigt. Doch was bedeutet dies für Deine Pfanzen im Garten?

Der ideale Boden pH-Wert für Deine Pflanzenentwicklung in Verbindung mit Nährstoffen

Der pH-Wert ist verantwortlich für die Aufnahme von Nährstoffen der Pflanzen. Je nach Skalenwert können von den Pflanzen unterschiedliche Nährstoffe aufgenommen werden. Das bedeutet aber auch: Gibt es genügend Nährstoffe, liegt jedoch ein falscher Boden pH-Wert vor, wird das Pflanzwachstum erheblich eingeschränkt.

Hinzu kommt, dass jede Pflanze einen anderen Bedarf an Nährstoffen hat. Genau aus diesem Grund gibt es keinen Standard pH-Wert für alle Pflanzen.

In deutschen Gärten sind überwiegen Pflanzen zu finden, welche einen neutralen bis leicht saurem Boden mögen (pH-Wert zwischen 6-7). Es gibt jedoch auch einige Gewächse, die von dieser Norm abweichen.

Bodenarten und ihre Nährstoffe

Die Bodenart ist ein weiterer wichtiger Faktor bei der Bepflanzung. Je nach Art gibt es unterschiedlichste Nährstoffe im Boden. Und wie oben bereits beschrieben brauchen Pflanzen unterschiedliche Nährstoffe. Es gilt grundsätzlich, je heller der Boden, umso weniger Nährstoffe sind im Boden und je dunkler der Boden, umso nährstoffhaltiger wird er.

Wir unterscheiden 3 verschiedenen Bodenarten

Schluffboden: 

Der Schluffboden oder auch Lehmboden genannt ist besonders beliebt. Er lässt sich in der Hand leicht formen und zeichnet sich durch einen hohen Nährstoffgehalt aus. Zusätzlich kann er Wasser sehr gut speichern. Dies bedeutet aber auch, dass der Boden bei Nässe schnell verdickt und damit den Wurzel der Pflanzen wenig Raum zur Entfaltung lässt. Doch auch hier lässt sich Abhilfe schaffen. Die regelmäßige Anreicherung mit Kompost lockert den Boden auf. Zusätzlich kann dem Lehmboden auch etwas Sand untergemischt werden. Der angestrebte Boden pH-Wert sollte bei 5,7 – 6,3 liegen.

Tonboden: 

Der Tonboden ist der schwerste Boden. Er lässt sich ähnlich wie Ton formen und speichert Wasser sehr, sehr lange. In diesem Falle ist das eher ein Nachteil als ein Vorteil. Der Boden wird so dick, dass Pflanzen bei anhaltender hoher Feuchtigkeit keine Chance haben zu wachsen. Allerdings liefert er auch sehr viele Nährstoffe im Boden. Bei diesem Boden sollten die Pflanzen immer etwas höher gesetzt werden, damit das Wasser nach unten abläuft. Idealerweise ergänzt man den Tonboden mit ausreichend Sandboden bei mittlerer Feuchtigkeit. PH-wertseitig sollte eine 6,9 bis 7,2 angestrebt werden.

Sandboden:

Der Sandboden ist von allen drei Kategorien der Boden mit den niedrigsten Nährstoffen. Er ist heller als die anderen Böden und bei geringer Feuchtigkeit rieselt er durch die Finger und wirkt teilweise staubig. Ein weiterer Nachteil ist die Speicherung und Aufnahme von Wasser. Diese Bodenart muss oft gewässert werden um einen optimalen Feuchtigkeitsgehalt zu gewährleisten. Idealerweise bessert man diesen Boden mit Lehmboden und reichlich Humus auf. Kalkdünger kann zudem auch nicht schaden um einen Boden pH-Wert zwischen 5,4 und 5,8 zu erreichen.

Wichtige Nährstoffe für Pflanzen

Wie bereits erwähnt existieren bei unterschiedlichen pH-Werten im Boden auch unterschiedlichste Nährstoffe und Spurenelemente. Ohne diese wichtigen Elemente wie Eisen, Zink oder Magnesium können Pflanzen kein optimales Wachstum erreichen. Warum ist das so? Nährelemente sind wesentliche Komponenten von Enzymen, ohne die Pflanzen ihre Funktionen wie z.B. die Photosysnthese nicht ausüben können.

Die folgenden Kernnährstoffe sind für die Gesunderhaltung, optimales Wachstum und gute Erträge zwingend benötigt:

  • Stickstoff (N) -Verantwortlich für das Wachstum

  • Schwefel (S) - Wachstumsfördernd

  • Kalzium (Ca) – Stärkt die Pflanze

  • Magnesium (Mg) – Mindert den Alterungsprozess

  • Phosphor (P) – Steigert den Ertrag bei Obst- und Gemüsepflanzen

  • Kalium (K) – Erhöht den Frostschutz und prägt das Aroma

Darüber hinaus gibt es Spurenelemente wie Kupfer, Zink, Eisen, Bor, Mangan und Molybdän, welche Pflanzen ebenfalls benötigen. Allerdings nicht in dem Umfang wie die Kernnährstoffe.

Fazit

Auch wenn das ganze Thema ziemlich komplex scheint, ist es kein Hexenwerk. Es ist einfacher als sie vielleicht denken Pflanzen zum Blühen und Gedeihen zu verhelfen.

  1. Ermittel die Bodenarten

  2. Bestimme den Boden pH-Wert

  3. Verbessere je nach Pflanzen-Art den Boden

  4. Nur bei Bedarf: Reichere Deinen Boden durch Düngen mit fehlenden Nährstoffen an

Wenn Du das alles beherzigen, gehören gelbe Blätter und schlechtes Pflanzenwachstum der Vergangenheit an.

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