Granitsteinmauer

So errichten Sie eine Natursteinmauer in Ihrem Garten Welche Steine eignen sich?

Eine Mauer aus natürlichen Steinen fügt sich in nahezu jeden Garten harmonisch ein. Darum kann man sie als dekoratives Element auf verschiedene Weise nutzen. So kann eine Natursteinmauer unter anderem zum Ausgleich von Höhenunterschieden, als Einfassung von Beeten oder als Zaun verwendet werden. Es gibt im Wesentlichen zwei Bauarten von Steinmauern für den Gartenbereich. Hier erklären wir Ihnen, was es dabei zu beachten gibt und wie Sie eine Natursteinmauer errichten.

Welche Steine eignen sich für eine Mauer im Garten?

Sowohl in modern gestaltete Gärten als auch in Landhausgärten passen Natursteinmauern hervorragend. Sie bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und könnten eine Stützmauer an einem Hang oder einer Terrasse bauen, ein Hochbeet mit einer Mauer einfassen oder mit Natursteinen einen Sicht- und Windschutz anfertigen. Auch neben Sitzplätzen sind Natursteinmauern gefragt. Schließlich schützen sie vor Wind und geben abends die Wärme ab, welche sie tagsüber aufgenommen haben.

Für die Mauer sollten Sie zu witterungsbeständigen und frostfesten Natursteinen greifen. Dabei unterscheidet man zwischen Bruchsteinen, die unregelmäßig geformt und unbearbeitet sind und Mauersteinen, die gespalten sind und gerade Seiten, aber unregelmäßige Oberflächen haben. Außerdem sind sogenannte Systemsteine erhältlich. Diese sind stark bearbeitet und sehr regelmäßig. Dies schlagt sich im Preis nieder, hat sich aber für vermörtelte Mauern bewährt. In der Natur kommen Tiefen-, Erguss- und Sedimentgesteine vor. Für Mauern in Grünanlagen sind Sedimentgesteine ideal, weil sie sich leicht verarbeiten lassen und somit preisgünstiger sind. Des Weiteren lassen sie sich gleichmäßig aufschichten, denn sie besitzen nahezu gerade Bruchkanten. Aber auch andere Steine haben ihre Berechtigung im Mauerbau.

Das Tiefengestein Granit etwa wird für Mauern verwendet, da es sehr widerstandsfähig ist und in verschiedenen Farben vorkommt. Basalt als Ergussgestein hat eine meist dunkle Farbe und eine sehr hohe Dichte. Er wird gern für Mauern genutzt, die rustikal anmuten sollen. Typische Basalt-Mauersteine sind quadratisch oder rechteckig und lassen sich sowohl als Trockenmauer als auch als Mörtelmauer verarbeiten. Besonders schön wirkt eine Basaltmauer, wenn Sie die Fugen mit Steingewächsen versiehst. Ein anderes gern genutztes Ergussgestein ist der feinkörnige Porphyr. Er hat grobe Einsprenkelungen und verschiedene mögliche Farben. Das macht ihn zu einem Hingucker. Wenn Sie sich für für die Verwendung von Sandsteinen interessierst, ist die Grauwacke zu empfehlen. Sie ist härter und widerstandsfähiger als andere Sandsteine.

Sedimentgesteine, die aus zusammengepresstem Schlamm und abgelagerten kalkhaltigen Hüllen von Schalentieren entstanden, werden als Kalksteine bezeichnet. Zwar sind sie relativ weich, jedoch bekommen sie mit den Jahren eine silbergraue Patina. Kalksteine gibt es in sehr unterschiedlichen Farben. In einer Natursteinmauer könnten Sie außerdem auch Quarzite verwenden. Diese erdgeschichtlich recht alten Sedimentgesteine sind fein- bis mittelkörnig und sehr widerstandsfähig. Farblich erkennt man sie an einem Hellgrau mit grünem oder rötlichen Einschlag.

Geeignete Mauerwerksverbände für eine Natursteinmauer

Im Allgemeinen haben Mauern zwei Aufgaben: Sie stehen entweder frei und fungieren als Raumteiler oder sollen Hänge abstützen. Für letzteres sind sowohl Trockenmauern als auch vermörtelte Mauern geeignet. Allerdings sollten Sie bei der Verwendung von Mörtel ebenso wie bei schwerem Boden an eine Drainage zum Hang hin denken. Trockenmauern dagegen stehen stabiler, wenn sie etwas zum Hang geneigt sind und sich daran anlehnen. Im Gegensatz zur Hangmauer gibt es bei einer frei stehenden Mauern zwei Sichtseiten. Deshalb ist die Optik der Steine hier auf beiden Seiten wichtig.

Bei Mauern nennt man die waagerechten Fugen zwischen den Steinreihen Lagerfugen und die senkrechten Fugen Stoßfugen. Sogenannte Kreuzfugen sollten Sie vermeiden, da sie die Mauer in der Tendenz instabil machen. Es sollten sich demnach keine vier Fugen im rechten Winkel treffen. Je nach Steinart gibt es verschiedene Arten zu mauern.

Als Schichtmauerwerk werden meist bearbeitete Systemsteine mit Mörtel vermauert. Es entstehen exakt waagerechte Lagerfugen. Möchten Sie lieber ein unregelmäßiges Schichtmauerwerk bauen, so entsteht ein „Wechselmauerwerk“. Dieses kann aus Systemsteinen oder gebrochenen Mauersteinen bestehen und mit Mörtel oder als Trockenmauer gebaut werden. Dabei werden die Lagerfugen von höheren Steinen durchbrochen, sodass sie nicht komplett waagerecht sind. Oftmals werden Trockenmauern auch als Bruchsteinmauerwerk gebaut. Das heißt, man nutzt unregelmäßige Bruchsteine. Da es demnach zu „Ausreißern“ kommt, entsteht eine netzartige Fugenansicht. Bilden dagegen die geraden Bruchkanten halbierter, oft ovaler Findlinge oder Flusssteine die Maueransicht, spricht man von einem Zyklopenmauerwerk, einer Sonderform des Bruchsteinmauerwerks.

Eine Trockenmauer aus Natursteinen bauen

Wenn Sie eine Natursteinmauer ohne Mörtel bauen möchten, müssen, wie bei jeder Mauer, zunächst das Fundament abstecken. Dieses schachten Sie bis zu 40 cm tief aus. 75 Prozent der Fundamentsohle füllen Sie mit Schotter bzw. Kies auf, wobei Sie das Gestein mehrfach verdichten. Anschließend geben Sie Bausand in Höhe von 5 bis 10 cm darauf und ziehst ihn glatt. Nun sortieren Sie: Die schwersten und größten Steine werden den Mauersockel bilden, während die schönsten und gleichmäßig hohen Steine in die Mauerkrone sollen. Zudem gilt es, kleine Steine beiseite zu legen, die Sie später zum verkanten nehmen können. Wollen Sie Trockenmauer bepflanzen, sollten Sie vorab die Pflanzen nach passenden Mauerbereichen sortieren. Dabei geht es insbesondere darum, inwieweit welche Bereiche Wind und Sonne ausgesetzt sind.

Für den Mauersockel drücken Sie die schweren Steine einige Zentimeter in den Bausand – und zwar so, dass die Stoßfugen zwischen den einzelnen Steinen nicht breiter als zwei Finger sind. Besteht die Mauer aus zwei Steinspalten, kann nun schon Muttererde zwischen die beiden Spalten – also in die Innenseite der Mauer – gefüllt werden. Sollen Pflanzen im Sockelbereich wachsen, muss auch auf die Oberseite der Steine Muttererde aufgebracht werden. Als Faustregel gilt: Die Breite des Mauersockels sollte ein Drittel der Mauerhöhe betragen. Wenn Sie nach dem Sockel die weiteren Mauersteine verbauen, sollten Sie darauf achten, die Stoßfugen gleichmäßig zueinander zu versetzen. Durch die Anordnung der kleineren Steine zum Verkanten entsteht ein gleichmäßiges Gesamtbild. Steinreihe für Steinreihe werden die Mauerinnenseite und die Fugen mit Muttererde gefüllt sowie gegebenenfalls Pflanzen hinzugefügt.

Beim abschließenden Setzen der Mauerkrone dürfen die Steine fünfmal so lang wie hoch sein. Es sollten jedoch keine Mulden an den Oberseiten der Steine sein, in denen sich Wasser sammeln könnte.

Fazit

Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Steinarten für Ihren Garten. Eine bepflanzte Trockenmauer eignet sich für viele Arten der Gartengestaltung. Möchten Sie dagegen Bindemittel statt Erde verwenden, gelten dieselben Anforderungen wie für andere „nass“ gebaute Mauern auch.

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