Pflastersteine Gartenweg

So legen Sie Ihren Gartenweg richtig an Einfach und natürlich

Der Weg durch einen Garten kann ein wunderschönes Abenteuer sein: Er führt vorbei an opulenten Blumenbeeten, zum Gemüse- oder Obstbeet oder zum Sitzplatz in einer entlegenen Ecke des Gartens. Doch wie legt man einen Gartenweg eigentlich an und mit welchem Material? In unserem heutigen Artikel haben wir eine kleine Übersicht für Sie zusammengefasst.

Richtig in Angriff genommen, ist ein Gartenweg weder ein Problem noch viel Aufwand. Eine Grundvoraussetzung dafür ist allerdings die passende Planung. Vorab sollten Sie sich im Klaren darüber sein, wo und wie der Gartenweg verläuft und welchen Belastungen er standhalten soll. Im Folgenden zeigen wir Ihnen einige Ideen, wie sich ein Gartenweg mit ganz unterschiedlichen Materialien umsetzen lässt.

Ganz natürlich: Gartenwege aus Rindenmulch

Als rein biologisches Produkt hat der Rindenmulch viele Vorteile. Er ist günstig, einfach verarbeitet und lässt das Regenwasser in den Boden absickern. Im Laufe der Jahre verrottet er und bietet den Füßen ein angenehmes Gefühl beim Gehen, denn er federt angenehm ab. Auch Unkraut tut sich schwer, in diesem Bodenbelag durchzukommen, was den Pflegeaufwand weitestgehend überschaubar macht.

Einen Gartenweg aus Rindenmulch anlegen: Eine Anleitung

Bevor Sie beginnen, den Weg anzulegen, sollten Sie mit einer Schnur und Holzstäbchen den gewünschten Verlauf markieren. Bei Bedarf lässt sich der Weg dann immer noch abändern, wenn Sie mitten im Projekt eine Änderung wünschen. Wollen Sie Randsteine dazu verlegen, sollte das beim Abstecken bereits mitgeplant werden, da die Fläche dann breiter ausfallen sollte. Die Randleiste dient nicht nur als Befestigung des Gartenweges, sie dient auch als Mähkante beim Rasenmähen. Entlang der Markierung mit der Richtschnur stechen Sie nun den Rasen ab und tragen die gesamte Fläche rund 10 cm tief ab. Auch größere Steine und Wurzeln gehören nun entfernt. Entstehen dadurch tiefe Löcher, füllen Sie diese mit etwas feinem Kies auf. Danach verdichten Sie den Boden mit einer Walze. Beidseitig wird nun ein Graben für die Randsteine ausgehoben und mit Sand ausgefüllt. Der Graben sollt etwas breiter als die Randsteine sein, um später Korrekturen zu ermöglichen. Bei den Randsteinen ist auf eine genaue Verlegung zu achten, damit sie sich beim fertigen Gartenweg in einer Reihe befinden. Eventuelle Spalten lassen sich mit Sand auffüllen.

Nun wird der Rindenmulch in die vorhandene Einfassung gegeben. Dieser sollte etwas über den Randstein sehen, weil im nächsten Schritt noch der Mulch mit der Walze unter das Randleistenniveau gebracht wird. Wenn Sie auf der abgetragenen Grundfläche bereits einen Lehmboden haben, sollten Sie noch eine Lage Kies zur Drainage einplanen. 

Steine für belastbare Gartenwege

Rasengittersteine

Rasengittersteine sind eine gute Alternative, wenn Sie einen befestigten Untergrund anlegen möchten, aber einem schlichten Grau des Betons aus dem Weg gehen wollen. Die typische Wabenstruktur der Rasenkantsteine gibt es wahlweise in Beton oder Kunststoff. Der Unterschied zwischen den Materialien: Beton ist belastbarer, Kunststoff dafür günstiger.

Besonders schön an Rasenkantsteinen: Die Zwischenräume lassen sich mit Erde auffüllen, sodass hier Gras wachsen kann. Mit der Umgebung auf gleicher Ebene ist das Rasenmähen darauf kein Problem. Diese Steine sind optimal für Hauszufahrten und Parkplätze, eignen sich aber auch als Gartenwege.

Je nach Verwendungsbereich wird das Erdreich unterschiedlich tief ausgehoben: 20 bis 30 cm Tiefe sollten Sie aber einrechnen. Mit einer Rüttelplatte aus dem Baumarkt oder Fachhandel wird der Boden zunächst verdichtet. Rasenkantsteine geben dem Gartenweg auch hier einen besseren Halt und sorgen für eine Grenze zwischen Rasen oder Beet und Gartenweg. Auf dem ausgehobenen Boden folgt nun eine 10 cm dicke Schotterschicht, die ebenfalls verdichtet wird. Die nächsten 10 cm bestehen aus einer Mischung aus Split, Sand und Mutterboden. Nun lassen sich die eigentlichen Steine verlegen. In der Regel wird Stein an Stein verlegt, achten Sie jedoch auch auf die Herstellerangaben. Die Zwischenräume füllen Sie nach dem Verlegen mit Mutterboden auf. Am Schluss rütteln Sie auch hier die Fläche nochmals komplett ab, um Hohlräume zu verschließen.

Nach etwa einem Monat sollte sich die Erde gesetzt haben. Jetzt gilt es, die Zwischenräume nochmals aufzufüllen und den Rasen einzusäen. Achten Sie dabei auf einen belastbaren Rasen.

Trittsteine

Auch Kopfsteinpflaster, Polygonalplatten, Betonsteinpflaster oder Waschbeton sind weitere Möglichkeiten, Ihren Gartenweg zu gestalten. Die Vorgehensweise ist grundsätzlich die Gleiche, allerdings unterscheidet sich die Aushubhöhe je nach Material. Randleisten sind ein Muss, um der Struktur länger Halt zu verschaffen. Falls Sie eine Terrasse mit einem Weg verbinden möchten, können Sie neben der Treppe oder dem Abgang auch noch ein Blumenbeet anlegen. Ein Sockel lässt sich hier auch aus Ziegelsteinen basteln. Die gebrannte rötliche Farbe gibt einen schönen Kontrast zum Rasen ab.

Mit einem großen Topfuntersetzer als Formgeber können Sie im Nu Trittsteine aus Beton produzieren, die Sie im Rasen einsetzen. Sofern Sie das monotone Grau etwas aufhellen möchten, können Sie den Beton mit Kieselsteinen verzieren. Wer zu Fliesenbruch etwa kommt, kann auch Mosaikformen bilden. Anleitungen dazu finden Sie zum Beispiel auf Pinterest. Vorteil: Der Aufwand ist deutlich geringer.

Einfache Gartenwege mit Kies oder Sand

Natürlich können Sie für die Anlage Ihres Gartenwegs auch Kies oder Sand verwenden. Der oben gezeigte Grundaufbau bleibt dabei identisch. Unterschiedliche Farbstufen im Weg haben den Gartenweg nicht nur vom Rasen ab, Sie können auch mit Mustern Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Da diese Böden meist noch etwas nachgeben, sind sie eher als einfache Gehwege gedacht. Wer häufig mit Schubkarren, Kinderwagen oder Kinderfahrzeugen im Garten von A nach B kommen möchte, braucht einen Weg, der dem zusätzlichen Gewicht standhält.

Reinigung von Pflaster- und Natursteinböden

Bei Pflaster- und Natursteinböden ist eine Reinigung unabkömmlich, um ihren Glanz zu bewahren. Auch den Schutz gegen Feuchtigkeit und Algenbewuchs sollten Sie regelmäßig sicherstellen. Dazu stehen einige Hilfsmittel zur Verfügung. Ein NANO Steinschutz versiegelt zum Beispiel die Platten, ist jedoch durchlässig für Wasserdampf. Dies schützt vor frühzeitiger Vermoosung und Sie können die Oberfläche dazu leichter reinigen. Eine Steinversiegelung kommt vor allem bei Steinen aus Natur-, Ziegel- oder Betonmaterial zum Einsatz, die Feuchtigkeit geradezu in ihr Material saugen. Bei Waschbetonplatten reicht meist schon ein Hochdruckreiniger.

Einsatz von Blähton im Gartenwegbau

Für einen besseren Halt von Gartenwegen kann zusätzlich Blähton zum Anlegen eingesetzt werden. Da wo der Weg langführen soll, wird ein Graben mit einer Tiefe von mindestens 20 cm ausgegraben. Danach wird dieser mit einem Vlies ausgelegt und anschließend mit Blähton aufgeschüttet. Dieser muss festgestampft werden, bevor Gehwegplatten oder Pflastersetine verlegt werden können. Dank dieser Drainageschicht sollte sich der Gartenweg nicht zu sehr verlagern.

Fazit

Gartenwege lassen sich für jedermann anlegen – und zwar mit jedem vorhandenen Budget. Dazu muss man nicht einmal besonders handwerklich begabt sein und trotzdem der gestalterischen Freiheit beim Gartenweg ihren Lauf lassen. Gartenwege lassen sich auch mit kleinen Sitzgelegenheiten und einem dazu passenden Brunnen oder einer Feuerstelle verbinden.

Produkte für Ihren Garten

MPD70
  • Pinienrinde aus dem Mittelmeerraum
MUA70
  • Hält Unkraut fern