Grüner Schrebergarten

7 Tipps für Deinen Schrebergarten Gärtnern trotz Vereinsauflagen

7 Tipps wie Du Deinen Schrebergarten trotz Vereinsauflagen gestaltest

Kleingärten sind beliebt wie selten zuvor. Paare, Familien oder Singles, die in der Stadt ohne große Grünflächen auskommen müssen, suchen sich immer öfter einen Schrebergarten, in dem sie nach Lust und Laune gärtnern können. Doch nicht jeder Kleingarten passt zu Dir. Und manchmal zwingt Dich das Bundeskleingartengesetz und zusätzliche Vereinsauflagen zu vielen Regeln und Verpflichtungen. Mit unseren Tipps im Ratgeber gelingt das Projekt Kleingarten trotzdem!

1. Die optimale Parzelle finden

Wenn Du auf der Suche nach einer Kleingartenparzelle sind, höre Dich am besten um, wo es Schrebergärten in Deiner Umgebung gibt. Verzichten sollte man nach Möglichkeit auf einen Kleingarten, der zu weit entfernt von der eigenen Wohnung liegt. Denn häufig ist es mit einem Ausflug am Wochenende nicht getan. In vielen Kleingärten achten Vorstand und andere Mieter auf Ordnung und Sauberkeit. Da ist es mitunter notwendig, auch werktags oder abends nach der Arbeit nach dem Rechten zu sehen, den Rasen zu mähen oder an heißen Tagen die Pflanzen zu gießen. Du hast einen Kleingarten ausfindig gemacht? Meistens zeigt Dir der Vorsitzende vor Ort, welche Parzellen frei sind und stellt Dir die Nachbarn vor. Achte beim ersten Besuch darauf, ob Du Dich hier Zaun an Zaun mit den Nachbarn wohlfühlen könnten. Falls das nicht so ist, halte besser nach Alternativen Ausschau. Helfen kann auch der BDG, der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde. Auf der Webseite http://www.kleingarten-bund.deerhältst Du einen guten Überblick zum Thema.

2. Kosten: Das musst Du für einen Schrebergarten kalkulieren

Ein Schrebergarten kostet Geld, und das beginnt bei der Übernahme einer Parzelle. Je nach Lage in der Anlage, vorhandenen Lauben, hochwertigen Pflanzen oder einem gepflegten, schönen Garten fallen die Preise sehr unterschiedlich aus. In der Regel kann man mit einer Summe zwischen 1.000 und 7.000 Euro rechnen. Dabei sind die Gärten je nach Bundesland zwischen 200 und 450 m² groß. Neben dem eigentlichen Kaufpreis schlagen Versicherungen, Unterhalt für den Gartenbau, die Pacht, Straßenreinigung, Strom oder der Kauf von Pflanzen und Blumenerde zu Buche. Informiere Dich deswegen im Vorfeld genau beim Verein, welche Kosten auf Dich zukommen.

3. Rechte und Pflichten: Ordnung ist das halbe Leben

Was man in einem Schrebergarten darf und was nicht, regeln feste Bestimmungen des jeweiligen Vereins. Generell gilt: Der eigene Garten muss sich in drei Bereiche gliedern. Im gärtnerischen Drittel werden Gemüse und Obst angebaut und geerntet. Der zweite Bereich ist zur Erholung gedacht und stellt Rasen, Blumenrabatte oder Sträucher und Hecken dar. Das letzte Drittel ist für den Gartenbau wie Wege oder Lauben reserviert. Was sich einfach anhört, ist manchmal schwer umsetzbar. Denn während der Gärtner je nach Hobby dem einen oder anderen Drittel mehr Fläche zur Verfügung stellt, schaut der Verein sehr genau hin, dass Regeln eingehalten werden. Ein häufiges Streitthema sind zum Beispiel Bäume wie Koniferen, die zu viel Schatten werfen. Die müssen entweder regelmäßig gekappt oder im schlimmsten Fall entfernt werden. Auch Waldbäume haben im Kleingarten nichts zu suchen. Zusätzliche Gewächshäuser benötigen eine Genehmigung durch den Verein.

Unser Tipp: Lasse Dir einen Sommer Zeit und beobachten Deinen neuen Garten in den verschiedenen Monaten. Schaue Dir in Ruhe andere Gärten in der Anlage an und führen Gespräche mit Nachbarn und anderen Pächtern. So bekommst Du ein Gefühl dafür, wo mitunter auch – nur mündlich verabredete - Regelungen existieren. Pflanzlisten des Vereins helfen Dir bei der Auswahl geeigneter Pflanzen, wenn Du mit der Umgestaltung beginnen willst. Bei Fragen besser einmal zu oft das Gespräch führen.

Wege, Beete und ein bisschen Privatsphäre schaffen

4. Gartenbau: Wege gestalten

Wege im Schrebergarten sind nicht nur ein tolles Gestaltungselement. Sie sind auch wichtig, um die verschiedenen Beete, Laube oder Sandkasten zu Fuß bequem zu erreichen. Sofern Du einen Garten neu anlegen oder umgestalten willst, überlege im Vorfeld, wohin die Wege führen sollen und aus welchem Material Du diese anlegen möchten. Neben Platten oder Kies ist Rindenmulch oder Hackschnitzel ein natürliches Produkt, Wege in Szene zu setzen. Vorteil: Da sich bei der Umgestaltung eines Schrebergartens häufig Änderungen an den Beeten ergeben, lässt sich die entsprechende Wegführung von Wegen mit Rindenmulch schnell ändern.

5. Blumen und Rabatte: Beete anlegen

Im Kleingarten sind mitunter Pflanzen sinnvoll, die sich vom hauseigenen Garten unterscheiden. Denn nicht immer haben ihre Pächter Zeit, jeden Abend nach der Arbeit zum Bewässern in den Schrebergarten zu fahren. Heimische und widerstandsfähige Pflanzen sind eine gute Möglichkeit, dem entgegen zusteuern. Eine Schicht an hochwertigem Rindenmulch versorgt die Blumen dabei nicht nur mit Nährstoffen. Es schützt sie auch vor Austrocknung im Sommer, da der Boden unter dem Mulch länger feucht bleibt. Praktischer Nebeneffekt: Einmal angelegt, reduzierst Du mit einer Schicht Rindenmulch das lästige Wachsen von Unkraut zwischen den Pflanzen. Dazu schafft man ein optimales Bodenklima, da sich hier Bakterien, Insekten und Pilze besonders wohlfühlen. Pflanzenliebhaber kombinieren die Staudenrabatte gerne mit Gemüse oder Beerenobst. Viele Vereine führen Pflanzlisten für den jeweiligen Schrebergarten. Einfach einmal nachfragen.

6. Ausreichenden Sichtschutz schaffen

Parzellen in Schrebergärten verlangen häufig einen ausreichenden Sichtschutz zum Nachbarn. So wird weder die eigene Privatsphäre noch die des Nachbarn gestört. Ein Sichtschutz kann beispielsweise eine Hecke sein, die sich um den gesamten Garten zieht, Obststräucher oder Rosenbeete. Achte aber darauf, dass die Hecke höchstens 1,25 Meter hoch sein darf. Spreche Dich im Zweifel am besten mit dem Nachbarn ab.

7. Die Laube: Rückzugsort für Jung und Alt

Die Gartenlaube ist in aller Regel Zentrum und Rückzugsort im Kleingarten. Damit kein Ärger droht, darf die Laube eine Größe von 24 m² nicht überschreiten - ein mögliches Vordach eingerechnet. Dabei können die Lauben wie in vielen Fällen aus Holz bestehen. Es können sich aber auch gemauerte Lauben realisieren lassen. Neubauten sind in jedem Fall genehmigungspflichtig.

Zum dauerhaften Wohnen ist die Laube nicht gedacht und es ist damit verboten. Doch auch für Wochenenden können sich tolle Inneneinrichtungen realisieren lassen. Überlege im Vorfeld, was alles in der Laube gelagert werden muss. Denn auch Werkzeuge und Gartengeräte müssen irgendwo ihren Platz finden. Gibt es Strom, Gas und Wasser auf dem Grundstück? Wenn keine Anschlüsse geplant oder möglich sind, lässt sich das Manko recht einfach mit Zubehör aus dem Campingbereich lösen, zum Beispiel mit Chemietoiletten, Gaskochern oder einer Regentonne. 

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