Hände setzen eine Pflanze ein

Welche Erde ist die richtige für meinen Garten oder meinen Balkon? Finde die passende Pflanz- oder Blumenerde!

Dass solltest Du über Pflanzerde wissen!

Was wünschen wir uns im Sommer mehr als eine tolle Blumenpracht auf dem Balkon oder im eigenen Garten? Die passende Pflanz- und Blumenerde für Pflanzen, Blumen und Gemüse bietet die richtige Basis, um optimal zu wachsen. Doch die Auswahl an Blumenerde ist groß und unübersichtlich. Wir geben Dir in unserem Ratgeber Tipps, welche Blumenerde Du für welchen Zweck benötigst, was sie ausmacht und in welchem Fall Du zu Spezialerde greifen solltest.

Wenn wir unseren Garten bepflanzen wollen, stellt sich unweigerlich die Frage nach dem Zustand des Bodens. In der Regel gilt: Der Gartenboden ist in einem guten Zustand, wenn er nicht nur gut belüftet und krümelig ist, sondern auch Wasser speichern kann. Dabei spielen verschiedene Bestandteile wie Lehm, Sand, Humus oder Ton eine Rolle. Aber leider haben die Böden oft einen Hang zu einem der Bestandteile. In Heidelandschaften wie in Niedersachen gibt es gehäuft sandige Böden. In anderen Gebieten Deutschlands finden sich sehr lehmreiche Bodenstrukturen. Ein sandiger Lehmboden bietet dabei beste Voraussetzungen für Gärtner.

Wir unterscheiden verschiedene Bodenarten:

  • Der Sandboden: Bei der Handprobe ist er sehr krümelig und lässt sich nicht zu einem runden Ball formen. Solche Böden können kaum Wasser speichern, da dieses schnell durch den Boden in tieferer Schichten läuft. Hier kann eine Zugabe hochwertiger Blumenerde und Kompost den Sand mittelfristig in ein besseres Gleichgewicht bringen.

  • Der Lehmboden: Bei der Handprobe ist er fest und lässt sich zu einem runden Ball formen, ohne dass die Erde an den Händen klebt.  Mischt man Kompost und Sand oder Mineralien hinzu, verbessert sich der Boden langfristig. Auch eine Schicht Rindenmulch hilft, den Boden zu schützen. Kleinstlebewesen wie Regenwürmer fühlen sich hier besonders wohl und lockern den Untergrund nach und nach auf.

  • Der Tonboden: Bei der Handprobe klebt ein geformter Ball gut zusammen und glänzt, wenn man ihn reibt. Drainagen, tiefe Bodenlockerungen und Zugabe von Schotter, Kies oder Sand helfen, diese Böden zu lockern.

Blumenerde für den Garten

Viele Pflanzen und Blumen im Garten sind anspruchslos, wenn es um die richtige Erde geht. Herkömmliche Pflanzerden lassen sich zum Beispiel verwenden, wenn Du Deine Beete auffüllen möchtest. Ein pH-Wert zwischen 6 und 7 ist für viele Blumen und Pflanzen ideal. Für manche Moorbeetpflanzen wie die nordamerikanische Pflanze Cranberry, Heidelbeeren, Rhododendren oder Azaleen ist der Wert aber schon zu hoch. Sie wachsen in leicht saurem Boden mit einem pH-Wert von 4 bis 5 besser. Um im Gartenbau einen niedrigen pH-Wert zu bekommen, mischt man Torf unter die Blumenerde - oder kauft fertige Spezialerde für diesen Bedarf. Auch ein gepflegter Komposthaufen kann Dünger aus dem Gartencenter ersetzen. Pro Quadratmeter gräbst Du einmal im Jahr drei bis fünf Liter Kompost unter den bestehenden Boden. 

Durch die Art von Unkraut im Garten lässt sich bestimmen, mit was für einem Boden man es zu tun hat. Löwenzahn oder Brennnesseln zeigen einen stickstoffreichen Boden an. Hast Du Sauerampfer im Garten, handelt es sich um einen sauren Boden. Bei scharfem Mauerpfeffer hat man vermutlich einen Boden ohne viel Stickstoff. 

So lässt sich der pH-Wert ermitteln!

Kübelpflanzen auf Balkon und Terrasse

Die neue Saison startet und wir wundern uns, dass die Kübelpflanzen aus dem vergangenen Jahr nicht richtig wachsen wollen? Gönne Deinen Pflanzen einfach einen Schwung neue Erde. Denn vor allem Kübelpflanzen brauchen hochwertiges Substrat mit einem hohen Humusgehalt und vielen Nährstoffen auf kleinstem Raum. Entsorgen brauchst Du die alte Pflanzenerde deswegen aber nicht. Die Topferde kann mit Essensresten oder Grünschnitt kompostiert und später im Gartenbau wiederverwendet werden. Einige Pflanzen wie der Oleander oder die Klivie mögen es übrigens auf engem Raum. Diese Pflanzen kannst Du getrost über mehrere Jahre hinweg im gleichen Kübel lassen.

Mache bei der neuen Blumenerde die Stichprobe: Wenn sich das Material locker anfühlt, aber stabil ist, hast Du es mit hochwertiger Blumenerde zu tun. Denn so kann die Erde Wasser optimal speichern und gibt den Pflanzen genug Stabilität, um nicht am Stiel umzuknicken. Pappt die Erde beim ersten Kontakt mit Wasser fest zusammen, ist die Zusammensetzung nicht ganz optimal. Unser Tipp: Immer an regelmäßige Düngung der Topfpflanzen denken. Sechs bis acht Wochen nach Pflanzung sind die Pflanzen gut versorgt. Danach sollte man nachdüngen. Kaffeesatz ist übrigens wegen des Stickstoffgehaltes ein guter Dünger – einfach über die Erde verteilen.

Gemüse für den Balkon

Gemüse lässt sich auf dem kleinsten Fleckchen anbauen und ernten, sofern die Bedingungen stimmen. Für die Anzucht von Gemüse braucht man Aussaaterde. Die Erde zeichnet sich dadurch aus, dass sie deutlich weniger Nährstoffe als die sonstige Blumenerde beinhaltet. Die neu gezogenen Keimlinge würden sonst zu schnell in die Luft schießen und umknicken, da ihr Stiel noch viel zu schwach ist. Die Aussaaterde sollte aber besonders luftig sein. Denn die Wurzeln der kleinen Pflänzchen brauchen viel Feuchtigkeit, um unter der Erde einen guten Stand zu entwickeln. Haben sich die Jungpflanzen einmal gut entwickelt, können sie in normale Blumenerde umgetopft werden, weil sie nun mit Nährstoffen versorgt werden müssen. Ein pH-Wert zwischen 6 und 7 ist für die meisten Pflanzen ideal. Im Zweifel frägst Du beim Gartenbau-Experten nach.

Erde korrekt lagern

Hobbygärtner haben gerne einen kleinen Vorrat an Blumenerde in Reserve. Erde als Sackware lässt sich in aller Regel gut für einige Wochen lagern. Achte aber in jedem Fall darauf, dass die Erde an einem trockenen Ort untergebracht ist. Kommt sie mit Feuchtigkeit in Kontakt, können sich Insekten oder andere Schädlinge einnisten und die gute Qualität der Erde mindern. Blumenerde bleibt in der Regel sechs Monate frisch. Sie sollte aber nach Möglichkeit immer in der jeweiligen Saison aufgebraucht und für die nächste Saison frisch eingekauft werden. Gute Pflanzenerde duftet übrigens wie frischer Waldboden.

Hortensien in strahlendem Blau

Zwischen Juni und August präsentieren sich überall in den Gärten Hortensien mit wunderschönen Blütenbällen – meist in den klassischen Farben Weiß und Rosa. Für strahlend blaue Blüten muss der pH-Wert im Boden besonders sauer sein und dazu Aluminium enthalten. Bei Werten zwischen 5 und 6 entwickeln sich sowohl rosafarbene als auch blaue Blüten. Rein blaue Blütenzweige erhältst Du, indem Du die Pflanzen in reine Hortensienerde setzen oder einfach zu Rhododendronpflanzen pflanzen. Regelmäßiger Hortensiendünger hilft, den Boden sauer zu halten.

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