Die besten Teekräuter

Immer mehr Menschen schätzen die gesunde Wirkung von Kräutertee. Die beliebten Kräuter im Heißgetränk tun nicht nur dem Organismus gut, sondern sind auch schmackhaft. Viele Sorten lassen sich auf dem Balkon oder im Garten anbauen. Das bedeutet Bioqualität aus heimischer Ernte. Wir haben die beliebtesten Kräuter, ihre Ansprüche an den Anbau und ihre Wirkung im Tee.

Der Genuss von Kräutertee erlebt in Deutschland seit einigen Jahren einen regelrechten Boom. Grund dafür ist unter anderem der wachsende Gesundheits- und Wellnesstrend, der die Wirkung von Kräutertee betont: Tee ist reinigt den Körper und sorgt für eine besseres Balance. 

Teekräuter auf dem Balkon und im Garten anpflanzen

Teekräuter selbst anpflanzen und ernten – das lässt sich problemlos im Garten, auf dem Balkon oder der Fensterbank umsetzen. Wer einen großen Außenbereich hat, kann mit dem Bau einer Kräuterspirale einen schönen Eyecatcher im Garten setzen, die unterschiedliche Kräuter beinhaltet und extrem pflegeleicht ist. Doch auch auf dem Balkon sind die Möglichkeiten mittlerweile vielfältig. Entscheidend für das optimale Anpflanzen der Lieblingskräuter in Kübeln sind Wasser, Licht und der optimale Bodenmix. So benötigen mediterrane Kräuter wie Lavendel oder Thymian zum Beispiel leicht durchlässige und nährstoffarme Böden während Pfefferminze eine hochwertige Nährstoffzusammensetzung im Boden vorfinden sollte.

SalbeiTeekräuter

Traditionelle und exotische Teekräuter

Kaum eine Teesorte ist so vielfältig wie der Kräutertee, auch wenn er durch das Fehlen des Teins (das Äquivalent zu Koffein) streng genommen nicht zu den Teesorten gezählt werden dürfte. Traditionell wurden Kräutertees aus heimischen Blättern, Wurzeln oder Kräutern gewonnen. Dazu zählen in unseren Breitengraden zum Beispiel:

  • Pfefferminze
  • Fenchel
  • Kamille
  • Lindenblüte
  • Hagebutte
  • Salbei

Doch auch exotische Kräuter wie Oregano, Lavendel oder Eukalyptus finden sich immer mehr auf Balkonen und in Gärten wieder – und lassen sich in Kräutertee-Mischungen integrieren. Dazu sind Brombeer- oder Erdbeerblätter eine Ergänzung, die häufig in Teemischungen zu finden sind.

Pfefferminztee

Kräutertee ernten und selbst zubereiten

In aller Regel wachsen die verschiedenen Pflanzen über den Sommer hinweg im Kräuterbeet, Hochbeet oder in Kübeln auf dem Balkon. Sie lassen sich nach der Ernte zu Stängeln zusammenbinden, aufhängen und an der Luft trocknen. Aber aufgepasst: Die Kräuter sollten niemals der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden. Andernfalls verlieren sie ihre Nährstoffe.

Wer seine Kräuter schneller trocknen möchte, tut dies bei niedriger Hitze bei rund 50 Grad im Ofen, rund 6-8 h lang. Anschließend werden die getrockneten Blätter in einer luftdichten Dose verschlossen und bei Bedarf mit heißem Wasser aufgegossen. Wer sich in wenig ins Thema einliest, kann verschiedene Kräuter auch im Tee mischen, um die unterschiedliche Wirkung der Pflanzen in dem Heißgetränk zu vereinen. Gerade, wer Teekräuter auf dem Balkon anpflanzt, sollte sie hin- und wieder ernten. Denn bei guter Pflege wachsen die Pflanzen im Sommer schnell und Sie können sie für den Winter konservieren. Steht der Winter mit Nachtfrost bevor, kannst man für eine letzte Ernte sorgen, indem man die guten Stiele noch einmal abschneidet und trocknet.

TIPP

Teekräuter während der Blüte nicht ernten, sondern am besten davor oder danach. So wird die Lebenskraft der Pflanze geschont.

Beliebte Teekräuter im Überblick

Teekräuter auf dem eigenen Balkon oder im Garten zu pflanzen, ist einfacher, als man denkt. Am besten entscheidet man sich zunächst für seine Lieblingskräuter, die man während des Winters im Tee genießen will und schaut sich dann nach dem geeigneten Standort für die Pflanze um. Für einen ersten Schnellüberblick haben wir sieben beliebte Teekräuter aufgelistet.

Pfefferminze

Pfefferminze

  • Wirkung: gibt neue Energie, wirkt belebend, gut bei Krämpfen, hemmt Bakterienbildung
  • Standort: Schatten
  • Gießtipp: regelmäßig / keine Staunässe
  • Besonderheiten: Im Garten wuchert Minze sehr schnell. Am besten für eine Begrenzung sorgen
  • Erde: nährstoffreicher Boden
  • Winterhart: ja
Thymian

Thymian

  • Wirkung: gegen Blähungen, Verstopfungen, Husten
  • Standort: Sonne
  • Gießtipp: mäßig
  • Besonderheiten: wächst am besten an der obersten Stelle der Kräuterspirale
  • Erde: Erde mit einem neutralen bis basischen pH-Wert
  • Winterhart: ja
Salbei

Salbei

  • Wirkung: hilft bei Erkältungs- und Verdauungsbeschwerden
  • Standort: Sonne
  • Gießtipp: mäßig
  • Besonderheiten: Salbei kann auch problemlos in Kübeln kultiviert werden
  • Erde: Mischung aus Lehm, Ton, Sand und Humus, lockerer Boden, keine Staunässe
  • Winterhart: nein
Lavendel

Lavendel

  • Wirkung: wirkt beruhigend und entspannend, bei Schlafstörungen
  • Standort: viel Sonne
  • Gießtipp: mäßig
  • Besonderheiten: Toller Duft / starke Blüte
  • Erde: Kübelerde mit Sand oder feinem Schotter gemischt, keine Staunässe
  • Winterhart: ja (auf dem Balkon sollte er geschützt stehen) 
Kamille

Echte Kamille

  • Wirkung: gut bei Entzündungen sowie Magen- und Darmbeschwerden
  • Standort: viel Sonne
  • Gießtipp: mäßig
  • Besonderheiten: Blüten müssen bei Ernte fast aufgeblüht und trocken sein
  • Erde: karger, sandiger Lehmboden, keine Staunässe
  • Winterhart: ja, aber empfindlich bei Frösten im Frühjahr
Zitronenmelisse

Zitronenmelisse

  • Wirkung: beruhigt den Magen-Darm-Trakt, bei Unruhe und Schlafstörungen
  • Standort: sonnig und warm / windgeschützt
  • Gießtipp: mäßig
  • Besonderheiten: Halten Sie beim Anbau genügend Abstand zwischen den Samen ein
  • Erde: sandiger Lehmboden oder ggf. handelsübliche Blumenerde / keine Staunässe
  • Winterhart: ja an geschütztem Platz / Pflanze abdecken 
Tags: Gartengestaltung, Terrasse & Balkon, Kräuter
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