Die richtige Blumen- und Pflanzerde

Die passende Pflanz- und Blumenerde für Pflanzen, Blumen und Gemüse bietet die richtige Basis, um optimal zu wachsen. Doch die Auswahl an Blumenerde ist groß und unübersichtlich. Wir geben Ihnen in unserem Ratgeber Tipps, welche Erde Sie für welchen Zweck benötigen, was sie ausmacht und in welchem Fall Sie zu Spezialerde greifen sollten.

Wie erkennt man gute Erde?

Qualitativ hochwertige Erde lässt sich an verschiedenen Merkmalen definieren. Sie ist locker und fein. Sie sollte kleine Klumpen haben und in der Hand zerfallen. Hochwertige Erde hat wenig grobe Bestandteile. Äste, Rindenanteile oder Birke sind kein Bestandteil. Auch am Geruch kann man die Qualität erkennen. Die ist Erde zu feucht, kann sie unangenehm riechen und sollte deshalb nicht mehr verwendet werden. 

Sie können auch einen Praxistest machen um mehr über die Qualität zu erfahren. Wird die Erde beim Gießen klumpig bzw sickert das Wasser schlecht ab, bildet sich so eine Kruste, die den Pflanzen mehr schadet, als ihnen zu helfen. In diesem Fall sollten Sie die Erde nicht mehr verwenden. 

Blumenerde

Die richtige Erde für den Garten

Viele Pflanzen und Blumen im Garten sind anspruchslos, wenn es um die richtige Erde geht. Herkömmliche Pflanzerden lässt sich zum Beispiel verwenden, wenn Sie Ihre Beete auffüllen möchten. Ein pH-Wert zwischen 6 und 7 ist für viele Blumen und Pflanzen ideal. Für manche Moorbeetpflanzen wie die nordamerikanische Pflanze Cranberry, Heidelbeeren, Rhododendren oder Azaleen ist der Wert aber schon zu hoch. Sie wachsen in leicht saurem Boden mit einem pH-Wert von 4 bis 5 besser. Um im Gartenbau einen niedrigen pH-Wert zu bekommen, mischt man Torf unter die Blumenerde - oder kauft fertige Spezialerde für diesen Bedarf. Auch ein gepflegter Komposthaufen kann Dünger aus dem Gartencenter ersetzen. Pro Quadratmeter gräbt man einmal im Jahr drei bis fünf Liter Kompost unter den bestehenden Boden. 

Durch die Art von Unkraut im Garten lässt sich bestimmen, mit was für einem Boden man es zu tun hat. Löwenzahn oder Brennnesseln zeigen einen stickstoffreichen Boden an. Haben Sie Sauerampfer im Garten, handelt es sich um einen sauren Boden. Bei scharfem Mauerpfeffer hat man vermutlich einen Boden ohne viel Stickstoff. 

So lässt sich der pH-Wert ermitteln!

Topfpflanzen

Kübelpflanzen auf Balkon und Terrasse

Die neue Saison startet und wir wundern uns, dass die Kübelpflanzen aus dem vergangenen Jahr nicht richtig wachsen wollen? Gönnen Sie Ihren Pflanzen einfach einen Schwung neue Erde. Vor allem Kübelpflanzen brauchen hochwertiges Substrat mit einem hohen Humusgehalt und vielen Nährstoffen auf kleinstem Raum. Entsorgen brauchen Sie die alte Pflanzenerde  nicht. Die Topferde kann mit Essensresten oder Grünschnitt kompostiert und später im Gartenbau wiederverwendet werden. Einige Pflanzen wie der Oleander oder die Klivie mögen es übrigens auf engem Raum. Diese Pflanzen können getrost über mehrere Jahre hinweg im gleichen Kübel lassen.

TIPP

Immer an regelmäßige Düngung der Topfpflanzen denken. Sechs bis acht Wochen nach Pflanzung sind die Pflanzen gut versorgt. Danach sollte man nachdüngen. 

Dünger selber machen

Gemüseerde

Die richtige Erde für Ihr Gemüse

Gemüse lässt sich auf dem kleinsten Fleckchen anbauen und ernten, sofern die Bedingungen stimmen. Für die Anzucht von Gemüse braucht man Aussaaterde. Die Erde zeichnet sich dadurch aus, dass sie deutlich weniger Nährstoffe als die sonstige Blumenerde beinhaltet. Die neu gezogenen Keimlinge würden sonst zu schnell in die Luft schießen und umknicken, da ihr Stiel noch viel zu schwach ist. Die Aussaaterde sollte aber besonders luftig sein. Denn die Wurzeln der kleinen Pflänzchen brauchen viel Feuchtigkeit, um unter der Erde einen guten Stand zu entwickeln. Haben sich die Jungpflanzen einmal gut entwickelt, können sie in normale Blumenerde umgetopft werden, weil sie nun mit Nährstoffen versorgt werden müssen. Ein pH-Wert zwischen 6 und 7 ist für die meisten Pflanzen ideal. 

Gemüse vom eigenen Balkon

Hortensien im stahlenden blau

Hortensien in strahlendem Blau

Zwischen Juni und August präsentieren sich überall in den Gärten Hortensien mit wunderschönen Blütenbällen – meist in den klassischen Farben Weiß und Rosa. 

Für strahlend blaue Blüten muss der pH-Wert im Boden besonders sauer sein und dazu Aluminium enthalten. Bei Werten zwischen 5 und 6 entwickeln sich sowohl rosafarbene als auch blaue Blüten. Rein blaue Blütenzweige erhalten Sie, indem Sie die Pflanzen in reine Hortensienerde setzen oder einfach zu Rhododendronpflanzen pflanzen. Regelmäßiger Hortensiendünger hilft, den Boden sauer zu halten.

Blumenerde

Erde richtig lagern

Hobbygärtner haben gerne einen kleinen Vorrat an Blumenerde in Reserve. Erde als Sackware lässt sich in aller Regel gut für einige Wochen lagern. Achte aber in jedem Fall darauf, dass die Erde an einem trockenen Ort untergebracht ist. Kommt sie mit Feuchtigkeit in Kontakt, können sich Insekten oder andere Schädlinge einnisten und die gute Qualität der Erde mindern. Blumenerde bleibt in der Regel sechs Monate frisch. Sie sollte aber nach Möglichkeit immer in der jeweiligen Saison aufgebraucht und für die nächste Saison frisch eingekauft werden. Gute Pflanzenerde duftet übrigens wie frischer Waldboden.

Tags: Gartenpraxis, Gartenpflege, Garten Wiki
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