Dünger selber machen


Damit Pflanzen in Garten oder Haus wachsen und sich eine schöne Blütenpracht entwickeln kann, brauchen Pflanzen Dünger. Dabei haben wir viele der wichtigen Nährstoffe zu Hause und müssen nicht unbedingt auf Chemie zurückgreifen. Wir haben zehn Ideen zusammengestellt, wie sich Düngerselber machen lässt.

Nährstoffe für prachtvolle Pflanzen

Damit Pflanzen im Garten, auf dem Balkon und im Haus gut wachsen, brauchen sie verschiedene Nährstoffe. Dazu zählen vor allem Kalium, Stickstoff und Phosphor.

  • Kalium sorgt dafür, dass die Pflanzen kräftig bleiben. Ansonsten sterben die Blätter ab. Kuh- oder Pferdemist ist als Dünger perfekt geeignet.
  • Ein geregelter Stickstoffhaushalt ist für Pflanzen das A und O. Ohne Stickstoff wachsen die Pflanzen nur kümmerlich. Zu viel davon sorgt zwar für starkes Wachstum der Blätter und Wurzeln. Aber leider kommt die Pflanze nicht zur Blüte.

10 Tipps für Dünger zum Selbermachen

Kompost Dünger

Kompost 

Viele Grünabfälle in unseren Haushalten wandern direkt in den Hausmüll. Doch dazu sind sie viel zu schade, denn sie lassen sich zur Kompostherstellung verwenden. Prima geeignet sind Rasenschnitt und kleingeschnittene Sträucher, Küchenabfälle oder Laub.

Gekochte Speisen wie Fleisch oder Gemüse, gebratene Fette oder Glas sind tabu! Achten sollte man auf eine gute Belüftung, da der Kompost sonst schimmelt und nicht mehr zu gebrauchen ist. Nach drei Monaten lässt sich der Kompost umschichten – entweder in einem weiteren Behälter oder aber in der gleichen Box. So erhält das Material neuen Sauerstoff und das Volumen verringert sich weiter. Sieben Monate später ist der Kompost, der eine dunkle Farbe hat und nach Waldboden duftet, einsatzbereit.

Holzasche Dünger

Holzasche

Sie haben einen Kamin im Haus oder heizen mit Pellets oder Briketts? Perfekt! Die Asche von verbrannten Holz ist ein toller Biodünger. Sie enthält Mineralstoffe, Kali und Spurenelemente. Statt den Aschebehälter im Hausmüll zu entsorgen, lieber die Asche auf die Beete streuen und leicht in den Boden einarbeiten. Rosen zum Beispiel lieben Holzasche. 

TIPP

Tragen Sie eine feine dünne Schicht der Asche auf, um ein Überdingen zu verhindern. In der Regel reichen 2 bis 3 Liter Asche für 10 m² Gartenfläche. (einmal jährig)

Mist als Dünger

Mist

Diejenigen, die auf dem Land wohnen und Pferde oder andere Huftiere halten, wissen um den Nutzen von Tiermist als organischen Dünger. Die Ausscheidungen der Tiere lassen sich beim Umpflügen eines Beetes gut verwenden, weil sie viele Nährstoffe enthalten. Gerade für Pflanzen, die stark wachsen, ist der Mist geeignet.

TIPP

Für Zimmerpflanzen eignet sich Mist aufgrund des starken Geruchs nicht.

Kaffeesatz

Kaffeesatz

Falls Sie ein leidenschaftlicher Kaffeetrinker sind, haben wir gute Nachrichten: Aus Kaffeesatz lässt sich wunderbar Dünger herstellen – und das ohne, dass er vorher kompostiert werden muss.  Den schwarzen Kaffeesatz, der reich an Kalium, Phosphor und Stickstoff ist, am besten feucht in die Erde einarbeiten. Ansonsten trocknet er an der Oberfläche aus und lässt kaum Wasser ins Erdreich.

Kaffee hat übrigens eine leicht säuernde Wirkung und eignet sich besonders für Moorbeet-Pflanzen wie Heide, Cranberry oder Rhododendron. Auch Gemüsesorten wie Zucchini oder Gurke hilft der Biodünger zum Selbermachen beim Wachstum

Brennnessel Dünger

Brennnesseljauche

Flüssigdünger selbst hergestellt - Jauche aus Brennessel und Wasser eignet sich nicht nur als Dünger für Garten oder Balkon, sondern hilft auch Schädlinge wie Spinnenmilben und Blattläuse zu bekämpfen. Dazu benötigen Sie einen Kunststoffeimer oder ein Holzfass. Füllen Sie diesen mit Brennnesseln. Nachdem der Eimer mit Wasser gefüllt wurde, schließen Sie diesen und lassen das Gemisch drei Wochen ruhen. Danach haben sich die Brennesseln zu einer Brühe zersetzt. Zehnfach mit Wasser verdünnt, lässt sich die Brühe an die Wurzeln der Pflanzen schütten. In großer Verdünnung bei mindestens 40:1 Teilen kann die Jauche zur Schädlingsbekämpfung an Blättern und Blüten verwendet werden.

Eierschalen Dünger

Eierschalen

Eierschalen enthalten viel Kalk und können den pH-Wert von Pflanzen erhöhen. Deswegen eignen sie sich nicht für Moorbeet-Pflanzen. Denn diese lieben den sauren Boden. 

So machen Sie das Düngemittel selber: Zerkleinern Sie die Eierschalen. Als Faustregel gilt: Für 1 Liter Wasser = 3 - 4 Eierschalen. Geben Sie die Eierschalen anschließend in das Wasser und lassen das Gemisch für eine Woche stehen. Dadurch werden die Nährstoffe besser aufgenommen. Anschließend können Sie Ihre Pflanzen mit den Dünger gießen.

Bananenschalen Dünger

Bananenschalen

Auch die Schale der Banane enthält Nährstoffe wie Phosphat, Kalium oder Magnesium. Den Pflanzendünger können Sie selber machen, indem Sie die Bananenschale in kleine Stücke schneiden und direkt in die Erde einarbeiten, zum Beispiel zusammen mit Kaffeesatz oder losem Tee. Aber auch im getrockneten Zustand lässt sie sich verarbeiten. Im Mixer zerkleinert, einfach unter Rasenschnitt oder Mulch heben. 

Für Pflanzen gilt die Faustregel:100 g Bananenschalen pro Pflanze. So vermeiden Sie eine Überdüngung.

Zwiebelschalen Dünger

Zwiebelschalen

Zwiebelschalen enthalten Kalium, Magnesium und Calcium. Vermischen Sie einfach 100 g Zwiebelschalen mit einem Liter Wasser und lassen das Gemisch für eine Woche stehen. Das Gefäß sollte gut verschlossen sein und an einem sonnigen Platz stehen. 

Sie können die Schalen auch mit Laub und Stroh verbinden. So enthalten Sie einen hochwertigen Dünger, der alle Nährstoffe für Pflanzen enthält. 

Tee als Dünger

Tee

Auch Tee kann als Dünger im Garten verwendet werden. Er hat eine desinfizierende Wirkung unf kann Schädlinge vertreiben. Die unterschiedlichen Sorten haben unterschiedliche Wirkungen. Kamillentee kann z.B. bei Schimmelbefall helfen. Tee kann als Flüssigdünger zum Einsatz kommen sowie der Teesatz an sich. Sie können beispielsweise schwarzen Tee dafür verwenden um Flüssigdünger herzustellen. Gebrauchte Teebeutel ins Gießwasser geben, einwirken lassen und Zimmer- oder Balkonpflanzen wässern.

Abgestandenes Wasser als Dünger

Abgestandenes Wasser

Pflanzen leben nicht von Nährstoffen allein, sondern brauchen unterschiedlich viel Wasser. Gerade Zimmerpflanzen brauchen in den warmen, trockenen Sommermonaten viel Wasser. Hier macht es Sinn, abgestandenes Wasser aus Trinkgläsern oder Flaschenreste konsequent zur Blumenerde hinzuzugeben.

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