Eine Natursteinmauer im Garten planen

Eine Mauer aus natürlichen Steinen fügt sich in nahezu jeden Garten harmonisch ein. Sie bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Sie können eine Stützmauer an einem Hang oder einer Terrasse bauen, ein Hochbeet mit einer Mauer einfassen oder mit Natursteinen einen Sicht- und Windschutz anfertigen.

Welche Steine eignen sich für eine Natursteinmauer?

Für die Mauer sollten Sie zu witterungsbeständigen und frostfesten Natursteinen greifen. Dabei unterscheidet man zwischen Bruchsteinen, die unregelmäßig geformt und unbearbeitet sind und Mauersteinen, die gespalten sind und gerade Seiten, aber unregelmäßige Oberflächen haben. Für die Planung einer Natursteinmauer kommen verschiedene Steine in Frage:

  • Granit: Das Tiefengestein Granit ist sehr widerstandsfähig und in verschiedenen Farben erhältlich. Sie gehören zu den beliebtesten Steinen für Mauern. Für große Natursteinmauern eignen sich zum Beispiel Mauersteine aus Granit und Palisaden.  
  • Basalt: Basalt als Ergussgestein hat eine meist dunkle Farbe und eine sehr hohe Dichte. Typische Basalt-Mauersteine sind quadratisch oder rechteckig und lassen sich sowohl als Trockenmauer als auch als Mörtelmauer verarbeiten. Besonders schön wirkt eine Basaltmauer, wenn Sie die Fugen mit Steingewächsen versehen.
  • Sandstein: Besonders gut eignen sich rechteckige Mauersteine aus Sandstein. Er hat eine helle braune-gelbliche Farbgebung und ist ideal für mediterrane Gärten geeignet. Sie können diesen Stein hervorragend als Sichtschutz bei Terrassen verwenden und mit passenden mediterranen Kräutern gestalten.
  • Porphyr: Ein anderes gern genutztes Ergussgestein ist der feinkörnige Porphyr. Er hat grobe Einsprenkelungen und verschiedene mögliche Farben. Diese reichen von Weiß, Rot, Grau – verschiedenen Brauntönen.
Natursteinmauer Trockenmauer

Eine Trockenmauer aus Natursteinen bauen

Wenn Sie eine Natursteinmauer ohne Mörtel bauen möchten, müssen Sie, wie bei jeder Mauer, zunächst das Fundament abstecken. Dieses schachten Sie bis zu 40 cm tief aus. 75 Prozent der Fundamentsohle füllen Sie mit Schotter bzw. Kies auf. Anschließend geben Sie Bausand in Höhe von 5 bis 10 cm darauf und ziehst ihn glatt. 

Nun sortieren Sie: Die schwersten und größten Steine werden den Mauersockel bilden, während die schönsten und gleichmäßig hohen Steine in die Mauerkrone sollen. Zudem gilt es, kleine Steine beiseite zu legen, die Sie später zum verkanten nehmen können. 

Wollen Sie Trockenmauer bepflanzen, sollten Sie vorab die Pflanzen nach passenden Mauerbereichen sortieren. Dabei geht es insbesondere darum, inwieweit welche Bereiche Wind und Sonne ausgesetzt sind. 

Für den Mauersockel drücken Sie die schweren Steine einige Zentimeter in den Bausand.

Sollen Pflanzen im Sockelbereich wachsen, muss auch auf die Oberseite der Steine Muttererde aufgebracht werden. Als Faustregel gilt: Die Breite des Mauersockels sollte ein Drittel der Mauerhöhe betragen. Wenn Sie nach dem Sockel die weiteren Mauersteine verbauen, sollten Sie darauf achten, die Stoßfugen gleichmäßig zueinander zu versetzen. 

Durch die Anordnung der kleineren Steine zum Verkanten entsteht ein gleichmäßiges Gesamtbild.  Beim abschließenden Setzen der Mauerkrone dürfen die Steine fünfmal so lang wie hoch sein. Es sollten jedoch keine Mulden an den Oberseiten der Steine sein, in denen sich Wasser sammeln könnte.

Gestaltungs- und Anwendungsmöglichkeiten

Natursteinmauer Sichschutz

Als Sichtschutz

Mit einer Natursteinmauer können Sie auch einfach einen Sicht- oder Windschutz errichten. Gerade bei Sitzecken und Terrassen sind sie ein beliebtes Gestaltungselement. Je nach der Art des Gartens können Sie verschiedene Steine verwenden. Möchten Sie einen mediterranen Garten gestalten, So verwenden Sie Sandstein. Bei der modernen Gartengestaltung eignen sich zum Beispiel Steine aus Basalt. Hierfür können Sie Grün als Kontrast nehmen und ein schönes Kräuterbeet zusätzlich anlegen. Bei einer Mauer aus Sandsteinen ist ein Kiesbeet aus hellen Steinen eine Möglichkeit der Gestaltung.

Natursteinmauer Hochbeet

Als Hochbeet

Hochbeete bringen viele Vorteile für den Garten und für Sie selbst mit sich. Für den Bau kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz. Neben einem herkömmlichen Paletten Hochbeet sind auch Natursteine bestens geeignet. Der Bau ähnelt dem einer Trockenmauer. Je nach Größe und Form des Hochbeets können Sie Mauer- oder Pflastersteine verwenden. Mit Natursteinen haben sie auch den Vorteil ein Hochbeet am Hang zu errichten.

Natursteinmauer Hanggarten

Als Stützmauer im Hanggarten

Mit Stützmauern können Sie Höhenunterschiede im Garten perfekt ausgleichen und schützen zudem das Erdreich vor dem Abrutschen und können Böschungen befestigen. Natursteine können sie als Stützmauer ideal im Garten eingliedern um ein natürliches Erscheinungsbild zu erreichen. Sie können auch passende Treppen aus Natursteinen einbauen und so Wege zu Terrassen oder zum Haus zu ermöglichen.

Tags: Gartenpraxis, Naturstein im Garten, Gartenplanung, Naturstein
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