So legen Sie einen Gartenweg an


Der Weg durch den Garten kann ein wunderschönes Abenteuer sein: Er führt vorbei an bunten Blumenbeeten, zum Gemüse- oder Obstbeet oder zum Sitzplatz in einer ruhigen Ecke des Gartens. Doch wie legt man einen Gartenweg eigentlich an und welche Materialien kommen in Frage?

Materialien für Ihren Gartenweg

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten einen Gartenweg anzulegen. Die Grundvoraussetzung dafür ist die richtige Planung. Vorab sollten Sie sich im Klaren darüber sein, wo und wie der Gartenweg verläuft und welchen Belastungen er standhalten soll. Im Folgenden zeigen wir Ihnen einige Ideen, wie sich ein Gartenweg mit ganz unterschiedlichen Materialien umsetzen lässt.  

Gartenweg Pflasterstein

Pflastersteine

Für einen stabilen Gartenweg eignen sich Natursteine am besten. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Materialien, sodass Sie bei der Gestaltung freie Wahl haben um den Weg perfekt in Ihren Garten einzugliedern. 

Ein gut verdichteter Untergrund ist wichtig, sodass die Steine nicht wegrutschen können. Messen Sie im ersten Schritt die Fläche aus und ziehen Sie eine Hilfslinie aus einer Schnur und Holzstöcken. Danach wird der Untergrund ausgehoben (min. 30 cm).

Als nächstes geht es an die Wegbegrenzung. Verwenden Sie dafür am besten Randsteine. Die Begrenzung dient als zusätzlichen Halt und Stabilität der Steine. 

Danach legen Sie eine Trageschicht aus Kies oder Schotter an, damit Regenwasser besser versickern kann. 

Im nächsten Schritt können die Pflastersteine verlegt werden. Hierfür können Sie Steine aus Granit, oder Basalt nehmen oder beide Steine miteinander kombinieren um einen optischen Effekt zu schaffen.

Gartenwege Kies

Kies und Splitt

Natürlich können Sie für die Anlage Ihres Gartenwegs auch Kies oder Sand verwenden. Der oben gezeigte Grundaufbau bleibt dabei identisch. Unterschiedliche Farbstufen im Weg haben den Gartenweg nicht nur vom Rasen ab, Sie können auch mit Mustern Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Da diese Böden meist noch etwas nachgeben, sind sie eher als einfache Gehwege gedacht. Wer häufig mit Schubkarren, Kinderwagen oder Kinderfahrzeugen im Garten von A nach B kommen möchte, braucht einen Weg, der dem zusätzlichen Gewicht standhält. 

Wie auch bei der Variante mit Pflastersteinen muss auch hier eine Trageschicht aus Kies angelegt werden. (10 – 15 cm). 

Bei der Randeinfassung können Sie auch Randsteine verwenden. So wird verhindert, dass Rasen, Stauden oder Wurzeln von den Seiten in den Kiesweg hineinwachsen. 

Kieswege sehen besonders in bunt bepflanzten Ziergärten schön aus, sprich wenn der Gartenweg durch Ihre wilden Blumenlandschaften hindurchgeht.

Gartenweg Hackschnitzel

Rindenmulch oder Holzhackschnitzel

Als rein biologisches Produkt haben Mulch und Häcksel viele Vorteile. Die Materialien hemmen den Unkrautwuchs, sind leicht zu verarbeiten und lassen Regenwasser in den Boden absickern. Sie bieten ein angenehmes Gefühl beim Gehen.

Bevor Sie beginnen, den Weg anzulegen, sollten Sie mit einer Schnur und Holzstäbchen den gewünschten Verlauf markieren. Bei Bedarf lässt sich der Weg dann immer noch abändern, wenn Sie mitten im Projekt eine Änderung wünschen. Wollen Sie Randsteine dazu verlegen, sollte das beim Abstecken bereits mitgeplant werden, da die Fläche dann breiter ausfallen sollte. Die Randleiste dient nicht nur als Befestigung des Gartenweges, sie dient auch als Mähkante beim Rasenmähen. Dafür können Sie zum Beispiel getrommelte Pflastersteine verwenden, die eine helle, freundliche Farbgebung haben.

Entlang der Markierung mit der Richtschnur stechen Sie nun den Rasen ab und tragen die gesamte Fläche rund 10 cm tief ab. Auch größere Steine und Wurzeln werden mit entfernt. Entstehen dadurch tiefe Löcher, füllen Sie diese mit etwas feinem Kies auf. Danach verdichten Sie den Boden mit einer Walze. Beidseitig wird nun ein Graben für die Randsteine ausgehoben und mit Sand ausgefüllt. Der Graben sollte etwas breiter als die Randsteine sein, um später Korrekturen zu ermöglichen. 

Nun wird der Rindenmulch oder die Hackschnitzel in die vorhandene Einfassung gegeben. Wenn Sie auf der abgetragenen Grundfläche bereits einen Lehmboden haben, sollten Sie noch eine Lage Kies zur Drainage einplanen. 

Gartenwege reinigen

Tipps zur Reinigung

Bei Pflaster- und Natursteinböden ist eine Reinigung unabkömmlich, um ihren Glanz zu bewahren. Auch den Schutz gegen Feuchtigkeit und Algenbewuchs sollten Sie regelmäßig sicherstellen. Dazu stehen einige Hilfsmittel zur Verfügung. Ein NANO Steinschutz versiegelt zum Beispiel die Platten, ist jedoch durchlässig für Wasserdampf. Dies schützt vor frühzeitiger Vermoosung und Sie können die Oberfläche dazu leichter reinigen. Eine Steinversiegelung kommt vor allem bei Steinen aus Natur-, Ziegel- oder Betonmaterial zum Einsatz, die Feuchtigkeit geradezu in ihr Material saugen. Bei Waschbetonplatten reicht meist schon ein Hochdruckreiniger.

Hackschnitzel oder Rindenmulch müssen alle paar Jahre wieder neu aufgefüllt werden. Das ist von der Körnung und dem jeweiligen Rohstoff abhängig.(Pinienrinde hat eine längere Haltbarkeit als Kiefernrinde und gröbere Körnungen verrotten langsamer, als feine).

Einsatz von Blähton im Gartenwegbau

Einsatz von Blähton im Gartenwegbau

Für einen besseren Halt von Gartenwegen kann zusätzlich Blähton zum Anlegen eingesetzt werden. Da wo der Weg langführen soll, wird ein Graben mit einer Tiefe von mindestens 20 cm ausgegraben. Danach wird dieser mit einem Vlies ausgelegt und anschließend mit Blähton aufgeschüttet. Dieser muss festgestampft werden, bevor  Pflastersteine verlegt werden können. 

Dank dieser Drainageschicht sollte sich der Gartenweg nicht zu sehr verlagern.

Tags: Gartenpraxis, Gartenplanung
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