Stapel mit Holzscheiten

Biogene Brennstoffe Was ist das?

Was sind biogene Brennstoffe?

Biogene Brennstoffe sind im Grunde die ältesten und natürlichsten Brennstoffe der Welt. Es sind in erster Linie Holz oder Stroh, die man seit Urzeiten zum Feuern nutzte. Heute kommen neue Sorten hinzu, etwa aus verschiedenen Getreidesorten oder aus speziell verarbeiteten Holzresten.

Biogene Brennstoffe sind immer organischer Herkunft. Man unterteilt sie heute in Rückstände wie Restholz aus der Möbelproduktion oder in speziell angebaute Energiepflanzen. Nach ihren Eigenschaften unterteilt man sie zudem in halmgutartige und holzartige Brennstoffe.

Zu den biogenen Brennstoffen, die aus energetisch nutzbaren Rückständen bestehen, zählen solche, die bei der Pflanzenproduktion in der Landwirtschaft und Fortwirtschaft anfallen. Auch Altholz, Restholz aus der Industrie und allgemein holzartige Biomasse gehören dazu. Nutzbare Energiepflanzen gibt es in großer Auswahl.

Biogene Brennstoffe: Aus Rückständen oder Energiepflanzen

Brennstoffe aus Rückständen sind holzartige Biomasse aus Bestand, Weiterverarbeitung oder Endnutzung. 

Rückstände aus Bestand sind:

  • Waldrestholz
  • Schwachholz
  • Straßenrandholz
  • Landschaftspflegholz

Rückstände aus Weiterverarbeitung sind:

  • Industrierestholz
  • Sägerestholz

Rückstände nach Endnutzung sind:

  • Unbehandeltes Altholz
  • Behandeltes Altholz

Brennstoffe als Rückstände aus halmgutartiger Biomasse sind Stroh, Landschaftspflegeheu und Straßengrasschnitt.

Die Energiepflanzen als biogene Brennstoffe unterteilt man ebenso in holzartige Biomasse und halmgutartige Biomasse. Holzartige Biomasse ist Holz aus Kurzumtrieb.

Halmgutartige Biomasse aus Energiepflanzen sind:

  • Chinachilf (Miscanthus)
  • Getreideganzpflanzen
  • Energiegräser

Was sind Energiepflanzen und Getreideganzpflanzen als biogene Festbrennstoffe?

Energiepflanzen sind solche, die man nur zur energetischen Nutzung anbaut. Sie werden zudem nur auf Flächen angebaut, die im Rahmen des EU-Flächenstilllegungsprogramm aus der Nahrungsmittelproduktion genommen wurden. Das bedeutet, es werden keine Flächen zum Anbau genommen, die man auch für den Anbau von Nahrungsmitteln nutzen könnte.

Unter die Energiepflanzen fallen die sogenannten Getreideganzpflanzen.

Getreideganzpflanzen

Dies ist zum größten Teil herkömmliches Getreide wie Korn, Weizen, Stroh. Es kann jährlich geerntet werden. Meist nimmt man für die energetische Nutzung Wintergetreide, diese bieten höhere Biomasseerträge. Wer diese Arten anbaut, kann auf dieselben Methoden wie bei der Nahrungsmittelproduktion zurückgreifen.  

Mehrjährige Gräser

Dies sind robuste, hohe Gräser wie das Chinagras oder Miscanthus. Es hat ein sehr hohes Massenwachstum. Zum Heizen kann das gesamte getrocknete Gras verwendet werden. Der Düngeaufwand ist bei Chinagras besonders niedrig.

Kurzumtrieb-Restholz

Hierbei handelt es sich um das Holz von schnellwachsenden Bäumen wie den Weiden oder Pappeln. Das Holz wird in mehrjährigen Anbauzyklen angebaut. Das erfordert wenig Pflege und Aufwand. Für mehrere Ernten. Geerntet wird nicht der gesamte Baum, sondern nur das Astwerk, der Baum treibt immer wieder nach.

Rückstands-Holz 

Dies sind organische Rückstände, die man früher entsorgen ließ. Es handelt sich dabei meist um Industrierestholz wie Rinden, Sägespäne oder Kappstücke oder auch Altholz.

Waldrestholz fällt auch in diese Kategorie. Es bezeichnet alles Holz, das im Wald auf dem Boden liegt und nicht von der Industrie verarbeitet wird. Das sind Äste, Stammabschnitte, minderwertiges Holz, Kronenmaterial und alte oder schwache ganze Bäume. Man lässt dabei die nährstoffreichen Bestandteile im Wald, das sind die Rinden, das Laub und die Nadeln.

Stroh

Stroh ist ein Rückstand aus der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion und fällt immer bei der Getreideproduktion an. Wird es nicht als Humus genutzt, kann es als Einstreu in Ställen, als Futter und auch als biogener Brennstoff genutzt werden.

Weitere Unterscheidungen von biogenen Brennstoffen

Einige der biogenen Brennstoffe können sofort nach dem Trocknen eingesetzt werden. Andere müssen erst verarbeitet werden, z.B. gepresst und verdichtet wie Holzpellets. Man nimmt für das Heizen meist biogene Festbrennstoffe. Flüssige biogene Brennstoffe werden eher für Fahrzeuge genutzt wie Biodiesel. Gasförmige Brennstoffe kennt man bereits für die Gasheizung.

Biogene Brennstoffe im Vormarsch

Mit biogenen Brennstoffen oder biogenen Festbrennstoffen können das Klima und die Umwelt nachhaltig geschützt werden und die Ressourcen der Erde geschont. Biogene Brennstoffe produzieren nur geringe Treibhausgase. Ein Nachteil ist die Flächennutzung, die vonnöten ist. Die Flächen, die man für Brennstoffe braucht, sind belegt und können zumindest phasenweise nicht mehr von der Nahrungsmittelproduktion genutzt werden.

Biogene Brennstoffe sind die Heizmittel der Zukunft. Die immer knapper werdenden fossilen Brennstoffe Erdas und Erdöl zwingen förmlich zum Umdenken.

Bei der Verbrennung von Holzprodukten hat man eine gute CO²-Bilanz, denn Holz gibt nur so viel Kohlenstoff ab, wie es zum Wachstum aufgenommen hat. Es bilden sich weniger Abgase. Das nutzbare Holz wächst im eigenen Land und musst nicht exportiert werden. 
Auch politisch spielen die neuen biogenen Festbrennstoffe eine wichtige Rolle, denn sie machen unabhängig von anderen Ländern und diktatorischen Regimes, die Machtspielchen mit der Lieferung von Öl und Gas betreiben können.

In der Lagerung haben viele biogene Festbrennstoffe auch einen Vorteil. Sie nehmen weniger Platz ein und sie sind auch nicht so gefährlich wie z.B. Erdgas. Holzpellets beispielsweise können je nach Bedarf bestellt und geordert werden. Es muss kein großer Vorrat im Haus gelagert werden.

Sind biogene Brennstoffe wirtschaftlich?

An sich sind biogene Brennstoffe sehr wirtschaftlich. Leider stehen dem Nutzen und der Energieersparnis am Anfang die hohen Investitionskosten für eine neue Heizanlage entgegen. Die Preise für Holz und Pellets beispielsweise sind sehr stabil und schwanken nicht jede Saison wie bei Öl und Gas. Holz wächst immer nach. Es muss zum Heizen nur getrocknet und in kleine Stücke gehackt werden. Aufwendiger werden die Holzpellets beispielsweise hergestellt. Sie müssen auch gepresst werden und ihr Wasser- und Aschegehalt muss überprüft werden. Ein Pluspunkt für eine Entscheidung für ein modernes Heizsystem mit biogenen Festbrennstoffen ist die staatliche Förderung.

Fazit: Bleibe am Ball und informiere Dich über neue biogene Brennstoffe

Was die Entwicklung und Erforschung neuer biogener Brennstoffe und biogener Festbrennstoffe angeht, so gibt es stets Fortschritte. Neben Holz, Kohle und Stroh lassen sich viele organische Stoffe zu Brennstoffen umfunktionieren. Vieles, was früher nur entsorgt wurde, ist heute gefragter Brennstoff wie etwa Sägemehl. Hätten die Menschen vor 100 Jahren gedacht, dass man Sägemehl so sinnvoll nutzen kann? Man presst es einfach zusammen, entzieht ihm die Feuchtigkeit und schon hat man einen ressourcenschonenden Brennstoff, der für behagliche Wärme sorgt.

Die Entscheidung welcher Brennstoff und welche Heizung es nun sein soll, ist zugegeben heutzutage recht schwer. Du hast die Qual der Wahl! Willst Du einen gemütlichen Kaminofen, in dem Du das Holz prasseln hören kannst? Oder willst Du effektiver heizen mit Briketts, die gepresst wurden. Dann hast Du nicht den Kaminfeuereffekt, aber sparst beim Heizen. Heizt Du mit Holzpellets, so bist Du sehr umweltbewusst unterwegs, habst aber anfangs hohe Anschaffungs- und Umbaukosten, denn die Pelletheizung sollte ja im Idealfall das ganze Haus bzw. die ganze Wohnung heizen. Alternativ kann man sich heute natürlich auch einzelne Pelletöfen kaufen, die man im Raum aufstellt. Entscheide in Ruhe und informiere Dich ausgiebig in unserem Ratgeber, welche Heizofenvariante für Dich und Dein Heim die ideale Lösung ist.

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