Gelagertes Brennholz

Wie lange soll man Brennholz lagern? Worauf muss man achten?

Wer kammergetrocknetes, einsatzbereites Brennholz kauft, kann es natürlich sofort verbrennen und muss es nicht mehr trocknen. Doch möchte man auch mal eigenes Holz verbrennen oder Holzstücke vom Nachbarn, der frisch einen Baum gefällt hat. So lässt sich natürlich Geld sparen. Allerdings steht dann einiges an Arbeit an. Das Holz sollte gebrauchsfertig gespalten werden, am besten auf einer Länge, damit es gut trocknen und gelagert werden kann. Die Länge der Holzscheite richtet sich nicht nach dem persönlichen Geschmack, sondern danach, wie lang die Brennkammer des eigenen Ofens ist. Damit nichts an den Seiten anliegt und die Brennkammer lose gefüllt werden kann, sollten die Scheite kürzer sein. Holzspalten ist keine einfache Arbeit, die Laien ausführen sollten. Wer dies noch nie gemacht hat, braucht eine Anleitung. Die Holzscheite müssen kontrolliert auseinanderspringen. Auch muss die Axt richtig angesetzt werden. Leider ist die Gefahr groß, die eigenen Beine zu treffen. Nur wer im richtigen Winkel vor dem Spaltblock steht und die Axt kontrolliert herabfallen lässt, spaltet das Holz sicher.

Wenn man selbst Brennholz aus dem Wald holt oder geschenkt bekommt, sollte es bald gespalten werden, damit es gut trocknen kann.

Brennholz trocknen – worauf muss man achten?

  • Nadelholz benötigt etwa 1 Jahr zum Trocknen.

  • Laubholz etwa 2-3 Jahre!

Man teilt Brennholz in Hartholz und Weichholz ein. Hölzer mit einer Darrdichte von unter 550 kg/m³ sind Weichhölzer.

Tipps zum optimalen Trocknen von Brennholz

Nur, wenn das Brennholz gut durchgetrocknet ist, also eine Restfeuchte von etwa 20 % hat, kann es eine optimale Brennleistung bieten. So spart man Geld und schont die Umwelt! Wichtig ist auch, dass bereits getrocknetes Holz nicht wieder nass oder nur feucht wird, daher gibt es viele Details zum Trocknen zu beachten.

  • Brennholz an einem gut belüfteten und überdachten Ort lagern

  • Brennholz locker stapeln, so gelangt überall Luft hin und es trocknet besser.

  • Von unten kann es immer durchfeuchten, daher keinen Bodenkontakt zulassen.

  • Lagert man Holz zu lange, büßt es an Heizleistung ein. Bei 5 Jahren Überlagerung macht dies etwa 3 % Heizleistung aus. Ebenso nisten sich kleine Tiere im Holz ein.

  • Ideal sind Gitterboxen oder extra Holzregale zum Trocknen.

  • Garage oder Keller sind ungeeignet!

Kauft man Brennholz im Fachhandel oder bestellt online bei PALIGO, so muss man das Holz natürlich nicht mehr vortrocknen. Es kann direkt verfeuert werden, sollte aber trocken und gut belüftet lagern. Das kammergetrocknete Brennholz aus dem Handel hat die optimale Restfeuchte von 10-15 %.

Frisch geschlagenes Holz hat meist 40 – 60 % Feuchte. Verfeuert man zu feuchtes Holz, so setzt man mehr Schadstoffe frei. Es entsteht zudem Ruß im Kamin oder Ofen, was sogar zu einem Kaminbrand führen kann, denn er versottet den Schornstein. Es ist also wirklich unverantwortlich, zu feuchtes Holz zu verfeuern.

Welche Rolle spielt die Scheitlänge beim Trocknen des Brennholzes?

Die Scheitlängen von Brennholz sind eigentlich genormt. Wenn du selbst spaltest, kannst du natürlich selbst entscheiden, wie lange ein Scheit sein soll. Allerdings haben sich die Normmaße einfach bewährt, denn das Holz soll handlich sein und ideal für den jeweiligen Ofen. Es gibt im Handel die Scheitlängen 25 cm, 33 cm und 50 cm. Die Länge sollte immer etwas kürzer sein als die jeweilige Brennkammer des Ofens. Natürlich trocknen kürzere Scheite schneller als längere!

Wichtiger als das schnelle Trocknen ist aber, dass die Scheitlänge zur Brennstätte passt. Bei Öfen und Kaminen ist der Innenraum meist 33 cm lang. Die Scheite müssen kürzer sein, damit noch Luft im Ofen zirkulieren kann. Wähle also immer kleines Scheitholz, das sich im Inneren gut verteilen lässt. Auch die Heizqualität nimmt dadurch zu.

Hast du einen eigebauten Kamineinsatz, so kannst du auch größere Holzscheite nehmen. Hier ist auch der Luftabzug besser. Die Kamine haben Glaseinsätze an der Front, sodass nichts herausfallen kann. Insgesamt trocknen die kürzeren Scheite besser und sie sind für die meisten Öfen gut geeignet. Hast du aber einen großen Ofen mit einer großen Brennkammer so spricht nichts gegen lange Holzscheite.

Wissenswertes zum Brennholz trocknen

Die sogenannte Scheitholztrocknung hat sich über die Jahrhunderte bewährt. Die Methode funktioniert aber nur mit genügend Bodenabstand. Sonst würde es am Boden langsam verfaulen und sich zersetzen. Im Sommer ist allerdings so, dass das Holz ohne Abdeckung besser trocknet. Erst ab September deckt man das bereits getrocknete Brennholz ab um es vor Niederschlägen zu schützen.

Holzarten zum Verbrennen

Man kann alle Holzarten zum Verbrennen verwenden. Kohlenstoff ist der Stoff, der wichtig für die Verbrennung ist. So enthält 1kg gut luftgetrocknetes Brennholz zwischen 47 und 57 % Kohlenstoff. Leichtere Holzarten erfordern ein häufiges Nachlegen. Man kann mit ihnen aber schneller aufheizen. Solche Hölzer sind etwa Fichte oder Pappel.

Du kannst fertig getrocknetes Brennholz im Handel kaufen oder bei PALIGO online bestellen. Wenn du die Möglichkeiten zum Trocknen hat, kannst du aber auch noch feuchtes Scheitholz kaufen. Ab Februar bis Oktober kann es draußen getrocknet werden. Natürlich trocknet das Holz von April bis August besser. Auch wenn es regnet.

Bereits getrocknetes Holz kann man lang lagern, es sollte aber vor Wiederbefeuchtung geschützt sein. Also nicht im Keller aufbewahren oder falsch lagern. Vorgetrocknetes Holz, das im Handel erhältlich ist, hat den Vorteil, dass es immer einsatzbereit ist. In langen und extremen Wintern ist es oft der einzige Lieferant für Wärme. Es ist im Übrigen auch eine umweltfreundliche Methode, denn für die Trocknung kann Restwärme aus der Stromerzeugung oderaus Industrieprozessen genommen werden.

Den Feuchtegrad von Scheitholz misst man folgendermaßen:

Man wählt einen Scheit aus, der genauso lang ist wie die anderen, spaltet ihn mittig, denn dort ist der Feuchtigkeitsgehalt am größten. Dann misst man quer zur Faser etwa 5 cm vom Hirnholzende entfernt und nochmal in der Mitte quer zur Faser. Diese Messwerte werden addiert und nochmal durch die Anzahlt der Werte geteilt. Dies ergibt die mittlere Scheitholzfeuchte eines Scheits.

Fazit

Beim Heizen mit Holz ist immer die Heizleistung des Brennholzes entscheidend. Diese ist nur optimal, wenn das Holz gut durchgetrocknet ist. Ist es noch feucht, verbrennt es nicht nur ineffizient, schadet dem Ofen oder Kamin, sondern belastet auch noch die Umwelt. Beim natürlichen Trocknen hat sich die Lufttrocknung bewährt. Hierfür gibt es verschiedene Methoden und Vorrichtungen zum Kaufen.

Kammergetrocknetes Holz in verschiedenen Scheitlängen und in verschiedenen Holzsorten kannst du immer bequem bei PALIGO bestellen. Du kannst im Shop nach Brennwert, Brenn- und Glutdauern und verschiedenen Öfen sortieren.

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