Briketts im Ofen

Briketts selber pressen – geht das? Ist das Selberpressen von Vorteil

Die gute Nachricht: Ja, man kann Briketts gut selber pressen! Die schlechte Nachricht: Eine gute Pressmaschine, die mehrere Briketts schafft, ist recht teuer. Der Traum ist natürlich real: Einfach selbst für sein Brennholz sorgen. Dazu unabhängig von den Marktpreisen sein, keine Anschaffungskosten und keine Anschaffungswege. Aber ob das Selberpressen wirklich so von Vorteil ist, das erfährst du in folgendem Ratgeber.

Mit Holz heizen wird immer beliebter

Rustikale und hochmoderne Holzöfen oder auch Kachelöfen liegen im Trend. Kein Wunder: Sie schaffen nicht nur eine echte Wohlfühlatmosphäre, sondern sie helfen auch umweltbewusst und energiesparend zu heizen. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und es stößt beim Verbrennen nur so viel Kohlenstoffdioxid aus, wie es beim Aufwachsen aufgenommen hat. Das hat man bei anderen Brennstoffen nicht. Daher wird das Heizen mit Holz allgemein immer beliebter. Trotzdem sollten wir sorgsam mit dem Material Holz umgehen und so ist die effektivste, nachhaltigste Lösung, einfach Abfallstoffe aus der Holzindustrie zu verfeuern. Anderenfalls müssen die abgeholzten Wälder laufend nachgeforstet werden. Wollten wir alle mit Holz heizen, gäbe es bald Engpässe! Am umweltschonendsten ist es daher mit Sägespänen, Holzwolle, Holzstücken und Reststücken zu heizen.

Mit Holzöfen zu heizen, das ist sowieso das ganze Jahr über eine gute Idee. Der Kamin kann auch an kühlen Sommertagen befeuert werden. Wichtig ist natürlich eine gute und vor allem gepflegte Anlage zu halten. Der Schornsteinfeger sollte regelmäßig kommen und die Anlage muss immer gut gewartet werden. Schlamperei geht ins Geld und auf die Gesundheit! Nur mit optimal gewarteten Öfen und gut getrocknetem Holz spart man Bares und heizt auch wirklich umweltschonend.

In modernen Holz- und Kohleöfen kann man vielerlei Brennstoffe verheizen:

  • Holz (Holzscheite, naturbelassenes Restholz)

  • Holzbriketts und Pellets

  • Koks

  • Briketts

  • Stein- und Braunkohle

  • Papierbriketts

Am naheliegendsten ist es, sich Holzbriketts selbst herzustellen, da wie gesagt, Abfälle aus Holz stets anfallen und beim örtlichen Baumarkt oft kostenlos übergeben werden.

Wichtige Hinweise vorab zum Selberpressen von Holzbriketts:

Du solltest nur Holzstücke, Sägemehl oder anderes Material verwenden, das nicht schadstoffbelastet ist. Beim Verbrennen entstehen natürlich umwelt- und gesundheitsgefährdende Emissionen. Viele Stoffe sind in Heizanlagen einfach nicht erlaubt. Das bedeutet: Bitte niemals alte Möbel, Regale, lackiertes Holz zerkleinern und verwenden! Das Holz muss naturbelassen und roh sein. Denke dabei an die Gesundheit deiner Mitmenschen und deiner eigenen und an die Erhaltung unserer Umwelt.

Bitte nur gut getrocknete Briketts verwenden, sonst lohnt sich der Aufwand nicht! Es geht ja darum, effizient und kostensparend zu heizen. Noch feuchte Holzbriketts haben schlechte Brenneigenschaften und geben umweltschädliche Emissionen ab. Je feiner das Material zum Pressen, umso besser das Ergebnis, weil die Briketts dichter werden.

Zutaten zum Pressen von Briketts:

  • Sägemehl, Holzabfälle, Späne

  • Wasser

  • Große Wanne zum Einweichen

  • Presse

  • Platz zum Trocknen und Aufbewahren

Welche Presse brauchst du?

Es gibt verschiedene Modelle an Holzbrikettpressen auf dem Markt. Wenn du immer nur kleine Mengen pressen willst, langen die mobilen Pressen. Man presst sie mit Muskelkraft zusammen. Es ist ein Sieb dabei, das das Wasser durchlässt. Große, professionelle Holzbrikettpressen können natürlich mehr. Sie schaffen mehr als ein Brikett pro Durchgang und dies ohne eigene Krafteinwirkung.

Lohnt sich der Aufwand?

Das ist fraglich. Für die kleinen mobilen Pressen braucht man Ausdauer und Kraft. Jedes Brikett muss einzeln hergestellt werden. Die großen Pressen kosten recht viel. Der Anschaffungspreis muss erst mal wieder hereinkommen. Die aufgewendete Arbeitszeit ist auch nicht ohne. Zudem ist die lange Lagerung platzaufwendig. Damit es sich lohnt, braucht man recht viel Material zum Pressen. Nach Berechnung aller Faktoren kann sich eine langfristige Kostenersparnis ergeben.

Wo bekommt man das Material zum Pressen her?

Oftmals kann man Holzverschnitt, Holzspäne oder Sägemehl von örtlichen Tischlereien oder holzverarbeitenden Betrieben bekommen. Auch Baumärkte haben Material übrig.

Anleitung Briketts aus Sägemehl selber pressen:

Das Sägemehl sollte einen Tag vor dem Pressen in Wasser gut einweichen. Es bildet sich ein richtiger Brei aus Sägemehl. Diesen kann man in die Presse einfüllen. Die Briketts müssen dann aber mindestens 6 Monate lang trocknen. Der Heizwert sinkt natürlich, je feuchter die Brennstoffe sind. Nach einem halben Jahr sind die Briketts meist noch nicht gut genug durchgetrocknet. Daher empfiehlt es sich, die Briketts auch noch in der Sonne oder an einem warmen Ort zu trocknen. Natürlich sollte man dafür nicht wieder Energie verschwenden.

Anleitung Briketts aus Papier selber pressen

Du kannst auch aus Papier Briketts herstellen. Dafür nimmst du altes Zeitungspapier. Das sollte in kleine Stücke gerissen oder geschnitten werden. Auch diese müssen dann wenigstens 12 Stunden in Wasser einweichen. Der Brennwert der gepressten Papierstücke ist gar nicht so schlecht. Ein Mix aus Papier und Sägemehl bietet sich auch an.

In beiden Fällen gilt: Es braucht Geduld beim Trocknen der Briketts. Gerade die Methode des Selberpressens birgt die Gefahr, dass du zu viel Restfeuchtigkeit in den Briketts hast. Das kann zu einem Schwelbrand in deinem Holzofen oder Kamin führen. Besser ist es, du wendest ein Holzfeuchtemessgerät an und überprüfst ob deine Brikett schon reif zum Verfeuern sind.

Auch bei der Lagerung musst du darauf achten, dass die Briketts nicht noch feucht werden oder wegen schlechter Belüftung Schimmel ansetzen. Schimmelige Briketts solltest du keinesfalls verfeuern und auch nicht länger lagern lassen. Die Sporen sind gesundheitsschädlich.

Fazit

Ob sich das Selberpressen von Holzbriketts für dich lohnt, kommt auf deine subjektiven Berechnungen an. Das heißt: Lohnen sich Zeit und Anschaffungskosten im Verhältnis zum Sparen beim Einkauf von Briketts? Richtige Holzbrikettpressen, die effektiv arbeiten sind teuer und der Anschaffungspreis muss erstmal wieder hereinkommen. Kaufst du keine solche Presse, sondern eine kleine Handpresse, kommt es darauf an, wieviel Muskelkraft und wie viel Zeit du zur Verfügung hast oder aufwenden willst. Die immer gleiche Bewegung beim Pressen der Briketts kann ganz schön in den Ellenbogen gehen und es droht etwa eine Schleimbeutelentzündung.

Du tust dir also nicht unbedingt einen Gefallen, wenn du eine kleine Presse kaufst. Wirtschaftlich sind natürlich sowieso eher die großen. Deren Anschaffung muss sich dann im Laufe der Jahre amortisieren. Dann hast du immer noch das Problem, dass die Briketts 6 Monate lang gut durchtrocknen müssen. Da du für den Winter einiges an Briketts brauchst, stellt sich die Frage: Wo trocknen lassen? In jedem Fall kannst du Holzbriketts immer schnell und kostengünstig bei PALIGO kaufen und dir bequem vor die Haustüre liefern lassen.

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