Buchenholz

Buche Als Brennholz

Wenn man von der Buche spricht, meint man hierzulande meist die Rotbuche. Sie ist der häufigste Laubbaum in den Wäldern Deutschlands. Auch in vielen anderen Teilen Europas ist sie heimisch. Die Hainbuche dagegen gehört zu den Birkengewächsen. Das sehr harte Holz der Rotbuche wird nicht nur in der Bau- und Möbelindustrie gern verwendet, es hat auch für das Heizen in Eigenheimen eine gewisse Bedeutung. Hier erfahren Sie Genaueres über das Heizen mit Buchenholz.

Die Merkmale von Buchenholz

Buchen können durchschnittlich 250 bis 300 Jahre alt werden. Dabei werden sie zumeist zwischen 20 und 30 Meter hoch. Obwohl sein korrekter Name Rotbuche lautet, schimmert das Holz des Buchenbaumes nur leicht rötlich. Erst beim Dämpfen, das dem Holz die Neigung zu Verwerfung und Rissbildungen nehmen soll, entsteht ein tieferer Rotton. Es handelt sich um feinporiges Holz mit gleichmäßiger Maserung, das sich gut hobeln und drechseln lässt. Als Reifholzbaum ist die Rotbuche über den gesamten Stammquerschnitt hinweg farblich homogen aufgebaut. Mitunter bildet sich allerdings ein Farbkern, der dann als Rotkern bezeichnet wird. Dieser ist bei größeren und älteren Bäumen häufiger.

In der Industrie erzielt das rotkernige Buchenholz geringere Preise als sogenanntes weißes Holz. Dennoch wird die Kernbuche zunehmend in der individuellen Möbelherstellung nachgefragt. Auch für Parkett wird Buchenholz gern verwendet, da es eine Härte von nach Brinell 34 N/mm² besitzt. Durch seine hohe Biegefestigkeit, die jedoch im gedämpften Zustand geringer ist, und weil es – durch seine kurzen Holzfaserlängen - sehr plastisch ist, ist Buchenholz für die Anfertigung gebogener Formteile geeignet.

Wirtschaftliche Verwendung

Früher nutzte man Buchenlaub als Einstreu und Buchenholzasche für die Glasproduktion. Im 20. Jahrhundert hatte man entdeckt, dass Eisenbahnschwellen aus Buchenholz dank einer Teeröl-Imprägnierung vierzig Jahre lang vor Pilzbefall sicher waren. Seitdem bekam die Eiche forstwirtschaftliche Konkurrenz durch die Buche. In der Mitte des letzten Jahrhunderts wurden viele Gebrauchsgegenstände aus Buchenholz gefertigt – etwa Wäscheklammern oder Kochlöffel. In der heutigen Zeit werden diese Dinge vermehrt aus Kunststoff hergestellt, dennoch wird Buchenholz gern in der Spielzeug- und Möbelindustrie verwendet. Auch beim Parkett- und Treppenbau ist es gefragt.

Mit einem Sechstel des Gesamtholzeinschlages in Deutschland pro Jahr ist die Rotbuche ein sehr bedeutender Nutzbaum. Dabei wird Buchenholz entweder als Rundholz oder als Schnittholz bzw. Furnier verkauft. In massiver Form als Konstruktions- und Bauholz wird es nur eingeschränkt genutzt, da es nicht sehr standfest ist. Als Industrieholz wird es vor allem für Span- und Faserplatten verwendet. Darüber hinaus ist Buchenholz heutzutage in der Papierindustrie und als Chemiezellstoff für unter anderem Viskose und Lyocell wichtig.

Die Buche als Brennholz

Buchenholz wird meist in Form von Scheiten angeboten. Gelegentlich sind Buchenspäne zudem Bestandteil von Hartholz-Briketts. Die generellen Vorteile des Heizens mit Holz treffen auch bei dieser Holzart zu. So hat Holz als natürlicher Rohstoff oft kurze Transportwege hinter sich und konnte auf umweltfreundliche Weise geerntet werden. Wer mit Buchenholz heizt, macht sich in weiten Teilen von fossilen Brennstoffen unabhängig. Speziell Buchenbrennholz zeichnet sich durch seinen äußerst hohen Brennwert von rund 2100 kWh/rm aus. Dazu kommt ein sehr ruhiges und gleichmäßiges Abbrandverhalten, welches für konstante Wärmequalität sorgt. Als Kaminholz ist es nicht harzig, daher bleiben Knackgeräusche weitestgehend aus. Kaminbesitzer erfreut der ausbleibende Funkenflug. Grillfreunde dürfte zusätzlich interessieren, dass Buchenbrennholz stark glutbildend ist. So wird das Grillgut sicher durchgegart. Seine hohe Qualität speist Buchenholz unter anderem aus der Tatsache, dass es Hartholz ist und kein Weichholz wie etwa Kiefer, Tanne oder Fichte.

Hartholz hat einen etwas höheren Preis als Nadelholz. Dieser amortisiert sich jedoch im Laufe der Zeit durch die längere Brenndauer: Buchenbrennholz benötigen Sie für dieselbe Zeit in geringerer Menge als beispielsweise Fichtenholz. Dabei ist sicherzustellen, dass der jeweilige Kamin oder Ofen beim Verbrennen von Hartholz nicht heißer wird als er es aushält. In vielen Fällen kann es somit Sinn machen, unterschiedliche Brennhölzer zu kombinieren, damit die Ofentemperaturen kontrollierbarer sind. Außerdem sichert die parallele Nutzung mehrerer Holzarten die vollständige Verbrennung des Holzes.

Lagerung und Trocknung von Buchenbrennholz

Buchenbrennholz, wie es bei Paligo erhältlich ist, hat schon bei der Lieferung einen optimalen Wassergehalt von höchstens 20%. Sie müssen es daher nicht erneut trocknen, bevor Sie es verheizen. Der korrekte Feuchtigkeitsgehalt wurde herstellerseitig durch Luft- oder Kammertrocknung erreicht. Sollten Sie allerdings das Holz in feuchter Umgebung lagern, kann sein Wassergehalt wieder zunehmen. Dies würde den Brennwert verschlechtern. Am besten trocknet gespaltenes Holz, das an sonnigen Orten auf trockenen Untergründen verweilt. Schließlich soll es keine Bodenfeuchte aufnehmen. Ist das Holz bereits zu feucht, muss es rund 18 Zentimeter über dem Boden lagern. So kann die Feuchtigkeit nach unten abschließen und das künftige Brennholz ist vor der Bodenfeuchte geschützt. Wie auch andere Materialien trocknet Buchenbrennholz besonders gut, wenn es gefriergetrocknet wird. Dazu braucht es eine Kombination aus Kälte, Sonne und Wind.

Bekanntermaßen ist die Holzfeuchte der Wasseranteil des Holzes, der in Prozent dargestellt wird. Dabei wird jedoch die Trockenmasse des Holzes als Richtwert genommen. Zur Messung kommt die „IBT Richtlinie zur Messung und Bestimmung der Brennholzfeuchte“ zum Einsatz. Danach wird mit einem elektrischen Widerstandsmessgerät in einer Scheithälfte sowohl circa 5 cm vom Hirnholzende als auch in der Mitte quer zur Faser gemessen. Die mittlere Holzfeuchte erhält man durch Addition der Messwerte und anschließendes Teilen durch die Anzahl der Messwerte.
Im Gegensatz dazu bezieht sich der Wassergehalt auf die Gesamtmasse aus Feststoff und Wasser. Gemessen wird dabei mit dem Darrverfahren: Die Holzprobe wird gewogen und danach darrgetrocknet. Nach einem erneuten Wiegen wird wieder die Holzfeuchte bestimmt. Der oft verwendete Begriff „luftgetrocknetes Holz“ sagt aus, dass der Wassergehalt des so Bezeichneten bei höchstens 20 Prozent liegt. Bei optimaler Lagerung erreicht Buchenholz diesen Wert nach ein oder zwei Jahren. 2,5 Kilo solchen Buchenholzes ersetzen rund einen Liter Heizöl.

Fazit

Buchenholz ist in Deutschland sehr beliebt als Brennholz, weil es vielfältig verwendbar ist. Es kann unter anderem im Smoker, im Kamin und im Ofen zum Einsatz kommen. Auch in der Feuerschale oder beim klassischen Grillen machen sich Buchenscheite gut. Ob zum Feuern oder Räuchern – Es ist immer eine gute Idee, einen Holzvorrat mit Buche zu besitzen. Indem Sie bei Paligo bestellen, stocken Sie Ihren Vorrat ohne umständliche Fahrten auf. Hochwertiges Buchenbrennholz kann Ihnen frei Haus geliefert werden.

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