Die einheimische Eiche: Maximaler Heizwert aus der Natur

Brennhölzer und ihre Eigenschaften

Grundsätzlich kannst Du so gut wie jedes Holz aus der Natur verheizen. Manche Holzsorten sind aber im Nu verbrannt und haben dabei nur kurz Wärme abgegeben, andere Holzarten heizen lange, gleichbleibend und intensiv. Damit Du energiesparend heizt, solltest Du Dich ein wenig mit den verschiedenen Brennhölzern und ihren Heizwerten auskennen. In unserem Ratgeber erfährst Du alles Wissenswerte dazu.

Der Heizwert von Brennholz

Grundsätzlich ist Holz ein natürlicher energiesparende Brennstoff. Bevor Du mit Holz heizt, solltest Du Dich für eine Holzsorte mit idealen Brenneigenschaften entscheiden. Man vergleicht die verschiedenen Holzarten anhand ihrer Brennwerte pro Raummeter (rm).
Was ist ein rm? Es ist das handelsübliche Maß für Kaminholz oder Brennholz. Ein rm ist ein Quader von Rundhölzern, die alle 1 m lang sind und zu einem Quader von 1 x 1 m gestapelt wurden.
Es ist sehr wichtig den maximalen Heizwert zu vergleichen, um das ideale Holz für den eigenen Ofen zu finden.

Verbrennst Du nun einen Raummeter an Holz, so ergibt sich für jedes Holz ein anderer Heizwert. Man nennt ihn den Brennholz Heizwert. Der Vergleich der verschiedenen Holzarten muss allerdings unter gleichen Bedingungen vorgenommen werden. Das heißt, alle Hölzer müssen gleichermaßen getrocknet sein. Wenn das Brennholz noch restfeucht ist, so kann es durchaus sein, dass ein sonst optimales Brennholz schlecht heizt. Allgemein kann Restfeuchte den Brennwert um +- 15 % beeinflussen.

Es kann also durchaus vorkommen, dass Du zwar das ideale Holz gekauft hast, aber der Brennholz Heizwert zuhause nicht eingehalten wird, weil andere Bedingungen vorliegen, nämlich dass Dein Holz nicht optimal vorgetrocknet wurde. Das Problem hast Du nicht, wenn Du extra vorgetrocknetes Holz bei PALIGO bestellst.

Übrigens: Maximaler Brennholz Heizwert und der sogenannte Brennwert sind nicht das Gleiche, werden aber oft synonym verwendet. Genau genommen, liegt der Heizwert von Holz ca. 10 % unter dem Brennwert. Wenn Sie also eine Tabelle mit den Brennwerten verschiedener Hölzer finden, so ziehen Sie von den Werten einfach 10 % ab, um den Brennholz Heizwert zu erhalten.

Verschiedene Holzarten und ihre Heizwerte

Die Top-Hölzer unter den Heizhölzern sind Eiche und Buche. Der Eichenholz Brennwert und der der Buche liegen beide bei etwa 2100 KWh/rm. Die einheimische Eiche hat eine gute Glutbildung und einen maximalen Heizwert. Sie enthält kaum Harz und hat kaum Funkenflug. Allerdings verbrennt Eichenholz ohne Knistern und Knacken, was für viele Kaminbesitzer beim offenen Kaminfeuer dazu gehört.
Betrachtet man das Flammenbild, so sind Birke und Buche attraktiver. Schaut man aber auf die Heizleistung der Holzarten, so sollte der optimale Brennwert von Eichenholz das ausschlaggebende Argument sein. Wann immer es mehr um Wärme, als um Optik geht, so darf Eichenholz mit seinem hohen Brennwert zum Einsatz kommen.

Um einer Verschmutzung der Kaminwände durch die Gerbsäuren der Eiche entgegenzuwirken, sollte das Eichen-Brennholz gut durchgetrocknet sein. Es trocknet leider sehr langsam. Allgemein lässt man es sogar zwei bis drei Jahre lagern und nimmt es erst dann zum Heizen. Das Holz lässt sich aber leicht spalten und auch lange lagern, ohne dass es verrottet. Eichenholz ist also für alle ideal, die einen großen Vorrat an Brennholz bei sich zuhause lagern können oder wollen. Sich Brennholz je nach Bedarf immer online zu bestellen, bei paligo.de, ist allerdings die bequemere Alternative.
Optimal vorgetrocknetes Kaminholz, wie das Eichenholz mit hohem Brennwert, das Du selbst zwei Jahre lagern müsstest, kannst Du leichter online bestellen.

Buchenholz – toll für offene Kamine

Buchenholz und Eichenholz haben allgemein die besten Heizwerte. Buchenholz hält die Wärme lange, entwickelt viel Glut und brennt schön gleichmäßig ab. Es ist ideal für offene Kamine, da es kaum Funkenflug bildet.
Eichenholz bildet leider im Vergleich zum Buchenholz leicht Geruch bei der Verbrennung durch seine Gerbsäuren. Man nimmt es daher am liebsten für geschlossene Öfen wie den Kachelofen. Je trockener das Eichenholz aber ist und je besser es gelagert wird, umso mehr verringert sich die Geruchsbildung. Durch den hohen Brennwert des Eichenholzes ist es meist erste Wahl für allen, denen Energieeffizienz wichtig ist.

Brennendes Eichenholz

Wenn Du Dich für Buchenholz entscheiden, so hast Du oft die Wahl zwischen Rotbuche und Weißbuche. Die Rotbuche ist das klassische Kaminholz. Sie macht das typisch beliebte orange Flammenbild ohne viel Funken. Sie verströmt dazu einen behaglichen Geruch. Rotbuche nimmt man auch zum Grillen und für Pizza- und Brotöfen. Der wohlriechende Duft lässt es das ideale Holz zum Räuchern von Fisch und Fleisch sein.

Die Weißbuche oder Hainbuche hat ein viel helleres Flammenbild, eher hellblau-gelb. Sie zeichnet sich durch einen ebenfalls hohen Brennwert aus, verbrennt vollständig und bildet nur wenig Glut. Es ist eine schwere Holzart, die lange brennt. Allerdings lässt sie sich auch nur schwer entzünden. Die Weißbuche hat eine löcherige Struktur. So heizt sich das Holz beim Brennen von innen auf und kann noch mehr Wärme abgeben.

Alternativen außerhalb der Heizsaison

Ahorn oder Kirschbaum ähneln der Rotbuche und bieten ebenfalls ideale Kaminholz Heizwerte. Interessant für Kaminbesitzer ist auch die Birke. Sie verströmt einen angenehm frischen Geruch, durch ihre ätherischen Öle, spritzt kaum Funken und ist leicht entzündbar. Daher nimmt man sie auch gerne zum Anfeuern. Ihr Brennwert liegt allerdings unter der Buche, Esche und Eiche. Das Flammenbild mit seinem hellen, blauen Licht macht sie zu einem beliebten Kaminholz.

Wer im Sommer hin und wieder den Kamin befeuern will, der sollte Pappel oder Weidenholz nehmen. Diese Weichlaubhölzer brennen schnell ab und haben nur wenig Energieleistung. Für den gemütlichen Kamineffekt am Abend sind sie aber ideal.

Die Esche hat in etwa die gleichen Brenneigenschaften wie die Buche, ist aber seltener als Eiche, Buche und Birke und scheidet für den Kauf von Kaminholz hierzulande aus.

Fichten und Kiefern sind gut für die Herbst- und Frühlingssaison. Sie werden gerne zum Beimischen genommen.

TIPP: Ein Vergleich der Brennholz Heizwerte schadet nicht und hilft Dir, genau das richte Brennholz für Deinen Bedarf zu finden. Warum solltest Du im Sommer mit dem intensiv wärmenden Eichenholz mit idealem Brennwert heizen, wenn Du Dich nur kurz am Abend gemütlich vor den Kamin setzen wollen. Oder, wenn Du bei Einladungen mit einem prasselndes Kaminfeuer das Dinner untermalen möchten?

Brennwerte von Kaminholz im Vergleich

  • Eichenholz, Buchenholz, Robinienholz, und Esche haben den gleichen Brennwert von 2100 KWh/rm. Dies entspricht einer Heizölmenge von 210 l/rm.
  • Kastanienholz hat einen Brennwert von 2000 KWh/rm.
  • Ahorn, Birke, Platane, Ulme haben einen Brennwert von 1900 KWh/rm. Dies entspricht 190 l Heizöl/rm.
  • Kirschholz hat 1800 KWh/rm.
  • Lerche, Kiefer und Douglasie haben 1700 KWh/rm, der Wert entspricht 170 l Heizöl.
  • Erle, Linde, Fichte haben 1500 KWh/rm Brennwert, dies entspricht 150 l Heizöl.
  • Tanne und Weide haben 1400 KWh/rm.
  • Pappel 1200 KWh/rm, was 120 l Heizöl entspricht.

Fazit:

Wir von PALIGO empfehlen Dir als ideales Brennholz für kalte Wintertage: Eichenholz hat einen maximalen Heizwert. Spielt die Optik des offenen Kaminfeuers eine wichtige Rolle, für besondere Anlässe oder einfach nur zwischendurch, dann sollten Sie Buchenholz oder Birkenholz parat haben.


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