Grillvorgang mit Rauch

Auf welche Gefahren Du beim Grillen achten solltest Damit weder Du noch die Umwelt zu schaden kommen.

Grillen ist nicht nur im Sommer eine beliebte und gesellige Freizeitgestaltung. Gemeinsam im Freien Essen zuzubereiten kommt niemals aus der Mode. Doch ebenso wird der Umgang mit heißen Grills nie komplett sicher sein. Es gilt grundsätzlich, auf einige Punkte zu achten, damit weder Du, noch Deine Freunde oder die Umwelt zu schaden kommen.

Finde einen sicheren Grillort!

Eine Kohlenstoffmonoxidvergiftung gehört zu den Gefahren, an die man nicht gleich denkt. Jedoch ist sie nicht nur ein Fall für Krimis und historische Berichte, sondern ereignet sich auch heutzutage noch gelegentlich. Die Ursache ist, dass, wenn in geschlossenen Räumen gegrillt wird, das Gas nicht in ausreichendem Maße abziehen kann. Auch ein Wintergarten oder eine Garage sind geschlossene Räume und auch brennende Glut lässt noch viel Kohlenstoffmonoxid entstehen.

Gefährlich für die Natur und unter Umständen nahe Siedlungen ist ein Waldbrand. Den Grill im Wald, auf dem Feld oder im Naturschutzgebiet aufzustellen ist daher gerade in trockenen Wochen eine strafrechtlich relevante Tat. Wenn Du abseits des eigenen Grundstücks und nicht auf ausgewiesenen Plätzen grillst, kann je nach Gemeinde durchaus ein Ordnungsgeld von bis zu tausend Euro fällig werden.

Insbesondere, wenn Du einen einfachen Aluschalen-Grill verwendest, drohen Verbrennungen. Die Alu-Unterseite kann äußerst heiß werden und beispielsweise trockenes Gras rasch entzünden. Generell solltest Du nur auf einer ebenen Fläche mit feuerfestem Untergrund einen Grill positionieren. Keinesfalls solltest Du Dir selber eine Grillbasis basteln. Besser ist es, beispielsweise einen Standgrill auf Beton zu nutzen oder die Grillplätze anzusteuern, die die Stadtverwaltung als solche gekennzeichnet hat. Dort sollte es praktischerweise zudem Behälter zur Entsorgung der Restasche geben.

Das Umfeld und die richtigen Utensilien

Steht der Grill an einem guten Ort, sollte immer jemand ein Auge auf ihn haben. Egal, wie der Nachmittag oder Abend verläuft – Brennbares, wie ein Sonnenschirm oder eine Laterne, sollte sich immer in ausreichendem Abstand zum Grill befinden. Wenn Du am Grill stehst, solltest Du brandschutzsichere Kleidung tragen. Entsprechende Schürzen und Handschuhe sind im Handel erhältlich. Damit schützt Du Dich vor heißen Fettspritzern, aber auch vor plötzlichen Stichflammen.

Gerade in den Sommermonaten müssen Rettungskräfte häufig ausrücken, weil sich Personen an erhitzten Flächen Brandwunden zugezogen haben oder sich an Fettspritzern verbrannt haben. Aus Erfahrung rät die Feuerwehr, stets Wasser und Feuererstickendes (etwa eine dicke Decke) sowie Verbandmaterial am Ort des Grillens vorzuhalten.

Eine leider noch gelegentlich auftretende Ursache für Verletzungen ist der Einsatz von Spiritus. Dieser, wie auch andere Brandbeschleuniger, birgt das Risiko von Stichflammen in sich. Besser ist es, Geduld am Grill zu zeigen und auf sichere Grillanzünder zu setzen, die zwischen den Kohlen verteilt werden und zu einer gleichmäßigeren Flammenbildung führen.

Wenn Du auf Deine langfristige Gesundheit achten möchtest, solltest Du bei der Verwendung von Alufolie aufpassen. Sie sollte keine salzigen oder sauren Lebensmittel enthalten, da Säure und Salz die Aluminiumionen aus der Folie lösen. Umso länger sich Folie und Speise berühren, desto mehr Alu-Ionen gehen ins Essen über. Die Forelle mit Zitronensaft oder der Schafskäse in Salzlake sind also keine gute Idee.

Wie das Umweltbundesamt erklärt, machen Alu-Grillschalen für Fleisch jedoch Sinn. Sie sind sicher, solange Du erst würzt und salzt, wenn sich das Grillgut auf dem Teller befindet. Handelsübliche Aluminiumfolien können unter Umständen eine Alu-Ionen-Menge abgeben, die weit über der Dosis liegt, welche die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit für unbedenklich erklärt hat. Bei häufigem Überschreiten kann es zu negativen Wirkungen auf das Nervensystem, die Fruchtbarkeit und die Knochenentwicklung kommen.

Besonderheiten bei Kohlegrill und Gasgrill

Es ist in jedem Fall gut, sich die Eigenheiten des verwendeten Grillgeräts bewusst zu machen. So solltest Du beispielsweise bei einem Gasgrill stets überprüfen, ob die Gasanschlüsse dicht sind, da ein diesbezüglicher Mangel zu einer Stichflamme führen kann. Dies kann ebenfalls dann passieren, wenn Du das Gas zu hoch dosierst. Du bist auf der sicheren Seite, wenn Du vor der Nutzung eines neuen Gasgrills ausführlich die Warnhinweise liest, die der Gebrauchsanleitung beiliegen.

Verwende nur die Gaskartuschen, die der Grillhersteller empfiehlt und versuche auf keinen Fall, nicht kompatible Kartuschen mit Selbstgebasteltem zu überbrücken. Schließlich droht das Austreten und Entzünden von Gas. Gefahren können natürlich auch beim Grillen mit einem Kohlegrill auftreten. So glühen die Kohlen noch lange nach dem eigentlichen Grillvorgang nach. Um das Verletzungsrisiko niedrig zu halten, solltest Du beim Entleeren des Grills aufpassen. Sein Inhalt kann immer noch so heiß sein, dass Verbrennungen drohen, auch wenn die Schale von außen schon abgekühlt ist.

Beim Grillen entstehen tendenziell die gesundheitsschädlichen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK). Und zwar vor allem dann, wenn Fett direkt auf Holzkohle tropft bzw. mit glühenden Flächen in Kontakt kommt. Fettreiches Fleisch gehört daher in eine Alu-Grillschale. Leider ist außerdem die beliebte Technik, Bier oder Wasser auf das heiße Grillgut zu spritzen, diesbezüglich nicht empfehlenswert. Verbrennen Flüssigkeiten im Grill, gehen bis zu acht Mikrogramm des PAK Benzopyren auf das Grillgut über. Diese Menge ist ansonsten im Rauch von sechshundert Zigaretten enthalten. Des Weiteren können Glycidylester gebildet werden. Damit diese ungesunden und unerwünschten Substanzen nicht allzu sehr in Deine Speisen gelangen, kannst Du versuchen, den Rost weiter von den Kohlen zu entfernen. Der Abstand von Grillgut und Kohle ist ein wichtiger Faktor, da bei hohem Abstand Teile der schädlichen Glycidylester verfliegen. Im Übrigen ziehen entstehende Dämpfe im Allgemeinen besser ab, wenn Du den Grillrost nicht so voll packst. Zwischen jedem zu grillenden Teil sollten ein paar Zentimeter Platz sein.

Fazit

Beim Grillen lauern einige gesundheitliche Gefahren, die überwiegend eher langfristige Schäden verursachen. Schnell kann dagegen ein Grillunfall geschehen. Die Ursache dafür kann sehr unterschiedlich sein. Du solltest bei allen Tätigkeiten am Grill bedenken, dass Verbrennungs- und Brandgefahr besteht. Von Eigenkonstruktionen und unzulässigem Zubehör ist abzusehen. Sichere, geprüfte Grillanzünder findest Du bei Paligo ebenso wie hochwertige Holzkohle.

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