Hand mit Holzpellets

Heizen mit Holzpellets Eine attraktive Alternative zu Heizöl

Ratgeber zum Heizen mit Pellets

Die weltweiten Vorräte fossiler Brennstoffe wie Erdöl und Erdgas gehen langsam aber sicher ihrem Ende entgegen. Zwar werden sie vor allem im industriellen Bereich weiter benötigt. Doch gerade vor dem Hintergrund eines ökologischen Bewusstseins planen viele Hausbesitzer den Umbau ihrer Heizung zu alternativen Energien - zum Beispiel hin zu Heizungen mit Holzbrennstoffen wie Holzpellets. Wir erklären, was es mit den kleinen Presslingen auf sich hat, wie sie gelagert werden müssen und was Hausbesitzer beim Umbau beachten sollten.

Holzpellets sehen unspektakulär aus, sind aber hocheffizient und ein absolutes Naturprodukt! Denn die kleinen Holzpresslinge bestehen nur aus Sägemehl und Holzspänen, die in Holzproduktionen anfallen. Mit Hilfe eines Pressverfahrens werden sie unter hohem Druck in eine zylindrische Form gebracht. Am Ende sind die Pellets 20 Zentimeter lang und 6 Millimeter dick – übrigens müssen sie in Deutschland der DIN 51731 „Anforderungen an Presslinge aus naturbelassenem Holz“ entsprechen.

Günstig und preisstabil

Pellets bestechen durch ihre niedrige und vor allem stabile Preisentwicklung – und unterscheiden sich damit deutlich von Erdöl. Und weil die heutigen Pelletöfen und -kessel einen Wirkungsgrad von bis zu 95 Prozent haben, sind sie eine attraktive Alternative zu fossilen Brennstoffen. Die Holzpellets haben einen Heizwert von rund 5 kWh/kg – das entspricht etwa einem halben Liter Heizöl. Im Durchschnitt hat eine Tonne Pellets im Jahr 2015 242 Euro gekostet und lag damit etwas unter den Preisen der Vorjahre. 

Pelletöfen: Die kleine Lösung für den Hausgebrauch

Wer mit dem Gedanken spielt, seine Ölheizung gegen ein System mit dem Festbrennstoff Holzpellets auszutauschen, kann heute zwischen verschiedenen Systemen unterscheiden. Viele Hausbesitzer entscheiden sich für einen Pelletofen zur Erwärmung einzelner Räume oder Etagen. Die Öfen stehen dann in einem Wohnraum, wo sie Wärme in den Raum abgeben. Angeschlossen an ein Warmwasser-System lassen sich auch größere Heizkreisläufe erwärmen. Alle Pelletöfen verfügen über einen kleinen Vorratsbehälter, wo die Holzpresslinge aufbewahrt und automatisch dem Brennraum zugeführt werden. Allerdings muss der Vorratsspeicher per Hand aufgefüllt werden. Die Pellets werden als Sackware meistens in Größen mit 15 oder 25 Kilogramm angeboten. Je nachdem, wie viel man heizt, muss spätestens alle zwei bis drei Tage nachgefüllt werden. Für diejenigen, die das händische Nachfüllen nicht stört und ausreichend Lagerraum für eine Saison zur Verfügung haben, ist eine solche Anlage genau richtig.

Auf Feuchtigkeit reagieren die kleinen Presslinge übrigens extrem allergisch. Sobald sie mit Feuchtigkeit in Kontakt kommen, quellen sie auf und lassen sich – auch im getrockneten Zustand – nicht mehr verwenden. Im schlimmsten Fall legen sie den Betrieb von Öfen lahm. Unser Tipp: Konsequent darauf achten, dass die zur Verfügung stehenden Lagerräume trocken sind. 

Der Pelletkessel: Vollautomatisches Heizsystem mit viel Komfort

Komfortabel, aber eine größere Investition, ist die vollautomatische Pelletanlage. Dafür ist sie eine hervorragende Alternative zu einer bestehenden Ölheizung. Wer von Öl auf Pellets umrüstet, kann häufig seinen Öltank zu einem Pellettank umbauen, der mindestens 400, besser 500 Liter fassen sollte. In vielen Fällen reicht das vorhandenen Volumen des Tanks bereits für die Holzpresslinge.  Lässt sich diese Idee nicht umsetzen, gibt es von den Herstellern Silos aus Stoff, die sich sehr einfach im Keller aufstellen lassen. Ein Polyestergewebe wird dabei auf einem Tragegestell aufgezogen und ist durch eine Schnecke mit der Heizung verbunden.  Der Gewebetank ist schnell montiert, kostengünstig und staubdicht. Im Betrieb der Anlage werden die Pellets nun meistens über eine Förderschnecke in den Kessel befördert, wo das Enzünden der Pellets elektrisch erfolgt. Eine Kombination von Wärmespeicher und Pelletkessel macht im Übrigen viel Sinn und ist in vielen Bundesländern bereits Pflicht. Übrigens: Wer keinen Platz im Keller hat, kann einen Tank ober- oder unterirdisch im Garten integrieren.

Die Pellets richtig lagern und verheizen

Befüllt werden die Tanks mit loser Ware. Ein Tankwagen bläst über einen in der Hauswand eingebauten Stutzen die Pellets in das Gehäuse. Damit nicht zu viel Abrieb bei den Holzschnitzeln entsteht, sollten Tankwagen und Silo nicht weiter als 30 Meter voneinander entfernt stehen. Um das Lager sicher zu füllen, benötigt der Tankwagen in aller Regel zwei Anschlüsse: Einen Anschluss zum Einblasen der Pellets, einen weiteren Anschluss zum Absaugen des entstandenen Staubes. Unser Tipp: Jeder Silo kann einmal leerlaufen, weil der Winter besonders kalt ist oder man das rechtzeitige Tanken vergessen hat. Halte für solche Fälle immer einige Säcke Pellets auf Lager. So kannst Du an einzelnen Abenden oder Wochenenden schnell reagieren, falls nötig.

Sicherheit geht auch beim Heizen vor!

Die Pellets unterliegen bei der Lagerung den gleichen Sicherheitsvorschriften wie Öl oder Gas. Die finden sich in der Verordnung über Feuerungsanlagen und Brennstofflagerung (FeuVo) und werden von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausgelegt. Will man die Heizanlage umrüsten, ist ein Besuch beim zuständigen Bauamt sinnvoll. Besondere Vorschriften, zum Beispiel im Rahmen des Brandschutzes, gibt es allerdings meistens erst, wenn eine Lagermenge von 15 Tonnen überschritten wird.

Die Belüftung im Lagerraum

Pellets haben einen bestimmten Eigengeruch, der während der Produktion der Pellets entstanden ist. Organische Verbindungen setzen Gase wie Kohlenmonoxid (CO) und Kohlendioxid (CO2) frei, die in hoher Konzentration gesundheitsschädigend sein können. Aus diesem Grund sollte die Tür zum Tank- und Heizungsraum mit einer Brandschutztüre gesichert sein. Eine konstante Belüftung durch ein spezielles Außenrohr sowie ein Meldegerät für zu hohe Kohlenmonoxid-Konzentrationen sollte für jeden Betreiber einer solchen Anlage ein Muss sein. Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) hat Richtlinien zum Thema formuliert, die sich in den VDI-Richtlinien 3464 nachlesen lassen: www.vdi.de 

Wohin mit der Asche?

Egal, ob Ofen oder Kessel: der Aschebehälter muss von Zeit zu Zeit geleert werden. Durch die besonders effektive Verbrennung der Pellets bleiben aber kaum Rückstände. In einem normalen Einfamilienhaus fallen im Jahr nur 30 Kilogramm Asche an. Übrigens: Die Asche lässt sich toll als Dünger im Garten verwenden. Einfach locker über die vorhandenen Beete streuen. Und falls kein Garten vorhanden ist, geht auch die Entsorgung im Hausmüll.

Anlagen richtig geplant

Egal, für welches System man sich entscheidet: Lasse dich vorab in jedem Fall von Experten beraten, bevor Du an die Umsetzung gehst. Denn nur so holst Du das Optimum mit hohen Wirkungsgraden aus Deiner Heizung heraus. Informiere Dich auch bei IDeiner Stadt oder der KfW über Fördermöglichkeiten einer solchen Anlage.

Hättest Du es gewusst?

Der Name Pellet stammt aus dem Englischen und heißt übersetzt Bällchen oder Kügelchen!

Checkliste für Deine Pelletheizung!

  • Was soll eine Pelletheizung in meinen vier Wänden leisten? Will ich eine Komplettversorgung oder nur Wärme für einzelne Räume? 
  • Eignet sich mein bisheriges Heizsystem zum Umbau zu einer Pelletheizung? 
  • Will ich eine Zentralheizung oder einen Ofen? 
  • Steht genügend trockener Lagerraum zur Verfügung?
  • Welche Förderprogramme gibt es?
  • Angebote einholen und vergleichen
  • Entspricht die Anlage der geltenden Energiesparverordnung?
  • Wie gestalten sich Abnahme und Wartung der Anlage? 

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