Stellschalter einer Heizung

Zurück in die Zukunft – ein Blick auf das Heizverhalten in Deutschland Holz, Gas oder Öl?

Jedes Jahr im Herbst heißt es deutschlandweit: Heizung an! Während Wintermuffel noch schnell den Winterurlaub buchen, kommen andere jetzt erst richtig in Fahrt. Vor allem Menschen mit Kamin freuen sich auf knisterndes Holz und kuschelige Abende am Feuer. Holz liegt wieder voll im Trend! Und das nicht nur aus romantischen Gründen.

Heizen mit Festbrennstoffen wie Holz und Pellets ist eine echte Alternative zu umweltschädlichen und teuren Gas- und Ölheizungen. Doch handelt es sich hier wirklich um einen Trend? Schließlich war schon das Heizen mit Holz bei den Großeltern beliebt. Wir zeigen auf, wie sich das Heizverhalten in Deutschland verändert hat, wie es derzeit aussieht und welche Trends sich für die Zukunft abzeichnen, womit geheizt wird.

Heizen mit Holz war früher Status Quo in Deutschland und anderswo

Wenn Sie schon einmal in einem Altbau gewohnt haben, wissen Sie, wie früher geheizt wurde: Mit Holz! Gehen wir dafür ein paar Schritte zurück in die Vergangenheit. Schon unsere Ur-Ur-Vorfahren, wie Neandertaler, konnten am wärmenden Lagerfeuer besser überwintern und Lebensmittel haltbarer machen. Im Verlauf der Zivilisation wurde das Lagerfeuer von komplexeren Heizsystemen abgelöst. Die Fußbodenheizung war beispielsweise schon bei den Römern beliebt. Unterirdisch verlaufende Rohre wurden damals mit Holz beheizt und trugen zu einem luxuriösen Ambiente bei.

Mit einem Blick auf den Kamin werden Unterschiede zu älteren Heizmethoden verdeutlicht. Mit dieser Erfindung veränderten sich die Wohnhäuser in den kälteren Regionen Europas. Zunächst wurde hier mit Holz, später auch mit Kohle geheizt. Noch heute gibt es Wohnungen und Häuser, die mit einer alten Holzheizung ausgestattet sind. Die Warmwasserheizung kam zur Jahrhundertwende und nach dem zweiten Weltkrieg hielt die Zentralheizung Einzug und löste schrittweise Kamin und Kohleöfen ab. Öl und Gas wurden zum Heizmittel Nr. 1! Wie bequem damit Heizen wurde wird mit einem Blick auf die Funktion erklärt! Statt Holz nachzulegen, musste nur noch am Regler gedreht werden. Bis in die 70er Jahre haben sich Verbraucher kaum Gedanken über Heizverhalten, Ressourcen-Knappheit und Raubbau an der Umwelt gemacht. Eine einschneidende Veränderung gab es erst seit der Ölkrise 1974. Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere an autofreie Sonntage und horrende Preise bei der Öl-Beschaffung? Die Ölkrise hat wohl die ganze Welt wachgerüttelt! Als positive Folge auf die Rohstoffknappheit entwickelten sich einerseits Alternativen wie Wärmedämmung in Neubauten, aber auch das Bewusstsein in Deutschland in Bezug auf Heizen verändert sich bis heute – nämlich weg vom Erdöl und hin zu erneuerbaren Energien sowie zum Festbrennstoff Holz.

Wie sieht es derzeit in deutschen Heizkellern aus?

Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass Heizkessel nach 30 Jahren erneuert werden müssen. Mit einem Blick in die Zukunft wird klar, dass es den nächsten Jahren voraussichtlich zu einer regelrechten Austausch-Welle kommen wird, hat das Marktforschungsinstitut Dr. Grieger & Cie. Hausbesitzer nach Heizungsverhalten der Haushalte gefragt. Einige Resultate waren voraussehbar, andere sind wiederum überraschend! So befeuerten die meisten Haushalte ihren Wohnraum im Jahr 2016 nach wie vor mit Gas oder Öl. Gut die Hälfe besitzt eine Gasheizung, ein Viertel heizt nach wie vor mit Erdöl. Dies war zu erwarten, da Heizanlagen noch vor 30 Jahren vor allem auf diese beiden Rohstoffe ausgerichtet waren. Nach den genannten beiden Auslaufmodellen steht an dritter Stelle das Heizen mit Holz- oder Pelletheizungen. Hier fällt die Nutzung regional allerdings unterschiedlich aus. So wird in Berlin noch vermehrt auf fossile Festbrennstoffe gesetzt. In der Hauptstadt nähert sich der Wert mit 21 Prozent an die Ölheizung an. In Bayern und Rheinland-Pfalz dagegen sind Holz und Pellets sehr beliebt.

Auf die Frage, welche Heizungsart in Zukunft genutzt wird, stehen Erdgas und Solarenergie ganz oben, dicht gefolgt von Holzpellet-Heizungen. Den Eigenheimbesitzern ist beim Heizen eine lange Lebensdauer der Heizung wichtig und natürlich Kosten, Qualität und die Ökobilanz. Damit liegt Deutschland europaweit auch im Bereich Heizen vorn, wenn es um Nachhaltigkeit und Innovation geht.

Festzuhalten ist, dass es einen Trend in Deutschland gibt, was das Heizen anbelangt. Ganz pauschal wollen die Deutschen weg von Gas und Öl und hin zu umweltfreundlichen Varianten. Neben der Solarenergie und Erdwärme ist das Heizen mit Festbrennstoffen wie Holz, Briketts oder Pellets wieder ganz vorne mit dabei. 27,5 % der Befragten sprachen sich hierfür aus. Holz ist nicht nur günstig, sondern auch CO²-neutral, da es sich um einen nachwachsenden Rohstoff handelt. Genau das scheint den Verbrauchern in Deutschland wichtig zu sein. Nach der Präferenz bei Neuanschaffungen befragt, liegt die Holzpellet-Heizung mit knapp 9 Prozent hinter Solar und Erdgas. Hier kann sich in den nächsten Jahren auch noch einiges ändern. Fakt ist, dass die Zeiten von Öl und Gas vorbei sind. Beide spielen bei den Befragungen nur noch eine untergeordnete Rolle.

Begünstigt durch den eben angesprochenen Wandel haben die Heizkessel-Bauer bereits kräftig vorgelegt. Heizanlagen sind heutzutage hochmodern und bieten sowohl mehr Komfort als auch mehr Sicherheit. Sie belasten zudem den Wohnraum weitaus weniger mit Schadstoffen, wie dies bei den Großeltern noch der Fall war. Dadurch, dass Häuser besser gedämmt sind, ist der Wärmebedarf außerdem geringer. Damit sinken die Preise fürs Heizen insgesamt. Im letzten Jahr gab es eine Fachmesse in Nürnberg, die sich explizit mit Holz- und Pelletheizungen befasste. Hier wurden neben den Pellet-Systemen, auch Kombi-Lösungen beworben. Denkbar sind Hybrid-Heizungen und Mischungen aus Öl- und Holzanlagen. Die Industrie stellt sich auf alle Eventualitäten ein!

Fazit: Alle lieben Holz!

Holz feiert definitiv ein Comeback! Es ist gemütlich, produziert eine gesunde Wärme und schadet der Umwelt weitaus weniger als Öl oder Gas. Der Superstar unter den Heizarten mit Festbrennstoffen ist unumstritten die Pelletheizung. Diese ist günstig und, da die Pellets aus Holzabfällen aus der Möbelindustrie bestehen, besonders umweltfreundlich. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation rund um Solar- und Erdgaswärme entwickelt. Fakt ist, dass umweltschädliche Methoden wie Gas und Öl bald der Vergangenheit angehören werden. Zumindest in Deutschland. Wie Europa, die USA oder China in Zukunft auf dieses Thema reagieren werden bleibt abzuwarten – es bleibt zu hoffen, dass es weltweit ein Umdenken hin zu günstigen und nachhaltigen Heiz-Alternativen gibt.

Ein kleiner Tipp:

Wenn Du derzeit über eine Modernisierung im Bereich Heizen nachdenkst, solltest Du Dich von einem Fachmann beraten lassen. Auch wenn Du bisher mit Gas oder Öl Dein Heim gewärmt hast, kannst Du auf eine andere Heizmethode umsteigen. Du solltest Dich in jedem Fall über Förderkonditionen erkundigen! Programme zur Energieeffizienz oder zum Marktanreiz vergeben bis zu 12 000 Euro! Gerade im Bereich von Pellet-Heizsystemen gibt es Bewegung! Informiere Dich rechtzeitig über die verschiedenen Alternativen, die Dir zur Verfügung stehen.

Quellen:

Produkte für Deine warme Stube

PES150
  • Zertifizierte Premiumqualität