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Brennstoffe Heizwert oder Brennwert - Worauf kommt es an?

So wichtig sind beide Werte!

Beide Werte sind wichtig, um energiesparend und umweltschonend zu heizen. Doch worauf kommt es wirklich an? Der Brennwert steht für die thermische Energie, die ein Brennstoff enthält. Der Heizwert hingegen ist die Wärmemenge, die beim Verbrennen abgegeben wird. Der Unterschied bei diesen beiden Energiearten liegt in der Nutzung der freiwerdenden Energie des Wasserstoffes aus den einzelnen Brennstoffen.

Der Brennwert bezieht den Wassergehalt des Brennstoffes mit ein. Dieser kann bspw. aus der Restfeuchte im Holz bestehen oder im Brennstoff selber in Form von oxidierten Wasserstoffatomen. 
Der Vorteil dieser Energieart liegt folglich darin, dass der Wassergehalt des Brennmaterials genutzt wird um noch effizient zu heizen.

Heutzutage ist der Brennwert wichtiger als der Heizwert.

Der Heizwert misst nur die Verbrennungen, bei denen gasförmige Verbrennungsprodukte entstehen.  Früher war dies der wichtigere Wert. Der Wasserdampf sollte möglichst gasförmig bleiben um Feuchtigkeitsschäden bei den Heizanlagen zu vermeiden. Moderne Heizungssysteme haben dieses Problem nicht mehr und der Brennwert ist der entscheidende Wert geworden. Genauer gesagt:

  • Der Brennwert misst die thermische Energie eines Brennstoffes. Er gibt an, welche Wärmemenge ein Stoff bei der Verbrennung und der nachfolgenden Abkühlung der Gase auf 25 ° C und der Kondensation abgibt.
  • Der Heizwert misst die Wärmemenge, die ein Stoff beim Verbrennen abgibt. Er bezieht dabei die Abkühlung mit ein, lässt aber die Kondensation weg.

Somit haben Brennstoffe, die wasserstoffreich sind, einen geringeren Heizwert als Brennwert.

Warum ist die Kondensation wichtig?

Die Kondensation, die beim Brennwert mit eingerechnet wird, setzt selbst Wärme frei. Diese kann wiederum zum Heizen genutzt werden. Optimal wird die Brennwerttechnik mit einer möglichst großen Wärmeübertragungsfläche wie z.B. der Fußbodenheizung genutzt. Aber auch mit anderen Heizsystemen ist dies möglich. Es ist lediglich darauf zu achten, dass Schornsteine gegen Kondenswasser und Verbrennungsrückstände resistent sind. Alternativ kann an der Hauswand ein Ableitungsrohr oder -system installiert werden.

Mit der Brennwerttechnik Abgaswärme effizient nutzen

Die moderne Brennwerttechnik arbeitet effizienter als die älteren Heizmethoden, die die Wasserdämpfe und erhitzten Abgase einfach nach außen ableiteten. Allerdings müssen moderne Brennwertanlagen effizient und kostengünstig aufgebaut und eingestellt sein. Das Heizwasser sollte beispielsweise keine hohe Rücklauftemperatur haben. Auch sollte der Kondensationseffekt nicht zu gering sein. Die Thermostate müssen hierfür genau eingestellt sein.

Warum mit Holz heizen?

Holzbriketts und Festbrennstoffe aus Holz allgemein sind eine umweltschonende und zukunftssichere Alternative zu den herkömmlichen Brennstoffen Erdöl und Erdgas. Sie haben nicht nur bei der Produktion und Aufbereitung eine geringere Energieleistung, sondern sie heizen zudem auch gut. 
Im Vergleich zu Öl und Erdgas hat Holz ebenfalls gute Brennwerte. Bio-Brennstoffe wie Holzbriketts, Holzpellets und Kaminholz haben unterschiedliche Zusammensetzungen des Wassergehalts. Bei luftgetrocknetem Holz liegt der Wassergehalt bei ca. 10-20 %. Der Brennwert wird somit in 4,03 kWh/kg und 4,58 kWh/kg angegeben. Holzbriketts dagegen haben weniger Feuchtigkeit in sich. Bei Presslingen kann man nur noch etwa 7-10 % messen. Ihr Brennwert liegt bei 5,2 kWh.

Brennwerte von Erdgas

Erdgas tritt in verschiedenen Zusammensetzungen auf. Je nach Region kann sich der Brennwert auch unterscheiden. Man unterscheidet allgemein Erdgas L und Erdgas H. Sie haben einen Brennwert von 36 und 50 MJ/kg beziehungsweise 35 und 40 MJ/m3. Diese Werte bedeuten in Kilowattstunden: Brennwert HS bei 10 bis 14 kWh/kg oder für die Volumenangabe zwischen 8,2 und 11,11 kWh/m3.

Brennwert von Heizöl

Auch beim Heizöl gibt es verschiedene Sorten, deren Brennwerte sich unterscheiden. Es gibt Heizöl mit Schwefel und schwefelarmes, das mit EL gekennzeichnet wird. Der Brennwert eines schwefelarmen Heizöls liegt im Schnitt bei: 10,7 kWh/l, also entsprechen: 36 MJ/l entspricht. 
Brennwerte von Flüssiggas:
Flüssiggas wird als Mischung von Propan und Butan geliefert. Je nach Mischgrad ergeben sich verschiedene Brennwerte. Propan hat einen Brennwert von 14 kWh/kg. Butan hat einen Brennwert von 13,77 kWh/kg.

Brennwert von Holzpellets und Kohle

Der Brennwert von Holzpellets und Kohle muss je nach Art und Qualitäten bestimmt werden. Braunkohlebriketts haben einen Brennwert von 21 MJ/kg, Steinkohle in etwa 29 und 32,7 MJ/kg. Holzpellets haben einen Brennwert von 4,8 kWH pro kg. 
Natürliche Brennstoffe oder Öl und Gas?
Zwei Kilogramm Holzpellets haben in etwa denselben Heizwert wie 1 L Heizöl oder 1 m³ Erdgas.

Holzpellets oder Gas und Öl

Im Schnitt kosten 2 kg Holzpellets zwischen 0,40 € - 0,50 €. Ein Liter Heizöl liegt bei 0,52 € bis 0,67 € und 1m3 Erdgas zwischen 0,55 € und 0,65 €.
Das bedeutet: Holzpellets sind nicht nur umweltschonender, sondern auch günstiger.  Damit Du mit Holzpellets effizient heizt, benötigst Du in erster Linie eine Pelletheizung und natürlich die richtigen Pellets. Bei diesen sollte der Feuchtigkeitsgehalt im Schnitt bei max. 10% liegen. 
Die Asche, die bei der Verbrennung anfällt, kann einfach über den Hausmüll oder Biomüll entsorgt werden. Holzpellets verbrauchen im Vergleich zu den anderen Produkten auch am wenigsten Platz und lassen sich ganz leicht lagern. Alternativ gibt es Anbieter wie PALIGO.de, welche bedarfsgenau liefern.

Welches Brennholz eignet sich für den Kamin?

Man misst die Brennwerte von z.B. Brennholz in Raummetern (rm). Dieses Maß bezeichnet einen Quader Rundhölzer, die auf einer Fläche von 1m x 1m zu einer Höhe von 1m gestapelt ist. Somit sind 1rm in etwa 0,65 fm (Festmeter). Das Festmeter bezeichnet einfach einen massiven Quader aus Holz mit den Maßen 1 x 1 x 1 m. Achte beim Kauf darauf dass keine Schüttmeter angegeben sind, denn bei diesen sind die Holzscheite nur sehr lose aufeinander geschüttet. Damit enthält ein m² natürlich weniger Festmaterial.

Als Brennhölzer ist beispielsweise Buche beliebt. Es hat einen sehr guten Brennwert und ist harzfrei, was weniger Rußbildung bedeutet. Eichenholz als Kaminholz hat zwar einen noch höheren Brennwert, es trocknet aber langsamer. Deshalb solltest Du beim Kauf von Eichenholz besonders auf den Feuchtigkeitsgehalt achten. Bei Paligo.de werden alle Brennhölzer auf eine Restfeuchte von max. 20% geprüft.

Nadelhölzer hingegen haben einen geringeren Brennwert und brennen etwas kürzer. Dafür entwickeln sie ihre Wärme binnen sehr kurzer Zeit. Als Geheimtipp gilt die Esche. Bei gleichen Brennwerten wie die Buche, ist Eschenholz oftmals etwas günstiger.

Ratgeber Fazit:

Beim Verbrennen von Brennstoffen wird Energie freigesetzt, in zwei unterschiedlichen Formen:

  • Fühlbare Wärme und

  • Latente im Wasserdampf gebundene Kondensationswärme

Der sogenannte Heizwert bezeichnet nur die Wärmemenge ohne den Wasserdampf.
Der Brennwert beinhaltet beide Formen der Wärme, weil heute die Kondensationswärme effektiv genutzt werden kann.

Der Brennwert von einer Tonne Holzbriketts und einer Tonne Braunkohle ist in etwa gleich. Sie unterscheiden sich jedoch in einem Punkt: Braunkohle brennt langsamer und hält die Glut bis zu 6 Stunden, die Briketts liefern schnelle Wärme und brennen in zwei Stunden ab. 
Brennstoffe aus Holz wie Kaminholz, Holzpellets oder Holzbriketts haben einen geringen Preis, einen hohen Leistungswert und liefern ökologische Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind. Zudem sind sie praktisch und sauber zu handhaben.

Um sich für einen Brennstoff zu entscheiden, sollte man mehrere Komponenten vergleichen: Den Brennwert, den Preis für den Brennstoff, die Brenndauer, die Handhabung und Lagerung. 
Im Vergleich schneiden die natürlichen Brennstoffe wie Kaminholz, Holzbriketts und Holzpellets besser ab als Erdgas und Heizöl.

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