Holzbrikett So nachhaltig und preiswert

Was sind Holzbriketts?

Als Holzbriketts werden Presslinge bezeichnet, die aus unbehandelten, trockenen Holzresten bestehen, wie beispielsweise naturbelassene Säge- oder Hobelspäne. Dadurch gelten die Presslinge als nachhaltig und sind zudem preiswert. Sie werden unter hohem Druck zu harten, gleichmäßigen Briketts gepresst. Holzart, Form und Größe – in der Regel zwischen 20 bis 30 Zentimeter – können dabei variieren. Im Gegensatz zu den deutlich kleineren Pellets werden Holzbriketts – zumindest wenn sie zertifiziert sind – ohne Zusatzstoffe und Bindemittel hergestellt. Holzbriketts eignen sich hervorragend zum Verbrennen in allen Festbrennstoffanlagen, wie Kamine, Kachelöfen, Küchenherde oder Saunaöfen etc. Ideal lassen sich Holzbriketts auch im Schwedenofen verwenden.

Vorteile von Holzbriketts

Warum sind Holzbriketts in jüngster Zeit so beliebt geworden und sollte man Holzbriketts oder Brennholz präferieren? Wo liegen die Unterschiede? Unter anderem ist die Restfeuchte von Holzbriketts im Vergleich zu Brennholz wesentlich geringer, dafür aber ihre Dichte höher als bei Scheitholz. Dies birgt mehrere Vorteile, wie sich gleich herausstellen wird.

  • Ofenfertig, handlich und äußerst platzsparend

    Holzbriketts sind bereits ofenfertig verpackt und können platzsparend gelagert werden. Brennholz mit vergleichbarer Brenndauer benötigt ein vielfaches des Volumens von Briketts. Darüber hinaus ist ein Holzbrikett durch seine geraden Flächen leicht und schmutzfrei stapelbar. Wo Brennholz mehrere Schüttraummeter Platz in Anspruch nehmen kann, werden Holzbriketts mit der gleichen Brenndauer einfach in einer Ecke übereinandergestapelt. Es ist eine saubere Lagerung möglich, außerdem sind Holzbriketts sind frei von Schädlingen – die Aufbewahrung ist auch im Wohnraum möglich.

  • Verringerung von Wartungsarbeiten und Kosten

    Die Teil- oder Vollverwendung von Briketts verringern durch die äußerst schadstoffarme Verbrennung die Wartungsarbeiten durch Schornsteinfeger und Co., da sie Brennraum und Schornstein schonen – das wirkt sich zusätzlich günstig auf etwaige Kosten aus.

  • Umweltfreundlich und frei von Schadstoffen

    Ein Holzbrikett verbrennt absolut schadstofffrei. Holzbriketts sind wie trockenes Holz ein Naturprodukt, aber mit einer Restfeuchte von unter 10 Prozent verbrennen die Briketts deutlich umweltschonender, da beim keine Kohlendioxidemissionen auftreten und wesentlich weniger Asche anfällt, die übrigens problemlos als Dünger verwendet werden kann.

Exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis

Holzbriketts haben gegenüber alternativen Brennstoffen ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis. Über die genaue Bewertung des Preises befinden sich im nächsten Abschnitt ausführliche Informationen.

Holzabfälle werden sinnvoll verwertet. Ein weiterer ökologischer Vorteil, denn Holzbriketts werden aus Abfallprodukten hergestellt – es müssen also keine neuen Bäume gefällt werden. Bei der Frage Holzbriketts oder Brennholz siegen also eindeutig die Holzbriketts.

gestapelte Nadelholzbriketts

Holzbriketts im Preisvergleich gegenüber anderen Brennstoffen

Holzbriketts im Preisvergleich zu anderen Brennstoffen haben ein absolut günstiges Kosten-/Nutzenverhältnis. Sie haben einen hohen Heizwert, eine lange Brenndauer und liegen mit Preisen von rund 20 – 45 Cent/Kilogramm – je nach Brikettart – weit unter einer vergleichbaren Wärmeerzeugung, beispielsweise durch fossile Brennstoffe. Die Preise für die unterschiedlichen Holzbriketts richten sich dabei übrigens nach Holzart, Herstellung und Form.

Weitere Kriterien für Preisunterschiede sind die Holzarten selbst. Grundsätzlich wird zwischen Weich- und Hartholz unterschieden. Zu Harthölzern gehören unter anderem Eiche oder Buche. Zu Weichhölzern zählen Nadelbäume wie Fichten, aber auch Weiden oder Pappeln. Von der jeweiligen Faserbeschaffenheit hängen Restfeuchte, also auch Heizwert und Brenndauer ab. Zudem hat die Härte des Holzes Auswirkungen auf den Energieaufwand bei der Herstellung.

In der Regel lässt sich sagen:

Je geringer die Restfeuchte und je länger die Brenndauer, und je besser der Brennwert, desto teurer die Holzbriketts.

Arten von Holzbriketts und Materialien

Holzbriketts gibt es in verschiedenen Formen und Ausführungen, die je nach Typ verschiedene Vorteile bringen.

Im Folgenden wird genauer auf die verschiedenen Typen eingegangen. Man unterscheidet vor Allem:

  • eckige Holzbriketts (Typ: RUF)
  • runde Holzbriketts (Typ: NESTRO)
  • Holzbriketts mit Loch (Typ: PINIKAY)
  • Rindenbriketts

Die gängigste Form sind eckige Holzbriketts – sie sind auch die kostengünstigste Variante. Ein rundes Holzbrikett hat eine etwas längere Brenndauer – der Preis liegt bei rund 30 Cent/Kilogramm. Es gibt diese sowohl mit als auch ohne Löcher. Die Holzbriketts mit Löchern erzeugen ein besonders schönes Flammenspiel, daher werden sie gerne als Blickfang für Kamine verwendet.

Eine weitere Variante sind sogenannte Rindenbriketts, sie halten die Wärme am längsten – teilweise mehr als 12 Stunden. Sie sind allerdings auch die teuerste Variante, da ihre Herstellung besonders energieintensiv ist. Sie werden daher weniger zum Heizen, aber gern zum Anfeuern genutzt.

Grundsätzlich gibt es einen Unterschied zwischen dem Brennverhalten von Nadelhölzern, die meist zu den Weichhölzern zählen und Laubhölzern, die meist Harthölzer sind. Briketts aus Nadelhölzerspänen enthalten Harze und entwickeln schnell hohe Temperaturen, dafür sind sie aber auch schneller abgebrannt. Briketts aus Laubholzspänen dagegen entwickeln weniger hohe Temperaturen, brennen aber dafür langsamer ab, so dass weniger oft nachgelegt werden muss. Wird der um rund 20 Prozent höhere Energieaufwand bei der Fertigung von Hartholzbriketts berücksichtigt, schneiden die Weichhölzer in aller Regel besser ab.

Gibt es bei Holzbriketts Qualitätsunterschiede?

Damit Späne ohne Zusatzstoffe zu Holzbriketts gepresst werden können, muss sehr hoher Druck erzeugt werden. Für den Pressvorgang werden üblicherweise Sägespäne oder Nebenprodukte beim Hobeln verwendet, die ansonsten sowieso entsorgt werden müssten. Der Druck beim Pressen ist neben der Holzart qualitätsbestimmend für die Briketts. Durch die entstehende Wärme werden Feuchtigkeitsanteile stark gesenkt und bindende Stoffe im Holz freigesetzt, welche sich zu einer neuen, festen Struktur formen.

Zertifizierte Holzbriketts werden in zwei unterschiedlichen Verfahren gepresst – dem Presskammer- und dem Strangpressverfahren. Das Strangpressverfahren wiederum teilt sich in Kolbenstrang- und Extruderpressverfahren.

Wie man Holzbriketts richtig anzündet

Auf richtiges Anzünden sollte geachtet werden. Dabei geht es hier weniger um das Arrangement der Briketts und Hölzer, sondern mehr um ein möglichst sauberes Anzünden. Bei offenen oder geschlossenen Kaminen werden die Holzbriketts vorne in die Öffnung des Feuerraums legen. Dabei sollte der Feuerraum nur zur Hälfte gefüllt werden, da sich Holzbriketts beim Brennen ausdehnen.

Die Zufuhr von Luft darf zudem erst gedrosselt werden, wenn die Holzbriketts ganz durchgeglüht sind. So ist eine vollständige, umweltschonende Verbrennung mit optimaler Wärmeausbeute garantiert. In offenen Kaminen werden Holzbriketts oft mit Scheitholz kombiniert, um den gewünschten Holzknister-Effekt zu erzielen.

In diesem Ratgeber Artikel haben wir Dich nun über die verschiedenen Sorten an Holzbriketts informiert. Wenn Du die einzelnen Sorten ausprobieren möchtest, kannst Du diese als Testpakete online bestellen.


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