Holzkohle im Grill

Holzkohle oder Holzbriketts Was eignet sich am Besten zum Grillen?

Holzkohle vs. Holzbriketts

Spätestens, wenn in Deutschland die Temperaturen wieder steigen und die Tage länger werden, holen wir unsere Grills aus Garagen und Kellern. Und schon bald brutzeln die ersten Fleisch- oder Gemüsestücke auf dem Rost. Aber welcher Brennstoff eignet sich eigentlich am Besten zum Grillen? Eingefleischte Grillmeister haben längst ihre Entscheidung getroffen, ob sie ihr Grillgut mit Holz, Kohle oder Briketts zubereiten wollen. Denjenigen, die sich beim Kauf noch unsicher sind, geben wir in unserem Ratgeber ein paar Entscheidungshilfen an die Hand, ob sich Holzkohle oder Holzbriketts besser eignen.

Holzkohle – das kann der Klassiker!

Die Holzkohle ist der Klassiker schlechthin unter den Brennstoffen, wenn es um das Thema Grillen geht. Einmal angefeuert, ist die Kohle schnell durchgeglüht, entwickelt ein sehr heißes Glutbett und man kann meisten schon nach einer halben Stunde das erste Fleisch oder Gemüse auflegen. Für Grillabende in kleiner Runde oder wenn der Hunger groß ist, eignet sich die Holzkohle damit bestens. Viel Köche schwören dazu auf das besondere Aroma, das durch die Holzkohle entsteht. Durch die hohen Temperaturen eignet sich die Kohle vor allem zum Grillen von dünnen oder kleinen Fleischstücken, die schnell durchgegart sind. Dazu zählen kleine Koteletts, Lammfilet, Gemüsescheiben oder Lachs.
Doch die Holzkohle birgt auch einige Nachteile, zum Beispiel, wenn wir zu größeren Grillabenden mit vielen Gästen einladen. Denn die Holzkohle erreicht zwar rasant ihre hohen Temperaturen, ist aber schnell durchgeglüht und verliert dann rapide an Hitze. Damit man über mehrere Stunden hinweg grillen kann, muss man konsequent Kohle nachlegen. Für viele ist das umständlich und nicht immer von Erfolg gekrönt. Mittlerweile lässt sich besonders hochwertige Grillkohle in größeren Stücken kaufen. Damit dauert das Anfeuern etwas länger, aber es lässt sich auf diese Weise deutlich länger Fleisch, Fisch und Gemüse auflegen.
Beim Kauf der Kohle solltest Du auf einige Merkmale achten. In jedem Fall dürfen die Kohlestücke nicht zu klein sein. Denn so fallen sie noch vor dem Anzünden direkt durch den Rost und sind nicht zu gebrauchen. Grund dafür sind häufig schlechter Transport oder Lagerung. Ertastest Du vor dem Kauf eines Sacks, ob sich die Kohle in einem guten Zustand befindet. Auch bei der Holzkohle selbst gibt es Unterschiede. Hochwertiges Brennmaterial stammt häufig von der Buche. Es ist ein sehr hartes Holz und die häufigste Laubbaumart in Deutschland. Es brennt ruhig und erzeugt im trockenen Zustand kaum Funkenflug oder Rauch.

Briketts sorgen für viel Ausdauer am Grill

Neben dem Klassiker Holzkohle sind Briketts, die aus Kohlenstaub hergestellt werden, eine gute Alternative für schöne Grillabende. Denn die Briketts haben gegenüber Grillkohle einen entscheidenden Vorteil: Sie brennen deutlich länger. Sind sie einmal vorgeglüht, halten sie ihre konstante Wärme zwischen drei und fünf Stunden. So lässt sich Grillgut auch nach mehreren Stunden auflegen, ohne dass die Briketts zu Neige gehen. 

Weil die Hitze im Ganzen etwas niedriger ist als bei traditioneller Holzkohle, kannst Du auf diese Weise größere Fleischstücke wie Braten, Filets oder dickere Steaks optimal zubereiten. Allerdings sollten Hobbyköche bei der Verwendung eins im Auge behalten: Die Holzbriketts brauchen deutlich länger, um vorzuglühen. Eine Stunde sollte man der Glut geben, bevor sie sich einsetzen lässt – nichts also für den schnellen Appetit. Weil sich auch das Anzünden der Briketts durch ihre gepresste Form mitunter schwierig gestaltet, empfehlen wir einen Anzündkamin zu verwenden.

Übrigens: Wer sich nicht entscheiden kann, darf beim Grillen auch die Vorteile von Briketts und Kohle miteinander kombinieren. Weil die Holzkohle schneller brennt, lässt sich zusammen mit einem entsprechenden Anzünder ein schönes Glutbett erzeugen, in das Du die Briketts hineinmischen können. So schlägst Du zwei Fliegen mit einer Klappe.

Wichtige Tipps rund um das Grillen

  • Auf die korrekte Lagerung achten: Bei der Lagerung von Grillkohle oder Briketts ist es ähnlich wie bei jedem Brennstoff: Alle Produkte müssen trocken gelagert werden, um Fleisch und Gemüse am Grill optimal einzuheizen. „Trocken lagern“ heißt dabei nicht nur, dass Kohle oder Briketts vor Regen oder Schnee geschützt sein sollten. Auch eine Garage oder ein feuchter Keller kann dem Produkt zu schaffen machen. Briketts, die nicht trocken genug sind, erkennst Du an zu starker Rauchentwicklung. Trockene Holzkohle aus hochwertigem Material wie Buche zeigt im trockenen Zustand kaum Funkenflug oder Rauch. Sonst ist die Holzkohle feucht geworden.
  • Der richtige Anzünder für sicheres Grillen: Anzünder für Feuerstellen sind in vielen Supermärkten erhältlich. Doch in manchen Produkten stecken Gefahren, die sich vermeiden lassen. So sollte zum Beispiel flüssiger Spiritus niemals auf ein Feuer gegossen werden. Es könnten Stichflammen entstehen, die im schlimmsten Fall zu großen Verletzungen führen. Nach Möglichkeit solltest Du einen Anzünder auf biologischer Basis verwenden, zum Beispiel Holzwolle. So lassen sich auch unnötige Emissionen für die Umwelt vermeiden.
  • So entsorgst Du Asche korrekt: Sowohl in der Verbrennung von Holzkohle als auch den Briketts entsteht Asche, die zu entsorgen ist. Asche sollte immer nur im komplett erkalteten Zustand entfernt werden. Ansonsten drohen schwere Verletzungen. Erkalten kann die Asche zum Beispiel in einem feuerfesten Behälter. Ist sie vollständig kalt, lässt sie sich im Hausmüll entfernen. Übrigens: Bei der Verbrennung von Grillbriketts entsteht etwas weniger Asche.

Kurz erklärt: Wie entstehen Holzkohle und Holzbriketts eigentlich?

Die Holzkohle ist ein Produkt, das zu 100 Prozent aus natürlichem Material besteht. Das Holz wird zunächst getrocknet, bis es eine Restfeuchte von 15 bis 20 Prozent aufweist. Ein solcher Prozess kann bis zu zwei Jahre dauern. Unter Ausschluss von Sauerstoff wird das Holz dann bei einer Hitze zwischen 450 und 550 Grad Celsius erhitzt. Flüchtige Stoffe wie Teer und Holzessig entweichen, übrig bleibt eine hochwertige Holzkohle. Je niedriger der Staubanteil ist und je gleichmäßiger die Körnung im Sack, umso besser kann ein schönes Glutbett im Grill entstehen.

Grillbriketts produzieren Unternehmen aus Holzkohlestückchen und Holzkohlestaub, die mit Hilfe von Bindemitteln, wie zum Beispiel Maisstärke, zusammengepresst werden. Dieser Zusatz ist unvermeidbar. Wenn nicht angegeben wurde, mit welchem Bindemittel gearbeitet wurde, solltest Du lieber auf ein anderes Produkt setzen. So können keine bedenklichen Stoffe ins Grillgut gelangen. Die Briketts sind in der Regel eiförmig, haben gleich große Stücke und ergeben dadurch ein schönes Glutbett. Rauch und Asche werden beim Verbrennen nur wenig produziert.

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