Holzpellets im Detail

Holzpellets: Farbe und Schlackebildung Wie ist die Färbung und wie entsteht Schlacke?

Viele Eigenschaften von Pellets werfen zunächst Fragen auf, da sie nicht selbsterklärend sind. So haben sich viele Menschen, die zum ersten Mal Pellets zum Heizen kauften, gefragt, was die Farbe der Pellets zu bedeuten hat. Tatsächlich kann man einiges über die Qualität der Pellets erfahren, wenn man sich genauer ansieht, wie hell oder dunkel diese sind und ob sich auffällige Muster zeigen. In diesem Beitrag erklären wir, wie es zu Farbabweichungen bei Pellets kommen kann. Außerdem erläutern wir, was genau es mit der Schlacke bei Pellets auf sich hat. Schließlich bildet sich diese Ablagerung nicht immer, sondern nur unter bestimmten Voraussetzungen. Mit ein wenig Aufmerksamkeit kann die Schlackebildung vermindert werden, die unter anderem zu Schäden an der Heizanlage führt.

Was bedeutet die Farbe von Holzpellets für ihre Qualität?

Ganz grundsätzlich beeinflusst die Farbe der Pellets ihre Qualitätsnorm nicht. Ein Zertifikat für DIN Plus oder EN Plus kann für Pellets jeglicher Optik vergeben werden, da die Prüfwerte im Labor nicht nach rein optischen Gesichtspunkten bemessen werden. Die Farbgebung entsteht zunächst durch die verwendeten Holzarten. Bei Pellets mit einer dunkleren Färbung sollte man jedoch genauer die Details bezüglich der Herkunft und der Herstellung prüfen. Fehler bei der Verarbeitung, also der Pelletierung der Holzreste, fallen bei dunklen Pellets weniger einfach auf. Leider kann eine dunkle Farbgebung auch einen Pilzbefall anzeigen. Dieser tritt bei falscher Lagerung auf. Wer helle Pellets gekauft hatte, die nach einer gewissen Lagerzeit dunkel werden, sollte einen Experten zurate ziehen. Sind die Pellets bereits beim Kauf dunkel, weil vermutlich Pilze Holzbestandteile wie Lignin und Zellulose bereits abbauen, ist vom Kauf zurückzutreten. Schließlich hat dort eine Pilzkultur die gespeicherte Energie des Holzes für seinen eigenen Aufbau genutzt, sodass diese nicht mehr für eine spätere Verbrennung zur Verfügung steht.

Dass ein Brennstoff optimal pelletiert wurde, erkennt man an einem bestimmten Erscheinungsbild. So sollte die Oberfläche der Pellets glatt, glänzend und frei von Längsrissen sein. Ist dies der Fall, darf man davon ausgehen, dass beim Pelletieren eine Temperatur verwendet wurde, die ausreichte, um das im Holz enthaltene Lignin in einen fließfähigen Zustand zu bringen. Nur dann kann es die einzelnen Holzfasern miteinander verbinden, sodass die Pellets ihre nötige Festigkeit erhalten. Ein weiteres Indiz für eine eventuell mangelhafte Qualität ist der Durchmesser. Bei den Kleinfeuerungsanlagen hat sich ein Pelletdurchmesser von 6 mm durchgesetzt. Viele Kesselhersteller fordern mittlerweile genau diesen Durchmesser für eine optimale Betriebssicherheit und den richtigen Wirkungsgrad. Bei Pellets mit anderen Durchmessern kam es in der Vergangenheit gehäuft zu Reklamationen, da diese oftmals aus Herstellungsbetrieben kamen, welche nicht in erster Linie Holz pelletieren. Ihre eigentliche Produktpalette sowie die Maschinen zielen auf Rohstoffe wie Gras oder Futtermittel ab. Entsprechend fehlt diesen Unternehmen Erfahrung bei der Anfertigung von Holzbrennstoffen.

Wo also kein kontinuierlicher Produktionsprozess für Holzprodukte gewährleistet ist, werden Mängel wahrscheinlicher. Der Verbraucher kann dies unter anderem daran erkennen, dass farblich auffällige Verunreinigungen z.B. mit Grasbestandteilen vorliegen. Landwirtschaftliche Trocknungswerke produzieren nicht immer, aber zum Teil Brennstoffe, die wegen wenig sorgfältiger Rohstoffauswahl keinen optimalen Heizwert bieten. Variieren die Farben innerhalb einer Pelletlieferung, so darf man den Verdacht haben, dass die Rohstoffe verunreinigt oder ungeeignet waren oder dass die Späne gestreckt wurden. Eine graue Färbung kann aber auch an einer überlangen Lagerung liegen, welche an sich kein wesentlicher Qualitätsmangel ist. Bei unsachgemäßer Trocknung der Späne verändert sich nicht nur die Farbe. Auch andere Eigenschaften wie die Elastizität des Holzes und ein hoher Feinanteil fallen dann auf.

Schlackeentstehung: mögliche Ursachen

Während eines Verbrennungsvorgangs entsteht Schlacke generell dann, wenn in der Glut Temperaturen über dem Ascheschmelzpunkt herrschen. In diesem Fall verklebt die Asche so, dass sie nach dem Abkühlen zu einer festen, dunklen Masse wird. Den Vorgang nennt man Versinterung. Oft ist eine schlechte Qualität der Pellets schuld daran, dass Asche versintert und verkrustet. Enthalten nämlich Holzpellets noch andere Stoffe als Holz, kann der Ascheschmelzpunkt sinken. Er liegt normalerweise bei circa 1200°C. Bei gestreckten Pellets kann er durchaus auf 700°C absinken. Leider kann es sogar bei ENplus oder DINplus zertifizierter Sackware zur Verschlackung kommen. Bei DINplus Pellets dürfen immerhin noch bis zu zwei Prozent Presshilfsstoffe zugesetzt sein. Des Weiteren enthält manches Holz von vornherein mehr Mineralien als anderes. So neigt etwa Holz, das auf sandigen Böden gewachsen ist, zu schnellerer Versinterung.

Sind Schornstein, Abgasrohre und Zuluftgitter des Pelletofens schlecht gereinigt, kann der Ofen nicht richtig ziehen. Die Pellets verbrennen dann bei einem zu geringen Restsauerstoffgehalt von unter 8 bis 10 Prozent nicht richtig. Daher sollte man regelmäßig den Schornsteinfeger bestellen. Eine stärkere Schlackebildung kann außerdem am Transport liegen. Geraten die Pellets nicht unbeschädigt in die Brennkammer, weil sie beim Transport zerbröselt wurden, erhöht sich die Dichte des Glutbetts. Die Schlackeentstehung ist dann einfacher. Lose Ware, die langen Wegen ausgesetzt ist, ist daher gefährdet.

Die Auswirkungen der Schlackebildung

Die Versinterung schadet der Pelletheizung: Durch die Schlackebildung in der Brennkammer können Funktionsstörungen der Holzpelletheizung auftreten – bis hin zur Abschaltung. Vor einem erneuten Brennvorgang muss die Brennkammer geöffnet und die Schlacke entfernt werden. Tritt das Problem wegen verschmutzter Technik auf, verbrennen die Pellets mangelhaft und Asche- sowie Schlackebildung im Brennertopf sind die Folge. Häufig sind auch Verpuffungen, die den Ofen beschädigen. Zudem verschlechtert versinterte Asche den Wirkungsgrad der Pelletheizung. Sie kann dann den eigentlich hohen Heizwert der Pellets nicht optimal nutzen. Durch die unnötige Belastung verschleißt die Heizanlage eher. Wer also Schlackeentstehung vermeidet, erhöht seine Chancen auf einen störungsfreien Heizungsbetrieb und geringere Heizkosten. Kurzfristig erspart man sich zudem das kraftaufwendige Reinigen der Brennschale, das bei starker Verschlackung durchaus täglich nötig sein kann. Wer seine Pelletheizung neu in Betrieb nimmt, sollte übrigens nicht vergessen, diese durch einen autorisierten Fachmann konfigurieren zu lassen. Falsche Heizungsparameter können zu wenig Sauerstoff im Ofen zur Folge haben. Der Besuch eines Heizungsmonteurs kann daher Schlackebildung und Ascheberge verhindern, aber auch den Wirkungsgrad der Anlage optimieren und einer Versottung des Schornsteins vorbeugen.

Fazit

Anhand der Farbe kann man einen Eindruck untermauern, den man schon wegen anderer Qualitätsmerkmale gewonnen hat. Ein dunkler Farbton sollte Anlass für besondere Aufmerksamkeit sein. Insgesamt kann man allein aus der Farbe noch keine Rückschlüsse ziehen. Abgekühlte Asche kann zu Schlacke werden, welche zu Störungen in der Pelletheizung führt. Die Zusammensetzung der im Holz enthaltenen Mineralien sowie Transport und Lagerung beeinflussen die Schlackebildung.

Tipp

Abriebarme Pellet-Sackware steht für geringe Schlackebildung. Durch die Abfüllung direkt im Pelletwerk werden Fehler bei Transport oder Lagerung vermieden. Es kann kein Staub durch Abrieb entstehen, somit ist das Glutbett im Ofen weniger versinterungsanfällig. Hochwertige, ENplus A1 zertifizierte Marken-Holzpellets besitzen einen glänzende Oberfläche und eine gleichmäßige Farbgebung und ermöglichen eine optimale Verbrennung.

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