Kind als Schornsteinfeger verkleidet

Tipps zur Kaminpflege Wertvolle Pflege- und Wartungshinweise

Egal ob Anfänger oder erfahrener Kaminofen-Besitzer: Die folgenden Tipps zur Kaminpflege sind wertvoll für dich! Sie helfen Energie und Holz sparen, schonen damit Ihrem Geldbeutel und die Umwelt. Zudem sollten Sie sich als Kaminbesitzer immer gut informieren, denn moderne Öfen verlangen eine andere Handhabung, andere Pflege sowie andere Brennstoffe als alte Modelle. Die Holzverbrennung ist heute eine hochentwickelte Technologie, bei der es auf viele Details ankommt. Wenn Sie unsere wertvolle Pflege- und Wartungshinweise beherzigen und unseren Ratgeber lesen, heizen Sie effizienter und rückstandsfrei.

Wichtige Tipps für das Brennholz

  • Heizen Sie nur mit naturbelassenem Holz. Lackiertes oder behandeltes Holz setzt giftige Dämpfe frei! Alte Möbelreste und Holzstücke gehören entsorgt und nicht verbrannt, weder im Garten noch im eigenen Kamin.
  • Das Brennholz sollte optimal vorgetrocknet sein. Die Restfeuchte darf maximal 20 % betragen. Anderenfalls heizen Sie nicht effizient und setzt unnötig Rauch und schlechte Gerüche ab.
  • Schlagen Sie Kaminholz zwischen Dezember und Februar, dann ist es am trockensten. 
  • Erst nach 2 bis 3 Jahren hat Scheitholz die optimale Restfeuchte erreicht! Dann sind es nur noch 15-20 %. So lange wartet kaum ein Kaminofenbesitzer und verfeuert sein Holz meist zu früh, absolut ineffizient. Bestellen Sie vorgetrocknetes Brennholz und andere Festbrennstoffe einfach vorgetrocknet, dann müssen Sie nicht warten und können sofort heizen.
  • Ideal vorgetrocknetes Holz verbrennt schadstoffarm und langsam. Jedoch sollte Holz auch nicht zu alt werden. Auch dann hat es keinen guten Heizwert mehr. Wenn es trocken und brüchig wird, ist es zu alt.
  • Als Alternative oder Ergänzung zum Scheitholz haben sich außerdem Holzbriketts bewährt. Sie sind hochverdichtet und vorgetrocknet. Sie müssen beim Heizen auch nicht dauernd nachlegen, allerdings bietet es weniger Romantik beim Verbrennen und auch kein Knistern.
  • Lageren Sie Brennholz nicht im Keller! Dort ist es zu feucht. Am besten trocknet es in freier Luft, aber vor Regen geschützt. Decke es aber auch nicht mit einer Plastikplane ab. Es braucht Luft. Sie können ein kleines Dach darüber bauen.
  • Holzbriketts können Sie auch in der Wohnung lagern, es ist bereits gut vorgetrocknet und braucht weniger Luft.

Welches Holz darf verbrennt werden?

Die verschiedenen Holzsorten haben auch verschiedene Heizwerte. Eschen- und Buchenholz haben allgemein den höchsten Heizwert bei geringem Volumen. Das heißt, es braucht für den kompletten Winter weniger Lagerplatz als andere Holzsorten. 
Will man nach Gewicht einkaufen, so ist Nadelholz am besten, das jedoch sehr trocken sein muss. Nadelholz wiegt also weniger als Laubholz. Dafür verbraucht Laubholz weniger Platz bei der Lagerung. Nehmen Sie Laubholz zum Heizen, so haben ca. 450 kg Holz denselben Heizwert wie 210 L Heizöl oder 385 kg Braunkohlebriketts. Mit Brennholz aber schonen Sie die Ressourcen unserer Erde und heizen nachhaltig und CO2-neutral. Natürlich sparen Sie am meisten Platz und Gewicht, wenn Sie mit Holzbriketts heizen. Diese sind hochverdichtet und vorgetrocknet. Viele Kaminnutzer nehmen aber auch gerne beides: Brennholz, also Scheitholz, und Holzbriketts.& Zum Anzünden eignen sich am besten Weichhölzerwie Fichte. Dann kann es zu unerwünschten Effekten wie verrußten Scheiben, Rohren und Heizkammern kommen. Mit der Zeit entsteht daraus mitunter eine dicke, schwer zu entfernende Schicht. Nimm stattdessen zu Beginn Weichholz, so haben Sie direkt eine maximale Flammentemperatur und intensive Verbrennung, ohne Rußbildung.

Umgang mit Problemen beim Heizen mit dem Kamin

  • Wenn der Schornstein Luft zieht: Man nennt dies Kaminzug. Der Schornstein zieht Luft von drinnen nach draußen. Das kommt durch den Temperatur-Unterschied, der einen Unterdruck verursacht. Daher haben Sie manchmal den Effekt, dass der Kaminofen nur raucht. Wenn Sie dies unterbinden möchten, gehen Sie zur Kamintüre und öffnen diese. Dann machen Sie ein „Lockfeuer“: Stecke  eine Zeitung oder Papier in den Schornstein und entzünde es. Das gleicht den Unterdruck wieder aus. Reicht dies nicht, muss der Vorgang wiederholt werden.
  • Schwarzes Kaminglas: Bei unsachgemäßer Anwendung kann das Kaminglas schwarz werden. Sie haben mit dem falschen Holz angeheizt oder zu nasses Holz verwendet. 
  • Es bröckelt im Feuerraum: Es kann sein, dass die Schamottausmauerung abbröselt. Dies ist die Verschleißschicht, die den Feuerraum abdichtet. Kleine Risse können Sie mit Feuerzement wieder ankleben. Größere Stücke weisen darauf hin, dass die Ausmauerung erneuert werden muss!
  • Der Ofen stinkt und raucht: Dann verwenden Sie vielleicht das falsche Holz. Etwa zum Anfeuern auch Hartholz. Oder es ist zu altes, zu frisches, ungespaltenes Holz. Vielleicht hat aber auch der Brennstoff zu wenig Luft. Oder der Innenraum ist zu stark verrußt. Weitere Gründe für diesen Effekt sind: Im Haus ist eine höhere Temperatur als draußen, der Kaminkopf ist durch die Sonne erwärmt, Winde oder Nebel und Feuchtigkeit beeinflussen die Luftströmung.

Tipps zum Anheizen

  • Zum Anheizen brauchen Sie in kurzer Zeit eine sehr hohe Temperatur im Schornstein. Der Vorgang sollte so schnell und heiß vor sich gehen, wie möglich.
  • Sie machen dafür den Luftschieber ganz auf und lässt ihn während des Abbrandes auf.
  • Nehmen Sie kleinstückiges Weichholz.
  • Zum Anzünden eignet sich eine gute Anzündhilfen, nicht Papier oder Späne.
  • Legen Sie ganze Scheite ein und den Anzünder darauf oder darunter.
  • Nun lehnen Sie die Ofentüre wieder an. Ganz geschlossen wird sie erst wenn der ganze Stapel Holz brennt.
  • Sie vermeiden Russbildung, wenn das gesamte Holz schwarz und mit Flammen überzogen ist.
  • Nach dem Schließen der Tür sollte das Feuer gleich hell bleiben. Wenn es schwächer wird, muss die Tür angelehnt bleiben.
  • Feuchtigkeit, die sich im Sommer im Schornstein ansammeln kann, wird Dampf erzeugen. Diesen Effekt erkennen Sie daran, dass der Ofen nach einiger Zeit, etwa einer halben Stunde bis länger, Rauch entwickelt und das Feuer ausgeht. Um dies zu vermeiden, muss der Schornstein gut ausgetrocknet werden, also mehrmals voll geheizt werden.

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