Holzpellets Nahaufnahme

Kennwerte von Holzpellets Welche Bedeutung haben sie?

Verschiedene Eigenschaften tragen zur Qualität von Holzpellets bei. Mithilfe standardisierter Kennwerte lassen sich unterschiedliche Pelletarten vergleichen, um herauszufinden, welche für den eigenen Anspruch die passendste ist. Man kann zwischen Verbrennungseigenschaften, Umwelteigenschaften und mechanischen Eigenschaften unterscheiden. Hier stellen wir die drei wichtigsten Werte für Pellets vor.

Der Wassergehalt und die Verbrennung

Bei Pellets ist nicht der Feuchtegehalt die entscheidende Kenngröße, sondern der Wassergehalt. Dieser meint den prozentualen Anteil des Wassers an der gesamten Holzmasse. Da die Verbrennung umso rußfreier und abgasärmer abläuft, desto geringer der Wassergehalt ist, schreibt das Zertifikat Enplus vor, dass der Wassergehalt zertifizierter Pellets maximal zehn Prozent betragen darf. Der Wassergehalt kann durch die Restfeuchte und durch mangelhafte Lagerung oder Lieferung entstanden sein.

Der noch im Brennstoff enthaltene Wasseranteil wird als Restfeuchte bezeichnet. Sie kann durch diverse Trocknungsverfahren vor der Pelletierung gesenkt werden. Schließlich verbrennt jedes Holzprodukt schlechter, wenn es feuchter ist. Um ein Ansteigen des Wassergehalts nach der eigentlichen Produktion zu vermeiden, muss der Lieferant sorgsam auf die Rahmenbedingungen achten. Die Lagerung auf dem eigenen Grundstück sollte ebenfalls nach bestimmten Grundsätzen erfolgen. So sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Belüftung und zum Brandschutz zu beachten. Es muss für einen trockenen Lagerraum gesorgt werden. Steht nur ein Raum mit feuchten Wänden zur Verfügung, machen das Aufstellen von Feuchtigkeitssperren und hinterlüftenden Holzwänden Sinn. Alternativ kann die Lagerung in Fertiglagern geschehen - etwa Pellettanks, Pelletbunker oder unterirdische Erdtanks.

Die Bedeutung des Wassergehalts beim Einsparen von Ruß und Abgasen ergibt sich aus der Tatsache, dass auch warme Luft nicht unbegrenzt Wasser aufnehmen kann und beim Kondensieren Teer und Ruß ausfallen, um sich im Kamin oder Rauchrohr niederzuschlagen. Wenn Pellets vollständig verbrennen und der Wassergehalt bei 5 - 10 % liegt, muss dagegen nicht von einer Kondensation der Rauchgase ausgegangen werden.

Aschegehalt bei Pellets

Der Ascheanteil zählt zu den Verbrennungseigenschaften. Er bezieht sich auf die Aschemenge, die von den verheizten Pellets übrig bleibt. Als Asche wird der Verbrennungsrückstand bezeichnet, der beim Verbrennen in der Pelletheizung entsteht. Der Aschegehalt wird unter festgesetzten Bedingungen gemessen, damit er für Zertifizierungen und Angaben zur Qualität vergleichbar ist. Die Angabe des Werts erfolgt in Gewichtsprozent, welche sich auf die Trockensubstanz beziehen. Hierzulande haben zertifizierte Pellets einen geringen Ascheanteil von unter 0,7 Prozent. Nach der DIN EN 14961-2 werden Holzpellets in drei Eigenschaftsklassen unterteilt. Die hochwertigste Eigenschaftsklasse ist die A1. Bemerkenswerterweise darf der Brennstoff in dieser einen höheren Aschegehalt aufweisen als bei der bisherigen Zertifizierung DIN 51731. In der Klasse A2 sind die Kriterien hinsichtlich des Asche- und Stickstoffgehalts weniger streng.

Ein geringer Aschegehalt unterstützt Heizungsanlagen dabei, einwandfrei zu funktionieren und beugt Verschlackung oder Ablagerungen vor. Entsteht aus Pellets nur wenig Asche, so werden tendenziell weniger Emissionen beim Heizen entstehen, was das Weltklima entlastet. Im Vergleich mit anderen Brennstoffen produzieren Pellets eher geringe Aschemengen. Als Faustregel gilt, dass beim Verbennen von einer Tonne Pellets circa 2 kg Asche entstehen. Diese Regel bezieht sich auf Pellets mit hoher Heizqualität. Solche Brennstoffe haben außerdem für den Heizungseigentümer und seine Familienmitglieder den Vorteil, dass das Aschefach nicht häufig geleert werden muss.

In der Pelletasche sind Elemente natürlichen Ursprungs enthalten, worunter auch Schwermetalle fallen. Es handelt sich um Stoffe, die der Baum, der der Rohstoff für das Brennmaterial war, während seines Wachstums aus der Umwelt aufnahm. Zu beachten ist, dass gerade, weil bei Pellets nur wenig Asche anfällt, diese eine hohe Konzentration von Schwermetallen und ähnlichem aufweisen kann. Aus diesem Grund sollte Pelletasche nicht als Dünger für den Garten verwendet werden, sondern direkt entsorgt werden. Dazu nutzt man einen Handfeger und die Restmülltonne. Man kann zudem den Schornsteinfeger um eine fachgerechte Entsorgung bitten.

Staub und weitere Feinanteile

Wenn es um sinnvolle Kennwerte bei Pellets und Brennstoffen geht, darf der Feinanteil nicht vergessen werden. Generell handelt es sich bei Feinanteilen um Partikel, welche kleiner als 3,15 Millimeter sind. Solche Kleinstteile können etwa entstehen, wenn Pellets in einen Lagerraum eingeblasen werden. Ob sie auftreten liegt unter anderem daran, wie bruchfest die Pellets sind. Bei niedriger Bruchfestigkeit wird schon bei geringer mechanischer Belastung ein Feinanteil abgespalten. Der Fachmann nennt die relevante mechanische Belastung Abrieb. Die Festigkeit von Pellets ist demnach ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Ist nämlich der Feinanteil hoch, wird das Verbrennungs- und Emissionsverhalten der Heizung negativ beeinflusst. Es kann sogar zu Störungen der Heizanlage kommen.

Ein niedriger Feinanteil und ein hoher Abriebwiderstand ermöglichen den Pellets eine optimale Sauerstoffzufuhr, um rückstandsfrei zu verbrennen. Brennstoffe mit DIN- oder EN-Zertifizierung haben nachgewiesenermaßen einen geringen Feinanteil. Die Hersteller der Pellets müssen sich nicht nur um ihrer selbst Willen um gleichbleibend gute Pelleteigenschaften bemühen, auch zur Erfüllung der ENplus-Norm sollte regelmäßig geprüft werden, ob die Bruchfestigkeit stimmt oder etwa zu viel Staub und andere Feinanteile möglich sind. Dennoch kann sich bei Holz als Naturprodukt jede Lieferung ein wenig von der nächsten unterscheiden.

Für die Eigenschaftsklasse ENplus A1 darf in den Pellets, die im Tankwagen vor der Haustür zur Einfüllung bereit sind, maximal ein Prozent Staub vorhanden sein. Das sind circa zehn Kilo bei einer Lieferung von einer Tonne Holzpellets. Diese zehn Kilo Staub haben ein Volumen von etwa zwanzig Liter. Eine gewisse Menge feine Partikel lässt sich also nicht vermeiden. Zu beachten ist, dass Staub, der nach dem Verlassen des Tankwagens entsteht, nicht die Normkonformität beeinträchtigt. Der Feinanteil ist übrigens leichter als Pellets und rieselt zwischen ihnen durch. Deshalb findet man mitunter den gesamten Staub erst, wenn der Pelletbehälter leer ist. Nach zwei bis drei Lieferungen ist eine professionelle Reinigung des Pelletslager hilfreich – auch um den Holzstaub zu entfernen, der sich an Wänden und Befüllstutzen abgesetzt hat.

Fazit

Wer sich für Holzpellets mit niedrigem Ascheanteil, geringem Wassergehalt und normkonformem Feinanteil entscheidet, ist auf der sicheren Seite, was das Verbrennen anbelangt. Nimmt man die drei Kennwerte zusammen, weiß man im Normalfall genug über die angebotenen Pellets, um ihre Qualität einordnen zu können. Umso hochwertiger der Brennstoff ist, desto umweltverträglicher ist seine Nutzung und umso seltener muss die Heizanlage gereinigt werden.

Tipp

Um sicherzugehen, dass man Pellets mit guten Kennwerten erhält, sollte man auf die Zertifizierungen achten. Diese zeigen an, dass ein Brennstoff bestimmten Normen entspricht und dass er die jeweiligen Anforderungen einhält. Ein unabhängiges Labor hat unter festgesetzten Bedingungen das Brennverhalten und die Eigenschaften der Pellets geprüft. Pellets, die den Mindestanforderungen der gültigen EU-Norm entsprechen, lassen sich unkompliziert online bestellen.

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