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Rindenbriketts Gluthalter mit langer Brenndauer

Im Brennstoffhandel tauchen seit einigen Jahren vermehrt sogenannte Rindenbriketts auf. Wer unsicher ist, wozu diese nutzbar sind oder wer einfach wissen möchte, worin der Unterschied zu herkömmlichen Holzbriketts besteht, ist hier genau richtig. Wir erklären, warum diese Briketts optimale Gluthalter sind und wie sie hergestellt werden.

Worum handelt es sich genau?

Diese Art von Holzbriketts ist ein Naturprodukt aus reiner Rinde. Es besitzt einen recht hohen Heizwert von rund 5 kWh/kg, was circa 17 MJ/kg entspricht. Hierzulande hergestellte Briketts aus reiner Rinde sind ein geprüfter Zusatzbrennstoff. Sie eignen sich gut für alle mit Holzbriketts und Scheitholz befeuerbaren Öfen, Kamine und Herde. Der Qualitätsbrennstoff besteht ausschließlich aus trockener Rinde, die äußerst dicht verpresst wurde. Es handelt sich einen Stoff, der nach dem Bundesemissionsschutzgesetz nach §3 in den dafür vorgesehenen Feuerstätten verbrannt werden darf. Dabei verbrennen die Briketts verhältnismäßig sauber. Sie gelten als CO2-neutral und tragen nicht zum Treibhauseffekt bei. Wenn Sie Briketts aus Rinde gleichmäßig bei hohen Temperaturen abbrennen lassen, entstehen wenig Emissionen. Der Brennstoff ist jedoch nicht nur umweltfreundlich, sondern auch sehr praktisch.

Die Brenndauer dieser Briketts beträgt üblicherweise (je nach Ofen) bis zu 8 - 12 Stunden. In Ausnahmefällen, bei besonders günstigen Umständen, sind auch Brennzeiten von bis zu 15 Stunden möglich. Gerade, wer das Feuer über Nacht halten möchte, hat mit Briketts aus Rinde eine gute Alternative zu Braunkohlebriketts, die dafür sorgen, dass das Haus auch am nächsten Morgen noch schön warm ist.

Auch bei der Lagerung überzeugen Briketts aus Rinde: Sie ist im Vergleich zu einigen anderen Brennstoffen bequem, sauber und platzsparend möglich. Ebenso einfach erfolgt der Transport. Lagern Sie diese Briketts in einem trockenen und ausreichend belüfteten Raum, so behalten sie jahrelang ihre hohe Qualität.

Auch, weil sie einfach zu dosieren sind, gelten Briketts aus Rinde als sparsam und wirtschaftlich. Sie sind ein zuverlässiger Biobrennstoff, der für höchste Energieausbeute bei minimaler Emission steht.

Wie werden Rindenbriketts hergestellt?

Briketts aus Rinde, die sogenannten Gluthalter unter den Holzbriketts, bestehen wirklich ausschließlich aus reiner Baumrinde. Demnach ist die Herstellung relativ aufwendig und auch teurer als die manch anderer Brennstoffe. Die technisch anspruchsvolle Produktion der Briketts schlägt sich auf den Endpreis nieder. Dieser Brennstoff wird komplett aus naturbelassenem Rindenmaterial der holzverarbeitenden Industrie gefertigt. Die Rinde wird jeweils mechanisch aufbereitet und im Verlauf der Produktion ohne Bindemittel oder Zusatzstoffe zu Briketts gepresst.

Anfangs müssen für die Briketts Baumstämme geschält werden. Es werden dabei solche Bäume verwendet, die zur industriellen Verarbeitung gefällt wurden. Heutzutage werden gefällte Bäume dadurch vor Ungezieferbefall bei der Lagerung geschützt, dass oftmals direkt beim Fällen vor Ort mit Harvestern die Rinde vom Stamm entfernt wird. Parasiten können sich somit gar nicht erst in oder unter der Rinde einnisten. Außerdem macht es für die Vertreter der Holzindustrie Sinn, die Rinde gleich am Anfang des Verarbeitungsprozesses vom Stamm zu entfernen, da diese sowieso für die Produktion der meisten Holzprodukte nicht nötig ist. Die gewonnene Rinde wird gewaschen und geschreddert. Anschließend muss sie noch technisch getrocknet werden, damit eine möglichst geringe Holzfeuchte garantiert werden kann. Meist liegt der Feuchtigkeitsgrad bei Briketts aus Rinde bei unter 10%, ebenso wie bei anderen Holzbriketts auch. Bedenke dabei, dass abgelagertes Brennholz oft noch eine Restfeuchte von rund 15 - 20% hat.

Schlussendlich werden die zerkleinerten Rindenstücke in Pressmaschinen gegeben, wo sie unter hohem Druck zu Briketts gepresst werden. Dabei gilt: Höherer Druck führt zu besseren Eigenschaften hinsichtlich des Verbrennens bzw. Gluthaltens.

So nutzen Sie Briketts aus Rinde

Wenn man längere Zeit keinen Brennstoff nachlegt, wird auch ein sehr moderner Ofen irgendwann kalt. Das passiert üblicherweise nachts oder wenn die Hausbewohner tagsüber in ihren Arbeitsstätten weilen. Sie können diesen Prozess verzögern, indem Sie Briketts aus Rinde oder andere Gluthalter in den Ofen geben. Somit brennt das Feuer im Ofen rund zehn Stunden weiter – ohne weiteres menschliches Zutun. Die langwährende und gleichbleibende Wärme der Briketts aus Rinde ermöglicht ein langanhaltendes Holzfeuer ohne Nachlegen. So löst man die Problematik des Durchfeuerns. Um Rindenbriketts als Gluthalter zu nutzen, müssen Sie unter anderem auf eine passende Regulierung der Luftzufuhr achten, dann glühen die Briketts durchaus zehn bis zwölf Stunden weiter. Zuvor haben Sie wie gewohnt Feuer gemacht – Die Briketts aus Rinde kommen erst nach dem eigentlichen Heizvorgang ins Spiel. Allein durch einen Anzünder lassen sie sich nämlich kaum entfachen. Je nach Sorte legen Sie ein bis drei oder mehr Briketts auf das Glutbett. Warten Sie, bis die Briketts angebrannt sind und drosseln Sie dann die Luftzufuhr. Die Briketts aus Rinde glühen langsam. Möchten Sie am nächsten Morgen weiterheizen, kratzen Sie die Asche ein wenig auseinander und leent neue Holzbriketts oder Brennholz auf.

Haben Briketts aus Rinden auch Nachteile?

Der große Vorteil von Rindenbriketts ist ihre lange Brenndauer. Diese wiegt für viele Menschen die Nachteile auf, von denen auch dieser Brennstoff ein paar hat. So haben Sie vielleicht bemerkt, dass Briketts, die komplett aus Rinde gefertigt sind, etwas teuer als normale Holzbriketts sind. Angesichts des hohen Preises sollten Sie allerdings daran denken, dass diese Brikettart dazu gedacht ist, mit anderen Brennstoffen kombiniert zu werden. Im Durchschnitt ergibt sich so ein ganz guter Preis, da eine lange Glutdauer gewährleistet wird. Einige besondere Öfen mit automatischem Gebläse, etwa Vergaser, sind nicht für Briketts aus Rindenmaterial empfohlen. Dafür sind die Briketts ideal für Kachel-, Kamin- und Dauerbrandöfen sowie in den meisten anderen gängigen Öfen gut verwendbar. Leider erzeugen Briketts aus reiner Rinde mehr Asche als Holzbriketts, da sich in der Rinde natürlicherweise mehr Fremdkörper absetzen als im Inneren des Baumes. Wind und Wetter bringen Sand und andere Partikel an die Rinde, die dann in einem gewissen Maße mit den Briketts verbrannt werden. Das führt dazu, dass Sie etwas öfter das Aschefach leeren müssen sowie an regelmäßiges Reinigen der Ofenkomponenten denken sollten.

Fazit

Briketts aus Rinde sind ein Zusatzbrennstoff mit sehr langer Brenndauer. Als alleiniger Brennstoff sind sie nicht geeignet. Da sie nicht mit einer großen offenen Flamme abbrennen, sondern über längere Zeit durchglühen, eignen sie sich für die Nacht oder einen langen Arbeitstag außer Haus. Aufgrund der aufwendigen Herstellung unterscheiden sich Briketts aus Rinde preislich von denen aus normalem Holz.

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