Ein Einfamilienhaus mit Holzpellets beheizen. Wie viel Pellets benötigst Du?

Woran bemisst sich der Pelletsbedarf?

Ein Haufen mit Holzpellets

Je höher der Wärmebedarf Deines Hauses ist, umso mehr lohnt sich für Dich die Anschaffung einer Pelletheizung. Natürlich solltest Du vor einer Entscheidung wissen, wie viele Holzpellets Du pro Jahr benötigst. Und vor allem wie viel Platz die Lagerung erfordert. Erfahre nun in diesem Ratgeber Beitrag, wie Du planen musst.

Zunächst ist eine Pelletheizung in der Anschaffung vergleichsweise teuer. Allerdings macht sie dies mit den Jahren wieder wett. Eine Pelletheizung lohnt sich allgemein erst dann, wenn der Energiebedarf eines Gebäudes höher als 40.000 kWh im Jahr ist. Viele Schulen setzen daher gerne auf diese neue umweltschonende Form des Heizens. Genügend Platz ist im Keller meist vorhanden. Überlege Dir, ob Dein Haus oder Dein geplantes Haus auch die Voraussetzungen für eine Pellet Heizung erfüllt.

Den Pelletsverbrauch für ein Einfamilienhaus kann man nicht ganz genau bestimmen. Er hängt von mehreren Faktoren ab.

  • Wärmedämmung

  • Effizientes Lüften

  • Effizientes Heizen

  • Altbau oder Neubau

  • Qualität der Pelletheizung

  • Qualität der Pellets

  • Größe des Pufferspeichers

  • Außentemperatur

Allgemein brauchen Sie mengenmäßig mehr Pellets als zum Beispiel Heizöl. Das spielt aber nur in der Lagerung eine Rolle. Preislich sind Pellets wesentlich günstiger. Man rechnet für eine Kilowattstunde ca. 200 g Holzpellets und 100 ml Heizöl sowie 100 Kubikmeter Erdgas.

Den Holzpellets Verbrauch berechnen

Für einen Neubau den Pelletsverbrauch berechnen:

Hier musst Du zunächst den jährlichen Energiebedarf ausrechnen. Dies kann ein Energieberater oder Architekt bereits vor dem Bau tun. Dann hast Du Werte für den Energieverbrauch in Kilowattstunden pro Quadtratmeter im Jahr (kWH/m²).

Die Rechnung sieht dann wie folgt aus:

Wert des jährlichen Energiebedarfs in kWh/m² *Wohnfläche in m² * 0,2 kg Pellets/kWh

Für einen Altbau den Holzpellets-Verbrauch berechnen:

Man rechnet allgemein, dass im Verbrauch 1 l Heizöl 2 kg Pellets entspricht oder 1 Kubikmeter Gas 2 kg Pellets.

So kannst Du den Pellets Heizungs-Verbrauch für Ihren Altbau ganz einfach errechnen:

Hattest Du bisher einen Verbrauch von 1.500 l Heizöl, brauchst Du nun 3.000 kg Pellets pro Jahr:

Alter Verbrauch (l)* 2 kg Pellets

Nun musst Du natürlich Platz für die Pellets schaffen. Allerdings kannst Du Pellets auch jederzeit neu bestellen und anliefern lassen. Du musst keineswegs den Vorrat für ein Jahr bei Dir zu Hause lagern. Rechne pro Tonne Pellets einen Platz von 1,5 Kubikmetern. Allgemein sollte man immer Spielraum haben von ca. 30 % an Vorrat. Bestelle also frühzeitig nach.

Willst Du mehr ins Detail gehen, so musst Du natürlich noch andere Faktoren berücksichtigen, wie die Frage ob das neue Haus ein Passiv-Haus oder ein KfW-Effizienzhaus ist.

Allgemein geht man bei einer Wohnfläche von 200 m² von folgendem Holzpellets Verbrauch aus:

  • Altbauten bis 1977 verbrauchen 40kg/m²a Pellets. Im Jahr also 8.000 kg/a.
  • Bauten bis 2003 verbrauchen 20 kg/m²a Pellets. Im Jahr also nur 4.000 kg/a.
  • Ein KfW Effizienzhaus verbraucht 12 kg/m²a Pellets. Im Jahr also nur noch 2.400 kg/a.
  • Ein Passivhaus hat einen Pelltesverbrauch von 3 kg/m²a Pellets. Im Jahr also nur 600 kg/a.

Die Kosten für Pellets für ein Einfamilienhaus pro Jahr

Die Kosten für Deine Pelletheizung pro Jahr kannst Du dir mit obigem Rechner ganz einfach errechnen, indem Du den Kilopreis Deiner Wunschpellets mit dem Jahresverbrauch an Pellets multiplizieren. Du findest im Internet heute auch viele Rechner, die Dir direkt die Angebote verschiedener Händler vor Ort auflisten. Bei einem Verbrauch von 8.000 kg Pellets im Jahr zahlst Du aktuell 1.500 € bis 2.000 € für die Pellets. Natürlich variiert der Preis je nach Qualität und Sonderangeboten des Händlers.

Kaufst Du Pellets bei PALIGO, bist Du auf der sicheren Seite. Wir liefern nur absolut hochwertige Pellets aus, die lange und gleichmäßig brennen und optimal Wärme abgeben. Bei minderwertigerer Qualität hast Du leider Verluste und zahlst drauf.
Hast Du ein Haus, das nach 2003 gebaut wurde, schrumpfen die Kosten für die Pelletheizung pro Jahr schon enorm. Du bist dann vielleicht sogar mit unter 1.000 € dabei. Noch besser ist es, wenn IDein Haus eine optimale Energiebilanz aufweist, gut gedämmt ist und Wärme gut speichert. Dann zahlst Du nur noch ein paar Hundert Euro.

Die Anschaffungskosten für eine Pelletheizung hängen davon ab, wie sie in das Haus integriert werden kann und ob das bisherige System kompatibel ist.

Allgemein kostet ein Komplettpaket einer Pelletheizung in der Anschaffung 17.000 €. Umbaukosten für das Lager und die Installation kommen noch hinzu.

Um den Pelletsverbrauch zu optimieren, halte dich an folgende Tipps

Überheize Deine Wohnräume nicht!

Die Heizperiode läuft vom 1.10 bis 30.4 eines Jahres. Achte in dieser Zeit darauf, dass bestimmte Temperaturen in den Wohnräumen nicht überschritten werden. Das ist nicht nur für die eigene Gesundheit besser, sondern auch für das Inventar.

  • Im Wohnzimmer dürfen es 20-22 Grad Celsius sein
  • In der Küche reichen 18-20 Grad Celsius.
  • Im Schlafzimmer sind 16-18 Grad Celsius ideal.
  • Im Bad sollten es 23 Grad Celsius sein.
  • Im Kinderzimmer je nach Empfinden ca. 22 Grad Celsius.

Denke daran, wenn Du nur um 1 Grad die Temperatur verringerst, haben Sie schon 6 % Heizenergie gespart.

Lüfte richtig!

Überheizte Räume solltest Du nicht mit dauergeöffnetem Fenster herabkühlen. Ein solcher Wärmeverlust ist ineffizient und führt zu erhöhtem Pelletsverbrauch. Lüfte lieber mehrmals am Tag mit weit geöffneten Fenstern und dies für ein paar Minuten. Natürlich sollte gleichzeitig die Heizung heruntergeschaltet sein.

Heizen bei Nichtnutzung der Räume

Nicht genutzte Räume nicht zu heizen, kann fatal für die Einrichtung werden. Gleichzeitig macht es keinen Sinn, ungenutzte Räume voll zu heizen. Am besten Sie arbeiten mit Thermostaten, die Sie mit einer Zeitschaltuhr steuern können.

Dämmung

Nur gut gedämmte Häuser und Dächer helfen Energie zu sparen. Daher verbrauchen leider Wohnhäuser mit einem Baujahr von vor 1977 am meisten Energie. Der Pelletsverbrauch kann doppelt so hoch sein wie bei einem Neubau. Dämme also nach, überall dort, wo zu viel Energie verschwendet wird. Zum Beispiel durch alte Fenster.

Isolierung

Dämmung und Isolierung sind zwei verschiedene Dinge. Auch Ihre Heizungsrohre sollten gut isoliert sein. Sonst geben sie die Wärme ab, bevor sie in die Räume gelangt. Auch das würde zu unnötig hohem Pelletsverbrauch führen. Rohrdämmungen können aus verschiedenen Kunststoffmaterialien, aus Mineralwolle oder Kautschuk sein.

Angst vor Engpässen bei Pellets sind unbegründet

Bei einer Pelletheizung sind Ängste vor Engpässen absolut nicht notwendig. Holz ist der nachwachsende Rohstoff schlechthin. Schon allein wir in Deutschland haben ca. 11 Millionen Hektar an Waldfläche und für die Pellets muss kein einziger Baum abgeholzt werden, sondern man nimmt Reste und Altholz. Mit einer Pelletheizung bist Du also auf der sicheren Seite. Weder die Ölpreise noch die Gaspreise müssen Dich dann noch kümmern. Zudem tust Du alles für Dein grünes Gewissen. Du heizt klimaneutral und umweltschonend.


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