Qualmende Kohle

Was unterscheidet Stein-, Braunkohle oder Koks? Unterschied der Kohletypen

Verschiedene Kohletypen im Vergleich

Feuchtwarmes Klima, urwaldähnliche Pflanzen und die Absenkung der Erdoberfläche führten vor 300 Millionen Jahren zu einem Prozess, der Pflanzen, Bäume und Sträucher in Sümpfen versinken ließ. Unter einem gewaltigen Druck verwandelten sich die Pflanzen zuerst in Torf, später in die Kohlearten Braun- und Steinkohle.

Neben Erdöl und Erdgas zählt Kohle bis heute zu den wichtigen fossilen Energieträgern. Das Sedimentgestein stammt hauptsächlich aus den großen Baum- und Pflanzenbeständen, die in Deutschland vor vielen Millionen Jahren die Landschaft prägten. Durch die Karbonisierung oder Inkohlung – quasi die Verwandlung von Pflanzen in Kohle- entstand das Sedimentgestein, das je nach Kohlesorten zwischen 75 und 95 Prozent an Kohlenstoff, aber auch Stoffe wie Metalle, Wasser oder Stickstoff und Schwefel enthält.

Weltweit gibt es fast überall große Vorkommen an Kohle. Analysen zufolge könnten die weltweiten Vorkommen noch bis zu 200 Jahre ausreichen. Allerdings ist Kohle nicht unumstritten. Denn beim Verbrennen setzt sie große Mengen an Kohlendioxid frei und weist Rund 1/5 der CO²-Emissionen in Deutschland auf, die eine starke Belastung für die Umwelt darstellen. Doch Stein-, Braunkohle oder Koks unterscheidet sich durchaus!

Braunkohle – der Ursprung!

Die Braunkohle stammt aus der Zeit des Tertiärs. In dieser Zeit herrschte ein feuchtwarmes, beinahe subtropisches Klima in Deutschland mit einer artenreichen Pflanzenwelt. Das Absinken der Erdoberfläche und der Anstieg des Grundwassers führte zu riesigen Moorebenen, in denen Pflanzen, Sträucher und Bäume nicht an der Luft verfaulten, sondern regelrecht darin versanken. Große Wassermassen der Meere überschwemmten das Land und die Moore und brachten Sand und Ton mit sich – ein mächtiger Druck von oben, der die Substanz der Pflanzen zunächst zu Torf, später zu Braunkohle zusammenpresste.

Braunkohle ist ein braun-schwarzes Gestein, das im Tagebau abgetragen wird und heute noch maßgeblich an der Stromerzeugung beteiligt ist. Weil es viel an flüchtigen Stoffen wie Wasser enthält, ist es nur schwer zu transportieren und durch den hohen Wassergehalt nicht als Brennstoff geeignet.

Steinkohle – hartes Sedimentgestein

Steinkohle findet sich, verglichen mit Braunkohle in noch tieferen Schichten der Erde, der Flöze. Denn infolge der Karbonisierung wurden die Erdsubstanz zusammen mit Wasser und Kohlenstoff noch weiter zu Asche verpresst. Die Flöze reichen häufig bis zu 1500 Meter ins Erdinnere, von wo sie im Untertagebau gefördert werden müssen. Wir kennen Steinkohle heute als sehr hartes Gestein, das zu mehr als 70 Prozent aus Kohlenstoff besteht und dabei deutlich weniger Wasser enthält – und damit hochwertiger als Braunkohle ist. Es erscheint häufig glänzend und ein wenig fettig. Neben der Erzeugung von Wärme wird Steinkohle zur Stromerzeugung in Deutschland verwendet. Innerhalb der Steinkohle gibt es verschiedene Unterteilungen an Kohlearten. Je älter die Steinkohle ist, umso weniger flüchtige Stoffe beinhaltet sie:

  • Flammkohle (rund 40 %)

  • Gasflammkohle (35 bis 40 %)

  • Gaskohle (28 -35 %)

  • Fettkohle (19 bis 28 %)

  • Magerkohle (10 bis 14 %)

  • Anthrazitkohle (10 % und weniger)

Die Pellets richtig lagern und verheizen

Für den privaten Gebrauch wird die Steinkohle gebrochen und klassifiziert. Die Größe der Kohle nennt man dabei auch Körnung, die sich im Handel durchgesetzt hat. Unternehmen liefern die Steinkohle meistens in praktischen 25 kg-Säcken als Palettenware – und das in einer Körnung zwischen 40 und 80 mm oder auch kleinerer Körnung von 5 bis 25 mm.

Anthrazitkohle

Die Anthrazitkohle gilt in Deutschland aufgrund ihrer großen Härte und wenigen flüchtigen Bestandteilen als besonders hochwertig und enthält zum Teil über 90 % an Kohlenstoff. Es brennt damit nicht nur sehr lange und sehr heiß, sondern hinterlässt auch kaum Asche. Wegen seiner Härte kann es nicht leicht brechen, und erzeugt so wenig Schmutz – ein Plus für Menschen, die im privaten Betrieb auf Kohleöfen setzen wollen.

Koks – kleines Energiebündel

Koks - das ist extrem hohe Energie auf kleinstem Raum.  Mit Hilfe sehr hoher Temperaturen über 1.000 °C wird es dabei aus aschearmer Fettkohle wie Braun- oder Steinkohle gewonnen – und das in sogenannten Kokereien. Durch die Hitze in der Verbrennungsanlage entweichen die restlichen flüssigen Bestandteile der Kohle. Fester Kohlenstoff und Asche verschmelzen ineinander. Das Koks, das mehr als 92 Prozent Kohlenstoff beinhaltet, verbrennt in Öfen mit einer blauen Flamme, die beinahe unsichtbar ist und kaum Rückstände hinterlässt.

Koks wird sowohl als Brennstoff als auch in Hochöfen in der Eisenproduktion eingesetzt. Je nach Anwendung gibt es Koks in verschiedenen Sorten und unterschiedlicher Körnung. Zur Feuerung im privaten Haushalt, zum Beispiel in automatischen und dafür ausgelegten Anlagen, ist eine Körnung zwischen 20 und 40 mm ideal. Zu kleine Stücke fallen durch das Gitter, zu große Stücke verstopfen möglicherweise die Anlage.

Mit Kohlearten heizen – das musst Du wissen!

Kohle oder Koks sind hervorragende Materialien, um in Kombination mit Holz zu heizen. Allerdings sind dafür spezielle Öfen nötig, will man nur mit Kohle heizen. Denn den sehr hohen Temperaturen, die durch Steinkohle erzeugt werden, können die klassischen Kaminöfen nicht standhalten. Ergänzend zum Brennholz lässt sich Kohle aber an langen Winterabend gut einsetzen. Während sich mit Brennholz schnell ein Feuer entfachen und eine schöne Glutmasse bilden lässt, eignet sich Kohle zum Nachlegen. Denn sie hält die Glut lange auf einer gleichbleibenden Hitze. Der Luftregler sollte der gewünschten Wärme entsprechend gedrosselt werden.

Um Feuer im Ofen zu entfachen, ist Holz immer noch am besten geeignet. Zusammen mit einem Anzünder und ein paar kreuzweise gestapelten Hölzern aus weichem Nadelholz erreicht der Kamin oder Ofen schnell eine hohe Temperatur. Die Luftregler müssen währenddessen vollständig offen sein, denn das Feuer braucht jetzt Sauerstoff. Wenn das Feuer einmal brennt und ein Glutbett entstanden ist, lässt sich nun Kohle nachlegen. Unser Tipp: Kohle breitet sich bei der Verbrennung etwas aus. Deswegen sollte man die Feuerstelle nicht zu vollpacken, sondern Kohle nach und nach hinzulegen. Bevor Du Kohlesorten kaufst, prüfe in jedem Fall auf der Bedienungsanleitung Deiner Feuerstelle, ob sie für das Material ausgelegt ist.

Gegenüber der Asche von Brennholz, die sich als Dünger im Garten verwenden lässt, gehört die Asche der Kohlesorten nur in den Hausmüll. Unser Tipp: Beim Reinigen des Ofens immer mit einer kleinen Schaufel und Handschuhen arbeiten. Unter der Asche kann sich noch eine Restglut verbergen, durch die man sich Verbrennungen zuziehen kann.

Trotz vieler Entwicklung im Heizbereich setzen Hausbesitzer heute nach wie vor auf das Energiebündel Steinkohle. Und das aus gutem Grund. Es ist preisstabil, heizt effizient und ist einfach im Gebrauch. Mache auch Du den Test und lasse Dich überzeugen. Neben unseren Ratgeber zu Steinkohle bieten wir in unseren Shop auch Steinkohle Testpakete an.

Steinkohle, Braunkohle und mehr

CSK
  • Nahezu rauchlos
  • Heizwert 28 MJ/kg
  • Wir liefern eine volle Palette mit 40 Pack a 25kg
CSG
  • Grobe Körnung 25-80mm
  • Heizwert 30 MJ/kg
  • Wir liefern eine volle Palette mit 40 Pack a 25kg