Regenwurmhumus als Allzweckwaffe

Jedes Kind, das mit einem Garten groß geworden ist, kennt ihn: Den Regenwurm. Ein Garten, dessen Erde Regenwürmer hat, ist ein ertragreicher Garten. Regenwürmer werden also gehegt und gepflegt, wenn man sie sieht. Die Tiere lockern den Boden ganz natürlich auf und bilden nährstoffreichen Humus.

Statt künstlichem Dünger Regenwurmhumus

Wer viel aus seinem Garten machen will, ob das nun eine üppige Blütenpracht oder eine reiche Gemüseernte ist, der muss über kurz oder lang eingreifen. Dieser Griff sollte aber nicht ins Regal mit Düngemittel im Baumarkt sein. Vorher sollte man überlegen, ob man damit Pflanzen und Natur etwas Gutes tut. Mit Kunstdüngern versucht man der Natur ein Schnippchen zu schlagen. Es sollen Böden Erträge bringen, die gar nicht dafür vorgesehen sind. Doch Natur ist Natur und die Rechnung geht nicht immer auf.

Schnell ist der Boden überdüngt und dann wird das Grundwasser belastet. Das schadet allen: den Menschen, den Tieren und den Pflanzen. 

Wenn Sie auf Wurmhumus zurückgreifen, so haben Sie ein rein natürliches Düngemittel, mit dem Ihr Boden bestens zurechtkommt! In Regenwurmhumus kommen nur hochwertige ökologische und organische Rohstoffe vor. Industrielle oder tierische Abfälle haben in dem Bio-Humus nichts zu suchen.  

Regenwurmhumus für kräftige Pflanzen

Stabile Pflanzen dank Wurmkompost

Mit Regenwurmhumus ist jede Pflanze perfekt versorgt und bekommt ein richtiges Nährstoffpaket geliefert. Dieses äußert sich in einer stabileren Außenhaut der Blätter. Sie sind so besser gegen Insekten, Pilze und Blattkrankheiten geschützt.Für Sie als Gärnter bedeutet das, dass Sie sich teure Pflanzenschutzmittel sparen können.

Die Stabilität der Pflanzen kommt auch von einem besseren Wurzelwachstum. Regenwurmhumus liefert besondere Botenstoffe, die auch für eine bessere Keimung der Saatgut sorgen.

Regenwürmer sorgen allgemein für mehr Erträge und vitalstoffreicheres Obst und Gemüse. Hochwertigen Humus zusätzlich zu kaufen ist also eine sehr kluge Entscheidung für bessere Erträge.

Regenwurmhumus

Was macht der Regenwurm genau?

Der Regenwurm kriecht tief in die Erde und nimmt Pflanzenteile auf, die er verdaut. Was er ausscheidet, ist ein absolut hochwertiger Humus, der alle wichtigen Spurenelemente und Nährstoffe für ein gutes Bodenleben enthält. Besonders wichtig sind dabei die Huminsäuren, die Käfer, Larven und noch kleinere Lebewesen im Boden ernähren. Huminsäuren binden Schadstoffe und speichern Wasser plus Nährstoffe im Boden. 

Der Regenwurmhumus ist nicht so scharf wie künstlicher Dünger oder auch natürlicher Kompost. Die darin enthaltenen Nährstoffe müssen von der Pflanze selbst aufgeschlüsselt werden, während sie im künstlichen Dünger und Kompost offen vorliegen. Der Vorteil besteht darin, dass Sie mit Wurmkompost praktisch gar nicht überdüngen können. 

Regenwurmhumus ist auch ein Dünger, der besonders für die Tierhaltung in Terrarien, Aquarien und Paludarien geeignet ist. Da er nicht aggressiv ist, wird die Haut der Amphibien nicht geschädigt.  

Regenwurmhumus

Was enthält Regenwurmhumus?

Regenwurmhumus enthält alles, was Pflanzen zum Gedeihen und Wachsen brauchen:

  • Stickstoff, Phosphor, Kali.
  • Mikroorganismen zur Belebung des Bodens,
  • Spurenelemente, Huminsäuren, Mikronährstoffe, Enzyme, Botenstoffe.

Mit Wurmhumus verhindern Sie eine Überdüngung. Düngen heißt nämlich oft, den Pflanzen permanent zu viele Nährstoffe bereitzustellen. Egal, was sie gerade brauchen. Von Natur aus ist es aber so, dass Pflanzen sich selbst helfen können und über Wurzelausscheidungen bestimmte Mikroorganismen anlocken. Sie können sich im Grunde gut selbst ernähren. Die natürliche „Kommunikation“ zwischen Pflanze und Boden wird mit dem Düngen verhindert. Die Pflanze lebt im Überfluss. Dadurch ernährt sie aber selbst nicht mehr das Bodenleben. Somit wächst die gedüngte Pflanze zwar schnell in die Höhe, ist aber anfälliger gegenüber Schädlingen und Krankheiten. 

Anwendung von Regenwurmhumus

Vor der Aussaat:

Legen Sie das Saatgut vor der Aussaat für gut 24 Stunden in den sogenannten Wurmtee. Dieser wird aus einer Mischung aus Wurmhumus, Melasse und Wasser gebraut. Das Einlegen bewirkt, dass die Pflanzen robuster werden und schneller keimen.

Vor dem Einpflanzen bringen sie je 1 L Regenwurmhumus pro Quadratmeter in die Erde ein und zwar in die oberste Bodenschicht.

Wollen Sie Blumenkästen befüllen, so nehmen Sie ca. 15 Prozent  Wurmkompost und den Rest Erde.

Gemüse, Obst, Bäume und Sträucher mit Wurmkompost düngen:

Streuen Sie Wurmhumus in das Pflanzloch. Das sind im Schnitt ca. 100 ml pro Pflanze. Wenn die Pflanze wächst, düngen Sie noch mal nach. Dann arbeiten Sie den Humus wieder in die obere Erdschicht ein. Oder Sie gießen die Pflanze mit Wurmtee, der 6 Monate hält.

Arbeiten Sie mit Pflanzrillen, so geben Sie etwa 200 ml Regenwurmhumus pro Meter in die Rille. Später düngen Sie beim Wachsen noch mal nach.

Bei Bäumen und Sträuchern geben Sie gleich 1-4 L Wurmhumus in das Pflanzloch. Das Nachdüngen ist hier aufwendiger. Verteilen Sie den Wurmkompost über den gesamten Bereich der Wurzel und arbeiten Sie ihn leicht in die Erde ein. Das sind wieder ca. 1 L pro Pflanze und dies 2 x im Jahr, im Herbst und Frühjahr.

Blumen und Rasen mit Regenwurmhumus düngen:

Geben Sie pro Liter Erde 1 Esslöffel Humus in die Erde, am besten einmal pro Monat. In ein Pflanzloch geben Sie ca. 75 ml Wurmhumus.
Rasen wird vor dem Säen bearbeitet. Und zwar geben sie pro Quadratmeter Erde ca. 150 ml Kompost auf den Boden und arbeiten ihn leicht ein. Auch hier muss nachgedüngt werden.

Aquarium:

Im Aquarium geben Sie 1 x in der Woche je 1 Teelöffel Humus pro 100 L Wasser ein. Sie werden sehen, die Pflanzen im Aquarium wachsen besser. Auch die Fische mögen Wurmhumus und so kann man ihnen hin und wieder etwas gönnen.

Tags: Gartenpraxis, Insekten & Tiere
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