Araber Majestätische und charaktervolle Pferde

Araberpferde haben den Ruf, so schön wie temperamentvoll zu sein. Gleichzeitig gelten sie als wertvoll und edel. Wir erklären, wofür Araber darüber hinaus stehen. Hier erfahren Sie, was diese Pferdeart ausmacht, welche Unterarten es gibt und für wen sich Araberpferde eignen.

Geschichte und Herkunft

Wie der Name schon andeutet, stammen Araberpferde von der arabischen Halbinsel. Dort wurden sie mindestens seit dem 7. Jahrhundert unserer Zeitrechnung gezüchtet. Das macht sie zur ältesten Pferderasse der Welt. Diesem Umstand ist es wohl zu verdanken, dass reinblütige Araberpferde so wertvoll sind. Die ursprünglichen Pferde dieser Rasse wurden von Beduinen gezüchtet. Als Begleiter von wandernden Wüstenbewohnern mussten sie Vieles leisten. Um diese Eigenschaften an die späteren Bedürfnisse von Europäern anzupassen, wurden Araberpferde im Laufe der Jahrhunderte auf verschiedene Weise veredelt. Durch Einkreuzung anderer Pferderassen und teils auch -typen einstanden Varianten wie das Englische Vollblut, das American Quarter Horse, der Appaloosa, der Trakehner und viele mehr.

Merkmale von Araberpferden

Viele Menschen halten Araberstuten und -hengste für die schönsten Pferde der Welt. Das mag an ihren eleganten und geschmeidigen Bewegungen liegen, aber auch daran, dass ihr Schweif beim Galoppieren hoch erhoben ist. Auf dem quadratischen Körper sitzt ein elegant gebogener Hals mit einer feinen Mähne. Der Kopf gilt als kurz. Das ausdrucksstarke Gesicht beinhaltet große Augen, die etwas erhöht liegen, sowie eine Nase, die einen edlen leichten Knick hat. Dass das Nasenbein oftmals konkav verläuft, führt zu einem sogenannten Hechtkopf. Der "Arabarknick" an der Nase ist besonders bei in Ägypten gezogenen Pferden gut zu sehen.

Der Kopf wird während des leicht und schwebend erscheinenden Gangs hoch getragen. Weitere Merkmale sind große Nüstern, eine breite Stirn und kleine, bewegliche Ohren. Von der Fellfarbe her kann ein Araberpferd sowohl Brauner als auch Fuchs, Rappe oder Schimmel sein. Das Stockmaß darf zwischen 140 und 156 cm liegen. Das durchschnittliche Araberpferd ist demnach zwischen 145 und 155 cm groß. Sein Rücken ist kürzer als der anderer Pferde, weil es üblicherweise eine Rippe sowie ein paar Wirbel weniger besitzt.

Welche Unterarten von Arabern gibt es?

Araberpferde sind nur zum Teil Vollblutaraber – Nämlich nur dann, wenn sie erwiesenermaßen in allen Abstammungslinien auf ursprüngliche Araber aus der Wüstenzucht der Beduinen von der arabischen Halbinsel zurückgehen. In diesem Fall haben sie die Silbe "ox" hinter ihrem Namen in den Abstammungspapieren. In Deutschland führt der Verband der Züchter und Freunde des Arabischen Pferdes (VZAP) Zuchtbücher für alle arabischen Rassen. Dem Verband, der einer der wichtigsten Mitgliedsverbände der World Arabian Horse Organisation (WAHO) ist, gehören um die 2.000 Züchter mit circa 1.700 eingetragenen Zuchtpferden an.

Neben dem Vollblutaraber gibt es folgende Araberrassen:

  • Shagya-Araber

  • Anglo-Araber

  • Arabisches Halbblut 

Shagya-Araber sind größer und kräftiger als Vollblutaraber. Die Rasse wurde seit Ende des 18. Jahrhunderts in den Ländern der K.u.k.-Monarchie entwickelt. Dementsprechend findet man sie auch heute noch vor allem in Rumänien, Ungarn, Rumänien, Tschechien und der Slowakei. Damals wurden stets Vollblutaraberhengste mit fremdblütigen Stuten gekreuzt, um etwas üppigere Tiere zu erhalten. Vormals eine Rasse für Offiziers- und Kutschpferde gelten die Shagya-Araber heute als leistungsbereite Reit- und Fahrpferde für Sportzwecke.

Bei den Anglo-Arabern handelt es sich um eine Unterrasse, die seit rund 150 Jahren in Polen, England und Süd-Frankreich gezüchtet wird. Diese Mischung aus englischem Vollblut und Araberrassen gilt als schnelles Sportpferd, das besonders bei der Vielseitigkeitsreiterei punktet.

Das Arabische Halbblut dagegen ist eine Gebrauchszucht mit unspezifischer Ausgangsanpaarung. Man sagt dazu auch Partbred-Araber, weil der Araberanteil bei 25 bis circa 90 Prozent liegt. Als anderer Teil der Züchtung kommen diverse Rassen und Pferdetypen in Frage, solange es kein Kaltblut ist. Ein Arabisches Halbblut weist typische Arabermerkmale auf, verfügt aber zusätzlich über die Härte, das Temperament und die Ausdauer der eingekreuzten Rasse.

Wofür eignen sich Araberpferde?

Prinzipiell sind Araberpferde sehr ausdauernde und robuste Tiere, die als sehr intelligent und lernbereit gelten. Außerdem sollen sie mutig sowie neugierig und damit lebhaft sein. Auf der anderen Seite handelt es sich auch um genügsame Pferde, die eine enge Bindung zu einem Menschen aufbauen können. Araberpferde haben den Ruf, unberechenbar und unverlässlich zu sein, weswegen sich manche Menschen vor einem Kauf scheuen. Diese Personen befürchten, dass ein Araberpferd für sie zu unruhig und anstrengend wäre. Ein weiteres Vorurteil ist, dass die hohe Kopf- und Schweifhaltung die Ausübung auch einfacher Dressuraufgaben verunmöglichen würde. Einige Leute denken sogar, dass alle Araberpferde zu nervös für das Springreiten und den Geländeritt wären.

Wie so oft bei Vorurteilen treffen auch diese nicht grundsätzlich zu. Jedes Tier ist anders. Viele Araberpferde eignen sich durchaus als verlässliche Freizeitpferde oder können in sportlichen Disziplinen eingesetzt werden. Ihre größten Erfolge haben sie heutzutage im Distanzrennen. Des Weiteren werden sie – wegen ihrer Eleganz und Schönheit – oft als Showpferde oder zur Zuchtveredelung genutzt.

 

Zu wem passen Araberpferde?

Der Charakter von Araberpferden wird oft als sensibel und feurig beschrieben. In Wirklichkeit sind natürlich nicht alle Araberpferde nervöse Diven. Vielmehr sind die meisten Tiere verlässlich, freundlich und gut reitbar. Dennoch sollten Sie ein geduldiger Mensch sein, wenn Sie Besitzer eines Arabers werden wollen. Wer selbst ruhig bleiben kann, kann auch einen Araber in aufregenden Momenten beruhigen. Ist man allerdings selber schnell aufgekratzt, steigert dies die Nervosität des Araberpferdes.

Es handelt sich folglich nicht um Anfängerpferde. Eine gewisse Erfahrung mit Pferden ist sehr von Vorteil. Wer schon mehrere Jahre Umgang mit verschiedenen Pferden und Charakteren hatte, weiß, wie Pferde wann reagieren. Es ist wichtig und sehr hilfreich, die Körpersprache der Pferde zu beherrschen und sensibel auf Veränderungen zu reagieren. Eine gute Idee ist es, zunächst allgemeine Erfahrungen mit der Araberrasse zu sammeln, bevor man sich ein eigenes Araberpferd kauft.

Ein Araberhengst oder eine Araberstute ist das richtige Pferd für einen Menschen, der ein Pferdeprofi ist und ein aufmerksames, treues und intelligentes Tier haben möchte, das darüber hinaus robust und sehr schön ist. Bei einer guten Haltung und mit der richtigen Erziehung sind Araberpferde verlässliche und langjährige Freunde.

 

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